Die Achse des Guten / 28.12.2018 / 08:44 / Foto: cartese / 12 / Seite ausdrucken

Die Achse-Morgenlage

Todesopfer eines islamistischen Anschlags werden heute aus Burkina Faso gemeldet, der Iran bestätigt Kontakte zu den Taliban, Assad bereitet sich auf den US-Abzug aus Syrien vor, die Vereinigten Arabischen Emirate wollen ihre Botschaft in Damaskus wiedereröffnen, im Kongo gibt es Ausschreitungen in den Gebieten, die von der Präsidentenwahl ausgeschlossen werden sollen, Athen fürchtet eine Terrorserie, der Europäische Rechnungshof rügt die Bankenaufsicht der EZB, in Saudi-Arabien ist die Regierung umgebildet worden und im Hambacher Forst soll ein Brandanschlag vereitelt worden sein.

Zehn Tote bei islamistischem Angriff in Burkina Faso

Bei einem Angriff auf einen Polizeikonvoi im Nordwesten von Burkina Faso sind zehn Polizisten getötet worden als der Konvoi aus der Region Toeni und Verstärkung aus der Gegend von Dedougou gestern in einen Hinterhalt geraten seien, meldet orf.at unter Berufung auf das Sicherheitsministerium des westafrikanischen Landes. Die Polizisten seien den Angaben zufolge auf dem Weg in ein Dorf nahe der Grenze zu Mali gewesen. Dort wäre zuvor eine Schule angegriffen worden.

In den vergangenen drei Jahren hätten tödliche Angriffe in Burkina Faso zugenommen. Die Gewalt habe im Norden des Landes begonnen und breite sich weiter in den Osten aus. Am Mittwoch sei ein Polizist bei einem Angriff auf seine Station in der nördlichen Stadt Solan getötet worden. Die meisten Angriffe würden der Dschihadistengruppe Ansarul Islam zugeschrieben, die sich im Dezember 2016 nahe der Grenze zu Mali gegründet habe, sowie der Islamistengruppe JNIM, die dem Terrornetzwerk Al-Kaida im Islamischen Maghreb die Treue geschworen hat. Die beiden Gruppen und weitere Islamisten würden für 255 Tote seit 2015 verantwortlich gemacht. Auch in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, hätte es bereits drei solcher Angriffe gegeben. Fast 60 Menschen seien dabei getötet worden.

Iran führt Gespräche mit den Taliban

Der Iran hat nach eigenen Angaben Gespräche mit den afghanischen Taliban geführt, meldet Bild. „Die afghanische Regierung wurde über die Gespräche mit den Taliban informiert, und dieser Prozess wird fortgesetzt“, habe der Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrats, Ali Shamkhani, laut einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur „Tasnim“ gesagt.

Laut iranischen Medienberichten hätte Shamkhani die afghanischen Behörden diese Woche bei einem Besuch in Kabul über die Gespräche informiert. Die US-Regierung werfe dem islamistischen Mullah-Regime vor, die Taliban seit Jahren mit finanziellen Mitteln, Waffen und militärischem Training aufzurüsten. Die aktuelle Meldung sei jedoch die erste öffentliche Bestätigung von Seiten des Iran, dass Treffen mit den Taliban stattfänden.

Iran unterstütze und versorge die Taliban schon lange und genieße deshalb Einfluss auf die Gruppe, Nach den US-geführten Gesprächen in den Vereinigten Arabischen Emiraten Mitte Dezember wolle sich Iran nun als „verantwortungsvoller Vermittler“ darstellen.

„Iran spielt hier, wie in vielen anderen Fällen, gleichzeitig Brandstifter und Feuerwehr“, habe Dr. Matthew Levitt vom „Washington Institute for Near East Policy“ zu Bild gesagt. „Mit der Verkündung des US-Rückzugs aus Syrien sieht Teheran hier eine Gelegenheit, um zu zeigen, dass es sich nicht zurückziehen wird und weiterhin Einfluss ausüben wird.“

Auch Iran-Analyst Behnam Ben Taleblu vom Thinktank FDD sehe den fortschreitenden Rückzug der USA aus der Region als einen der Hauptgründe für das Treffen. Das Regime wolle sich Einfluss in seinem Nachbarland sichern.

