Dirk Maxeiner / 02.04.2019 / 06:24 / 148 / Seite ausdrucken

Deutschland im April 2019

In der Nacht vom 7. auf den 8. Februar des Jahres 1988 näherte sich ein Geleitzug der Staatssicherheit, von Eisenach kommend, dem DDR-Grenzübergang Wartha-Herleshausen. Im Fond eines Lada saß die Regimekritikerin Vera Lengsfeld mit ihren beiden Söhnen Jakob (3) und Jonas (5). Vor den Grenzanlagen blieb der Tross zurück, und ein einzelner Stasi-Offizier fuhr Frau Lengsfeld und ihre Kinder ins Niemandsland zwischen der DDR und der Bundesrepublik. Er stoppte den Wagen, öffnete die Fondtür und wies seine Passagiere aus dem Land und zu ein paar Lichtern im Westen: „Da geht’s lang.“ Das war das Ende der bürgerlichen DDR-Existenz einer Frau, die sich auch das in der DDR-Verfassung, Artikel 27 verbriefte Recht auf freie Meinungsäußerung nicht verbieten lassen wollte: 

„Jeder Bürger der Deutschen Demokratischen Republik hat das Recht, den Grundsätzen dieser Verfassung gemäß seine Meinung frei und öffentlich zu äußern.“

31 Jahre später hat sich Vera Lengsfeld längst eine neue bürgerliche Existenz aufgebaut. Als Politikerin der Grünen und der CDU saß sie im Bundestag, erhielt 2008 das Bundesverdienstkreuz und arbeitet heute überwiegend als Publizistin (unter anderem für Achgut.com). Sie lebt in einem gutbürgerlichen Viertel von Berlin-Pankow, mit Häusern aus dem 19. Jahrhundert, die Nachbarn mögen sie, unten im kleinen Café ist immer Zeit für ein paar nette Worte. Auch Jürgen Trittin, der im selben Haus wohnt, grüßt freundlich. Und doch kehren die alten Schatten zurück. 

Denn das Recht auf freie Meinungsäußerung will sich Frau Lengsfeld noch immer nicht verbieten lassen. Diesmal handelt es sich um Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“

Einschüchtern und Angst verbreiten

Anno 2019 steht nicht die Stasi vor der Tür, sondern jemand anderes. Am vergangenen Donnerstag erhielt Lengsfeld, die sich gerade bei ihrer Familie in Thüringen aufhielt, die Mail eines Freundes mit einem Foto, das in unmittelbarer Nähe ihrer Berliner Wohnung aufgenommen wurde. Darauf ist eine Säule zu sehen, auf der ein Steckbrief mit ihrem Konterfrei prangt. Darauf wird die DDR-Dissidentin gewarnt: „Lengsfeld, halt’s Maul! Kein Podium für rechte Hetze. Antifa.“

Das Plakat bringt ein Ignazio Silone zugeschriebenes Zitat prägnant auf den Punkt: "Der Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Anti-Faschismus." Hier soll jemand eingeschüchtert und Angst verbreitet werden. Es kann aber auch noch schlimmer kommen, wie dieser Vorfall in Bremen zeigt

Nun sollte man meinen, dass Justiz und Behörden ihre Bürger gegen solche Drohungen in Schutz nehmen. Das ist aber nicht der Fall. Im Gegenteil. Nachdem solche Hassparolen gegen Frau Lengsfeld in Pankow schon mehrmals aufgetaucht waren (bis dato allerdings nicht in unmittelbarer Nähe ihrer Wohnung), brachte ein empörter Mitbürger die Sache wegen Verleumdung und übler Nachrede zur Anzeige. Ende vergangener Woche erhielt Vera Lengsfeld von der zuständigen Staatsanwältin die Mitteilung, dass das Verfahren eingestellt worden sei. 

Darin heißt es, bei den plakatierten Parolen handele es sich „nicht um eine strafbare Beleidigung“. Als Begründung wird gegenüber Frau Lengsfeld unter anderem „die von Ihnen geäußerte Sympathie für die AfD“ angeführt. Das klingt verdächtig nach Gesinnungsjustiz.

