Alexander Meschnig / 09.03.2022 / 06:00 / Foto: Tim Maxeiner / 111 / Seite ausdrucken

Die Abschaffung des Todes

Die Irrlehre der „Zero-Covid-Strategie“ würde alles zunichtemachen, was das Leben lebenswert macht.

Vorbemerkung: Dieser Text wurde zufällig einen Tag vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine geschrieben. Plötzlich ist der Krieg mitten in Europa angelangt und hat Corona als Hauptthema verdrängt. Beide Ereignisse trüben unsere Urteilskraft und zerstören vieles von dem, was unserer Gesellschaft und Kultur bis vor Kurzem noch als selbstverständlich galt. Unbeschadet werden wir aus den Verwerfungen dieser Zeit nicht herauskommen. Wir können nur hoffen, dass am Ende die Vernunft und das Leben stärker als die Angst und die destruktiven Kräfte sein werden.  

Unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges kommt der Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud, in seinem Essay „Zeitgemäßes über Krieg und Tod“, 1915 in der Zeitschrift IMAGO veröffentlicht, zu folgenden Beobachtungen:

„Von dem Wirbel dieser Kriegszeit gepackt, einseitig unterrichtet, ohne Distanz von den großen Veränderungen, die sich bereits vollzogen haben oder zu vollziehen beginnen, und ohne Witterung der sich gestaltenden Zukunft, werden wir selbst irre an der Bedeutung der Eindrücke, die sich uns aufdrängen, und an dem Werte der Urteile, die wir bilden. Es will uns scheinen, als hätte noch niemals ein Ereignis so viel kostbares Gemeingut der Menschheit zerstört, so viele der klarsten Intelligenzen verwirrt, so gründlich das Hohe erniedrigt. Selbst die Wissenschaft hat ihre leidenschaftslose Unparteilichkeit verloren.“

Bei dem seit zwei Jahren global ausgerufenen „Krieg gegen das Virus“ handelt es sich zwar nicht um einen Krieg im klassischen Sinne, aber die von Freud konstatierten Veränderungen können wir aktuell auf vielen Ebenen wiederfinden. Die Zerstörung ökonomischer Werte in unvorstellbarer Größenordnung, die bis dato geltenden und nun infrage gestellten Regeln unseres Zusammenlebens, die pathologische Wirkung der ausgerufenen epidemischen Notlage auf die Psyche vieler Mitmenschen, die willfährige und durch ihre einseitige Analyse und Berichterstattung parteiischen Wissenschaften und Medien, wie auch die Unklarheit der Folgen der restriktiven Coronapolitik für unsere nahe Zukunft. All das verweist auf eine radikale Veränderung unserer bis 2020 gültigen Lebensverhältnisse, hin auf einen permanenten Ausnahmezustand, der jederzeit ohne größere politische Hindernisse ausgerufen werden kann.

Ausnahmezustand ohne Widerstand

Der Ausnahmezustand konnte bei Corona praktisch ohne Widerstand erklärt werden, da er nur das bereits eingeführte Klimanarrativ fortschrieb. Die Mischung aus apokalyptischen Vorhersagen, panischer Angst und einer Hypermoral, ident zur Klimadebatte, stieß bei vielen Bürgern, insbesondere des linksgrünen Lagers, auf breite Resonanz. Ein vorherrschender Universalismus postuliert das Überleben der Menschheit als letzte Zielgröße politischer Handlungen, unterläuft aber bis dato etablierte demokratische Prozesse. Das Leben als absolute Größe, das um jeden Preis zu schützen ist, erlaubt dabei weitreichende Eingriffe in persönliche Rechte und Freiheiten. Der seit zwei Jahren herrschende Ausnahmezustand konnte nur über eine ständige Todesdrohung durch das Virus, ähnlich der „Klimaerhitzung“, aufrechterhalten werden. Die täglichen (kumulativen) Zahlen der an und mit Corona Verstorbenen, die Bilder aus Intensivstationen mit Beatmungsgeräten und Schläuchen, die Lastwagen in Bergamo und die gestapelten Särge in New York, alle diese Imaginationen hatten nur eine Funktion: den Nachweis einer permanenten Todesgefahr, die nur durch staatliche Regulierungen und Maßnahmen in den Griff zu kriegen ist. Jeder, der hier nicht mitmachen wollte oder Kritik an den staatlichen Restriktionen äußerte, wurde zum potenziellen Mörder und unsolidarischem Volksfeind erklärt.