Die radikalislamischen Taliban und die Terrormiliz ISIS überziehen Afghanistan seit Monaten mit einer Welle der Gewalt. Bemühungen, mit den Taliban über ein Ende des seit 17 Jahren anhaltenden Konflikts zu verhandeln, seien bislang erfolglos geblieben.

Assad nutzt US-Rückzug in Nordsyrien

In Nordsyrien zeichnet sich eine Kettenreaktion im militärischen Aufrüsten ab, meldet orf.at. Nachdem US-Präsident Donald Trump den Rückzug seiner Truppen bekannt gegeben und die Türkei die Region Manbidsch bedroht hatte, habe nun auch Syriens Machthaber Baschar al-Assad reagiert: Er schicke deutlich mehr Soldaten und Militärfahrzeuge gen Norden, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag berichtet habe.

Ein Aufrüsten sei in der Gegend um Manbidsch klar zu beobachten, heiße es von den Informanten der Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien. Diese Angaben sind von unabhängiger Seite allerdings kaum überprüfbar. In den vergangenen zwei Tagen seien syrische Kämpfer und Militärfahrzeuge an die Grenze des Gebiets gebracht worden, das von kurdischen Truppen kontrolliert werde.

„Die Truppen wurden in die Gebiete nahe Manbidsch geschickt, um einen Angriff der Türkei zu verhindern“, habe der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, der dpa gesagt. Regierungsnahe Kreise in Damaskus hätten zur Nachrichtenagentur gesagt, eine Elitetruppe der Präsidentengarde und Artillerie seien in die Region verlegt worden.

Seit dem Wochenende verstärke auch die Türkei ihre Truppen an der syrischen Grenze. In der Nacht auf Dienstag seien weitere Soldaten an die Grenze verlegt worden, wie CNN Türk berichtet habe.

Vereinigte Arabische Emirate eröffnen Botschaft in Damaskus wieder

Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen die diplomatischen Beziehungen zu Syrien entspannen und haben nach sieben Jahren ihre Botschaft in Damaskus wiedereröffnet, meldet die Zeit. Anwar Gargasch, Staatssekretär im Außenministerium der Emirate, habe auf Twitter geschrieben, dass eine stärkere Rolle der arabischen Staaten in Syrien nötig sei, um dem Assad-Verbündeten Iran und der Türkei Paroli zu bieten, die eine Militäroffensive gegen die Kurden im Norden Syriens plane.

Die Emirate hätten wie andere arabische Staaten zu Beginn des Kriegs in Syrien Rebellen unterstützt, die gegen das Regime von Baschar al-Assad kämpften. Die Arabische Liga, der 22 Staaten angehören, hatte Syrien 2011 ausgeschlossen.

Dem syrischen Diktator gebe die diplomatische Wende der Emirate weiteren politischen Auftrieb. Ihm sei es in den vergangenen Jahren mit Unterstützung Russlands und des Irans gelungen, im Krieg wieder die Oberhand zu gewinnen und seine Position zu festigen. Sowohl im Westen als auch in der arabischen Welt seien die Forderungen nach seinem Rücktritt immer leiser geworden. Das Außenministerium der Emirate habe nun mitgeteilt, der Schritt bestätige die Entschlossenheit, „die Beziehungen der beiden brüderlichen Völker wieder zu normalisieren“.

Ausschreitungen im Kongo wegen Wahlausschluss

Im Kongo ist es vor der Präsidentenwahl am Sonntag zu Ausschreitungen gekommen, weil viele Bürger sich von der Abstimmung ausgeschlossen fühlen, meldet die Zeit. Wegen der Ebola-Epidemie und der schwierigen Sicherheitslage hätte die Wahlkommission angeordnet, dass in mehreren Städten und Regionen am Sonntag nicht gewählt werden solle. Dagegen seien im Osten des Landes zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen und hätten Regierungseinrichtungen angegriffen. Sicherheitskräfte sollen Warnschüsse mit scharfer Munition abgefeuert  und Tränengas eingesetzt haben.

Die Wahl eines Nachfolgers für den kongolesischen Präsidenten Joseph Kabila, der selbst nicht mehr antreten dürfe, sei seit zwei Jahren überfällig. Die Städte Beni und Butembo sowie die umliegenden Gebiete, in denen am Sonntag nicht gewählt werden solle, seien zugleich wichtige Zentren der Opposition. In den ausgeschlossenen Gebieten gehe es um mehr als eine Million Wählerstimmen von rund 80 Millionen Einwohnern. Lokale Politiker hätten die Entscheidung der Wahlkommission deshalb als Versuch verurteilt, die Wahl zugunsten des von Kabila bevorzugten Kandidaten Emmanuel Ramazani Shadary zu beeinflussen.

