Also, unter uns gesagt. Komischer Anfang? Keineswegs. Immer mehr Gespräche fangen neuerdings so an. Also, unter uns gesagt: Ich hab schon ein Problem damit, dass eine Million Flüchtlinge großenteils unkontrolliert aus den nahöstlichen Kriegsgebieten zu uns kommen. Aber, wie gesagt, das muss unter uns bleiben.
Wir sind auf dem Weg in eine Unter-uns-gesagt-Gesellschaft. Oder in eine Hinter-vorgehaltener-Hand-Gesellschaft. Normalerweise sind solche Gesellschaften Diktaturen. Wer was Falsches sagt, wandert ins Gefängnis. Eine solche Gesellschaft sind wir nicht. Wer bei uns was Falsches sagt, gerät lediglich unter Rechts-Verdacht. Und wer will das schon. Rechts ist Mist. Links ist wenigstens chic, auch wenn es blöd ist. Aber rechts? Nein, danke. Da sagt man, was man sagt, lieber hinter vorgehaltener Hand. Unter uns eben.
Und was ist das Falsche, das man nicht sagen soll? Na, siehe oben. Wer ein Problem damit hat, dass eine Million Flüchtlinge oft ungehindert zu uns kommen. Das ist das Falsche. Aber es stimmt doch. Es ist doch richtig. Natürlich stimmt es. Aber das Richtige ist nun mal das Falsche. Und umgekehrt. Fair is foul and foul is fair, um Shakespeare zu bemühen.
Natürlich ist es richtig, wenn man ein Problem damit hat, dass derart massenhaft Leute zu uns kommen, die aus einer sehr anderen Gedankenwelt stammen. Ich kenne kaum jemanden, der kein Problem damit hat. Aber, so liest man bei Allensbach, fast die Hälfte unserer Landsleute wollen das nicht mehr offen sagen. Weil kein anständiger Bürger als rechts gebrandmarkt werden möchte.
Josef Schuster, Chef des Zentralrats der Juden hat darauf hingewiesen, dass viele Zuwanderer aus „Kulturen stammen, in denen Intoleranz und Judenhass ein fester Bestandteil ist“. O Mann o Mann. Er hat natürlich völlig recht. Und neuer Judenhass ist in unserem ziemlich anständig gewordenen Deutschland keine sehr schöne Aussicht. Aber so was sagt man doch nicht. Wo bleibt denn da die Willkommenskultur! Oder wenn man es sagt, dann doch nur unter uns. Hinter vorgehaltener Hand.
Wer sind denn nun die Leute, die solche Realitätshinweise so erfolgreich als unanständig tadeln? In der Politik findet man sie vor allem im grünen Bereich, wo man die schönsten Willkommensschilder bastelt. Auch in der SPD hat man den besorgten Josef Schuster sogleich reflexartig und gedankenfrei getadelt. Und bei den Hochmoralisten der „Linken“ herrscht, wie jedermann weiß, sowieso der reine Edelsinn.
Im öffentlich rechtlichen Fernsehen, wo man den journalistischen Auftrag gerne mal als Volkserziehungsauftrag missversteht, traten die Erzieher anfangs in den Nachrichtensendungen hervor, als es in den Flüchtlingsberichten nur so von syrischen Ärzten und afghanischen Ingenieuren wimmelte. Da hat man inzwischen die Kurve in Richtung bildungsferner Realität genommen. Aber in den Talk-Shows feiert die Volkserziehung weiter fröhliche Urständ. Wer sich nicht freudig zur deutschen Willkommenskultur bekennt, läuft Gefahr, lautstark und mehrheitlich an den rechten Schmuddelrand gedrängt zu werden.
Die mehreren, das sind im wirklichen Leben aber die anderen, nämlich die, die sich Sorgen machen, auch um die Zukunft unserer Gesellschaft. Da sie sich aber von den Beschönigern um ihre Meinungshoheit gebracht sehen, sagen sie nur noch hinter vorgehaltener Hand, was sie denken. Das ist nicht sehr mutig, sagt aber eine Menge über unser Klima aus.
Darum hier, unter uns gesagt, noch einmal eine kleine Problem-Auswahl:
Den unter Moslems weit verbreiteten Judenhass hatten wir schon. Ich erwähne ihn noch einmal, weil er im öffentlichen Gespräch so gut wie keine Rolle spielt und von den Willkommenskulturschaffenden völlig verdrängt wird. Er passt halt gar nicht ins Konzept.
Dass die Flüchtlinge aus einer Gegend, in der Intoleranz nicht nur Alltag sondern auch der wichtigste Kriegsgrund ist, kann eigentlich auch keiner bestreiten. Die Sorge, dass viele ihre eigene Intoleranz mit in unsere freie Gesellschaft bringen, ist wohlbegründet.
