Die Achse des Guten / 21.04.2018 / 09:10 / Foto: cartese / 0 / Seite ausdrucken

Die Achse-Morgenlage

20 Tote bei Luftangriff im Süd-Jemen

Bei einem Luftangriff der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition sind am Freitag im Süden des Jemen 20 Menschen ums Leben gekommen, meldet die Tiroler Tageszeitung. Die Menschen seien mit einem Fahrzeug südlich von Tais unterwegs gewesen, als die Flugzeuge angegriffen hätten, habe die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Sechs Tote hätten demnach identifiziert werden können, die übrigen seien bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Ein Sprecher der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition habe nur gesagt, der Bericht werde überprüft und eine weitere Stellungnahme abgelehnt.

Letzte islamistische Kampfgruppen um Damaskus kapitulieren

In der Nacht auf Freitag griff Syriens Armee die Stellungen Jarmuk und al-Hadschar al-Aswad an. Das Gebiet etwa acht Kilometer südlich von Damaskus wurde vor allem von Kämpfern der Extremistengruppen „Islamischer Staat“ (IS) und Al-Nusra kontrolliert. Nach stundenlangen Bombardements kapitulierten die Rebellen am Freitag schließlich, meldet der Standard. Bereits am Donnerstag hatten Rebellengruppen in Dumayr im Nordosten der Stadt und im Ostkalamun weiter nördlich ihren Rückzug erklärt.

Gaza: Vier Tote bei Angriff auf israelische Grenze

Bei erneuten Zusammenstößen mit israelischen Soldaten sind im Gazastreifen vier Palästinenser getötet worden, meldet der Standard. Sie seien an der Grenze zu Israel durch Schüsse tödlich verletzt worden, heißt es unter Berufung auf eine Mitteilung des palästinensischen Gesundheitsministeriums. Einer der Toten sei erst 15 Jahre alt gewesen, ein weiterer behindert.

Letzteres wurde offenbar als besondere moralische Anklage gegen die israelischen Grenzschützer herausgestellt, zeigt aber auch, mit welcher Menschenverachtung die Hamas die Schwächsten an die Spitze von Attacken gegen die Grenze stellt.

445 weitere Palästinenser seien zudem gestern verletzt worden, davon 125 durch Schüsse. Bei Massenprotesten an der Gaza-Grenze sollen seit Ende März nunmehr 39 Palästinenser getötet und Hunderte durch Schüsse israelischer Soldaten verletzt worden sein.

NATO hat ohne Russlands Hilfe massive Transportprobleme

Die Bundeswehr und die Streitkräfte anderer Nato-Staaten sehen sich vom nächsten Jahr an mit einer möglichen massiven Einschränkung ihrer Einsatzfähigkeit konfrontiert. Grund: Die nichtmilitärische Transport-Flugzeugflotte, die seit mehr als einem Jahrzehnt einen Großteil des schweren Geräts in Einsatzgebiete wie Afghanistan oder Mali transportiert, steht von Januar an offenbar nur noch stark eingeschränkt zur Verfügung, da die russische Firma, die einen großen Teil dieser Transportjumbos vom Typ Antonow AN-124 verchartert, den Transportvertrag mit der Nato nicht mehr verlängern will, meldet die FAZ.

Die Nachricht sei zuerst vom Logistik-Fachblatt „Deutsche Verkehrs-Zeitung“ verbreitet worden: „Volga Dnepr beendet Nato-Flüge ab Leipzig“, sei die Schlagzeile dazu gewesen. Die Antonows, die ihre Bugnase samt Cockpit komplett nach oben wegklappen können, nahmen schwere Geschütze, Panzer, Transport- und Kampfhubschrauber in ihren Bauch auf und transportierten sie ins afghanische Masar-i-Sharif oder ins malische Gao. Die deutsche Luftwaffe verfüge nicht über strategische Transportflugzeuge, die solche Lasten bewegen könnten, heißt es. Die mehr als vier Jahrzehnte alten Maschinen des Typs Transall seien zu klein dazu und auch das neue Transportflugzeug A400M sei für einige dieser „outsize cargoes“, also der Transportstücke in Übergröße, nicht geeignet.

Der Vertrag mit dem damaligen russisch-ukrainischen Gemeinschaftsunternehmen „Ruslan“ wäre vor mehr als einem Jahrzehnt wegen der damals absehbaren Verzögerungen in der Produktion des A400M überhaupt erst zustande gekommen.