Kongo verweist EU-Botschafter des Landes

Wegen Sanktionen der Europäischen Union gegen mehrere kongolesische Politiker hat der zentralafrikanische Staat kurz vor der Präsidentenwahl den EU-Botschafter ausgewiesen, meldet die FAZ. Außenminister Léonard She Okitundu habe am Donnerstag gesagt, Bart Ouvry hätte 48 Stunden um das Land zu verlassen.

Nach Explosionen Angst vor Terrorserie in Athen

Nach einem Anschlag auf einen TV-Sender folgte nun eine Explosion vor einer Kirche, meldet der Standard. Einmal mehr sei es im Morgengrauen gewesen, als am Donnerstag ein dumpfer Knall die Ruhe im betuchten Athener Viertel Kolonaki gestört habe. Diesmal habe es die Kirche Sankt Dionysios getroffen, in der kurz vor dem Frühgottesdienst um 7.30 Uhr eine Bombe explodiert sei. Die Sprengladung sei zwar, wie Spezialisten der Polizei später mitgeteilt hätten, nur von geringer Kraft gewesen, sei aber ohne Vorwarnung explodiert. Es habe zwei Verletzte gegeben: einen Kirchenwächter sowie den von ihm wegen des verdächtigen Päckchens zu Hilfe gerufenen Polizisten.

Es sei der dritte Anschlag auf konservative und staatliche Organisationen seit Mitte November gewesen. Allerdings hätten Warnanrufe bisher Schlimmeres verhindert. Mitte Oktober sei vor dem Haus eines hohen Richters eine Bombe gefunden und entschärft worden. In der Woche vor Weihnachten sei nachts eine „starke Sprengladung“ vor dem Gebäude des konservativen TV-Senders Skai explodiert. Dieses sei wegen der telefonischen Warnung aber leer gewesen. Schweren Sachschaden habe es dennoch gegeben.

Zwar habe sich niemand zu den Taten bekannt, die griechische Polizei gehe aber davon aus, dass sie miteinander in Zusammenhang stünden, und suche im Kreis linker oder anarchistischer Gruppen nach den Tätern.

Europäischer Rechnungshof rügt mangelhafte Bankenaufsicht der EZB

Der Präsident des Europäischen Rechnungshofes, Klaus-Heiner Lehne, hat eine mangelnde Kontrolle der von der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgeübten Bankenaufsicht kritisiert, meldet dernewsticker. Mit dem Wechsel der Bankenaufsicht von der nationalen Ebene zur EZB sei „in der Praxis ein kontrollfreier Raum entstanden“, habe Lehne dem „Tagesspiegel“ (Freitagsausgabe) gesagt. Es lasse sich nicht prüfen, „ob die EZB ihre Bankenaufsicht regelkonform und effizient ausübt“, habe er beklagt. Da die eingeschränkte Prüfungsmöglichkeit bei der Europäischen Zentralbank für den Bereich der Geldpolitik in der EZB-Satzung verankert sei, handele es sich um eine komplizierte Rechtsfrage. „Aber ich sehe da Spielraum, den muss die Politik nutzen“, habe Lehne gefordert.

Regierungsumbildung in Saudi-Arabien

Saudi-Arabiens König Salman besetzt mehrere Regierungsposten neu und tauscht auch seinen Chefdiplomaten aus, meldet die Kleine Zeitung. Neuer Außenminister werde der frühere Finanzminister Ibrahim al-Assaf. Er folge auf Adel al-Jubair, der seit 2015 im Amt gewesen sei. Das habe die Führung des Landes am Donnerstag in einer Reihe von königlichen Dekreten bekannt gegeben.

Neue Minister seien auch für die Nationalgarde sowie die Ministerien für Information und Erziehung benannt worden. Den international unter Druck stehenden Kronprinzen Mohammed bin Salman beträfen die Änderungen nicht direkt. Er habe seinen Posten als Vizepremier und Verteidigungsminister behalten, auch die Minister für Finanzen, Energie und Inneres seien im Amt geblieben.

