Orit Arfa, Gastautorin / 24.10.2023 / 06:00 / 147 / Seite ausdrucken

Deutschland, weine nicht um uns Juden!

Ich brauche keine Deutschen mehr, die über tote, verstümmelte Juden weinen. Ich brauche euch Deutsche, um dafür zu sorgen, dass wir hier sicher sind. Ich glaube, es ist nicht die Aufgabe des deutschen Volkes, das jüdische Volk zu retten. Es ist die Aufgabe des jüdischen Volkes, das jüdische Volk zu retten.

Achgut hat mich gefragt, ob ich über Israel schreiben wolle. Israel ist ja ständig in den Schlagzeilen und in den Herzen der Deutschen, wenn auch nicht immer positiv. Da ich in Israel gelebt habe und mich sogar für kurze Zeit in Gaza aufhielt, um über die Räumung der jüdischen Siedlungen durch Ariel Sharon im Jahr 2005 zu berichten, hätte ich sicherlich viel zu sagen. Meine liebe Familie und meine Freunde in Israel kämpfen an vorderster Front – oder warten darauf, zu kämpfen. Ja, ich habe eine Menge zu sagen. Vielleicht zu viel. Ich habe so viel zu sagen – und zu wiederholen –, dass ich abgeschaltet habe.

Ja, dieser Krieg ist anders. Diesmal kämpft Israel nicht einfach gegen stümperhafte arabische Judenhasser, die mit ihren Raketen schlecht zielen. Der Hamas ist es gelungen, eines der blutigsten, brutalsten und erbarmungslosesten Pogrome gegen das jüdische Volk umzusetzen – akribisch, und ich würde sogar sagen, brillant ausgeführt.

Mit Unterstützung des damaligen deutschen EU-Botschafters für die palästinensischen Gebiete, Sven Kühn von Burgsdorff, lernten sie das Gleitschirmfliegen, um sich aus der Luft auf ein Musikfestival zu stürzen und dabei so viele hübsche Israelis zu töten, dass man meinen könnte, sie hätten einen Schönheitswettbewerb überfallen.

Die Hamas-Terroristen erhielten Informationen von Arbeitern aus dem Gazastreifen, die dank des guten Willens der israelischen Regierung und der israelischen Bürger – die die Beziehungen zu den Menschen im Gazastreifen verbessern wollten, weil sie glaubten, dass wirtschaftlicher Wohlstand zum Frieden führen kann –, die Erlaubnis erhielten, in israelischen Dörfern an der Grenze zum Gazastreifen zu arbeiten. Berichten zufolge studierten und dokumentierten diese Arbeiter den Grundriss und die Bevölkerung der Dörfer, bis hin zu der Frage, welche Familien Hunde besaßen!

Die Schrecken schwärzen meine Seele

Die Hamas erreichte es irgendwie, die israelischen Überwachungssysteme zu neutralisieren, indem sie die Beobachtungspunkte bombardierte und die Beobachter – in der Regel junge Frauen – ermordete und es somit schaffte, in Pickup-Trucks und auf Motorrädern, bewaffnet mit Maschinengewehren, durch den kaputten Zaun zu fahren.

Sie schlachteten, verstümmelten und vergewaltigten. Berichten zufolge haben sie sogar junge Mädchen vergewaltigt, und mich schaudert es bei dem Gedanken, was sie meiner Tochter antun würden, wenn sie sie jemals erwischen würden. Ich habe sie seither jede Nacht ganz fest umarmt. Ganz fest. Und mein Herz schmerzt bei dem Gedanken an die Eltern, die ihre Babys nie wieder in den Arm nehmen können, oder an die Babys, die keine Eltern mehr haben, die sie festhalten können. Die Schrecken schwärzen meine Seele.