Die in unserer Gesellschaft kollektive Verleugnung des Todes wurde durch die tägliche Aufzählung der Coronatoten in den täglichen Nachrichten unterlaufen. Dass jedes Jahr in Deutschland etwa 950.000 Menschen sterben, also etwa 2.600 Menschen pro Tag, spielte bei Corona keine Rolle. Es zählten nur die Toten der (wenig verlässlichen) Corona-Statistiken, es war so, als gäbe es gar keine anderen Sterbefälle und Krankheiten mehr. Nur für die an und mit Corona Verstorbenen wurden in der Öffentlichkeit getrauert. Neben der seit zwei Jahren ständigen Permanenz des Virus in den Schlagzeilen hatte auch die globale Synchronisation und Orchestrierung des Themas einen Verstärkungseffekt: Regierungen, Gesundheitsorganisationen, Pharmakonzerne und die allermeisten Medien kannten nur noch ein einziges Thema, eine einzige Agenda. Das hat die Angst in der Bevölkerung nochmals befeuert, da man Corona nicht mehr aus dem Weg gehen konnte. Alle Lebensbereiche wurden davon infiltriert. Ein permanenter Alarmzustand, der unser Leben in eine Art Dauererregung versetzte, in der man schwer zur Ruhe kam und sich ständig nach den neuen Verordnungen und rasch wechselnden Maßnahmen verhalten musste.

Kolossaler Größenwahn

Psychologisch betrachtet, hat Corona – lassen wir einmal die politischen und ökonomischen Implikationen beiseite – unser Verhältnis zu Sterben und Tod mehr als deutlich gemacht. Jeder Corona-Tote wurde zum veritablen Skandal, eine Tatsache, die wir bei anderen Krankheiten bis dato nicht beobachten konnten. Wir erinnern uns an Merkels Aussage zu Beginn der Pandemie, „jeden Tod zu verhindern“, so als ob es in der Macht der Politik stünde, nicht nur das Leben zu verlängern, sondern gleich den Tod an sich abzuschaffen. Doch dieser kolossale Größenwahn legitimierte repressive Maßnahmen in bis dato unbekannter Weise und traf auf eine verängstigte Bevölkerung, die bereit war, (fast) alles mitzumachen, koste es, was es wolle, auch die eigene Selbstbestimmung.

Merkels Parteigenosse Wolfgang Schäuble hat im „Tagesspiegel“ vom 26. April 2020 als einer der wenigen darauf hingewiesen, dass der Schutz des Lebens eine Grenze hat, die bei der Würde des Einzelnen endet. Leider hat Schäuble selbst seine eigene Analyse nicht ernstgenommen, sonst hätte er der Regierungspolitik unter Merkel niemals zustimmen dürfen:

„Aber wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig. Grundrechte beschränken sich gegenseitig. Wenn es überhaupt einen absoluten Wert in unserem Grundgesetz gibt, dann ist das die Würde des Menschen. Die ist unantastbar. Aber sie schließt nicht aus, dass wir sterben müssen.“

Jede medizinische Behandlung darf abgelehnt werden

Man muss an dieser Stelle explizit darauf hinweisen, dass in Deutschland jede medizinische Behandlung, etwa gegen Krebs oder eine andere Krankheit, abgelehnt werden darf. Niemand darf zu einem medizinischen Eingriff gezwungen werden, die Selbstbestimmung des Einzelnen, in Schäubles Worten die eigene Würde, schließt auch die Ablehnung von Hilfe ein. Deshalb ist auch die propagierte Impfpflicht ein massiver Verstoß gegen die Unversehrtheit des eigenen Körpers und der Entscheidung für oder gegen eine Behandlung. Sie wird aber m.E. mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht durchgesetzt werden (vgl. „Rückzug im Krieg gegen das Virus?“).

In der Bekämpfung von SARS-CoV-2 können wir den Versuch sehen, den Tod als Ganzes abzuschaffen, indem das Individuum sich im Namen des Überlebens den geforderten Maßnahmen beugt und unterordnet. Ein deutliches Kennzeichen dafür ist die – längere Zeit auch von Teilen der Regierung und der Bevölkerung, favorisierte – „Zero Covid“-Initiative, die entgegen aller medizinischen Logik ein respiratorisches Virus „ausrotten“ will. Zero Covid war von Anfang an eine absurde Idee, die aber auf breite gesellschaftliche Resonanz stieß und deren Protagonisten häufig in den öffentlich-rechtlichen Medien mit ihren Forderungen nach einem „harten Lockdown“ auftraten. „Zero Covid“ suggeriert letztendlich „Zero Tote“, ein Totalsieg über das Virus, das aber alle damit einhergehenden gesellschaftlichen Kollateralschäden vollkommen ausblendet. Denn die „Zero Covid“-Strategie würde in letzter Konsequenz unserem Leben all das nehmen, was es lebenswert macht und selbst vor drastischen Einschränkungen bis hin zu strenger Isolation nicht zurückschrecken.

