Hans Hofmann-Reinecke, Gastautor / 29.09.2018 / 06:30 / Foto: USDE / 59 / Seite ausdrucken

Die besondere Verantwortungs-losigkeit Deutschlands

Von Hans Hofmann-Reinecke.

Der letzte Weltkrieg hat zwei Erbschaften hinterlassen, welche jegliche Vorstellung von Horror und Zerstörung um Größenordnungen übertreffen. Sie werden die Menschheit bis ans Ende ihrer Tage verfolgen, und beide sind letztlich die Ursache für den aktuellen Konflikt um das nukleare Programm der Islamischen Republik Iran. 

Die erste der Erbschaften ist die Atombombe, welche ihre apokalyptische Gewalt im August 1945 in Japan demonstrierte. Um dieses Mordinstrument nicht jedermann zugänglich zu machen, bemühten sich die vier Siegermächte, nachdem sie alle bereits ihre eigenen Bomben hatten, den übrigen Ländern der Erde den Zugang zu Atomwaffen zu versperren. Das führte zur Gründung der Internationalen Atombehörde (IAEA) in Wien unter dem Dach der Vereinten Nationen.

Dieses Kontrollsystem operiert auf freiwilliger Basis. Die UNO hat ja keine Befugnis, in ein Land einzumarschieren, um es nach Bomben zu durchzukämmen. So trifft die IAEA mit den Regierungen eine bilaterale Vereinbarung – das „Non Proliferation Treaty (NPT)“ –, durch welche ein Land sich verpflichtet, keine Bomben zu bauen. Zur Verifizierung dieses Versprechens gewähren die Regierungen dann den Inspektoren der IAEA Zugang zu den relevanten nuklearen Anlagen in ihrem Land. Dazu sind ein paar erklärende Worte in Sachen Physik notwendig. 

Uran muss „angereichert“ werden

Uran ist ein natürlicher Rohstoff, dessen Energiegehalt je Kilogramm das Millionenfache der gleichen Menge an Kohle oder Öl beträgt. Dieses enorme Potenzial kann kontinuierlich über Jahre hinweg freigesetzt werden, etwa zur Erzeugung von Elektrizität in einem Kernreaktor, oder aber innerhalb des Bruchteils einer Sekunde in der Atombombe.

Uran, so wie es in der Natur vorkommt, ist jedoch weder für den einen noch für den anderen Zweck geeignet. Es besteht nämlich aus zwei Komponenten, von denen nur die eine Energie liefert. Ausgerechnet dieser Anteil macht aber weniger als ein Prozent aus und muss für technische Anwendungen „angereichert“ werden: für Reaktoren auf 4 Prozent, für Bomben auf 90 Prozent. 

Der schwach angereicherte Brennstoff für einen Reaktor kann nicht zum Bau von Bomben missbraucht werden, und ein Reaktor kann aus dem gleichen Grund auch nicht wie eine Bombe explodieren, wenngleich oft das Gegenteil suggeriert wird. Auch in Chernobyl hatte es keine Atomexplosion gegeben, sonst wären die Operateure des Reaktors, welche den Unfall ausgelöst hatten, nicht am Tag danach wieder zur Arbeit erschienen.

Die IAEA befürwortet friedliche Nutzung von Kernenergie. Sie steht dem Bau und Betrieb von Reaktoren nicht im Wege. Um sicherzustellen, dass entsprechendes Uran nicht für Bomben missbraucht wird, muss sie nur jegliche Anreicherung über die besagten 4 Prozent hinaus unterbinden. Die Anlagen für solch einen Prozess sind riesig; sie bestehen aus tausenden Zentrifugen, die man nicht in einer Garage vor den Inspekteuren der IAEA verstecken kann.

Wie effizient funktioniert die Kontrolle also in der Praxis? In den fünfziger Jahren gab es die vier erwähnten „Waffenstaaten“ USA, UdSSR, UK und Frankreich; heute gibt es vermutlich derer zehn. Der Grund: Die IAEA ist ein zahnloser Tiger, denn sie kann nur das kontrollieren, was man ihr freiwillig zeigt. Und ein Staat, der kein NPT unterschrieben hat, kann ohnehin machen, was er will. Davon gibt es ein halbes Duzend. 