Ich möchte schreien, und ich möchte schweigen. Ich möchte unter Menschen sein, und ich möchte allein sein. Ich möchte eine stolze Jüdin sein, und ich möchte Christin sein, damit ich mich nicht ständig gejagt fühle. Ich will kämpfen, und ich will einfach mein Leben führen – denn wie viel Leid kann ich noch ertragen, wenn ich im ständigen Schatten der Verfolgung lebe?

Ich werde nicht in diesen Chor einstimmen

Ich habe also der Achgut-Redaktion gesagt: Ich will nichts schreiben, weil ich eigentlich keine Botschaft für das deutsche Volk habe. Ja, als Journalistin könnte ich korrekte Informationen liefern, nicht die „Fake News“, dass Israel ein Krankenhaus bombardiert hat (obwohl, wenn es Hamas-Terroristen und Munition beherbergt hätte, wäre es eigentlich ein legitimes Ziel). Aber ich glaube, es ist nicht die Aufgabe des deutschen Volkes, das jüdische Volk zu retten. Es ist die Aufgabe des jüdischen Volkes, das jüdische Volk zu retten.

In den sozialen Medien zeigen viele Israel-Aktivisten Bilder von verkohlten jüdischen Babys, von einer autistischen 13-Jährigen, die zusammen mit ihrer Großmutter ermordet wurde, von einem Waisenkind, das als einziger seiner Familie überlebt hat, von Bunkern, die zu Krematorien wurden. Sie appellieren an „die Welt“: „Seht, was die Hamas mit uns Juden gemacht hat!“

Ich werde nicht in diesen Chor einstimmen. „Die Welt“ muss aus meiner Sicht nicht wissen, wie schwer wir Juden als Opfer getroffen wurden. Die Welt sollte aus meiner Sicht wissen, dass Juden knallharte Kämpfer sind. Die einzigen, denen wir diese Bilder zeigen sollten, sind unsere israelischen Führer, Kommandeure und Soldaten. Sollte ich also einen Artikel schreiben, in dem ich mich bei den Deutschen darüber beschwere, dass ich das Gefühl habe, meine politischen Führungskräfte tun nicht genug, um mich und meine israelischen Mitbürger zu schützen?

Ich bin stolz auf mein Volk, aber ich schäme mich auch dafür

Benjamin „Bibi“ Netanjahu kann wie ein Krieger reden, aber er ist berüchtigt dafür, nach der Pfeife von Washington zu tanzen, wie erst vor wenigen Tagen, als er auf Bidens Geheiß (oder seiner Handlanger) hin zuließ, dass Hilfsgüter aus Ägypten nach Gaza gelangten, sehr zum Ärger der Familien der israelischen Geiseln.

1996 schlug er Shimon Peres von der Linken mit einem Hardliner-Programm und setzte dann zusammen mit Bill Clinton und dem Terroristenführer Jassir Arafat das Oslo-Abkommen um, indem er die heilige Stadt Hebron unter palästinensische Zivilkontrolle stellte. Nach den wenigen Konflikten im Gazastreifen, mit denen er konfrontiert war, hat er einen Waffenstillstand nach dem anderen geschlossen, ohne die Hamas jemals auszulöschen. Was den „Rückzug“ aus dem Gazastreifen angeht, so hat er dafür gestimmt, als es politisch opportun war, und sich dann in letzter Minute dagegen ausgesprochen, wahrscheinlich um sich vor einer weiteren Wahl die Gunst der Nationalisten zu sichern.

Ich bin stolz auf mein Volk, aber ich schäme mich auch dafür. Ich bin stolz darauf, dass wir ein insgesamt friedliches Land mit schönen, klugen Menschen aufgebaut haben, die das Leben, die Moral und den Anstand lieben. Aber warum schaffen wir es nie, uns selbst zu verteidigen? Warum ist dieses „auserwählte Volk“ immer auf die Erlaubnis „der Welt“ angewiesen, um für unser Leben zu kämpfen, es zu retten, und sich darum zu sorgen?