Der soziale Ausschluss von Sterbenden

Eine der furchtbarsten Tatsachen der Corona-Politik war deshalb der soziale Ausschluss von Sterbenden und Todkranken. Dass in der Regel alte und betagte Menschen alleine, ohne ihre Familien und Freunde, sterben mussten, zeigt die Unmenschlichkeit der Maßnahmen der letzten zwei Jahre am deutlichsten. Die Politik und ihre willfährigen Helfer haben das Sterben dieser Menschen am Ende ihres Lebens zu einer unnötigen und einsamen Qual gemacht, etwas, das ich als Angehöriger niemals verzeihen könnte. Das alles im Namen des Seuchenschutzes und des Überlebens, dem sich paradoxerweise selbst der Sterbende, um den Preis eines einsamen Todes, unterordnen muss.

Den Tod abschaffen zu wollen, bedeutet am Ende, das Leben abzuschaffen. Der Verlust des Lebendig-Seins steht für mich im Zentrum der Corona-Maßnahmen: alles, was menschliches Zusammenleben ausmacht und wertvoll macht, Nähe, Berührungen, Feste und Feiern, Hochzeitsrituale, Kultur, Kneipen, Reisen, das alles stand und steht unter dem Verdikt der Ansteckung, also unter einem permanenten Verdacht der Infektionsgefahr. Unser normaler Alltag, Bahnfahren oder Restaurantgänge, werden zu einer lebensgefährlichen Angelegenheit erklärt oder als ein unerhörter Exzess abgewertet. Wir erinnern uns an Merkels Mahnung vor „Öffnungsdiskussionsorgien“, nicht zufällig schwingt hier wohl eine sexuelle Metapher mit. Lust am Leben, das darf nicht (mehr) sein.

Die soziale Isolation und Distanz zu anderen, „mit Abstand die besten Kollegen“, wurde allabendlich in den Haltungsmedien als Chiffre der Solidarität gefeiert und propagiert. Die Aufforderung „wir bleiben zu Hause“ war unmissverständlich. Ebenso zeigt der für Erwachsene im Prinzip absurde Hinweis auf Hygiene („Hände waschen“) und Desinfektion („kontaminierte Flächen einsprühen“), dass wir in den Augen der pandemischen Politik alle toxisch sind. Soziale Nähe, das Einzige, was Menschen wirklich Angst nehmen kann, wurde selbst zum Motor der Angst, in dem das Gegenüber, auch Freunde und Bekannte, als potenzieller Träger des Virus zum Unberührbaren wird.

Spaziergänger und Gehorsam

Weiter stehen alle unsere Grund- und Freiheitsrechte seit Corona unter Vorbehalt, wer sie, wie etwa die aktuellen Spaziergänger, lautstark oder auch nur leise einfordert, begeht faktisch ein Verbrechen gegen den Staat und seine gehorsamen Mitbürger und verschuldet am Ende den Tod anderer. Die Versammlungsverbote, gerne von autokratischen Machthabern ausgesprochen, sind ein Zeichen für die Angst der Obrigkeit vor unerwünschten Solidarisierungen, die Angst nehmen können und Menschen zueinander bringen. „Wo ihrer drei beisammen stehn, da soll man auseinandergehn“, reimte der revolutionäre Heinrich Heine im 19. Jahrhundert nicht ohne Grund.