Israel zerstörte irakischen Plutonium-Reaktor

Soweit die atomare Erbschaft des Weltkriegs. Die zweite Hinterlassenschaft, welche jegliche Vorstellung von Horror und Grausamkeit um Größenordnungen übertrifft, ist der Holocaust – die systematische Ermordung von sechs Millionen jüdischen Männern, Frauen und Kindern. Um den Überlebenden nach dem Krieg eine sichere Heimat zu bieten, wurde der Staat Israel gegründet. Die arabischen Nachbarn allerdings ließen bei den neuen Siedlern nicht die Illusion aufkommen, dass sie willkommen seien. Man werde ihren Staat von der Landkarte radieren und die Juden ins Meer treiben. Dass so etwas keine leere Drohung sein muss, hatte man ja erfahren.

Ben Gurion, der erste Premierminister Israels, sah nur eine Möglichkeit, um die Existenz des kleinen Landes zu sichern, das von großen feindlichen Mächten umgeben war: Israel brauchte Atombomben. Falls dann arabische Panzer über die Grenze kämen, falls Bomben auf Tel Aviv oder Haifa fielen, dann könnte man nuklear zurückschlagen und Damaskus oder Bagdad oder Teheran zerstören. Man wäre bereit zu einem vernichtenden Gegenschlag. Mit konventionellen Waffen wäre Israel dazu nicht in der Lage. So entwickelte Israel also Atombomben.

Diese Strategie der Abschreckung geht aber nur auf, solange keiner der Nachbarn selbst Atomwaffen hat. Wird sich Israel nun darauf verlassen, dass die IAEA genau das garantiert? Anscheinend nicht, denn als 1981 im Irak ein Reaktor zur Erzeugung von Plutonium einsatzbereit war, da wurde dieser noch rechtzeitig von der israelischen Luftwaffe zerstört (n. b. neben Uran kann auch Plutonium in Bomben verwendet werden. Dieser Stoff kommt nicht in der Natur vor, er entsteht nebenher beim Betrieb eines Reaktors und kann in einem sehr komplizierten Verfahren extrahiert werden. Das war im Irak offensichtlich geplant.)

Es sollte nicht der einzige Militärschlag Israels zur Wahrung seiner nuklearen Hegemonie bleiben. In 2007 flog man einen ähnlich erfolgreichen Angriff auf eine Installation in Syrien. Damit die angreifenden Flugzeuge auf dem Weg durch den syrischen Luftraum unentdeckt blieben, hatte der israelische Geheimdienst den Computer der syrischen Luftwaffe gehackt. Die Radar-Operateure sahen auf ihren Schirmen jetzt ein gefälschtes Bild, ohne die israelischen Jets. Nach erfolgter Mission schalteten die Hacker den Computer wieder auf Normalbetrieb. 

Schon 2003 zu hoch angereichertes Uran gefunden

Diese Hintergrundinformationen sind notwendig, um zu verstehen, worum es beim „Iran Nuclear Deal“, d.h. den Verhandlungen von USA, Frankreich, Russland, China, England, Deutschland („5+1“) mit dem Iran ging. 

Der Iran war seit Zeiten des Schahs an ein NPT gebunden. Man betrieb eine Reihe von Anlagen zu Forschungszwecken, die regelmäßig von Inspektoren der IAEA besucht wurden. Die Aktivitäten wurden nach der islamischen Revolution 1979 intensiviert. 2003 wurde bei Inspektionen zu hoch angereichertes Uran gefunden, worauf die IAEA den Iran zum sofortigen Stopp der Aktivitäten aufforderte – ohne Erfolg. 

2005 kam Mahmoud Ahmadinejad an die Macht, und die nuklearen Aktionen gingen ungebremst weiter. 2007 beschuldigte man den Iran öffentlich des Bruchs des unterzeichneten Non Proliferation Treaty, und der UN Sicherheitsrat verhängte schmerzhafte Sanktionen, darunter das Einfrieren ausländischer Konten. Im Zentrum der Kritik stand eine Anlage in Natanz, wo auf hunderttausend Quadratmetern, unterirdisch in einem betonierten Bunker die Anreicherung von Uran im militärischen Maßstab betrieben wurde. Hier surren tausende von Zentrifugen vor sich hin, geschützt gegen Angriffe aller Art. 