Selbstständiges Handeln, Tapferkeit und Mut

Sind wir nicht das Volk des einen Gottes? Wir sind nur dem Allmächtigen Rechenschaft schuldig, nicht Biden, nicht Scholz, nicht Blinken, nicht Baerbock – und schon gar nicht dem Iran und der Hamas. In der Heiligen Schrift werden wir immer wieder daran erinnert, dass die Abkehr von der Anbetung des einen Gottes nur zu Tragödien führt. Indem wir unsere Macht der Welt – den anderen „Göttern“ – überlassen, wenden wir uns von dem Allmächtigen ab.

„Doch wenn dein Herz sich abwendet, dass du nicht gehorchest, du lässt dich verleiten und bückest dich vor fremden Göttern und dienest ihnen; So verkünde ich euch heute, dass ihr bald untergehen werdet. Ihr werdet nicht lange leben auf dem Boden, dahin zu gelangen du über den Jordan gehest, ihn einzunehmen.“ (Deuteronomium 30: 16-19)

Ich glaube nicht an übernatürlichen „Hokuspokus“. Gott wird uns nicht den Sieg schenken, indem er die Erde auftut und diese somit die Bewohner des Gazastreifens verschlingt, so wie sie Korach, den Aufrührer gegen Mose, verschluckt hat. Aber die Psalmen, das beständigste Buch der Poesie, das je geschrieben wurde, erinnern uns immer wieder daran, dass wir den Sieg erleben werden, wenn wir Gottes Weg folgen und ihm dienen.

„Der Ewige ist mein Licht und meine Rettung – wen soll ich fürchten? Der Ewige ist die Kraft meines Lebens – vor wem soll ich Angst haben? Wenn Übeltäter sich mir nähern, um mein Fleisch zu verschlingen, meine Unterdrücker und meine Feinde – sie stolpern und fallen.“ (Psalm 27)

Die deutsche Regierung oder das deutsche Volk zu bitten, uns zu retten, sei es durch Appelle an ihre Schuld oder an ihre Vernunft, wird keine Wunder bewirken. Der Untergang unserer Feinde wird durch selbstständiges Handeln, Tapferkeit, Mut und die Brillanz auf dem Schlachtfeld und in den Stätten der Regierung kommen, die durch unabhängiges, inspiriertes Denken entsteht. Wenn wir Juden unseren Bund akzeptieren, wird „die Welt“ endlich anfangen zu verstehen: Die Hebräer nehmen Befehle von dem einen, gerechten Gott entgegen.

Ja, wir brauchen Cheerleader

Wenn wir das Narrativ dieses Kampfes gestalten, wird sich die Schöpfung unserem Willen beugen. Für jeden Eklat sagt „die Welt“ immer den Untergang voraus, wie zum Beispiel, als Donald Trump die Botschaft nach Jerusalem verlegte und damit ein Versprechen an das amerikanische und jüdische Volk einlöste. Diese Demonstration von Stärke und Unangepasstheit führte schließlich zu den Abraham-Abkommen, weil die Region verstand, dass Israel von einer Regierung unterstützt wird, die sich um den Aufbau echten Vertrauens kümmert.

Ja, wir brauchen Cheerleader. Ich würde mich freuen, wenn Achgut-Leser ihr Mitgefühl und ihre Solidarität zeigen würden. Es wäre großartig, wenn Sie sich an Ihre politische Führung wenden und ihr verdeutlichen würden, dass sie helfen soll, die Geiseln zurückzubringen, und dass sie aufhören soll, die Feinde der Juden mit Hilfe und diplomatischer Unterstützung zu bewaffnen. Aber ich brauche keine Deutschen mehr, die über tote, verstümmelte Juden weinen. Ich brauche euch Deutsche, um dafür zu sorgen, dass wir hier sicher sind, um Druck auf die Strafverfolgungsbehörden auszuüben, damit sie gegen die antisemitischen Islamisten in diesem Land vorgehen, um ihnen Angst vor rechtschaffenem deutschen Zorn einzuflößen.

