Das Selbstbestimmungsgesetz als Quelle neuer Sprachverirrungen. Bis sich der erste transsexuelle Bundesbürger die offizielle Anrede mit „dey“ einklagt, ist nur eine Frage der Zeit.
Der Kürze halber ersetzt man in allen Sprachen der Welt oft Hauptwörter (=Substantive) durch Fürwörter (=Pronomen): Der Hammer – wo liegt er? Die Schere – wo liegt sie? Das Bügeleisen – wo liegt es? Im Deutschen unterscheidet man drei Genera. Ich vermeide hier das Wort Geschlecht, denn in dieser unglücklichen Gleichsetzung von Genus und biologischem Geschlecht ist ein Großteil der ganzen Murkserei begründet, die wir im Moment im Deutschen wegen sogenannter „geschlechtergerechter“ Sprache haben. Und genau aus dieser Ecke kommt der nächste Wahnsinn auf uns zu.
Am 1. August tritt das sogenannte Selbstbestimmungsgesetz in Kraft. Damit kann jeder jederzeit sein biologisches Geschlecht und seinen Vornamen amtlich ändern lassen. Von Mann zu Frau und umgekehrt ist das zumindest sprachlich kein Problem. Aber wie gehen wir fürwortechnisch mit dieser Sache um? Schon bisher haben sich Menschen, die sich in keine der beiden herkömmlichen Schubladen einsortieren lassen wollen, durch die Abwesenheit eines passenden Fürwortes diskriminiert gefühlt.
Und sind wir Deutschen nicht Weltmeister im Aufspüren und Eliminieren von Diskriminierungen aller Art? Der Duden steht schon in den Startlöchern, um uns eine Reihe hirnrissiger Wortneuschöpfungen (dey oder xier zum beispiel) als legitimen Bestandteil der deutschen Sprache aufzuzwingen. Und ab 1. August ist das sogenannte „Misgendern“ eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeldern bis zu zehntausend Euro geahndet werden kann. Etwa wenn man einen früher als Mann, jetzt als Frau firmierende Person mit „er“ adressiert.
Das Gesetz sieht vor, dass dafür auch eine absichtliche Schädigung der genannten Person vonnöten ist. Aber was hierzulande mit Gesetzesparagrafen geschieht, die einer ideologisch gefestigten und das öffentlich-rechtliche Rundfunkwesen dominierende Meinungsmacherkaste nicht gefallen, sieht man Tag für Tag, siehe Abschiebungsdesaster oder die unkontrollierte Einreise von Menschen, die aus allen mögliche Motiven, außer der Absicht, zu unserem Wohlstand beizutragen, zu uns kommen.
Das Gesetz wird ignoriert. Bis sich also der erste transsexuelle Bundesbürger die offizielle Anrede mit „dey“ einklagt (oder gar ohne Klage in gleichstellungsbesoffenen Behörden als normal durchsetzt), ist nur eine Frage der Zeit.
Prof. Dr. Walter Krämer, geboren 1948, aufgewachsen in der Eifel, studierte Mathematik und Wirtschaftswissenschaften. Von 1988 bis 2017 Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik an der TU Dortmund; seitdem als Sprecher eines Sonderforschungsbereiches der Deutschen Forschungsgemeinschaft an derselben Univerisät. Mitglied der Nordrhein-westfälischen Akademie der Wissenschaften. Mitbegründer des "Bündnis Beitragszahler" („Rote Karte Staatsfunk“), dessen Ziel ist die Bändigung des teuren Manipulations- und Desinformationsmonsters, zu dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland in den letzten Jahrzehnten geworden ist.

Bis zum ersten August ist es ja nicht mehr lange, da sind hoffentlich die Meldebehörden ausreichend geschult und können genau Auskunft geben, was sie so an Geschlechtern im Angebot haben und welches die markanten Unterschiede sind. Bin nämlich noch unschlüssig, schwanke zwischen Helmine und Helmunculus.
Mir wäre es vollkommen egal was für ein „Exoten-Pronomen“ eingeklagt würde. Dagegen gibt es eine ganz einfache Reaktion, ich spreche diese Typen gar nicht erst an, besser spreche überhaupt nicht mehr mit denen. So können sie sich dann untereinander bezeichnen als was sie wollen, aber sie bleiben stets unter sich.
hi, dey und xier erfassen aber nur den kleinsten Teil der Elemente aus der neobabylonischen Zersetzung, die im Gegensatz zur Zeit des Turmes keine neuen, sondern nur zerfetzte Sprachen abschnürt.
Ich empfehle T-Shirts mit der Aufschrift : „Make my dey“ oder „In der Woche xier, schaden weder ihm noch ihr“ oder „Ens sog i da … “ . Zum Reingewöhnen !
Ein Universitätsprofessor der gendert ist ein entweder Idiot, ein Ideologe oder ein Mitläufer. (Ich versäume es nicht, das bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu betonen.) Das Rektorat der Universität Wien empfiehlt das Gendersternchen sprachlich durch eine Pause zu verdeutlichen. Nur Prof. Konrad Paul Liessmann sprach sich offen gegen den Blödsinn aus.
Schönen Dank an jeden FDP-Wähler!
Sprache kann man nicht topdown verordnen. Hat ja mit der Glottisschlag- und Binnen-Stammelei schon nicht geklappt , die ganzen Mietkonvertiten in den Talkshows haben sich und die Gendereikampagne in ihrem bierernst-teutonischen Volkserziehungsfuror derart lächerlich gemacht, dass selbst der professionellen Comedianbranche jegliche Show gestohlen wurde. Opportunistische Politiker versuchen das Rad ja schon wieder zurückdrehen, weil die hirngewaschene Jugend schon zwischen allen „Stühlinnen und Stühlen“ sitzt. Und nun also denken sich irgendwelche Blasenfunktionäre neue Wörter aus, mit deren Selbstzueignung irgendwelche Leute in Zukunft wiederum Dritte, die sich an die willkürlichen Eigenbezeichnungen nicht halten, vor den Kadi zerren können. Also hier sollen Menschen unter Strafandrohung gezwungen werden, Wirklichkeiten zu benennen und zu beschreiben mit Bezeichnungen, die vorher einseitig-willkürlich festgelegt werden. Na, mit mir funktioniert das nicht, zumal ich mir schon meine ganzen Passwörter nicht merken kann, das wird lustig, wenn andere Leute auch solche Schwierigkeiten haben und wir jetzt für lauter zwischenmenschliche Zugänge neue Pronomen auswendig lernen sollen. Ist das noch Minderheitenfürsorge, oder eher psychologische Kriegsführung zur Spaltung und Zersetzung funktionierender Bevölkerungen? Mich wird jedenfalls keine Macht der Welt zwingen, verbale Gesslerhüte zu grüßen. Sobald staatlich verordneter Jargon auf Papier steht und mit Zeitabstand gelesen wird, entlarvt er seinen ganzen kleingeistigen, zwanghaften Charakter, man lese einfach überlieferte Zeitdokumente aus dem Alltag der zwei verblichenen deutschen Diktaturen. Gendern gab es übrigens schon im DDR-Funktionärssprech. Was verordnete Pronomen angeht: Ich sage im Fall des Falles weiterhin einfach Du und um das Thema nicht weiter aufzublasen, rede ich mit Dritten über angenehme bzw wichtige Dinge, bis sich auch dieser Hype verzogen hat.