Oder fast aller Art. Jedenfalls ereigneten sich dort 2010 eine Reihe mysteriöser Störfälle: Zentrifugen, die im Normalbetrieb schon mit 60.000 RPM rotierten, fingen an noch schneller zu drehen und zerstörten sich selbst explosionsartig, insgesamt tausend an der Zahl. Man identifizierte später den bösartigen Computerwurm „Stuxnet“ im Computer, der die Anlage steuerte.

Der Absender des Wurms blieb unbekannt, aber vielleicht hatte auch hier Israel die Hand im Spiel. Man wollte nicht abwarten, ob und wann die Maßnahmen von Sicherheitsrat und IAEA endlich greifen würden. Immerhin hatte der Iran ja im vergangenen Jahrzehnt, trotz Theaterdonner, ziemlich ungestört seine nuklearen Ambitionen verfolgen können. Und auch die Tatsache, dass während all dieser Zeit ein Ägypter oberster Chef der IAEA gewesen ist, wird das Vertrauen Israels in die Behörde nicht gefestigt haben. 

AKW's kann man problemlos bezugsfertig kaufen

2013 kommt Hassan Rouhani im Iran an die Macht. Als seine primäre Aufgabe sieht er die Befreiung des Landes von den seit sechs Jahren wirksamen Sanktionen. Es beginnen Gespräche mit den Mitgliedern des UN Sicherheitsrates plus Deutschland. Nach immerhin zwei Jahren harter Arbeit einigt man sich auf einen „Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA)“, der Randbedingungen für Irans nukleares Programm für die kommenden 15 Jahre vorgibt. Die friedliche Natur des Programms wird in dem umfangreichen Dokument betont, das Wort Israel fällt kein einziges Mal.

An dieser Stelle eine Bemerkung zu dem häufig verwendeten Begriff „friedliche Anwendung von Kernenergie“. Primär ist das Stromerzeugung. Dazu kauft ein Land einen Reaktor von Rosatom in Russland oder von Areva in Frankreich, die sich dann auch um Brennstoff und Training der Operateure kümmern. Es ist kein nationales „Nukleares Programm“ dafür notwendig. Ein Land, das eine Airline gründen will, fängt auch nicht damit an, eigene Jets zu entwickeln; es kauft die Flieger bei Airbus oder Boeing oder Second-Hand. Es braucht kein eigenes „Luft- und Raumfahrtprogramm“.

Eine weitere friedliche Anwendung von Nukleartechnik ist die Herstellung gewisser Substanzen („Isotope“) für medizinische Zwecke. Die riesigen Anlagen im Iran würden ausreichen, sämtliche Kliniken der Milchstraße mit solchen Isotopen zu versorgen. Dabei hat der Iran selbst keine so hoch entwickelte medizinische Versorgung, dass das Material unbedingt vor Ort gefertigt werden müsste. Immerhin kommen kranke Würdenträger vom Iran nach Europa zur Behandlung. So sorgte etwa 2018 der Aufenthalt eines hohen iranischen Richters in einem Hannoveraner Krankenhaus für Aufsehen.

Auch wenn Iran plötzlich Interesse an kernphysikalischer Forschung hätte, so unwahrscheinlich das sein mag, es wäre kein Grund für die Anreicherung von Uran in industriellem Maßstab, so, wie das gegenwärtig geschieht. Die einzige vernünftige Annahme ist, dass Iran nach wie vor an der Herstellung von Bomben arbeitet, dass das JCPOA diese Aktivitäten kaum beeinträchtigt, dass dafür aber die Handelsbeschränkungen gegen Iran erst einmal aufgehoben sind.

Unwissenheit oder aber „Zwecknaivität“

Wieso haben die 5+1 Unterzeichner bei dem Spiel mitgemacht? Man muss vermuten, dass hier entweder echte Unwissenheit oder aber „Zwecknaivität“ geherrscht haben. Denn die 5+1 sind ja ebenfalls an ungestörten Handelbeziehungen mit dem Iran interessiert. Und das mit der Bombe wird schon nicht so schlimm werden. Ob Federica Mogherini, die hohe Vertreterin der EU, genau wusste, was sie da unterschrieb? Sie hat philosophische Wissenschaften studiert und ihre politische Karriere bei der Jungendorganisation der kommunistischen Partei Italiens gestartet. Aber sicher hatte sie ein hochkarätiges Expertenteam im Hintergrund. 