Denn für die rechtliche Würdigung des Tatbestandes ist es völlig unerheblich, ob das CDU-Mitglied Vera Lengsfeld nun Sympathien für die AfD geäußert hat oder nicht (sie bestreitet das entschieden und die Staatsanwaltschaft führt auch keine Belege für diese Behauptung auf). Fest steht: Mit dieser Begründung können sich die Schläger der Antifa sogar von der Berliner Justiz legitimiert fühlen, wenn sie gegen Andersdenkende vorgehen. 

Bei den Denunzianten, die sich in diesem geistigen Biotop prächtig entwickeln, dürfen die Sektkorken knallen. So etwa bei Anetta Kahane und ihrer vom Bundes-Familienministerium geförderten Amadeu Antonio Stiftung. Als IM-Victoria hatte sie viele Jahre ihre Mitbürger bespitzelt und denunziert. Schon damals führte sie allerdings unter anderen Vorzeichen einen Kampf gegen rechts. Das wird hier und hier auf Achgut.com ausführlich beschrieben. Und ausgerechnet diese Anetta Kahane hielt Mitte Februar in den Räumen ihrer Stiftung eine von der Landeszentrale für politische Bildung in Berlin geförderte „Fachtagung“ ab. Titel: „Der rechte Rand der DDR-Aufarbeitung“.

Eine ehemalige Stasi-IM fühlt sich allen Ernstes dazu berufen, darüber mitzuentscheiden, welche Teile der Aufarbeitung der SED-Diktatur demnächst als „rechts“ gebrandmarkt und womöglich ausgegrenzt werden können. Damit urteilt sie auch über die Arbeit von Menschen, die von jenem Ministerium für Staatssicherheit verfolgt wurden, dem sie als inoffizielle Mitarbeiterin jahrelang gedient hat. Die DDR-Vergangenheit soll umgeschrieben werden. Für Vera Lengsfeld ist das alles ein bitteres Déjà-vu.

Vielleicht einen kleinen Hausbesuch abstatten

Dazu steuert der Rowohlt-Verlag ein aktuelles Buch mit dem Titel „Das Netzwerk der Neuen Rechten“ bei. Darin wird neben vielen anderen auch Vera Lengsfeld ausführlich gewürdigt. Die Autoren sind zwei "Investigativ-Reporter" der ZEIT, die über drei Jahre für ihr Werk recherchiert haben, nur um am Ende die Leser um Nachsicht für etwaige Fehler zu bitten: Bitte rufen Sie nicht gleich Ihren Anwalt an, sondern schreiben Sie uns.“ 

Na, wenn dem so ist. Die Recherche-Qualität im Falle Vera Lengsfeld zeigt sich bereits nach einer kurzen Stichprobe. So wird in dem Buch behauptet:

„Bereits mehrfach liefen gut 500 Menschen unter dem Motto ‚Wir sind kein Freiwild! Nirgendwo!‘ durch Berlin. Auch Vera Lengsfeld nahm an einem der Märsche teil“.

Das trifft nicht zu. Frau Lengsfeld ist bei keinem dieser Frauenmärsche mitmarschiert. (Hier wurde eine kursierende Falschmeldung übernommen, die der eine weiter vom anderen abschreibt. Frau Lengsfeld nahm in Berlin an einer zur gleichen Zeit stattfindenden Veranstaltung teil, die sich gegen den antiisraelischen A-Quds-Tag richtet). Dies nur der Vollständigkeit halber. Einer der beiden Autoren hat übrigens den „Reporterpreis“ bekommen, der nur an die Besten der Besten verliehen wird, Claas Relotius zum Beispiel (Zitat Henryk M. Broder).