Zum neuen Informationsminister sei Turki al-Shabanah ernannt worden, während der bisherige Amtsinhaber zum Berater des Königs ernannt worden sei. Auch auf der Ebene der Provinzgouverneure und bei den Mitgliedern der beratenden Versammlung habe es Personalwechsel gegeben. Die Führung Saudi-Arabiens war in den vergangenen Monaten wegen des Mordes an dem regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi international in die Kritik geraten.

Rumänien: Neue Regierungs-Attacke gegen Justiz

In Rumänien scheint die Regierung unter Ministerpräsidentin Viorica Dancila trotz der in wenigen Tagen anstehenden Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft nicht gewillt, ihre Angriffe auf das Justizsystem einzustellen, meldet die Kleine Zeitung. Wie Justizminister Tudorel Toader am Donnerstag bekannt gegeben hätte, habe er bei Staatschef Klaus Johannis abermals die Abberufung des amtierenden Generalstaatsanwalts Augustin Lazar beantragt.

Dem angesehenen Generalstaatsanwalt, der die umstrittene Justiz- und Strafrechtsreform der Koalition wiederholt gerügt hatte, habe Toader die Überschreitung seiner Amtsbefugnisse sowie dessen Kritik an der Justiznovelle der Machthaber vorgeworfen. Staatspräsident Johannis habe klargestellt, vor einem rechtskräftigen Urteil keinerlei Entscheidung bezüglich der Zukunft des Generalstaatsanwalts treffen zu wollen, dessen Arbeit er im Übrigen sehr schätze. Nun habe der rumänische Justizminister jedoch mit einem zweiten Entlassungsantrag nachgelegt.

Lazar ist dem Bericht zufolge der letzte Chefermittler der drei Staatsanwaltschaften Rumäniens, den die sozialdemokratische PSD und ihr linksliberaler Koalitionspartner ALDE noch nicht abgesetzt haben.

Justizminister Toader habe zudem mitgeteilt, auch auf der Ernennung der von Präsident Johannis bereits offiziell abgelehnten umstrittenen Provinzstaatsanwältin Adina Florea zur neuen Chefermittlerin der Antikorruptionsbehörde DNA zu bestehen und beim Staatsoberhaupt entsprechend einen zweiten Antrag gestellt zu haben. Die 52-Jährige sei im Herbst auch vom Justizrat des Landes abgelehnt worden, der Florea u.a. mangelnde Befähigung sowie „Probleme mit der Wahrheit“ attestiert hätte.

Ministerium widerspricht Bericht über Pannen-Airbus

Das Verteidigungsministerium hat jetzt einem Bericht widersprochen, wonach ein Wartungsfehler der Lufthansa Technik für die Pannen des Regierungsfliegers von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Weg zum G20-Gipfel verantwortlich gewesen sei, meldet die Mitteldeutsche Zeitung. Maßgeblich für den Zwischenfall sei ein Ausfall eines Bauteils gewesen, in der Folge auch der Funkgeräte. Das liege nicht an Lufthansa Technik, hieß es weiter. Einem „Spiegel”-Bericht zufolge sei die Panne hingegen maßgeblich auf einen Fehler der Lufthansa-Tochter zurückzuführen.

Ministerin will Prozesskosten-Hilfe massiv ausweiten

Ein von Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) geplantes Gesetz soll es mutmaßlichen Straftätern schon vom ersten Verhör an ermöglichen, einen Anwalt auf Staatskosten zu verlangen, wenn sie sich selbst keinen leisten können, meldet Bild.

Das bedeute: Selbst bei glasklaren Vergehen wie Räuberischem Diebstahl, Kirmesschlägereien mit fliegenden Bierkrügen und gewerbsmäßigem Drogenhandel könne jeder Verdächtige, den ein Strafmaß von mehr als einem Jahr erwarte, nicht wie bisher erst im Prozess oder in der U-Haft einen Pflichtverteidiger verlangen, sondern schon bei der ersten Vor-Ort-Vernehmung. Bekomme er keinen Anwalt oder sage vor dessen Ankunft etwas über die Tat und ihre Umstände aus, sei jede getroffene Aussage des Verdächtigen später wertlos.

Die Justizminister der Länder hätten Bundesministerin Barley Übereifer vorgeworfen. Aus ihrer Sicht geht die SPD-Politikerin mit ihrem „Gesetz zur Neuregelung des Rechts der notwendigen Verteidigung“ viel weiter, als sie müsse. Hintergrund sei: Barley müsse in 2019 eine EU-Richtlinie zur „Prozesskostenhilfe für Verdächtige und beschuldigte Personen in Strafverfahren“ und für per „Europäischen Haftbefehl“ Gesuchte umsetzen. Aber Barley gehe in ihrem Gesetzentwurf viel weiter, als die EU es vorsehe.