Der befreite Handel mit Iran wurde von Obama mit dem Transfer eines Teils des jetzt aufgetauten iranischen Vermögens gefeiert; es handelte sich um eine erste Tranche von 1,7 Milliarden Dollar, auf Wunsch des Empfängers in bar. Das sind 17 Millonen Banknoten zu je 100 Dollar. Es ist angeblich die gewünschte Zahlungsform, um bei A Q Kahn in Pakistan das notwendige Zubehör für nukleare Projekte zu kaufen, etwa ballistische Raketen oder elektrische Zündsysteme für Sprengköpfe. Gut, wenn man sich das Cash für solch eine Anschaffung dann nicht erst aus dem Geldautomaten holen muss.

Ob sich der deutsche Außenminister Gedanken darüber gemacht hat, dass die Aufhebung der Sanktionen es dem Iran wesentlich erleichtern wird, an Bomben zu kommen? Vielleicht dachte er sich, dass solch eine Waffe eh‘ nie zum Einsatz käme. Das mag sein, aber auch eine Bombe, die im Keller liegt, hat Wirkung. Würden nun die arabischen Nachbarn in Israel mit konventionellen Streitkräften einmarschieren, und Israel würde atomar zurückschlagen, dann könnte das kleine Land selbst Ziel von Atomraketen werden. Das wäre dann das Ende von Israel, es wäre der zweite Holocaust. Ob Herr Steinmeier sich das überlegt hat, bevor er unterschrieb? Grund dazu hätte er gehabt. Genauer gesagt: sechs Millionen Gründe.

So war die Situation im Juli 2015, als der JCPOA mit viel Schulterklopfen, Fahnen und Weihrauch verabschiedet wurde. Teil des Vertrages war auch die regelmäßige Überprüfung der Einhaltung des Abkommens. Dazu fand dann 2017 eine Inspektion statt, auf deren Basis die IAEA dem Iran „Full Compliance“ bestätigte. 

Zweifelsfreie militärische Natur

Dieser gute Eindruck wurde Anfang 2018 gestört, als der israelische Geheimdienst im Iran auf Dokumente stieß, welche zweifelsfrei die militärische Natur des nuklearen Programms offenbarten. Darunter war eine PowerPoint Präsentation, offensichtlich für politische Entscheidungsträger bestimmt, in der Wissenschaftler über Pläne zum Design, Bau und Test von fünf Atombomben zu je 10 Kilotonnen Sprengkraft berichten, sowie über geeignete Trägerraketen.

Die Dokumente wurden zwar als veraltet abgetan, aber sie stellten dennoch einen Bruch des Vertrages dar, welcher die Aushändigung aller prä-JCPOA Dokumente an die IAEA gefordert hatte. Dieser Fund, sowie offensichtliche Bemühungen zum Erwerb von Raketen waren Grund für die USA, das Abkommen zu kündigen. Ab August 2018 wurden wieder strenge Handelssanktionen verhängt – nicht nur gegen den Iran, sondern gegen jegliche Firmen, die jetzt noch Geschäfte mit dem Land betrieben. 

Der gefeierte Joint Comprehensive Plan of Action war damit in Rauch aufgelöst, was die Regierungen der verbliebenen „4+1“ jedoch nicht daran hinderte, zu betonen, man würde an dem Abkommen auf jeden Fall festhalten.  

Redaktioneller Nachtrag: Siehe zum Thema auch diese aktuelle Meldung: Netanjahu wirft dem Iran „geheimes Atomlager" in Teheran vor

Hans Hofmann-Reinecke studierte Physik in München und arbeitete danach 15 Jahre in kernphysikalischer Forschung. In den 1980er Jahren war er für die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien als Safeguards Inspektor tätig und überprüfte die Einhaltung von Abkommen, welche die Betreiber nuklearer Anlagen mit der IAEA geschlossen hatten und welche der Nicht-weiterverbreitung von Atomwaffen dienten. Später war er als freier Berater für das Management industrieller technisch-wissenschaftlicher Projekte tätig, darunter auch bei Unternehmen aus der Nuklearbranche. Er lebt heute in Kapstadt.