Zur Vermarktung ihrer Jagdfibel stellten die beiden Autoren Christian Fuchs und Paul Middelhoff  eine interaktive Karte ins Netz, mit deren Hilfe man den Standort der dort aufgeführten rechten Weltverschwörer (darunter Achgut.com) auf einen Steinwurf genau lokalisieren kann. Inwiefern dies für das inhaltliche Anliegen von Relevanz sein könnte, erschließt sich beim besten Willen nicht. Wenn man aber liest, was beispielsweise die Denunzianten von „Vice“ daraus machten, versteht man es. Der Vice-Titel lautete: „Hier kannst du sehen, ob die Neuen Rechten in deiner Nachbarschaft aktiv sind.“ Und ihnen vielleicht einen kleinen Hausbesuch abstatten.

Henryk M. Broder schrieb als Herausgeber von Achgut.com eine Mail an den Rowohlt-Verleger Florian Illies (auch bekannt als Autor des Bestsellers „Generation Golf“). Der daraus entstandene Mailwechsel ist es wert, hier vollständig wiedergegeben zu werden. Zunächst Henryk M. Broder:

Lieber Herr Illies,

erst einmal alles Gute zum neuen Job. Schade, dass wir in Berlin nie die Zeit für einen Tee gehabt haben. Obwohl ich im Literaturcafe mindestens so oft zu Gast war wie sie nebenan in der Villa Grisebach. Vielleicht können wir es mal nachholen.

Es geht mir heute um ein Buch, das Sie mit dem Verlag übernommen haben. Das "Netzwerk der neuen Rechten". Einmal abgesehen davon, dass an dieser neuen Rechten nichts Neues dran ist, weil seit über zehn Jahren über sie geschrieben wird, ist es ein denunziatorisches Opus Magnum zweier Autoren aus der Relotius-Fraktion des "investigativen" Gewerbes. Haben Sie zufällig deren hypertrophe Selbstdarstelling gelesen? 

In dem Buch enthüllen wir erstmals das Ausmaß und die ganze Breite des Milieus - seine ideologischen Grundlagen, seine führenden Köpfe, seine wichtigen Zeitschriften, Verlage, Internet-Plattformen, Burschenschaften und Finanziers... Wir hatten Zutritt zum Haus der Identitären Bewegung, waren auf einem Festival der Guerilla-Aktivist*innen und trafen den Chef von Deutschlands erfolgreichster Hetzseite zum Gespräch in dessen Küche. Während der Recherchen wurden wir bedroht, angelogen und gerieten in den Shitstorm einer rechten Trollarmee.

Das ist doch ziemlich lustig, nicht wahr? Zwei echte Überlebende. Noch lustiger ist nur noch dieser alles relativierende Hinweis: 

Wir haben über drei Jahre für diese Karte recherchiert und alle Informationen sorgfältig und mehrmals geprüft. Trotzdem können sich Fehler eingeschlichen haben. Fehlt eine Verbindung? Haben wir eine Organisation vergessen? Oder finden Sie, ein Projekt taucht hier zu unrecht auf? Bitte rufen Sie nicht gleich Ihren Anwalt an, sondern schreiben Sie uns: netzwerkneuerechte[at] gmail.com

Ich bin dieser Empfehlung nicht gefolgt und habe unseren Anwalt und Freund Joachim Steinhöfel gebeten, die Möglichkeit einer juristischen Intervention zu prüfen, da die "Achse des Guten" zu den "Projekten" gehört, die ihre beiden Supernasen in das Buch aufgenommen haben. Begründung: 

Seit 2004 spricht der Autorenblog mit islamkritischen und klimaskeptischen Inhalten vor allem das neurechte Milieu an.

Ich möchte nicht, dass Sie sich angegriffen fühlen. Ich habe nichts gegen Sie und ich schätze das Haus Rowohlt, seit ich mit den Rororo-Bändchen Deutsch gelernt habe. Ich werde aber diesen beiden Lümmeln von der letzten Bank die Ohren dermaßen in die Länge ziehen, dass sie den Landfunk von Radio Jerewan werden hören können. Ich möchte Sie nur fragen: Ist es ihnen nicht peinlich, diese Knallchargen verlegerisch zu betreuen?