Streit über islamischen Religionsunterricht geht in neue Runde

Der Streit über islamischen Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen geht in eine neue Runde, meldet die Welt. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster müsse nun erneut prüfen, ob der Zentralrat der Muslime (ZMD) und der Islamrat Religionsgemeinschaften im Sinne des Grundgesetzes sind und Anspruch auf Religionsunterricht nach ihren Grundsätzen haben. Bislang hatte das OVG dies verneint. Ein entsprechendes Urteil von 2017 sei aber jetzt vom Bundesverwaltungsgericht aufgehoben und nach Münster zurücküberwiesen worden.

In Nordrhein-Westfalen gebe es bereits seit 2012 islamischen Religionsunterricht als reguläres Schulfach. Allerdings nur durch eine Übergangsregelung, die Ende dieses Schuljahres auslaufe. Die Landesregierung arbeite „bereits intensiv an der Zukunft des islamischen Religionsunterrichts“, habe eine Sprecherin des Schulministeriums am Donnerstag mitgeteilt. Bis zum Ende des Schuljahres solle geklärt werden, „auf welcher Grundlage zukünftig islamischer Religionsunterricht angeboten werden kann“, habe sie hinzugefügt. Für die Landesregierung sei es entscheidend, „den islamischen Religionsunterricht weiter auszubauen“.

16-Jähriger wegen IS-Propaganda im Verdacht

Ein 16-Jähriger soll von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) brutale Gewaltvideos bezogen und diese in Berlin im Internet verbreitet haben, meldet der Tagesspiegel . Ein entsprechender Bericht der „B.Z.“ sei von den Sicherheitsbehörden bestätigt worden. Der Kreuzberger Schüler sei vor einer Woche festgenommen worden. Gegen ihn werde wegen Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft habe einen Haftbefehl durchsetzen wollen, ein Richter habe den Schüler jedoch auf freien Fuß gesetzt. Da er bei seinen Eltern mit festem Wohnsitz lebe, habe der Richter keine Verdunkelungsgefahr und damit keinen Grund für eine Untersuchungshaft gesehen.

Gegenüber den Ermittlern soll der Schüler zugegeben haben, durch das Verbreiten der Videos den IS unterstützt zu haben. Die B.Z. habe den 16-Jährigen mit den Worten zitiert: „Das war alles nur Spaß.“ Er habe keine Sympathien für islamistische Terroristen. Auch die Familie, die nach eigenen Angaben palästinensische Wurzeln hat, stehe offenbar hinter ihm.

Brandanschlag am Hambacher Forst vereitelt?

Nur einen Tag nach den jüngsten Auseinandersetzungen zwischen RWE und Braunkohle-Gegnern am Hambacher Forst hat die Polizei nach eigenen Angaben einen Brandanschlag auf eine Pumpstation des Energiekonzerns verhindert, meldet TAG24.

Wie die Polizei am Donnerstag mitgeteilt habe, hätten RWE-Mitarbeiter am Morgen des zweiten Weihnachtsfeiertages (26. Dezember) in einer Grundwasser-Pumpstation in der Nähe zum Tagebau Hambach einen verdächtigen Gegenstand entdeckt. Zuvor sei in einem linksautonomen Internet-Forum durch Unbekannte ein Brandanschlag auf eine solche Station angedroht worden.

Wie die Polizei weiter berichtet habe, wären Unbekannte in die umzäunte Station eingedrungen, hätten einen Stromsicherungs-Kasten aufgebrochen und dort einen selbstgebauten Brandsatz deponiert. Ein Spezialist der Polizei habe den nicht gezündeten Brandsatz entschärft. Zur Sicherung von Spuren sei er sichergestellt worden.

Mehrere teils vermummte Personen hätten den Polizei-Einsatz aus dem Dickicht des Hambacher Forstes heraus beobachtet. Um weitere gewaltsame Übergriffen zu verhindern, habe die Polizei nun ihre Präsenz vor Ort verstärkt, zeitweise auch mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers. Es werde wegen versuchter vorsätzlicher Brandstiftung ermittelt.