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netiquette:

Albert Sommer / 29.09.2018

Es waren damals die Nationalsozialisten und heute sind es die Internationalsozialisten. Wieder haben sie es -vorbei an den schlafenden Demokraten- sogar bis ins Außenministerium oder Schloss Bellevue geschafft. Die deutsche Politik zeigt das schändliche Ergebnis dieser Unterwanderung zwischenzeitlich täglich.

beat schaller / 29.09.2018

Sehr aufschlussreicher Artikel, der auch für Laien verständlich ist. Die Geschichten mit den Zentrifugen war ja auch fast in aller Munde und ich muss schon sagen, dass ich auch einer von denen war, die dieses Abkommen schlicht nicht nachvollziehen konnte. Trump hat es gekündigt und Frankreich und Deutschland lassen die Muskeln Spielen und drehen sich weiter gegen die Verbündeten, also die USA. Dieses Spiel ist gerade so lächerlich, wie die Unverschämtheiten, welche aus allen Rohren deutscher Politiker gegen Trump un damit gegen Amerika gerichtet sind. Dabei immer schön DEMOKRATIE schreien und Koalitionen zusammen schustern, nur um an der Macht zu bleiben. Zu vieles ist verlogen und dann kommt noch ein weiterer Staatsbesuch von Erdogan hinzu.  Auch hier verwischt man die Abhängigkeit, in die sich Deutschland und die EU hinein manövriert hat. Es ist ein Schauspiel der besonderen Klasse und ich frage mich, wie lange das noch andauert. Die echten und so sehr wichtigen Dinge, die längst nach Lösungen schreien, werden schlicht nicht erwähnt oder gar angegangen. Die Spatzen pfeifen das Ende dieser Regierung schon von den Dächern. Traurig und eigentlich unglaublich. b.schaller

Karla Kuhn / 29.09.2018

Mein Leserbrief erübrigt sich, weil alles schon geschrieben wurde. Nur eines möchte ich korrigieren, es sind NICHT DIE Deutschen, es sind bestimmte Deutsche !

Gabriele Klein / 29.09.2018

@Badke “Einsetzen werden die sie   (Atombombe) nicht, dann sind die als Zweiter tot. Sinn von Massenvernichtungswaffen ist heute, nicht mehr erpresst werden zu können. “ Sie gehen von der falschen Prämisse indem Sie normal denkende unterstellen die am Überleben interessiert sind. Nun gab schon immer “Todessehnsüchtige” dies in Massen bei jenen die sich zum Islam bekennen (ich meine jetzt natürlich zum “falschen” Islam mit dem richtigen hat das alles nichts zu tun (1). Wie heißt es doch in bestimmten Kreisen immer wieder: Ihr liebt das Leben und wir den TOD…... Und, wie wir wissen kennt die “Liebe” beflügelt durch eine Atombombe keine Grenzen,...... (1)Der echte Islam liebt den Frieden so sehr wie das Leben, und nur ab und zu ein wenig mehr….  Die besonders “Friedlichen” treiben ständig den Teufel der Islamophobie mit der Bombe des Belzebubs aus… bis jetzt leider ohne Erfolg. Manch eine Religion hadert halt damit Leben und Frieden (der auch im Friedhof steckt) unter einen Hut zu bringen…...Dass man bis heute in gewissen Kreisen mit der gleichen Verbissenheit die Furcht lehrt und gleichzeitig auszutreiben sucht, könnte daran liegen, dass sich ein paar Prinzipien der Lernpsychologie (man begegnet diesen in der Medizin genauso wie in der Biologie, Pädagogik, Soziologie und Psychologie meist im 1. Semester) in den Hochburgen manch"geistigen Führer” auf dem östlichen und westlichen Divan noch nicht rumgesprochen haben. Aber vielleicht können hier ein paar linke “Highbrows” mit einem Griff zum Bücherschrank aushelfen um Christentum und Islam zu versöhnen auf daß die Logik nicht mehr zwischen Phobie und Liebe stehen möge und wir endlich unsere Henker lieben wie uns selbst…...........

R.E.Rath / 29.09.2018

Danke für die außerordentlich informative Darstellung. Dass so etwas nicht im Blätterwld des Mainstreams auftaucht, lässt mehr als tief blicken.

Christian Raabe / 29.09.2018

Ist doch ein Glück, dass Deutschland eine sogar promovierte Physikerin als Kanzlerin hat. Die kann die ganzen Zusammenhänge im Schlaf herunterbeten und braucht keinen Riesenstab dazu. Und da sie immer wieder die besonderen Verpflichtungen Deutschlands gegenüber Israel betont, ist doch klar, dass sie sich Donald Trump vorbehaltlos in der Aufkündigung des Iran Deals anschließt ... Ach tut sie nicht? Na sowas!

