Alle Augen waren am gestrigen Freitag in den deutschen Medien auf Martin Schulz und auf den selbstverursachten Sturz des SPD-Himmelsstürmers gerichtet. Währenddessen nutzte ein weithin unbekannter Professor aus dem estnischen Tallinn die Gunst der Stunde, um, zusätzlich überlagert vom närrischen Treiben in weiten Teilen der Republik, in der freitäglichen Sendereihe „Koran erklärt" des Deutschlandfunks hemmungslose Islamophobie zu verbreiten.
Wo sonst einfühlsame Koran-Auslegungen für religionsdialogisch gestimmte Hörer vorgestellt werden, übertrug das Kölner Funkhaus auf einmal Worte, die sonst nur aus dem neu zusammengesetzten Bundestag an die Öffentlichkeit dringen – oder von der politischen Peripherie, wo rechte Hetzer und deutsch-muslimische Verfassungsfundamentalisten sich „Guten Morgen" sagen:
„Die Diskriminierung anderer Religionen zieht sich wie ein roter Faden durch die islamische Geschichte"... „Der Islam kennt keine religiöse Toleranz, sie ist ein Wunschbild des Westens", verkündete Professor Jastrow aus dem fernen Tallinn über die Ätherwellen vom Rhein. Er meinte es tatsächlich ernst.
Schlimmer noch: Der Gelehrte zählte sogar Beispiele auf für ein seit Jahren umgehendes Gerücht, das mit „Is-" beginnt und mit „-lamisierung" endet, ohne freilich das Fakewort selbst zu nennen. Der Freitagsprediger geriet dabei selber zum Hassprediger, zum Ankläger gegen westlich-christliches Appeasement:
„Immer häufiger" zeige sich eine „vorauseilende Unterwürfigkeit, mit der in Europa christliche Positionen geräumt werden. Vielerorts werden in der Öffentlichkeit keine Christbäume mehr aufgestellt, in der Schule werden keine Weihnachtslieder mehr gesungen, und als bisheriger Höhepunkt legten zwei deutsche Bischöfe auf dem Jerusalemer Tempelberg ihre Kreuze ab, um den muslimischen Hausherren 'ihren Respekt' zu bezeugen."
Anklage, statt wie gewohnt Auslegung. Jecke Töne aus dem seriösesten Funkhaus Deutschlands? Hoffentlich nur eine einmalige geschmacklose Entgleisung. Es ist eben Karneval am Rhein.
Und wie wir die Kölner kennen, so gilt ganz sicher auch in diesem Fall wieder spätestens ab nächste Woche die alte Regel: Am Aschermittwoch ist alles vorbei...

Dass der Deutschlandfunk so etwas gebracht hat, dürfte nach Abschluss des Koalitionsvertrages kaum noch möglich sein. Dort kann man nämlich unter der Rdz. 7844 nachlesen, wie die neue Bundesregierung zum Islam steht. Sie will "anti-islamischen Stimmungen entgegentreten." Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass sie sich dafür einsetzen muss, dass vom Islam ein postives Bild entsteht, damit die Islamisierung weiter ungestört fortschreiten kann, Da kann ich nur noch sagen is Fasenacht, is Fasenacht - hallal helau.
In der Tat habe ich den Hintergrund dieses Kommentars nicht verstanden. Nun, wenn es in der Tat eine gefühlvolle Auslegung des Korans geben sollte, dann müßten doch die eindeutigen Textpassagen zu Gewalt, der Stellung der Frau, dem Umgang mit den sogenannten Ungläubigen aus der Zeit des Propheten M. verstanden werden. Dem ist aber nicht so. Was soll also dieser Kommentar zu einer Meinung eines "Experten" der sich an der genau der Auslegung des Korans abarbeitet, die auch heute noch, auch in islamischen Gemeinden in Deutschland so und genau so verstanden und ausgelegt wird. Wer die Scharia über die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland stellt, hat in unserem Lande nichts zu suchen und gehört ganz einfach ab geschoben. Konvertiten mit deutschen Pass sollten dahingehend überprüft werden, ob sie die Scharia über das Gesetz stellen. Ihnen ist die Aufnahme in jegliche staatliche Beschäftigung zu untersagen und diese Leute müssen vom Verfassungsschutz überprüft werden. Ich werde mir Kommentare vom Verfasser dieser Beurteilung nicht mehr ansehen.
Fehler passieren eben überall, auch beim DLF. Aber keine Sorge: wahrheitsgemäße Äußerungen über den Islam werden in Anstalten dieser Art zuverlässig sanktioniert. Fragen Sie mal Nicolaus Fest von der "Bild am Sonntag" ...
Es bleibt zu hoffen, dass diese Glosse jeder als solche erkennt. - Für den Deutschlandfunk möchte ich jedoch eine Lanze brechen. Ein "Rotfunk" ist der jedenfalls nicht. Rundumschläge sollten schon auch Grenzen haben.
Ich glaube eher, dass es beim DLF inzwischen Leute gibt, die sagen: Wir haben verstanden. Der Durchbruch in meinen Augen war die Liste, die Herr Noll am 5. 2. hier auf der Achse präsentiert hat. Die Achse ist kein Sisyphus.
Wahrscheinlich bekommt der zuständige "Chef vom Dienst" des Deutschlandfunks vom Freitag jetzt erst mal eine Abmahnung oder sogar die Kündigung, wie der Kollege vom Handelsblatt, der doch tatsächlich mal die Wahrheit über Martin Schulz gesagt hat. Das war sicher ein einmaliger Fauxpas beim Deutschlandfunk, Heiko Maas` Spießgesellen werden es schon richten und den Beitrag von Professor Jastrow als "Hatespeech" löschen.
Das dürfte wohl in der Tat ein einmaliger Ausreißer sein. Der DLF ist fest in der Hand linker Ideologen in herzlicher Eintracht mit Islam - Propagandisten wie Lamya Kaddor, die gerade neulich wieder unter hörbarem Kopfnicken ihrer Gesprächspartner 2/3 der autochthonen Deutschen zu Antisemiten erklärte, unter denen die paar antisemitischen Muslime ja kaum auffielen. Das war ein paar Tage nach der Sendung, in der ein interviewter Journalist erklärte, dass man ja gar nicht wüsste, welcher politischen Coleur diejenigen auf den Fahndungsfotos seien, die die Polizei nach den G20 Krawallen veröffentlichte, nachdem ja auf den Überwachungskameras aus dem zerstörten Supermarkt auch ein rechter Blogger identifiziert wurde (der die Zerstörungen wohl dokumentierte). Aber das ist ein anderes Thema.