Viele Grüße aus dem sturmgeplagten Leipzig

Ihr hb

Die Antwort von Florian Illies:

Lieber Herr Broder, vielen Dank für Ihre beiden Mails. Verzeihen Sie, wenn ich sachlich bleibe. Mir ist nicht ganz klar, was Sie als Antwort von mir persönlich erhoffen. Ihr Anwalt wird dem Verlag schreiben und dann wird unser Anwalt antworten. Und falls sachliche Fehler in dem Buch enthalten sein sollten, werden wir diese natürlich korrigieren. 

Mit vielen Grüßen aus Hamburg, Ihr Florian Illies

Daraufhin schrieb Henryk M.Broder:

Lieber Herr Illies

verzeihen Sie bitte, dass ich Sie überschätzt habe. Ich habe nicht geahnt, dass ich Ihnen den Unterschied erklären müsste zwischen einer Handlung, die strafbewehrt ist, und einem Verhalten, das sozial als schäbig angesehen wird. Dazu gehört das Denunzieren und An-den-Pranger-stellen von Leuten, die andere Ansichten vertreten als die gerade üblichen. Sie werden mit diesen beiden Schmierlappen aus der Antifa-Gang noch viel Spaß haben.

Und vergessen Sie bitte nicht, sachlich zu bleiben, wenn die vor Ihrer Tür stehen.

Beste Grüße

So weit der Mailwechsel zwischen Florian Illies und Henryk M.Broder. 

Man kann diesen Schriftwechsel auch kurz so zusammmenfassen: Die Generation Golf ist wieder wie ihre Großväter unterwegs – mit dem Kübelwagen. 

Zurück nach Pankow. 31 Jahre nach der Nacht, in der sie von der Staatssicherheit jenseits der Grenze ausgesetzt wurde, gewöhnt sich Vera Lengsfeld wieder den unauffäligen Blick über die Schulter an, wenn sie nach Hause kommt. 

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Angela Seegers / 02.04.2019

Mein Bauchgefühl trügt mich also nicht. Es ist wieder soweit. Andersdenkende werden denunziert. Dazu muss erst mal definiert werden, was „Normaldenken“ ist. Egal. Kritik ist und bleibt unerwünscht…. alles wiederholt sich. Und Einstein ist aktueller denn je.

Gabriele Klein / 02.04.2019

“Diesmal handelt es sich um Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“ Wow! Was wenn jemand am Ende des Monats gerade mal 17.50 für Lesestoff SEINER Wahl zur Verfügung hat und unter Androhung von Erzwingungshaft genötigt wird von diesen letzten 17,50 frivole Regierungsprogramme zu kaufen, die seinen Glauben und sein Gewissen verletzen? Zu den schwarzen und roten deutschen Roben: Der Eindruck, dass diese nicht richten sondern verfügen hat sich bei mir seit den Rundfunk Urteilen verfestigt. Gleiches gilt für den Gerichtshof der Europäisch Demokratischen Republik von dem ich Nichts erwarte. Zur AFD:  Hier stellt sich mir die Frage inwieweit wir,  um Nägel mit Köpfen zu machen, die Parteien, aus denen sich die AFD rekrutiert (Grün, Schwarz,Rot, Gelb) vielleicht der Ehrlichkeit halber besser als als grün,-rot-gelb oder schwarzbraun bezeichnen sollten,. Ich meine wegen ihres “braunen” Schoßes, der ganz offenbar fruchtbar noch ist….....Denn die Kritik an der AFD weist halt leider ins eigene Lager zurück. D.h. wie wäre es, mit einer sauberen Statistik der braunen Leichen im Grünen, Schwarzen, Roten und Gelben Keller?)  Danach rege ich an die Roten Leichen zu zählen die die von den Alliierten geerbte Verfassung nach Fall der Mauer abschafften um sich aus geschichtlicher Verantwortung und Schuld im vereinigten Deutschland weiterhin stehlen zu können. “Schuld am Holocaust waren natürlich in der DDR nicht der Bürger, sondern der Kapitalismus den Lenin und Stalin bezwang” So wurden aus den Erben Hitlers die von Stalin und Lenin und ihr Ansehen über alle Schuld erhaben…......