Daniel Oehler / 29.09.2018

Die Aufregung über die permanente feindselige Rhetorik des Irans gegenüber Israel verstellt den Blick für die Realität: Die eigentliche Gefahr für die Welt ist die islamische Bombe in der Hand Pakistans. Dort wimmelt es nur so von radikalislamischen Fanatikern. Deren Hauptfeind ist aber weniger Israel, sondern vielmehr Indien, die größte Demokratie der Welt. Iran und Syrien sind durchaus feindlich gegenüber Israel, haben aber beide eine jüdische Minderheit, anders als unser “Partner” Saudi-Arabien. Jeder gebildete Jude weiß, das er den Persern historisch sehr viel zu verdanken hat, v.a. die Befreiung aus der babylonischen Deportation. Die antiisraelische Polemik im Iran speist sich m.E. aus zwei Quellen: 1. der im Islam verankerten Bekämpfung der Juden 2. dem Wunsch, sich im arabischen Raum bei den Israelhassern Verbündete zu suchen. Letzteres ist seit den blutigen Konflikten zwischen Sunniten und Schiiten gescheitert. Die Verantwortungslosigkeit Deutschlands im Mittleren Osten besteht derzeit v.a. darin, sich mit den Juden- und Christenhassern in Saudi-Arabien ins Bett zu legen und diesen Fanatikern Waffen zu liefern.

peter luetgendorf / 29.09.2018

Sehr geehrter Herr Dr. Hofmann-Reinecke, für Ihren Artikel bin ich Ihnen sehr dankbar. Wenn ich Atomkraftgegnern im Gespräch begegne, bin ich immer wieder überrascht, wie wenig sie über die Technologie wissen. In Fukushima fehlten den Fundamenten der Dieselaggregate 15 cm. In Tschernobyl konnten die Bremsstäbe nicht mehr eingefahren werden. Zum “China syndrom” wissen Sie sicherlich mehr. Gruß    

J. Braun / 29.09.2018

Man kann das so sehen wie der Autor, man kann aber auch feststellen, daß jedes Land (natürlich mit Ausnahme von Deutschland), das Recht hat, sich zu verteidigen. Daß die Siegermächte des 2. Weltkriegs das mit allen Mitteln zu verhindern suchen, ist umgekehrt genauso deren gutes Recht. Es bleibt aber festzuhalten, daß der Iran seit dem Regimewechsel kein anderes Land angegriffen hat, der Irak mit amerikanischem Wohlwollen aber sehr wohl den Iran. Und daß die israelische Regierung sich blendend auf Säbelrasseln gegen den Iran versteht, muß ebenfalls jeder merken, der die ganze Angelegenheit im Nahen Osten halbwegs unvoreingenommen betrachtet. Letztendlich sind es immer die Amerikaner, die seit 70 Jahren die Kriege entweder anzetteln, eskalieren oder wenigstens finanzieren, alles natürlich im Interesse der texanischen Rohstoffindustrie. Wenn unsereins das weiß, weiß es natürlich auch die iranische Regierung. Ich sie deshalb sehr gut verstehen. Weiterhin kann man auch bezweifeln, daß der Iran unser Feind ist.  Die Islamisierung unseres Landes forcieren nämlich andere, allen voran die Türken und die Saudis. Und das ist mir persönlich unangenehmer als das laute Jammern semitischer Klageweiber. Und ob die iranische Regierung so schlimm und so verkehrt ist für den Iran? Ich möchte es bezweifeln. Der Propaganda der Presse glaube ich jedenfalls schon lange nicht mehr, egal ob sie staatlich oder alternativ ist. Wer irgendwelchen Nachrichten traut, ist ein Narr.

Beatrice Schönleber / 29.09.2018

Völlig d*accord. Nur dieser nette Euphemismus “So entwickelte Israel also Atombomben.” den sollte doch mal jemand vielleicht etwas ausführlicher erklären. Denn eigene Kapazitäten zur Entwicklung und dem Bau von Atombomben hatte Israel damals doch wohl nicht. Woher kam also das Know How und das Material?

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