
Hm, ich gehe eigentlich davon aus, dass Himmelslaternen grundsätzlich so konstruiert sind, dass sie erst nach vollständigem Abbrennen des Brennstoffs zu Boden sinken. Andernfalls wären sie ja von vornherein gemeingefährliche Fehlkonstruktionen. Ein vorzeitiger Absturz im brennenden Zustand wiederum ist hier ausgeschlossen, da ja alle Laternen zur etwa gleichen Zeit niedergingen. Bzw. falls die unauffindbare Laterne abgestürzt sein sollte, kann es nicht an dieser Stelle gewesen sein. Unabhängig vom brisanten Inhalt ist der Artikel leider in einer sehr unverständlichen, da grammatisch stark verkürzten und unsauberen Ausdrucksweise gehalten, so dass ich etliche Sätze wegen ihrer undurchschaubaren Syntax einfach nicht verstanden habe.
Jedem Privathaushalt wird seit 2016 gesetzlich vorgeschrieben, min. 3 RAUCHMELDER in der eigenen Wohnung zu installieren. Gilt diese Rauchmelderpflicht nicht eigentlich auch für Kommunale Gebäude wie einem zoologischen Affenhaus?
Dieser Artikel mutmaßt doch genauso ! Ich glaube kaum , daß Laternen mit Teelichtern fliegen können, denn Teelichte sind für eine Brenndauer von rund 4 Stunden ausgelegt und viel zu schwer, als daß die Heizleistung ausreicht. Aber auch das ist schon wieder eine Vermutung. Ich kann allerdings nicht das Problem der Beweisführung erkennen, denn die Starterinnen sind bekannt. Demzufolge ist auch bekannt, wo die Flugobjekte gekauft wurden. Dort sollten auf jeden Fall Ausfallmuster oder Restbestände sicherzustellen sein. Dann kann man damit genaue Untersuchungen anstellen , ob eine Zündtemperatur erreichbar ist oder nicht. Was soll die ganze Gequatsche ? Feststeht für allemal , daß die drei Damen mit ihren Botschaften , die sie in den Himmel aufsteigen lassen, nicht ganz mit beiden Beinen auf dieser Erde stehen . Aber dies nur nebenbei, also beschafft die baugleichen Laternen , macht Versuche, und dann redet darüber und zwar ohne vielleicht und hätte und unter Umständen . Genau , gemessen , konkret - ist denn das so schwer in der heutigen Zeit? Weder in der einen ,noch in der anderen Richtung voreingenommen zu sein ,- muß hier eine knallharte Faktenanalyse her und kein Kaffeesatzgelese . Weder pro noch contra sonder Ergebnis offen ! Es nutzt auch nichts über Brennstoffklassen , Baustoffklassen und Zündtemperaturen zu schwadronieren, wenn man die Zündquelle de facto weder genau kennt , noch im Besitz von baugleichen Mustern ist. Larifari - mit wissenschaftlichem Anstrich ! Neeeee, so geht es eben auch nicht !
Werter Herr Dellwo, bitte beachten Sie, daß Polizeipräsidenten nicht dem Justizministerium unterstehen, und daß auch ein Strafbefehl von einem Richter erlassen wird. Ich weiß, das sind nur Details, aber soviel Zeit muß denn doch sein.