Jörg Noa / 02.04.2019

Menschen werden mundtot gemacht und den Tätern hält man Art. 5 I GG zugute? Das ist mir schon bei der Einordnung von Ehrings “Nazi-Schlampe” aufgefallen - das Anheften meinungsfreiheitsfeindlicher Bapperl wie “Nazi” geschützt durch die Kunstfreiheit! Unfassbar. Umgekehrt wird ein Schuh draus: gerade zum Schutz von Art. 5 I GG müsste man sich die Täter vorknöpfen.

Frank Mertes / 02.04.2019

Nun, dass die Justiz in diesem Fall - dem offen proklamierten Aufruf nach Vertreibung von Frau Lengsfeld aus ihrer Wohnung und ihrem Viertel - nicht tätig werden würde, war klar. Schließlich sind die Spießgesellen von der Antifa der verlängerte Arm der Bundesregierung und der sie tragenden Parteien, wie weiland die Schläger von der SA für die Nationalsozialisten. Das ist also quasi eine deutsche Traditionslinie. Anders wäre es freilich gewesen, da hätte jemand gegen ein Asylheim in seiner Nachbarschaft plakatiert. Der Staatsschutz (die Stasi) hätte umfassend ermittelt und der Verursacher hätte sich wegen Volksverhetzung verantworten müssen. Wenn es aber nur gegen die Lengsfeld geht, steht das nicht zu befürchten. Im Gegenteil, da gibt es später vielleicht einmal das Bundesverdienstkreuz für bürgerschaftliches Engagement und den “Kampf gegen Rechts” und “Kante zeigen” und “Haltung” und alles aus den Händen des Bundespräsidenten des besten und tollsten Deutschland, das es je gab.

Karla Kuhn / 02.04.2019

” Einer der beiden Autoren hat übrigens den „Reporterpreis“ bekommen, der nur an die Besten der Besten verliehen wird, Claas Relotius zum Beispiel (Zitat Henryk M. Broder)”  Da muß sich keiner der Qualimedien Bediensteten wundern, bei SO HEREN Auszeichnungen, daß vielen das KOTZEN (Entschuldigung) kommt!  Gesinnungsjustiz kenne ich noch genau aus der DDR. Frau Lengsfeld wurde ins “Niemannsland” entlassen mit ihren zwei Söhnen Ich durfte mit dem Zug fahren aber ohne mein Kind, ich war nämlich der “imperialistische Klassenfeind.” Als Merkel ans Ruder kam, war mir damals schon glasklar was folgen wird. Ich danke mir heute jeden Tag, daß ich diese Frau und keine der Parteien gewählt habe !!  Ich hoffe sehr, daß Frau Lengsfeld sich NICHT unterkriegen läßt , ich wünsche ihr alles GUTE, ich weiß, WIE schwer das sein kann und darum bin ich allen dankbar, Frau Lengsfeld, Herrn Broder, Herrn Tichy, Herrn Buschkowsky und vielen anderen, die sich trotzdem den Mund nicht verbieten lassen. Daß ich einmal im WESTEN Deutschlands überlegen muß, WAS ich sagen DARF, ist mir nicht mal im übelsten ALPTRAUM eingefallen. Der Alptraum ist aber in der Realität noch schlimmer.  Die FEIGHEIT dieser elenden Hetzer zeigt auch, daß die kein Rückgrad haben, denn sonst würden sie mit Frau Lengsfeld persönlich das Gespräch suchen ! Es ist nur ERBÄRMLICH !!  PFUI TEUFEL !! Was die Justiz betrifft „die von Ihnen geäußerte Sympathie für die AfD“ , Damit VERSTÖST die JUSTIZ GEGEN das GG, was eine Ungeheurelichkeit ist !! Gestern habe ich wieder eine Sendung über die Nazizeit gesehen. DAS sollte sich JEDER regelmäßig anschauen !!