Polizei verwechselt Opfer und Täter

Wegen eines vermeintlichen Fluchtversuchs haben Polizisten in Erfurt nicht den Täter, sondern das Opfer einer Attacke gefesselt und mit zur Wache genommen, meldet Bild. Die Beamten seien nach Angaben der Bundespolizei zunächst zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung unter Afghanen am Hauptbahnhof gerufen worden. „Diese beruhigte sich, als die beteiligten Männer die Bundespolizisten sahen“, habe ein Behördensprecher erklärt.

Einer der Männer sei dann unvermittelt losgerannt, als die Beamten die Sachlage haben klären wollen. Weitere Polizisten hätten den 19-Jährigen abgefangen, der sich panisch verhalten habe und sich nur schlecht auf Deutsch hätte erklären können.

Die Beamten seien davon ausgegangen, den Täter erwischt zu haben. Sie hätten den Mann nach Angaben des Sprechers gefesselt, um ihn zur Polizeistation zu bringen. Dort habe sich schließlich herausgestellt, dass es sich bei ihm um das Opfer eines Faustschlags handelte, nicht um den Angreifer. Bekannte, die bei der Auseinandersetzung dabei gewesen seien, wären zur Wache gekommen und hätten den Sachverhalt erläutert. Seinen Fluchtversuch habe der Mann damit erklärt, Angst vor der Polizei zu haben. Nun werde wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen einen der Polizei bekannten Tatverdächtigen ermittelt.

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Adolf von Murmelstein / 28.12.2018

Der Satz „Ich schneide Dir den Kopf ab“ kann man im arabischsprachigen Raum oft hören und gehört mehr oder weniger zur sprachlichen Grundausstattung. Selbst Mütter drohen ihren Kindern gelegentlich damit - so wie man in Deutschland mit dem bösen Mann oder den bösen Wolf droht – wenn die Kleinen ganz böse und nicht artig sind. Interessant ist, daß sich dieser Satz in den ehemals arabischbesetzten Gebieten Spaniens und Süditaliens (auch noch nach 500-800 Jahren) bis heute als „Redensart“ halten konnte.

H.Milde / 28.12.2018

Noch´n @ Fundstück. In WOnline rührende relotiuswürdige Story über >300 zT weihnachtsmannmützengeschmückte Anreisende, die möglicherweise im heiligen SozialLand D der heiligzusprechenden FlüchtlingsKanzlerin ihre Huldigung bringen wollen. Oder sind´s die heiligen 3(00) Könige? Kommen die zur SylvesterParty auf der Kölner Domplatte, und liegen in diesem nicht Reliquien derselbigen? Würde passen.

Ivan de Grisogono / 28.12.2018

Frau v. Belino! Ist es nicht auch ermutigend, dass Kirchenvertreter Angst bekommen und bereit sind Widerstand zu leisten? Christen müßen auf Hut bleiben und bereit sein sich wehrhaft zu zeigen. Christen gehören zu Europa, nicht die Muslime, und so muß es bleiben trotz linken Verräter! Und wenn manche Regierungen sich Verantwortung entziehen müßen die Bürger einschreiten.

H.Milde / 28.12.2018

@ Fundstück, -> ungemütlich für “Spiegel”. Die dürften mit dieser Nummer nicht so billig davon kommen; gilt mM auch anderere “1001 Reportagen”; wie damals beim “Stern” Hitler´s TB´s. Da erfolgte sogar noch ein SpinOff Film, Schtonk- der irgendwie auch Werbung war. Aber das spielte sich nur in D ab. Die Amis sind da wohl eher als spaßfrei zu bezeichnen und die Entschädigungssummen die da gelgentlich aufgerufen werden, könnten dem “Spiegel” echt finanziell Ärger machen?->sa. VW-Affäre und das einknasten von mit/verantwortlichen “Managern”.Vielleicht steigt da die “Rote Hilfe”, die AA-Stiftung, oä., der BP, oder gar die weltrettende KBin ein, wie bei Böhmermann und seiner speziellen Prosa, bezahlt aus dem riesigen GEZ-Topf?

Frank Stricker / 28.12.2018

Toll , Brandanschlag am Hambacher Forst verhindert ; Dass tags zuvor RWE-Autos in Brand gesetzt worden sind und RWE-Mitarbeiter von Metall-Zwillen erheblich verletzt worden sind , mittlerweile trauriger Alltag im Homeland NRW. Kurze Frage , warum gab es eigentlich im Oktober den größten Polizeieinsatz in der Geschichte von NRW im Hambacher Forst?  Lieber Herr Reul , machen Sie die linken Terroristen endlich dingfest oder treten Sie zurück !