Fachkundiger Bericht zu der Brandkatastrophe in Krefeld. Danke. Ich darf folgende Informationen bzw. Hinweise nachtragen: 1. Es gibt offenbar nicht nur den vom Autor beschriebenen Pfad, auf dem sich unter anderem Jugendlichen treffen sollen. Vielmehr wurde, wohl erst kürzlich, eine nahe zum abgebrannten Affenhaus verlaufende Fußgängerbrücke (über das Zoogelände) eröffnet. Entsprechende Hinweise finden sich bei Eingabe folgender Begriffe in eine Suchmaschine: Affenhaus Fußgängerbrücke. Ich habe ein bestimmtes Bild davon, was sich auf einer solchen Brücke zu Silvester zutragen mag (man denke etwa an die Zustände auf den Brücken im nahe gelegenen Düsseldorf oder Köln zu Silvester). 2. Vor ca. drei Tagen hat in Remscheid (auch NRW), etwa 65 km von Krefeld entfernt, eine Zoohandlung gebrannt, viele Tiere kamen um. Aktuell liest man, dass es Brandstiftung gewesen sein soll. 3. Wenn ich mir den Auftritt des Ermittlungsverantwortlichen im Video so anschaue, gewinne ich den Eindruck, dass man erleichtert ist über die schuldigen Damen/ Himmelslaternen. Die Ermittlungen, so scheint es, haben sich enorm schnell nur auf dieses Szenario mit den Lampions konzentriert. Man stelle sich, nur hypothetisch, mal vor, es hätte sich ein Verdacht auf Chaoten oder Unmündige ergeben, die die Affen reizen wollten, indem sie von der Fußgängerbrücke aus fahrlässige Böllereien usw. betrieben. Szenario mit den Lampions der drei Damen ist “besser”. 4. Wenn die beschuldigten Damen nicht dumm sind, nehmen sie sich einen guten Anwalt, der wiederum einen Gutachter heranzieht (Experiment, mit den bauartgleichen Lampions eine mit Plexiglas ausgefüllte Trägerkonstruktion rasend schnell zum Brennen zu bringen – Frage am Rande: kommen diese Laternen nicht meist erst dann runter, wenn das Feuer darin, Brennpaste o. ä., erloschen ist? Im Internet finde ich Hinweise, dass Plexiglas brennt, aber z.B. nicht durch eine umgekippte Kerze und nicht einmal durch nachglühende Holzkohle in Brand kommt)
Uns flog an einem heissen Sommerabend vor ein paar Jahren solch eine Laterne in den Garten und blieb an einem Strauch hängen. Da war kein Teelicht drin, sondern etwas stark Brennbares. Und wenn wir nicht zu Hause gewesen wären, hätte dies einen ziemlichen Brand ausgelöst. Den Nachbarn, die dafür verantwortlich waren ( sie schickten etwa 3 solcher Dinger auf die Reise), haben wir ganz schön unsere Meinung gesagt. So etwas kann auf Balkone fliegen, in offene Ställe und wer weiss wohin. Ob das in Krefeld so eine Laterne war oder nicht, wird hoffentlich ermittelt werden können. Aber der Zoo handelte auf alle Fälle mehr als verantwortungslos. Eine Frau Roscheck schickte mir auf meine Klagen hin folgende Antwort vom Zoo (ich zitiere nicht alles, da viel zu lang): “Da es sich um ein Gebäude aus den 70er Jahren handelte, gab es keine Brandmeldeanlagen im Affenhaus. Zudem sind Brandmeldeanlagen staubanfällig und würden in der Umgebung eines Tierhauses ständig zu Fehlalarmen führen. Baurechtlich sind diese für Tiergehege auch nicht vorgesehen. Reguläre Rauchmelder oder Sprinkleranlagen in derartigen Anlagen zu installieren, ist technisch praktisch nicht möglich. Die Branduntersuchungen der Sachverständigen ergaben, dass aufgrund der Art und Schnelligkeit der Brandentwicklung entsprechende Anlagen keinen anderen Ausgang der Ereignisse bewirken können.” Alles Ausreden, meiner Meinung nach, und zwar faule.
Ich möchte mich für das saubere und bestechende Gutachten bedanken.
Unabhängig von den bauseitigen Schlampereien, groben Regelwidrigkeiten und der organisatorischen Fehlleistung, trotz “geschlossener Unterbringung” der Tiere keinen effektiven Rettungsplan vorzuhalten, ist das Betreiben von Himmelslaternen in Nordrhein-Westfalen verboten. Die Kunst, ein ingenieurwissenschaftliches Brandursachen-Gutachten zu erstatten, überlassen wir wir gern den damit Beauftragten Experten. Ermittelt wird, wie wir alle wissen, stets in alle Richtungen. Dass ein Gebäude aus Acryl und Beton wie Zunder brennt, ist aber erklärbar. Wie war es möglich, die Glasscheiben durch einen Brandbeschleuniger zu ersetzen?
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