Für Gehorsamkeit gegenüber der Regierung werden uns nun „Lockerungen“ versprochen, nicht zufällig ein Begriff aus dem Strafvollzug, der zeigt, dass wir im Prinzip Gefangene sind, die bei guter Führung (geimpft und geboostert) Privilegien erhalten. Unsere Freiheit wird zum genehmigten Freigang, der aber von der Regierung jederzeit beendet werden kann, wenn willkürliche Inzidenzen, Hospitalisierungsraten oder andere Parameter eine weitere Einschließung anzeigen. Der Herbst 2022 wird ja schon als Drohkulisse vor einer neuerlichen Todesgefahr mit einer noch unbekannten Mutante eingeführt. Dass ein Teil der Bevölkerung diese Einschränkungen und den Verlust ihrer Grundrechte klaglos hinnimmt und im Gegenteil noch härtere Sanktionen, insbesondere gegen Ungeimpfte, fordert, lässt sich vor allem mit Angst und sozialer Anpassung erklären. Angst schwächt die Fähigkeit zu Empathie und Mitleid, sie verhindert Reflexion und Distanz, Angst macht beherrschbar. Die ganzen Lockdowns hatten in dieser Hinsicht für viele Mitbürger die Funktion einer Angstbewältigung. Wo ich niemandem begegne, da besteht auch keine Gefahr einer Ansteckung. Umgekehrt bedeutet das aber, dass jeder andere Mitmensch als potenzieller Krankheitsüberträger gesehen wird. Hier steckt die eigentliche verhängnisvolle Seite für unsere Gesellschaft, die sich seit Corona fundamental verändert hat. Laut aktuellen Umfragen wollen etwa die Hälfte aller Deutschen auch nach dem Ende der Pandemie weiter Masken tragen. Die Maske ist dabei das sichtbarste Zeichen der Angst vor Infizierung und Tod, aber sie zeigt symbolisch auch eine Unterwerfung unter das Diktat des Pandemieregimes. Sie verleiht, so der Publizist Michael Esders,

der epidemiologischen Notlage Sichtbarkeit und ist das allgegenwärtige Memento der suspendierten Normalität. Zugleich markiert sie den Träger als – zumindest potenziellen – Überträger, als Gefahr, die auf Abstand zu halten ist. (…) Als Konformitätsbeweis verspricht sie zugleich eine moralische Erhöhung in der Erniedrigung.“

Angst sucht Führer

Wenn eine Gesellschaft lange genug in Angst gefangen gehalten wird, verlernt sie das Denken. Eine Gesellschaft der Angst folgt freiwillig ihren Führern, deshalb steht die Produktion von Angst von Beginn an – ich erinnere an das interne Schreiben des Innenministeriums, das empfahl, den Deutschen Angst vor Corona über Schreckensbilder zu machen – ganz oben auf der Agenda. Jeder Mensch muss aber für sich entscheiden dürfen, was ihm sein Leben wert ist, was er schützen will und was er ablehnt. Deshalb wird die Pandemie erst in dem Moment zu Ende sein, in dem der überwiegende Teil der Menschen einsieht, dass das Virus ein Teil des normalen Lebensrisikos geworden ist und Corona nur eine, vergleichsweise „milde“ Krankheit ist, die unser normales Leben nicht von Grund auf verändert. Omikron hat hier einen Ausweg ermöglicht. Ich fürchte aber, und das ist keine allzu gewagte Prognose, dass die alte Normalität nicht wieder zurückkommen wird.

Die psychische Repräsentanz des Todes ist die Angst. Die letzten zwei Jahre haben vieles zerstört, was wir bisher unter Leben verstanden haben. Für einen großen Teil der Mitbürger bedeutet Corona den radikalen Rückzug ins Private, aus Angst vor einem unsichtbaren Feind, ein Feind, der als tödliche Gefahr imaginiert wird, was wiederum ein Leben mit Einschränkungen nötig und legitim macht. Aber der Tod wird immer ein Ereignis sein, dem wir hilflos gegenüberstehen. Wir können ihn vielleicht hinauszögern und die moderne Medizin hat dafür Instrumentarien zur Hand. Wir können ihn aber nicht verhindern. Die Angst vor dem Nichts des Todes fand im Virus einen greifbaren Gegner, denn vor ihm, so das Versprechen von Politikern und Experten, können wir uns, im Gegensatz zum Tod, schützen. Aber um sterben zu können, muss man erst einmal gelebt haben.