Richard Kaufmann / 02.04.2019

Deutschland hätte man nie sich selbst überlassen dürfen. Anders als in allen anderen Staaten Europas ist der neue Faschismus (auch wenn er sich das Gegenteil nennt) virulent nach bewährter deutscher Tradition. Ein Schreckensszenario. das dieses Land (Dank an Frau Dr. Mutti!) um Jahrzehnte zurückwirft. PS: Dass Trittin freundlich grüßt, wäre für mich eine Beleidigung.

Rolf Lindner / 02.04.2019

Betrachtet man einen Staatsanwalt als Anwalt des Staates, also nicht als den, der vom Steuerzahler dafür bezahlt über die Einhaltung der Gesetze wachen soll, dann weiß man nach diesem Urteil, in welchem Staat wir hier leben. Ich gehe davon aus, dass der übergeordneten Staatsanwaltschaft eine Anzeige wegen Straftatbegünstigung im Amt schon vorliegt.

Dilia Regnier / 02.04.2019

Herr Illies, so scheint es nach Lektüre seiner Mail, ist so stromlinienförmig gesinnungstreu wie jeder aufrechten Position unfähig. Aber ist ja klar: Je aalglatter man ist, desto reibungsloser schwimmt man mit. Da kann man nirgendwo einhaken. Man kennt das. Herr Broder, bitte keine weitere Tinte verschwenden.

Jürgen Thiel / 02.04.2019

Frage an Radio Rot-Grüniwahn: Ist es richtig, dass man auch unter einer künftigen rot-grünen Regierung frei und offen sagen darf, was man denkt? Radio Rot-Grüniwahn antwortet: Im Prinzip ja. Man darf allerdings nichts denken, was man nicht frei und offen sagen darf.

Frances Johnson / 02.04.2019

Zunächst mal mein Mitgefühl an Vera Lengsfeld, Ex-Häftling des berüchtigten Höhenschönhausen. Das ist letztlich alles entstanden, weil Angela Merkel die Mitte aufgegeben hat. Annegret K-K muss man mehr Zeit geben, um diese in Teilen zurückzugewinnen. Nach einem medial gehypeten Parteitag der Grünen kann sicherlich noch kein Urteil gefällt werden. Wir haben durch Unterwanderung der AfD und das Ausscheiden von Frauke Petry sicherlich einen extremen Rand dort. Durch Aufgabe der Mitte und Erschlaffen der SPD haben wir aber genauso einen breiten linken Rand. Dieser erscheint mir gewalttätiger, und, wie das Beispiel Staatsanwaltschaft zeigt, negierter. Der einzig gangbare Weg, um diese Phänomene zu beenden, ist eine Stärkung der Mitte und eine neue Kanzlerschaft, die ihr Auge weder nach Rechtsaußen, noch nach Linksaußen verschließt. Ich sehe da aber schwarz, denn eine andere Partei will die Mitte besetzen. Diese ist in Berlin in der Regierung mit links und eckt neuerdings mit BM Müller an, gemeinsam. Diese will die Mitte weiter schwächen, auch indem sie ihr den Individualverkehr wegnehmen will. Wenn nicht ein signifikanter Teil der Bürger aufwacht, sehe ich schwarz für dieses Land. Niemand würde sich mehr wohlfühlen. Dann ist auch international Ende mit Deutschland. Und man muss befürchten, dass diese Protagonisten von links genau das wollen. Was die Exposition von vermeintlichen Rechten betrifft und die Reaktion von Illies: Schändlich. Sie sollten alles genau dokumentieren und in den USA veröffentlichen. Wir werden sie wieder brauchen. Der bürgerliche Zusammenhalt, den Merkel so sehr wünschte, wird durch Misstrauen zerfallen.

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen

Es wurden keine verwandten Themen gefunden.

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com