Nordkorea setzt Atom- und Raketentests aus

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat laut einem südkoreanischen Medienbericht angekündigt, die Atom- und Raketentests seines Landes auszusetzen und ein Atom-Testzentrum zu schließen, meldet u.a. orf.at. Ab dem 21. April werde Nordkorea seine Atomtests und den Abschuss von Interkontinentalraketen einstellen, habe die Nachrichtenagentur Yonhap nordkoreanische Staatsmedien zitiert. Demnach werde ein Atom-Testzentrum im Norden des Landes geschlossen.

US-Demokraten klagen Russland, Trump-Team und Wikileaks der Verschwörung an

Unter dem Vorwurf einer Verschwörung zur Beeinflussung der Wahl 2016 ziehen die US-Demokraten gegen Russland, das Wahlkampf-Team Donald Trumps und WikiLeaks vor Gericht, meldet der Standard. Nach Angaben der „Washington Post“ sei gestern in New York eine entsprechende millionenschwere Klage vor einem Bundesgericht eingereicht worden.

Die Demokraten werfen den Beklagten demnach vor, die Wahl zugunsten des späteren Präsidenten Trump beeinflusst und Hillary Clinton aktiv geschadet zu haben. Die Klage unterstelle, dass Russland 2015 und 2016 das Netzwerk der Demokratischen Partei gehackt hätte. Aus ihren Computern seien Daten gestohlen und verbreitet worden. Dabei hätte wiederum Wikileaks geholfen. Wiederholt solle es danach aus Russland Kontaktaufnahmen in Richtung des Trump-Teams gegeben haben, zitiere die „Washington Post“ aus der 66 Seiten starken Klageschrift.

Die Demokraten würden nun argumentieren, ihnen sei durch das Hacking schwerer Schaden entstanden: Sie hätten deshalb nicht mehr angemessen mit Wählern kommunizieren und weniger Spenden sammeln können. Dafür verlangt die Partei nun millionenschwere Kompensation.

Trump habe diesen Vorwurf stets rundweg zurückgewiesen, als völlig unbegründet und als eine der größten Hexenjagden der Geschichte bezeichnet.

Hackerangriff auf Ex-CIA-Chef: Haft für Teenager

Ein britischer Teenager, der unter anderem das E-Mail-Konto des damaligen CIA-Chefs John Brennan hackte, ist zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, meldet orf.at. Der Londoner Strafgerichtshof Old Bailey habe es als erwiesen angesehen, dass der heute 18-jährige Gründer der Gruppe Crackas With Attitude im Alter von 15 und 16 Jahren für „politisch motivierten Cyberterrorismus“ verantwortlich sei.

Seine Haftstrafe müsse er in einer Jugendstrafanstalt absitzen. Außerdem werde sein Computermaterial beschlagnahmt. Der Jugendliche habe sich gegenüber den Telekomunternehmen Verizon und AOL als damaliger Direktor des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, John Brennan, ausgegeben, dessen Passwörter geknackt und sei an hochsensible Daten und vertrauliche Dokumente gelangt.

Durch das Hacken von Brennans E-Mail-Konto sei der junge Mann unter anderem an Informationen über Militär- und Geheimdienstoperationen im Iran und in Afghanistan gekommen. Weiteres Ziel seiner Hackerangriffe seien der damalige Heimatschutzminister Jeh Johnson, zwei Berater des damaligen US-Präsidenten Barack Obama und eine FBI-Sonderagentin gewesen.

Haftstrafen wegen Pakt zwischen Mafia und Politik

Ein Schwurgericht in Palermo hat am Freitag bekannte Politiker und prominente Polizeichefs wegen eines mutmaßlichen Pakts zwischen dem Staat und der Cosa Nostra in den 90er-Jahren zu Haftstrafen zwischen acht und 28 Jahren verurteilt, meldet der Standard. Vor Gericht habe auch der Exsenator Marcello Dell’Utri gestanden, ein langjähriger Vertrauter von Expremier Silvio Berlusconi, der zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden sei.

Die höchste Strafe sei gegen den bekannten Mafia-Boss Leoluca Bagarella verhängt worden. Der prominente Carabinieri-Hauptmann Giuseppe Donno sei zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Der ehemalige Innenminister und früherer Senatspräsident Nicola Mancino, der wegen Falschaussage angeklagt war, wurde freigesprochen.