Die Nazis waren hinter den Juden her und haben dieses schöne Land ins Verderben gestürzt, weil der Versuch des jüdischen Völkermords, das Ziel, ein Volk auszulöschen, das der Welt die moralische Absolutheit der Zehn Gebote gebracht hat, letztendlich zum Verderben führen wird. Gott hält am Ende sein Versprechen, das im Regenbogen Noahs enthalten ist; und die Welt, die er geschaffen hat, kann Irrationalität und Böses nicht aushalten. Die Frage ist nur, wie viele Menschen leiden werden, wie viele jüdische Körper in Brand gesetzt werden, bis die Güte des Schöpfers die Oberhand gewinnt.

Wir Juden müssen uns auf uns selbst verlassen

Ich habe in letzter Zeit darüber nachgedacht, dass ich vielleicht zurück nach Israel ziehen sollte, und das nicht nur, weil Berlin kein sicherer Hafen mehr für mich ist. Ich sollte nicht zu Deutschen predigen. Ich sollte auf Hebräisch schreiben, an meine israelischen Mitbürger, an meine Führer, falls sie überhaupt zuhören.

Denn wir Juden müssen uns auf uns selbst verlassen. Wir spüren den Schmerz stärker als jeder andere. Wir alle wissen, dass man auch uns die Kehlen durchgeschnitten hätte, wenn wir an jenem verfluchten Samstagmorgen in den Betten der Opfer gelegen hätten. Wir wissen auch, dass wir das Volk sind, das am Sinai einen Bund mit Gott geschlossen hat, um eine moralische Revolution zu schaffen, deren wichtigstes Gebot lautet: „Du sollst nicht morden.“

Ich würde es nicht wagen, mich als Prophet zu bezeichnen, aber heutzutage macht der gesunde Menschenverstand hellhörig. Wir alle, die wir 2005 die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte anschrien, uns nicht aus Gush Katif zu vertreiben, haben logischerweise vorausgesehen, dass der Feind geistig, physisch und strategisch ermutigt wird, wenn man Terroristen Land überlässt und Juden aus ihren Häusern vertreibt. In diesem warmen Sand, in den wir uns zurücksehnen, waren wir alle Propheten.

Ich bin wie Jona geworden, der vor der Prophezeiung davonläuft (zumindest laufe ich vor meinen eigenen Leuten davon), und Berlin ist mein Wal geworden, mein Schutz, aber ich habe das Gefühl, dass es mich ausspuckt. Auf ein jüdisches Gemeindezentrum, das ich häufig besuche, wurde ein Brandanschlag verübt, und ein Freund, der im Sicherheitsbereich arbeitet, sagte mir, dass wir der deutschen Polizei nicht wirklich vertrauen können, dass sie uns schützt. Trotz des Lippenbekenntnisses „Nie wieder ist jetzt“ werden die meisten deutschen Polizisten uns nicht wirklich aus Überzeugung oder persönlichem Interesse schützen.

Es ist manchmal schwer, den Tag zu überstehen

Viele meiner jüdischen Freunde fragen sich: Sind wir irgendwo sicher? Israel war einst unser Zufluchtsort, aber einige Israelis gehen, um bei ihren Familien in Berlin zu leben. Manchmal fantasiere ich darüber, eine zionistische Kolonie im unterbevölkerten Brandenburg zu gründen, was bei einigen Juden die Befürchtung auslöst, dass AfD-Wähler uns nicht willkommen heißen würden, und bei anderen die Hoffnung, dass sie uns vor muslimischen Judenhassern verteidigen würden. Wenn jemand ein Schloss in Brandenburg hat, das wir in ein sicheres jüdisches Gemeindehaus umwandeln können, bitte ich um Kontaktaufnahme.

