Matthias Küntzel
Vor fast genau acht Wochen wurden zwei Mitarbeiter der “Bild am Sonntag” im Iran verhaftet. Was wird ihnen vorgeworfen? Am Anfang hieß es Visavergehen. Sie seien als Touristen eingereist, um die Zensurauflage für Journalisten zu umgehen. Beobachter gingen von einer Verwarnung plus rascher Ausweisung aus. Doch nichts dergleichen geschah. Stattdessen führte das staatliche iranische Fernsehen die Gefangenen in der fünften Woche ihrer Haft als “Spione” vor. Einziges Beweisstück: Ihre Notizen über ein Interview, das sie mit Sakinehs Sohn Sajjid geführt hatten. Spionage gehört zu den Vergehen, auf denen in Iran die Todesstrafe steht! http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1333196/
Siehe auch: Brennende Sorge
http://www.matthiaskuentzel.de/contents/brennende-sorge