Foto: Tim Maxeiner

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Gabriele Klein / 09.03.2022

“Ein vorherrschender Universalismus postuliert das Überleben der Menschheit als letzte Zielgröße politischer Handlungen,” Kann ich beim besten Willen nicht erkennen, wenn eindeutig manipulierte Viren plötzlich die Runde machen geht es nicht mehr ums Überleben, sondern ums genaue Gegenteil: Den Tod, das NIedermachen, die totale Zerstörung als neuen “Universalismus” wenn Sie so wollen. Es wird auch öffentlich bekunded. Sie selbst wissen um zig Beispiele wo man öffentlich und ohne rot zu werden “Urknall den Zweiten herbeisehnt”. Man braucht nur ein wenig den Verheisungen von Kamilla und Angela zu lauschen, um die Töne einer ganz neuen Era schwingen zu hören…... Bleibt nur zu hoffen, dass Putin den"Urknall” Sehnsüchten, am Ende nicht nachkommen wird und den Schuh den man vor seine Haustüre stellte nicht anzieht. Noch nie hatte menschliches Leben einen derart geringen Stellenwert wie dieser Tage wo man zwar den Tod, jedoch nicht die Rettung vor ihm auf Rezept erhält, “Arsen” ja, Ivermectin und Hydrochloroquin Nein.xxxxx “unterläuft aber bis dato etablierte demokratische Prozesse.” Welche demokratischen Prozesse ? Das Recht auf Antisemitismus und AGITPROP als Teilersatz des Monatsgehalts?  Das Recht diese Zwangskäufe öffentlich rechtlicher Wahrheit vorher ordentlich beim Finanzamt zu versteuern? Das Recht auf Zensur? Das Recht auf ÖR Gehirnwäsche? Das Recht auf “Love” oder “Truth”  Speech?

Jürgen Rhode / 09.03.2022

Im Film “After.Life” aus dem Jahr 2009 fragt die Protagonistin “Warum sterben wir?” “Damit das Leben eine Bedeutung bekommt”, antwortet der Leichenbestatter. Der Tod gehört zum Leben wie die Geburt. Eine Zero-Covid-Strategie würde das Ende aller persönlichen Freiheit bedeuten, wir wären lebende Tote. Interessanterweise wurde diese paradoxe Vorgehensweise vor allem in Ländern favorisiert, deren Politiker Schwabs Zöglinge sind, wie beispielsweise Jacinda Ardern in Neuseeland. Ich habe immer mehr den Eindruck, dass solche hemmungslosen Materialisten wie Klaus Schwab oder Bill Gates den Tod scheuen “wie der Teufel das Weihwasser”, weil sie darin ihre vollkommene Auslöschung sehen. Genau deshalb auch Schwabs Liebe zum Transhumanismus. Er glaubt, dass er dadurch nach seinem biologischen Tod unsterblich wird.

Sigrid Leonhard / 09.03.2022

“Die Politik und ihre willfährigen Helfer haben das Sterben dieser Menschen am Ende ihres Lebens zu einer unnötigen und einsamen Qual gemacht, etwas, das ich als Angehöriger niemals verzeihen könnte.” Das ist nicht nur für Angehörige unverzeihlich, sondern für jeden Menschen, der sein Menschsein bewahrt hat. “Weiter stehen alle unsere Grund- und Freiheitsrechte seit Corona unter Vorbehalt, wer sie, wie etwa die aktuellen Spaziergänger, lautstark oder auch nur leise einfordert, begeht faktisch ein Verbrechen gegen den Staat und seine gehorsamen Mitbürger und verschuldet am Ende den Tod anderer.” Es gibt viele, viele, die sich so blind machen und sich so aufhetzen ließen, dass sie über die Spaziergänger verächtlich und abwertend urteilen. Das Unrecht springt doch jedem förmlich ins Gesicht. Wie kann man das nicht sehen?

Harald Hotz / 09.03.2022

Die Frage, was ein Leben ohne Freiheit und Würde wert ist, muß letztenendes jeder für sich selbst beantworten. Warum bleibt ein Navalny nicht im sicheren Deutschland, sondern kehrt nach Rußland zurück, wohl wissend, dort ins Straflager zu kommen und vielleicht auch dort zu sterben? Warum verlassen nur so wenige Männer die Ukraine, um im Westen in Sicherheit zu sein? Warum versucht ein Stauffenberg einen Hitler in die Luft zu sprengen, obwohl er doch eine junge Frau zu Hause sitzen hat und einen Stall voll Kinder und den Rest des Krieges völlig unbehelligt auf seinem Schloß verbringen könnte? - Der Wert des Lebens wird für viele in der Münze “Bequemlichkeit, Gemütlichkeit und Dauer” bemessen, für andere sind Intensität und Authentizität und Würde die maßgebliche Währung. Eines scheint mir allerdings klar: wegen Covid derart die Freiheit der Menschen einzuschränken ist und war völlig unangemessen! Und wenn man schon bereit ist, wegen einer solchen Krankheit derart die Verfassung zu beugen, dann befürchte ich, daß diese politische Klasse im grunde auch jederzeit bereit ist, die Verfassung als gesamtes und dauerhaft in die Tonne zu treten. Vor diesem Hintergrund müßte Herr Haldenwang, so er denn ein Unparteischer sich der Verfassung verpflichtet fühlender Beamter wäre, statt der AFD alle anderen im BT vertretenen Parteien beobachten, insbesondere aber die Grünen und die Linken.