Es ist manchmal schwer, den Tag zu überstehen. Das jüdische Volk erlebt ein Trauma, wie wir es seit den 1930er Jahren in Nazi-Deutschland nicht mehr erlebt haben. Ich fühle mich so wie sich meine polnischen Großeltern, die den Holocaust überlebten, vermutlich gefühlt haben, als Hitler Polen überfiel. Wir haben es mit einem teuflischen, bösen Feind zu tun, und seine Anhänger sind hier, auf den Straßen von Berlin, bereit, einen weiteren Holocaust zu begehen. Mein Herz ist schwer. Ich versuche, in die Zukunft zu blicken, auf meine Tochter, und ich muss ihr zuliebe glücklich und funktionstüchtig bleiben. Ich kann nicht mehr wie früher auf ein Flugzeug hoffen, weder um zu fliehen noch um zu kämpfen, und ich kann nur noch wenig tun.

Stehen Sie also Seite an Seite mit uns, nicht um unseretwillen, sondern um Ihretwillen. Ruinieren Sie Ihr Land nicht schon wieder. Die Juden stehen ewig an der Front gegen die Grausamkeit, und diese wird sich als nächstes in den Westen verlegen. Eure Babys, eure Kinder, eure Frauen, eure Großmütter.

Ich hoffe, dass ich eines nicht allzu fernen Tages wieder aufrichtig lächeln kann und bessere Dinge zum Schreiben habe und mehr Inspiration. Ich bitte um Entschuldigung für mein Lamento. Es ist im Moment schwer, intelligent und strukturiert zu klingen. Unsere Gefühle sind roh, unser Verstand ist betäubt.

 

Orit Arfa, geb. in Los Angeles, lebte über 12 Jahre in Israel und schreibt regelmäßig für die Jerusalem Post, das Jewish Journal of Los Angeles und den Jewish News Service. Ihr erstes Buch, „Die Siedlerin“, behandelt die Folgen des Abzugs aus dem Gazastreifen; „Underskin“ handelt von einer deutsch-jüdischen Liebesgeschichte.

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Patrick Meiser / 24.10.2023

@Eva Weihrauch -  Mit Sicherheit gebe ich nichts in die Suche bei achgut.com ein, weil die AdG kein alternatives Medium ist. Dies ergibt sich bereits aus der Namensgebung. Aus Ihren abfälligen Bemerkungen über die „Palästinenser“ ist unschwer zu entnehmen, daß Ihnen ein objektiver Blick auf die Gesamtsituation verstellt ist. Ich gebe Ihnen ein kleinen Tipp: Wer die die USA zum Freund hat, braucht sich um seine Feinde nicht zu sorgen. Reicht das zum nachdenken ? @Thomas Kache – ersichtlich haben Sie meinen Kommentar nicht ansatzweise verstanden. Mal abgesehen von Ihrer verbesserungswürdigen Rechtschreibung wäre das Aufsetzen einer Kippa das Allerletzte, was ich je im Leben tun würde. Ist das nicht ‚kulturelle Aneignung‘ ? Gehen Sie mal in sich und überdenken Ihre beiden letzten Sätze, wer diese „Trojaner“ denn wohl sein könnten. Da kommen nicht nur die ‚Herbeigeholten‘ in Betracht…………...Und wie Sie richtig anmerken: Wir hier haben genug eigene Probleme, mit denen wir Bürger selbst zurecht kommen müssen, so auf die Regierung und Behörden ohnehin kein Verlaß ist – und da wollen Sie auch noch den Israeli helfen. Wie soll das gehen ?