Und dann ist da noch die Sache mit den Frauen und Mädchen. Die haben dort, wo unsere Migranten herkommen, oft nur halbe Menschenrechte und stehen ebenso oft unter strenger Aufsicht ihrer Supermänner. Wie zuversichtlich können wir sein, dass die Ankömmlinge diese traditionelle Unsitte nicht bei uns einschleppen?
Dass die meisten nicht als Ärzte sondern ziemlich bildungsfern auf die Reise gegangen sind, wird wohl auch niemand im Ernst leugnen, es sei denn er oder sie hat sich mit einem Willkommensschild den Blick verstellt.
Und dass manche Alteingesessene, die seit einer Ewigkeit auf eine bezahlbare Wohnung hoffen, nun ohne große Freude sehen, was alles für die Flüchtlinge getan wird, gehört auch zu den Tatsachen des Lebens.
Was heißt das alles? Es heißt, dass eine Menge Arbeit auf unsere Gesellschaft zukommt. Integrationsarbeit, Ausbildungsarbeit, kulturelle Überzeugungsarbeit, und Polizeiarbeit, damit die bösen Buben, die in dem Flüchtlingsstrom mit schwimmen, erkannt und unschädlich gemacht werden. (Warum wir die Hassprediger, die schon da sind, weiter ungestört hasspredigen lassen, ist mir sowieso schleierhaft. Neue brauchen wir wirklich nicht.)
Ich ziehe meinen Hut vor allen, die diese Arbeit auf sich nehmen. Sie muss ja getan werden. Ein schönes Schild hoch zu halten, ist billig. Die Million in unsere Gesellschaft einzupassen, ist verdammt schwer und teuer. Ich glaube, dass wir es mit Hängen und Würgen schaffen werden. Aber nicht, wenn es unendlich so weiter geht wie bisher. Und schon gar nicht, wenn sich unser Land in ein Land der Moralimperialisten (da hat der unlustige Orban mal was Lustiges gesagt) und in ein Land der Unter-uns-gesagt-Skeptiker zerteilt.
Dass die Unter-uns-gesagt-Skeptiker hinter vorgehaltener Hand mit Abstand für die große Mehrheit sprechen, zeigt, welche Schlagseite der öffentliche Diskurs hat.

Unter uns gesagt: Sie haben Recht. Ich sehe dies ebenso. Würde die Forsa mich aber heute danach fragen, in Kenntnis meines Namens und meiner Telefonnummer, so würde ich (wenn ich denn überhaupt teilnehmen würde, was schon eine gewisse Zuneigung zu diesen Instituten und derer Auftraggeber voraussetzt) zu den 58% gehören, die laut Forsa keinem die Kompetenz der Problemlösung zutrauen oder zu den 48%, die laut Allensbach eine falsche, regierungsfreundliche Aussage treffen. Da die Zahl beider Gruppen, besonders der Letzteren, erheblich steigt, freut sich die CDU über tolle "erfreuliche" Umfrageergebnisse. Fazit: Ganz unter uns: Es kommen meines Erachtens nur noch die Hardliner und die Lügner öffentlich zu Wort.
Zunächst einmal Respekt Herr Bonhorst, Herr Bonhorst Respekt! Auch Sie treffen, ähnlich wie Herr Broder kürzlich, den Punkt zu diesem Thema. Nahezu alle in meinem persönlichen Umfeld äußern sich sehr ähnlich, nein, genau mit diesen Worten. Nur leider wird auch dieser Artikel nichts beeinflussen, er steht einer begrenzten, interessierten Menge zur Verfügung und diese stimmt Ihnen ja auch sicher zu. Wen belästigt man denn nun nachhaltig mit diesen Erkenntnissen, um die Realität zu beeinflussen und die Diskussion zu veröffentlichen? Und noch eine Frage: Warum muss ich hier unten im Formular die Zeichen "sure27" eingeben, ist das ein zusätzlicher Scherz?
Wenn man hier in Deutschland wirkliche Lehren aus den beiden Diktaturen gezogen hätte und insbesondere auch aus dem, was die Warschauer Pakt-Staaten und die DDR an Abscheulichkeiten begingen und noch planten, sowie aus der ungeheuerlichen Tatsache, dass ein Heer von gutbezahlten Leuten in einflussreichen Positionen in einem der (einst) erfolgreichsten Staaten der Welt, sich für Geld und schlechte Worte in den Dienst einer unfähigen und kriminellen Diktatur stellten, dann wäre uns vieles erspart geblieben. So wird nur noch so getan, als ob und das wird ein ganz schlimmes Ende nehmen, zumal all das, was heute hier bei uns abläuft, bereits in den neunziger Jahren versucht wurde, um unseren Staat zu destabilisieren. Es ist schlicht unfassbar, dass sich die Funktionäre der zigmal umbenannten SED als Moralapostel aufspielen, dabei noch von den Medien angefeuert werden, während besorgte Bürger nach Art von "Schnitzler" sich oft in schlimmster Weise beschimpfen lassen müssen. Unsere ewig "Unverantwortlichen" sind wieder einmal völlig von der Rolle und nur wenige wagen es, an die Anforderungen zu erinnern, die das Grundgesetz stellt und auch daran, dass die Zusammensetzung der Tätergruppen in den beiden Diktaturen die gleiche war. Es ist eben nicht nur die Politik, sondern es sind auch die Ämter, die Justiz, die Medien, die Gewerkschaften, die Verbände und sogar die Wissenschaften, die hier versagen. Als Opfer der schier unglaublichen Verbrechen des SPD/AL-Senats von Berlin weiß ich natürlich ganz genau, wovon ich schreibe. Und meine Peiniger wissen es auch!