Thomas Sandkrog / 09.03.2022

Herr Meschnig, meine Hochachtung für Ihren Artikel, danke dafür! Ich erinnere mich an einen Freund, der mich im November 2020 durchs Telefon anranzte: “Ja, aber wir wollen nicht, dass unsere Oma ausgerechnet an diesem Virus stirbt!!!” Da besagte Oma bereits 92 Jahre alt war, habe ich gewagt, liebevoll zu fragen: “Woran DARF sie denn sterben?” “Ja, eben eines natürlichen Todes!!!” Ist ein Tod an einer Virusinfektion denn kein natürlicher Tod? Als nicht natürlicher Tod fallen mir ein: Mord, Totschlag, Unfall, Attentat, Suizid. Alle anderen Tode, nämlich an Krankheiten, sind doch natürliche Tode. Oder nicht? Ich kenne viele, die unter natürlichem Tod nur das Im-Schlaf-Sterben verstehen. Es ist zum Seufzen, dieses Tabu: Tod.

T. Schneegaß / 09.03.2022

@Klaus Keller: “Spätestens wenn er das Bewusstsein verliert, fange ich an sein Leben zu erhalten.” Da kann ich ja nur hoffen, in meinen letzten Tagen nicht in Ihre Hände zu geraten. Wie es scheint, sind Patientenverfügungen für Sie lediglich dazu da, sich damit .....

T. Schneegaß / 09.03.2022

@Fred Burig: Lieber Fred Burig, was sollen Psychologen und Psychiater bei dem herausfinden? Einen vergleichbaren Fall gab es in der Menschheitsgeschichte noch nicht und gleich gar nicht, seit es die beiden Disziplinen gibt. Hier helfen nur tiefgreifende, pathologische Untersuchungen der Hirnstruktur nach seinem Ableben, anhand deren Ergebnisse sich für Psychologen und Psychiater eventuell völlig neuartige Behandlungsansätze ergeben. Eventuell!

Dirk Jungnickel / 09.03.2022

Mir fehlt noch ein anderer Aspekt: Die Panik und Hysterie basierte auf angeblich wissenschaftlichen Erkenntnissen. Politiker aller Couleur plapperten nach, was ihnen vermeintliche medizinische Fachleute einschließlich der von China gesteuerten WHO vorkauten. Und sie kochten dieses Süppchen gern, weil sie über Gehorsam   Macht dem ohn - mächtigen todesverängstigten Untertranen gegenüber ausüben konnten. Die Botschaft der Virrologen (sic.) hörten sie wohl und der Glaube kam hinzu. ( Wie sich seinerzeit auf der Achse auch die Hobby -Virrologen tummelten, geben sich heute hier die Hobby - Diplomaten und “Putinkenner” ein Stelldichein.) Merkels Rasputin Drosten wird sich jetzt vor Gericht verantworten müssen. Als hauptschuldiger Panikverantwortlicher eher nicht, aber   zumindest als Lügenbold. Und Lauter ...., na, wie heißt er doch gleich…? treibt immer noch sein Unwesen, weil Rücktritte aus der Mode gekommen sind.—— Ich schlich mich neulich nach Monaten wieder einmal mittags zu meinem Chinesen, ohne die GaGa – Regeln genau zu kennen, bangen Herzens, mit einem - veralteten - Test in der Tasche und einem Gesslerlappen in der Hand. Von der Eingangstür bis zu meinem Platz legte ich dann nach Aufforderung für ca. 5 Schritte den Lappen an. DAS WAR’S ! Deutschland im März a. D.  2022.

Frances Johnson / 09.03.2022

@ G. Zülken: Der Mensch als Bedientheke. Und Spahn wollte zunächst legalisierten Organraub ansetzen. Grausames System und merkt es nicht.

B. Kurz / 09.03.2022

G. Böhm / 09.03.2022   ... Da ich die ersten Todestage einigermaßen brauchbar überlebt habe ...  Man darf gespannt sein, da der Irre von der Sommerwelle faselt, besteht durchaus die Möglichkeit, dass er einen weiteren Anlauf nimmt und das nächste Ungeimpften-Sterben auf Anfang September festlegt.

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