Die Jahresabrechnung der Stromnetzbetreiber über die Subvention von Windkraft- und Solaranlagen für 2025 liegt vor. Danach haben Windkraft- und Solarbetreiber im Jahr 2025 16,5 Milliarden Euro Zuschuss aus dem Bundeshaushalt erhalten. Betreiber dieser Anlagen bekommen 20 Jahre lang eine Einspeisevergütung von 6–12 €ct/kWh (je nach Anlage). Betreiber dieser Anlagen bekommen 20 Jahre lang eine Einspeisevergütung von 6-12 €ct/kWh (je nach Anlage). Immer dann, wenn die Einspeisevergütung unterschritten wird, wird die Differenz aus dem Klima- und Transformationsfonds des Bundes erstattet. Das passiert, wenn zu viel Windenergie und Solarenergie (zumeist mittags) eingespeist werden. Dann sinkt der Strompreis gegen Null und der Betreiber erhält trotzdem die Festvergütung. Diese Milliarden werden bezahlt von den Mietern und den Autofahrern, die über den CO2-Preis bei der Gas- und Ölheizung sowie an der Tankstelle abkassiert werden.
Das ist eine unsoziale Milliarden-Umverteilung von Mietern und Autofahrern an kapitalkräftige Investoren in Wind- und Solarparks. Es wird also Strom subventioniert, der zu diesem Zeitpunkt nichts wert ist und nicht gebraucht wird.
Um das Netz nicht instabil werden zu lassen, wird der Strom dann häufig ins Ausland verschenkt. Oder Anlagen werden durch den Netzbetreiber abgestellt, und der Betreiber bekommt 95 Prozent der EEG-Vergütung für nicht produzierten Strom zu einem Zeitpunkt, an dem er nichts wert ist. Aber es wird noch verrückter: Wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht und Strom teuer importiert werden muss, kann der Strompreis leicht auf 20–40 €ct/kWh hochschnellen. Dann bekommt der Solar- und Windparkinvestor den vollen Betrag, der die EEG-Vergütung überschießt. In den letzten Tagen war beides zu beobachten. Es ist wie bei „Hase und Igel“: Die Wind- und Solarinvestoren gewinnen immer. Bezahlen müssen es Mieter/Vermieter, Autofahrer und Industrie über den CO2-Preis und den Strompreis.
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche trägt sich daher mit dem Gedanken, diese abenteuerliche Politik zu reformieren. Sofort gab es fundamentalen Widerspruch von SPD und Grünen. Nina Scheer (SPD) kritisierte, dass diese Reform „den Ausbau der Photovoltaik massiv ausbremsen würde“. Und Katrin Uhlig (Grüne) geißelte den Versuch als „Angriff auf das Erfolgsmodell der Energiewende“. Diese verlogene Kritik, die offen und unverfroren die Abzocke für wertlosen Strom weiter rechtfertigen will, erfuhr eine breite verständnisvolle Wiedergabe in den Medien von ARD bis zu Zeit und Spiegel.
Merz wurstelt weiter
Jetzt wäre die Zeit, über den Weiterbetrieb der Kohlekraftwerke, die Aufhebung des deutschen Verbots der Schiefergasförderung aus dem Jahre 2017 und die Abschaffung des Kernenergieverbots in Deutschland zu diskutieren. Es war Bundeskanzler Helmut Schmidt, der als Antwort auf die erste und zweite Ölkrise ein massives Ausbauprogramm der Kernenergie umsetzte. Aber wir haben keinen Helmut Schmidt, sondern Friedrich Merz.
Als die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in diesen Tagen die Abkehr von der Atomkraft als einen strategischen Fehler bezeichnete, eierte Kanzler Merz rum: „Ich bedaure das, aber es ist so, und wir konzentrieren uns jetzt auf die Energiepolitik, die wir haben.“ Beim Neujahrsempfang der Wirtschaft in Halle im Januar 2026 sagte er dagegen, dass der Ausstieg aus der Kernenergie „ein schwerer strategischer Fehler“ war und die Energiewende „die teuerste und ineffizienteste der Welt“. sei. Er wurstelt weiter, weil er Rücksicht nimmt auf die völlig vergrünte SPD, die die Interessen der Industriearbeitsplätze aus den Augen verloren hat.