Sam Lowry / 24.10.2023

@Thomas Szabó: Sorry, aber “Trauriger Höhepunkt der Schlacht um den Weiher: Eine aggressive Nilgansmutter hat jetzt sämtliche Entenküken getötet. 30 kleine Federbällchen ...” oder wissen Sie, was Löwenmännchen mit den Jungen fremder Weibchen machen? Die gesamte Natur (auch die des Menschen) ist grausam…

Michael Müller / 24.10.2023

Was ich noch sagen wollte: Was mir an Ihrem Text besonders gefallen hat, ist, dass er sehr persönlich gehalten wurde und ehrlich das zum Ausdruck bringt, was Sie beschäftigt. Ich schätze so etwas sehr. Ich muss nur leider sagen, dass alles zu spät ist. Es sind zu viele Fehler von zu vielen Leuten über zu lange Zeit in unserem Land gemacht worden. Der Zustand der Leute in Deutschland erinnert an den Film “Das Cabinet des Dr. Caligari”. Der Sinn des Filmes lag darin, darauf aufmerksam zu machen, dass sich das deutsche Volk in einem Tiefschlaf befindet - symbolisiert durch den Somnambulen Cesare -, und wenn das Volk im Wachzustand ist, führt es Dinge traumwandlerisch aus, ohne ein Bewusstsein davon zu haben, was es tut. Im Film mordet der Somnambule Menschen - unter Hypnose stehend und auf Befehl von Dr. Caligari. In der Realität von heute “morden” die Deutschen ihr Land, ihre Kultur und die Zukunft ihrer Kinder. Alle, die am über Jahrzehnte sich hinziehenden “Morden” Deutschlands teilgenommen haben, - und es sind sogar eher am wenigsten die Grünen gewesen, denn meistens regierte die CDU - haben kein Bewusstsein davon. Adenauer, Kohl und Merkel haben die Islamisierung Deutschlands nicht nur eingeleitet, sondern hauptsächlich umgesetzt und vollendet. Das, was zur Zeit noch kommt, macht die Sache auch nicht unbedingt viel schlimmer und auch hier ist wieder eine bürgerliche Partei beteiligt: die FDP. Diese Partei war schon unter Adenauer Täter, unter Erhard, unter Brandt, unter Schmidt, unter Kohl, teilweise auch Merkel: Die sind eigentlich fast immer dabei. Ende der 70er und in den beginnenden 80ern war das Dauerthema bei ihnen die Liberalisierung des Asylrechts. Es war ihnen ganz wichtig, dass Leute leicht Asyl beantragen konnten. Alle Leute, die in der Vergangenheit CDU/CSU, FDP, SPD, Grüne und Linke gewählt haben, haben Schuld auf sich geladen. Dass sie davon kein Bewusstsein haben, ist ein anderes Thema.

Franz Klar / 24.10.2023

“Die Frage ist nur, wie viele Menschen leiden werden, wie viele jüdische Körper in Brand gesetzt werden, bis die Güte des Schöpfers die Oberhand gewinnt” . Genau , wo war der Schöpfer eigentlich mal wieder ? Hatte sich wohl am 7. Tage des Oktobers ausgeruht ...

