Als ich fortging war die Straße steil,
kehr wieder um,
nimm an ihrem Kummer teil,
mach sie heil.
Als ich fortging war der Asphalt heiß,
kehr wieder um,
red ihr aus um jeden Preis,
was sie weiss.
Nichts ist unendlich,
so sieh das doch ein,
ich weiss, du willst unendlich sein
schwach und klein.
Feuer brennt nieder,
wenn’s keiner mehr nährt,
kenn ja selber,
was dir heut widerfährt.
Als ich fortging war´n die Arme leer,
kehr wieder um,
mach’s ihr leichter einmal mehr,
nicht so schwer.
Als ich fortging kam ein Wind so schwach,
warf mich nicht um,
unter ihrem Tränendach
war ich schwach.
Nichts ist unendlich,
so sieh das doch ein,
ich weiss, du willst unendlich sein,
schwach und klein.
Nichts ist von Dauer,
was keiner recht will,
auch die Trauer wird da sein,
schwach und klein.

Warum habe ich dieses Lied in letzter Zeit wieder häufiger gehört? Gerade gestern auch Tamara Danz und Silly Mont klamott. Es sind die Gefühle die sich aus der Tiefe graben.
Ach, welch schöne Überraschung, das mit der Achse-Hymne und der Wahl dieses Liedes! Karussell war eine der wenigen DDR-Bands, deren Songs wirklich hörenswert waren. Aber, „Wer die Rose ehrt“ fand ich noch schöner! Er stammt von 1973 und ursprünglich von der Band Renft.
WER DIE ROSE EHRT
Wer die Rose ehrt, wer die Rose ehrt
Der ehrt heutzutage auch den Dorn
Der zur Rose noch dazu gehört
Noch so lang, so lang man sie bedroht
Einmal wirft sie ihn ab
Wer die Liebe, wer die Liebe ehrt
Der ehrt heutzutage auch den Haß
Der zur Liebe noch dazu gehört
Noch so lang, noch so lang man sie bedroht
Einmal wirft sie ihn ab…
Das wird sein, wenns sein wird
Und Mensch ehrt den Menschen
Ja, ein schönes, trauriges Lied. Ich steuer noch aus der DDR von „Pankow – Langeweile“ dazu, mit solch genialen Texten wie: „Dasselbe Land zu lange geseh’n. Dieselbe Sprache zu lange gehört. Zu lange gewartet, zu lange gehofft. Zu lange die alten Männer verehrt. Ich bin rumgerannt. Zu viel rumgerannt. Zu viiiiel rumgerannt. Ist doch nichts passiert“.
Ein wirklich wunderschönes Lied, das von Gisela Steineckert und Dirk Michaelis vielleicht gar nicht so gemeint war, aber einfach perfekt in die Zeit und zu den Geschehnissen passte. Es rührt mich heute noch sehr an. Eine würdige Hymne, die der Achse des Guten gut zu Gesicht steht.
Solange man fort kann, ohne dass einem irgendwelche Arschlöcher in den Arsch schießen, solange geht es gerade noch. Das ist nicht immer und überall so. Damals wie heute. Denn es gibt dir Trost in allen Dingen, Ritter Götz von Berlichingen.
Schönes Lied. Hätte man noch mehr ausbauen können. Hat mir gut gefallen.
Wer kennt den: Regine Dobberschütz – Solo Sunny (1980). Auch ein schönes Lied.
Ich habe die Regine mal in den Ferien in Brasilien kennengelernt. In einem kleinen Bungalow-Hotel, betrieben von einem Deutschauswanderer, mit leeren und traumhaften Stränden. Haben uns gut verstanden. Und sie konnte interessante Sachen über den einen oder anderen Schauspieler/Sänger, die sie kannte, erzählen. Und ihre Zeit in der „DDR“, Übersiedlung in den Westen usw. Ein Caipirinha bitte!
Ein wirklich schönes Lied.Das hat man damals nicht so gesehen.