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Sie sagen es, Herr Bonhorst, guter Journalismus macht sich nicht mit einer Sache gemein, und sei es eine noch so gute. Ich möchte kein Filterblasengeblubber lesen sondern kritische, faire Einschätzungen, und gerne auch andere Sichtweisen. Leider ist ganz allgemein das Fehlen einer gesunden Distanz festzustellen, die es ermöglichen sollte, Sachverhalte mit der gebotenen Kritikfähigkeit zu beurteilen, ohne dies als Wertung des Ganzen oder einer Person oder Gruppe zu sehen. Differenzieren ist leider aus der Mode gekommen, die Parteien, ja sogar unsere Regierungsvertreter machen es uns seit Jahren vor. Pauschalisieren, Etikettieren, Moralisieren, Verteufelung, Vergötterung, Sakrosankterklärung, Spaltung, das ist die Debattenkultur, die sich im 21. Jahrhundert etabliert hat. Eine traurige Entwicklung im einstigen Land der Denker und des hohen Bildungsstandards. Ich könnte mir vorstellen, dass mancher Achse-Leser diese “Bist du nicht mein Freund, so bist du mein Feind”-Kultur als eine Art Tauziehen empfinden, wo es nur in eine Richtung geht und bei dem sich alle Kräfte vereint in die Seile hängen müssen, um nicht über die rote Linie gezogen zu werden.
Sehr richtig Herr Bonhorst. Deswegen lese ich die Achse täglich, weil hier eben nicht obrigkeitshöriger, gleichgeschalteter Meinungsbrei geboten wird, sondern begründete, differenzierte, kontroverse, auch widerstrebende Meinungen. Wer das nicht aushält, darf getrost weiter bei Bild, Welt, Spiegel, der Alpen-Prawda, FAZ, Zeit, ... seine Meinung kaufen. Und er sollte mal sein Weltbild von Freiheit und Demokratie in Frage stellen. Entweder wir haben die Freiheit unsere Meinung zu äußern (das geht nur uneingeschränkt), oder wir unterstützen unvermeidlich Angela und ihre Helfershelfer.
Ich lese ungern Tautologien und habe deshalb die Herren Bonhorst, Schneider und Röhl von meiner Leseliste gestrichen. Stattdessen eine Rede von Trump auf Deutsch ganz durchlesen, wie dankenswerterweise hier angeboten, welch ein Gewinn an vernünftiger, intellektueller Kraft!
Danke Herr Bonhorst für Ihren Beitrag, Meinungsfreiheit sollte Nie eine Einbahnstraße sein. LG Ingo Richter
Ich fand den Artikel über Trump eigentlich recht ausgeglichen, so wie man das normalerweise von grossen Leit- und Qualitätsmedien erwarten würde. Ganz im Gegensatz zu dem Artikel vom FDP-Kollegen Thilo Schneider vom 30. Januar, der in seiner, ich sage es mal vorsichtig, einseitigen Betrachtungsweise über die AfD problemlos auch in deutschen “Qualitätsmedien” hätte erscheinen können. Artikel von Matthias Kamann, der in Welt-Online offensichtlich die Aufgabe hat, gegen die AfD zu schreiben, waren da schon fast vergleichsweise “fair”.
Das Problem, Herr Bonhorst, ist folgendes: die deutschen Medien prügeln Medien 24/7 auf Donald Trump ein und machen aus jeder Fliege einen Elefanten. Dann erwartet man als Achse-Leser nicht unbedingt die Fortsetzung dieses mittlerweile vollkommen willkürlichen Trump-Bashings.
Oh nein, es gibt keine Pflicht zur Trumliebe? Ist das nicht Antitrumpismus? Wegen irrationaler Vorurteile, tendenzieller Berichterstattung und dumpfem Ressentiment? Haben nicht gerade wir Deutschen ... ? Es grabschen übrigens auch andere Männer aber nur weil Trump Trump ist .... Sie wissen, wo ich hin will?
Man muss überhaupt keinen amerikanischen Bundespräsidenten lieben. Auch keinen deutschen Bundeskanzler. Man sollte sie alle nüchtern und sachlich analysieren. Ihre Stärken, ihre Schwächen. Und das auch aus verschiedenen Blickwinkeln. Und wenn sie Gesetzesbruch betreiben, dies auch bezeichen als das, was es ist. Aber Beschimpfungen, Beleidigungen, “Schläge unter die Gürtellinie” zu betreiben, das sollte AchGut dem Bundespräsidenten und anderen aus den sog. “Eliten” überlassen.
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