Marc Blenk / 24.10.2023

Liebe Frau Arfa, in Deutschland meint man gerne, noch viel Zeit zu haben. Wo eine verfehlte Vergangenheitsbewältigung die Menschen nicht befreite, sondern Generationen Deutscher gefesselt wurden. Nicht von den Juden, sondern von denen, die daraus politisches Kapital desto mehr schlagen, je länger die Shoa hinter uns liegt. Lehren aus der Vergangenheit wurden so nie gezogen, sondern Einschüchterung betrieben. In Wahrheit könnte nur ein souveränes Deutschland mit zur Freiheit und Selbstbestimmung „erzogenen“ Menschen das eigene Land weiterbringen und könnte auch Israel tatsächlich helfen. Es ist ja kein Zufall, dass Deutschland wo immer auf der Welt, die Probleme nur mit Geld lösen möchte und damit meist neue schafft oder alte verstärkt. Mehr hat es nicht zu bieten, weil Erdung fehlt, Mitte, ein positives Selbstverständnis und Selbstverstand. Deutschland muss sich also erst einmal selbst helfen, zum Beispiel in dem das Volk die zur Rechenschaft zieht, die für die millionenfache Migration von Judenfeinden verantwortlich sind. Das Juste Milieu erlebt gerade den Zusammenbruch seiner Traumwelt. Und der eine oder andere spürt angesichts des Grauens des 7.10. und den Demonstrationen der palästinensischen Judenhass - Aufmärsche, dass diese Zustände etwas mit den eigenen politischen Weichenstellungen und dem eigenen verlogenen Selbstbild zu tun haben könnte. Nun zuckt man ein wenig zurück. Zum Anständigsein braucht Deutschland weniger die toten Juden der Shoa, als vor allem die lebendigen Juden und die Freundschaft zu ihnen. -  Viel Zeit bleibt nicht. Je länger gewartet wird, desto härter wird der Kampf und je hässlicher werden die Bilder ausfallen. Neukölln und die Aufmärsche in den anderen Städten vor dem Kontext des Progroms des 7.10. wird zum Trauma. Wir sollten mit seiner Verarbeitung schnell beginnen. Die Markierung von Wohnungen von Juden war die letzte Ermahnung. Uns wurde der Krieg erklärt. Ansonsten bliebe nur die Kapitulation vor den Feinden unserer Zivilisation.

PALLA Manfred / 24.10.2023

. . . und von Mir dazu der LeseTipp > “Können Palästinenser Antisemiten sein ?” < (so googeln / “anderweltonline.com”) just vom dt. Autor/Verleger/EX-ÜberFlieger Peter HAISENKO (ukr. Name) !!! - gern auch an ALLE “AuToren” vonne “achse” weiterleiten - kann, glaube Ich, NICHT schaden ?!?!?!?  ;-)

A. Nölle / 24.10.2023

Sehr geehrte Frau Arfa, vielen herzlichen Dank für Ihren mutigen Artikel! Und ich wünsche Ihnen und Ihren Freunden, dass sich in Deutschland natürlich nicht das “Heilige Land”, sondern ein sicheres Plätzchen für ihre Kolonie finden lässt. Ohne die Gegenwart jüdischen Lebens wäre Deutschland für mich ein hoffnungsloser Ort. Was wäre unser Land ohne den Einfluss der großartigen jüdischen Kultur? Ohne die jüdische Leidenschaft für Bücher und Lernen, ohne das Gespür für Größe, um hier daran zu erinnern, dass ohne einen gewissen Felix Mendelssohn-Bartholdy die Werke Johann Sebastian Bachs vielleicht dem Vergessen anheimgefallen wären? (Es gibt in „Schindlers Liste“ die Szene, dass die SS-Einheiten Verstecke im Ghetto aufspüren wollen und während Maschinengewehre rattern und die schweren Tritte ihrer Stiefel jede Menschlichkeit verscheuchen, spielt ein SS-Offizier eine Fuge von Bach…) Das geistlose Geschwafel der Großgutmenschen ist für mich manchmal schwer zu ertragen, und wenn ich heute die Formulierung unserer Bundesaußenmenschin zu Ende denke, die am Rande der Sitzung des UN Sicherheitsrates in New York es nicht für Raub an der Würde ihres Amtes erachtete, „Gaza für morgen denken“ zu wollen. Ich nehme zu Frau Baerbocks Gunsten an, dass sie eigentlich meinte, die Staatsräson verpflichte Deutschland dazu, dafür seinen Einfluss geltend zu machen, dass die Aufmerksamkeit nicht von den israelischen Opfern abgewendet werden dürfe und dass Israel sich in einem fürchterlichen Dilemma befände und moralische Rückendeckung bräuchte, statt Vorträge über Humanität?

George Samsonis / 24.10.2023

Hoffentlich ist bald auf wikipedia.de zu lesen: Die Hamas WAR eine Terrororganisation ...

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