Umweltminister Schneider meint, Strom aus Solar und Windenergie seien günstiger. Er zeigt, dass er keine Ahnung hat: 16,5 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt im Jahr 2026 an Subventionen für Solar und Wind (siehe oben). Dafür könnten wir jedes Jahr zwei Kernkraftwerke bauen und hätten für 60 bis 80 Jahre zuverlässigen, günstigen Strom. Lieber Genosse Schneider: Dann störe wenigstens unsere Nachbarn nicht, wenn sie die Kernkraftwerke der nächsten Generation bauen. Wir werden noch einmal um diesen Strom betteln. Übrigens: Ursula von der Leyen war 2011 in Merkels berüchtigtem Ausstiegsjahr Arbeitsministerin (!) und unterstützte Merkels Kernenergieausstieg damals fulminant. Das hat uns seitdem 500 Milliarden Euro gekostet und zu den höchsten Strompreisen und einer massiven Deindustrialisierung geführt.
Korrektur des Autors vom selben Tage: Ich habe den Text in einem Punkt korrigiert. Solar - und Windkraftbetreiber müssen sich entscheiden, ob sie die EEG-Vergütung kassieren oder am Börsenstrommarkt teilnehmen. Das war in der ersten Fassung missverständlich ausgedrückt. Es bleibt aber dabei, dass die Betreiber im Jahre 2025 eine Subvention von 16,5 Milliarden € kassiert haben, immer dann, wenn der Strompreis unter der EEG-Vergütung lag. Umgerechnet auf die eingespeiste Strommenge von 200 Milliarden kWh sind das 8,25 €ct/kWh. Die Kosten von Solar- und Windenergie verdoppeln sich also durch die Subvention.
Zu den „20% Wirkungsgrad der PV“ eines Kommentators eine kleine Rechenaufgabe: Wie groß ist der Wirkungsgrad einer Dachpfanne, die zwar keinen Strom erzeugt, aber trotzdem warm wird?
Der Artikel erweckt den Anschein, dass die Einspeisevergütung mit 16,5 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt bezuschusst würde. Stimmt aber nicht. Die „Korrektur des Autors vom selben Tage“ ist diesbezüglich gründlich missglückt.
RND meldet: >>Großbritannien läutet die „goldene Ära der Kernenergie“ ein
Hinkley Point C: Die Fertigstellung des Atomkraftwerks in der englischen Grafschaft Somerset verzögert sich um mehrere Jahre.
Der britische Energieminister und Architekt von Labours Klimapolitik, Ed Miliband, findet am Freitag klare Worte: Die Regierung werde „nicht tolerieren“, dass Energieunternehmen aus den steigenden Ölpreisen Profit schlagen oder Autofahrer an der Zapfsäule „abgezockt“ würden. Auch in Großbritannien hat der Preissprung beim Öl infolge des Konflikts im Nahen Osten eine Debatte über steigende Energiekosten ausgelöst.
Forderungen nach neuen Förderlizenzen für Öl und Gas in der Nordsee weist Miliband jedoch zurück. Stattdessen müsse das Land raus aus der „Achterbahn der fossilen Brennstoffe“ und stärker auf „saubere, heimische Energie setzen, die wir selbst kontrollieren“. Genau daran knüpft Londons Energiepolitik an – mit einem Ausbau erneuerbarer Energien sowie neuen Investitionen in die Kernkraft, deren Bedeutung in Großbritannien in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gesunken ist.
Passend dazu kündigte die britische Regierung eine „goldene Ära der Kernenergie“ an. Großbritannien wolle Genehmigungen für neue Reaktoren deutlich beschleunigen, heißt es in einer Erklärung. Kern der Ankündigung ist eine Reform des Planungs- und Regulierungssystems, das laut einer unabhängigen Untersuchung bisher „übermäßig komplex“ und „bürokratisch“ gewesen sei. Durch einfachere Verfahren und schnellere Genehmigung<<
## Das hat was von britischem Humor. Mit der Ankündigung einer Verzögerung um fünf Jahre eine goldene Ära anzukündigen…
Wäre vielleicht mal ein Fall für die Maulheldin. Oder für den Backpfeifenboy.
Zum Vergleich: EDF benennt als Ursache für die Verzögerungen „geringe Produktivität“ bei der Verlegung von Installationsleitungen. Anders gesagt. Die arbeiten nicht, die quaken nur.