BAMF hat Probleme mit Vertrauenswürdigkeit von Dolmetschern

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat neben dem mutmaßlichen Korruptionsskandal von Bremen auch Probleme mit der Vertrauenswürdigkeit von Dolmetschern, meldet die Welt. So habe die Behörde allein 2017 die Zusammenarbeit mit 30 Dolmetschern „aufgrund von Verletzungen gegen den Verhaltenskodex“ beendet, heißt es unter Berufung auf einen Bericht der „Bild“-Zeitung.

In vielen Fällen hätten „mehrere kumulierte Verstöße“ zur Beendigung der Zusammenarbeit geführt. Zudem seien 2017 und 2018 insgesamt 2100 weitere Dolmetscher vor allem wegen fachlicher Mängel „von weiteren Einsätzen für das BAMF ausgenommen“ worden, heiße es in dem Bericht.

Auch in den am Freitag bekannt gewordenen Fall bei der BAMF-Außenstelle Bremen soll ein Dolmetscher verwickelt sein. Die frühere Leiterin der Außenstelle solle im Zeitraum von 2013 bis 2016 in 1200 Fällen Asyl gewährt haben, obwohl die Voraussetzungen nicht gegeben waren.

Porsche-Manager verhaftet

Nach der Diesel-Razzia bei Porsche haben die Ermittler einen Manager des Stuttgarter Autobauers in Untersuchungshaft genommen. Darüber habe Vorstandschef Oliver Blume am Freitag die Mitarbeiter informiert, meldet das Handelsblatt.

Als Grund hätten die Behörden Verdunkelungs- und Fluchtgefahr angegeben, heiße es in der Mitteilung an die Belegschaft, die dem Handelsblatt vorliegt. Der Autobauer weise die Vorwürfe zurück.

Der leitende Porsche-Mitarbeiter sei bereits am Mittwoch festgenommen worden, habe ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigt. Die Ermittlungen richteten sich gegen zwei aktuelle und einen ehemaligen Mitarbeiter der Porsche AG – darunter einen amtierenden Vorstand – wegen des Verdachts des Betruges und der strafbaren Werbung. Hintergrund sind mögliche Manipulationen der Abgasreinigung von Dieselautos.

Deutsche Bahn bereut „Stuttgart 21“

Die Deutsche Bahn würde das Projekt Stuttgart 21 aus heutiger Sicht nicht noch einmal angehen, meldet u.a. das Handelsblatt. „Mit dem Wissen von heute würde man das Projekt nicht mehr bauen“, habe Vorstandschef Richard Lutz im Verkehrsausschuss des Bundestags gesagt, wie zuerst die „Rhein-Neckar-Zeitung“ berichtet.

Teilnehmer der Sitzung am Mittwoch hätten der Nachrichtenagentur dpa am Freitag die Aussage bestätigt. Lutz habe zugleich deutlich gemacht, dass es wirtschaftlicher sei, das Projekt fortzuführen als abzubrechen. Kritiker hatten von Anfang an befürchtet, dass die Kosten aus dem Ruder laufen.

Zwangspause für Hunderte Flugzeuge nach Triebwerksexplosion

Nach dem tödlichen Zwischenfall an Bord einer Maschine der Fluggesellschaft Southwest Airlines sollen nun Hunderte Flugzeuge mit Triebwerken des gleichen Typs für Inspektionen am Boden bleiben, meldet die NZZ. Eine entsprechende Anweisung habe die US-Flugaufsichtsbehörde FAA am Freitag herausgegeben. Demnach sollen die Turbinenschaufeln baugleicher Triebwerke binnen 20 Tagen überprüft werden. Nach Schätzungen des Herstellers seien 352 Triebwerke in den USA und 681 weltweit betroffen, teilte die FAA mit.

Gewalttätige Proteste im Nordwesten Südafrikas

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat den Commonwealth-Gipfel in London wegen gewaltsamer Proteste in seiner Heimat vorzeitig verlassen, wegen der schweren Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften im Nordwesten Südafrikas, meldet der Standard. Der Präsident habe die Sicherheitskräfte zu „maximaler Zurückhaltung“ ermahnt, hieß es.

Aufnahmen des südafrikanischen Fernsehsenders SABC hätten dicke Rauchwolken über dem Schauplatz der Proteste in der Umgebung der Stadt Mahikeng gezeigt. Demonstranten sollen Geschäfte in der Gegend geplündert haben. SABC zufolge sei bei den Zusammenstößen bislang ein Demonstrant getötet worden. Die Demonstranten fordern bessere Wohnbedingungen und Arbeit.

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