Sehr geehrter Herr Bonhorst, vielen Dank für diese Analyse des Verfalls der Debattenkultur in unserem Land. Man könnte ja meinen, es sei ein propagandistischer Etappensieg der "Refugees welcome!"-Winkelementschwenker, dass die Kritiker der illegalen Massenzuwanderung nach Deutschland sich teilweise nicht mehr trauen, ihre Position öffentlich zu vertreten. In keiner anderen gesellschaftlichen Debatte wurden und werden die Träger "falscher" Ansichten so gründlich, flächendeckend und gleichgeschaltet stigmatisiert wie in der "Flüchtlings"diskussion. Auf der anderen Seite bekommen die Bessermenschen mit dieser Entwicklung ein Problem: Der Feind steht rechts, aber wie erkennt man ihn, wenn er sich nicht mehr aus der Deckung wagt? Da kommt eine Idee ins Spiel, die kürzlich durch den Blätterwald rauschte: Der "Flüchtlingssoli", der bei Kosten von um die 30 Milliarden Euro pro Jahr für "Willkommenskultur" ohnehin demnächst eingeführt wird, könnte für eine gewisse Zeit als freiwillige Zusatzabgabe zur Lohn- bzw. Einkommensteuer geleistet werden. Der Plan ist genial: Ein paar Monate später hat Big Brother (bzw. Big Mutti) dann alle Daten, die man so braucht, um die Schublade mit der Aufschrift "Nazi" mal so richtig zu befüllen - jeder, der nicht anständig latzt, kommt da rein. Und weil diese Daten primär bei den Arbeitgebern erhoben werden, ist dort dann auch bekannt, wer auf der Liste der, gemäß den feuchten Phantasien einiger DGB-Funktionäre, wegen "Gedankenverbrechen" demnächst zu Entlassenden ganz oben steht. Man braucht nicht mehr kompliziert Facebook-Nicknames zuzuordnen, sondern bekäme frei Haus geliefert, wer zum "Pack" gehört und damit sein Recht auf wirtschaftliche und soziale Existenz verwirkt hat. Wir bekommen es zwar nicht geregelt, das Einsickern von Terroristen als "Flüchtlinge" zu verhindern, aber wenn es um das Denunzieren missliebiger Meinungen geht, lassen wir uns von niemandem übertreffen. Da knallen wir wie anno dunnemals die Hacken zusammen und schnarren "Jawoll!". Déjà vu.
Ein nachdenklich machender Artikel, der bis an die Grenzen des Heute-noch-Sagbaren geht, indem er zwei Regeln einhält: 1. zuzugestehen, dass "rechts" natürlich "falsch" sei (seit wann und warum eigentlich sollte das so sein? Waren F.J. Strauss und sogar Helmut Schmidt nicht auch "rechts"?), 2. anzunehmen, die Integration der 1 Mio. illegalen Einwanderer werde irgendwie ("mit Hängen und Würgen") geschafft. Ist das Zweckoptimismus? Oder Pfeifen im Walde? Die Also-unter-uns-gesagt-Gesellschaft ist da schon teilweise weiter und wird den arg links-verrutschten "politischen Nordpol" hoffentlich bald wieder etwas "nach rechts" verschieben.
In dieser Diskussion wird gerne verdrängt, dass es sich bei den Flüchtlingen um Notfälle handelt. Flucht vor Terror. Existenzangst. Helfen wir einem Opfer eines Verkehrsunfalls erst, wenn wir seine Kultur und Gesinnung geprüft haben? Und lassen wir ihn eventuell am Straßenrand liegen? Selbst einem Verbrecher würde in diesem Lande medizinische Hilfe zuteil. >>Die Million in unsere Gesellschaft einzupassen, ist verdammt schwer und teuer.
Konsequenz? Offen sprechen! Und zwar bei jeder Gelegenheit!!! Die aktuell größte Schweinerei besteht in dem Umstand, daß das Thema aus den "Medien" zu verschwinden droht.