@Ostrovsky: Solar wird verteufelt, weil es keine Gewinne für die Firmen bringt. Ich bin vom Fach und kann sagen, daß 4 Panele ausreichen einen unteren Tagesverbrauch zu egalisieren. Ab bei 8 Modulen wird es ein Überschuß für zwei Personen. Südfassaden konsequent mit PV ausgestattet können Pumpspeicherkraftwerke gut füttern. Oder man organisiert die Schmelzzeiten in der Industrie saisonal und produziert vor. Da ist weit mehr möglich als Tschernobyl V100.1. Auch braucht man für Solar keine Förderung sondern eine geänderte Rechtslage für die Einspeisung, dann kann man das eigenwirtschaftlich. Machmal ist die Achse nur das komplementäre Schwarz – Weiß Schema. PV ist weit aus optimaler als sein Ruf. Das ist auch der Grund für die Abschaltungen. Chinas PV ist billiger als das Atom, jedenfalls im Zyklus auf Dauer. Aber auch hier gelten Slogans mehr als Logik. Und bevor ich mir Uran (welches ich in Kleinstmenge besitze) in einen Teekessel lade, suche andere Möglichkeiten derer es einige geben kann. Vollverglaste PV Module würden theoretisch ewig halten. Mich stört diese Polarisierung hier auf der Achse mitunter gewaltig. Und an der Kritikauffassung könnte auch einiges besser werden.
16,8 Milliarden Euro. Das sind ca. die Hälfte der jährlichen Kraftstoffsteuereinnahmen.
Der Auto(r) hat es noch nicht begriffen: Diese seine 17 Milliarden Euro sind doch nur Peanuts gegen die weit über 80 MILLIARDEN Euro (Bürgergeld +Wohnung +Kurse +neue Zähne + Heimaturlaub usw usf) PRO Jahr an die Goldigen Menschen und zwar seit MINDESTENS und seit 10 Jahren. Da hätten wir also alles in allem eine gute Billion Euro sparen können Merkel und so !…
Die Speicherhersteller melden unter „Vertrauensverlust bei Stromspeichern: Speicherverband BVES kritisiert BNetzA und warnt – Hochlauf wird Stecker gezogen “ vom 16.03.2026, 13:40 Uhr, dass die Bundesnetzagentur die bisherige Zusicherung für Speicherbetreiber, dass sie nicht zwei Mal Netzentgelte zahlen müssen, kippen will.
Man muss dazu wissen, dass die Erzeuger, die u.a. auch im Osten Pumpspeicherwerke für einen Euro übernommen haben, diese nicht weiter betreiben. Dort wo neben dem Pumpbetrieb auch Laufwasserbetrieb möglich ist, wurde auf ausschließlich Laufwasser umgestell. Warum: Durch Bundesgesetz ist es den Betreibern von Pumpspeicherwerken, bzw. generell von Speichern, untersagt, gleichzeitig Netzbetreiber zu sein. Angeblich aus Wettbewerbs- und Kartellrechten. Speicherbetreiber, die nicht Netzbetreiber sind, müssen aber an den Netzbetreiber zwei Mal Netzentgelt bezahlen (beim Einspeichern und beim Liefern). Statt aus ihrer funktionalen Leistung Nutzen zu erzielen, müssen sie zahlen! Und auch noch doppelt. Dabei ist die Einteilung, für was das Netzentgelt überhaupt gezahlt wird, formal. Wenn im Netz das PSW zwischen Erzeuger und Verbraucher liegt, wird bei direktem Weg nur einmal gezahlt, aber wenn die Energie zwischengespeichert wird, muss zwei Mal bezahlt werden. Richtig wäre es, die Speicher als TEIL DES NETZES zu verstehen, und gar keine Netzentgelte zu fordern, weil sie erst die BESTIMMUNGSGEMÄSSE Funktion des Netzes ermöglichen. Ihr verhöhnt Baerbock, weil sie angenommen hat, das Stromnetz hätte auch die Funktion, BEDARFSGERECT Energie aufzunehmen und abzugeben. Die konnte sich vielleicht die Stümperei gar nicht vorstellen …
Zufällig steht diese neue Schikane, die sich unmittelbar gegen eine technologische Lösung richtet, zeitlich in unmittelbarer Nahe zu Uschis „Bekenntnis zum Fehler“. Wieder wird mit Gewalt ein Hebel herumgerissen und jedes Vertrauen in Investitionssicherheit zerstört. ES IST ABSICHT! BÖSE ABSICHT! HÖRT ENDLICH AUF MIT ERPRESSUNG!