Robert Jankowski / 28.12.2018

Also wenn ein 16 Jähriger Palästinenser (sicher mit deutschem Pass) jetzt konsequenzenlos IS Videos verbreitet und das Ganze dann als “Spaß” bezeichnet, dann sollte man ihn vielleicht demnächst für den Schuldienst anwerben, wo er dann Islamunterricht leisten kann. Als Abiarbeit darf man dann ein Snuffvideo mit der gerechten Aburteilung von christlichen Schweinefleischfressern drehen. Ist ja nur “Spaß”.

Karla Kuhn / 28.12.2018

“Europäischer Rechnungshof rügt mangelhafte Bankenaufsicht der EZB”  Das klingt als würde die Justiz einen Verbrecher “rügen”, um ihn anschließend wieder laufen zu lassen.  “Polizei verwechselt Opfer und Täter”  Eine schöne Posse.  “Brandanschlag am Hambacher Forst vereitelt?”  Gehen die Chaoten, die im Hambacher Forts protestieren eigentlich arbeiten ?? Wenn sie auf Steuerzahlerkosten leben, sollte jeder Tag, den sie im Forst verbringen, ihnen abgezogen werden vom Geld “Streit über islamischen Religionsunterricht geht in neue Runde”  ISLAMISCHER Unterricht hat an DEUTSCHEN SCHULEN nichts verloren !! “Aber Barley gehe in ihrem Gesetzentwurf viel weiter, als die EU es vorsehe.”  Barley muß es ja nicht aus ihrer eigenen Tasche zahlen, die Steuerzahler werden wieder zur Kasse gebeten, unglaublich !!  HOFFENTLICH sackt die SPD bald unter die fünf Prozent Hürde !!  Mein Vorschlag wäre, alle Politiker müßten nach ihren LEISTUNGEN bezahlt werden. ” Einem „Spiegel”-Bericht zufolge sei die Panne hingegen maßgeblich auf einen Fehler der Lufthansa-Tochter zurückzuführen.”  “Spiegel” Bericht zufolge, glaubt das noch jemand ??  Ich wünsche den amerikanischen Anwälten viel Erfolg bei ihren Klagen !

Susanne v. Belino / 28.12.2018

Sehr geehrter Herr Broder, als eine der deprimierendsten Meldungen des Tages erachte ich, dass die Kleriker einer Klosterkirche in Wien, die gestern Mittag einen Raubüberfall - teils schwer verletzt, doch gottlob lebend - überstanden haben, anscheinend eine Schusswaffe im Kirchensafe aufbewahrten (welche die Räuber natürlich mitgehen ließen). Was, so sollte man fragen dürfen, haben Tötungsinstrumente in den Händen von Gottesmännern, in christlichen Kirchen, zu suchen? Ist die Sicherheit in Mitteleuropa schon dermaßen gefährdet? Unfassbar.

Michael Fasse / 28.12.2018

Die letzte Nachricht halte ich für völlig überflüssig. Mich wundert, dass die Achse diesen Mist aus der Bild übernimmt. Die Überschrift suggeriert, „guck mal, die blöde Polizei mal wieder…“. Im Text findet man aber, dass die Polizei hier vorbildlich korrekt und erfolgreich agierte. Ihr Erscheinen beruhigt die Lage, ein Unbekannter rennt plötzlich davon und wird, obwohl dieser jung ist und aus Angst unter Adrenalin steht, also sehr schnell rennt, eingeholt. Und die Personalien des eigentlichen Täters werden festgestellt. Perfekt! Bessere Polizeiarbeit in solch einer Lage kann man nicht abliefern! Und dann diese bescheuerte, manipulative Schlagzeile! Schade, Achse. Von Euch hätte ich das nicht erwartet.

Adolf Murmelstein / 28.12.2018

Offensichtlich reicht es aus Matteo Salvini irgendwie anzuschwärzen, damit man gleichzeitig bei DAS NEUE DEUTSCHLAND und die NEUE ZÜRICHER ZEITUNG seine Brötchen verdienen kann. Irgendwie muß das schöne Leben in Palermo ja finanziert werden (Stichwort Tom Mustroph). Irgendetwas muß ich in meinem Leben falsch machen.

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