Felix Perrefort / 27.01.2023 / 12:00 / Foto: Re: Publica / 17 / Seite ausdrucken

Regierung, Big Pharma, Social Media und ihre Zensur-Runde

Bei einem „Geheim-Gipfel“ sollen Social-Media-Unternehmen und Regierungvertreter über den Umgang mit missliebigen Aussagen gesprochen haben . Mit am Tisch: Regierungssprecher und Merkel-Vertrauter Steffen Seibert, der als ehemaliger Journalist eigentlich wissen sollte, wie übel die Teilnahme an einer solchen Zensur-Runde ist. 

Ergreift ein Staat Maßnahmen gegen die Bevölkerung, die nicht für sich selbst sprechen, so muss er Zwang einsetzen, weil die Menschen von selbst nicht auf die Idee kämen, ihr gewohntes Handeln zu verändern. Weil sich vor 2020 kaum jemand für eine "Alltagsmaske" und nur wenige für eine Impfung wegen influenza-like-illnesses entschieden hätten, gab es Absprachen zwischen Regierung und Social-Media-Unternehmen. 

War bislang nur bekannt, dass diese zwecks Verbreitung von Regierungsinformationen kooperierten, bestätigte ein Regierungssprecher gegenüber Bild nun, dass auf einem „Geheim-Gipfel“ im Juni 2020 über den Umgang mit „Fehl-, Falsch- und Desinformationen“ gesprochen worden wäre, wobei keine Beschlüsse gefasst worden seien. Man hat sicherlich nur ein wenig geplaudert und war hinterher noch nett Pizza essen. Mit am Tisch: Regierungssprecher und Merkel-Vertrauter Steffen Seibert, der als ehemaliger Journalist eigentlich wissen sollte, wie übel die Teilnahme an einer solchen Zensur-Runde ist. 

Da sich die Regierungspolitik strikt der WHO unterordnete, deren Dogmen für die Tech-Konzerne maßgebend sind, mag es im Ergebnis nicht einmal einen großen Unterschied machen, ob die Regierung nun direkte Vorgaben darüber machte, was zu zensieren sei oder nur indirekt die gängige Praxis der Social-Media-Riesen unterstützte. Dass Regierungspolitiker kaum Skrupel in Grundrechtsfragen kannten, haben sie ja hinlänglich bewiesen. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki: „Ich erwarte, dass das Bundesgesundheitsministerium und das Kanzleramt die nötige Transparenz herstellen, damit falsche Schlüsse über eine mögliche Einflussnahme vermieden werden.“ 

Im Ergebnis wurde die härteste Einschränkung von Freiheitsrechten in der Bundesrepublik begleitet von einem stickigen Klima der Zensur; prominenten Kritikern wie gewöhnlichen Bürgern wurde der Mund verboten. „In den letzten drei Corona-Jahren wurden millionenfach Postings auf sozialen Plattformen heruntergedimmt, leisegedreht, gelöscht (…) Freier Meinungs-Wettbewerb: Fehlanzeige. Roter Teppich dagegen für das offizielle Regierungs-Narrativ“, urteilt Milosz Matuschek in der „Weltwoche“. Ohne diesen Autoritarismus hätte die Corona-Politik sich nicht so durchsetzen und zum Beispiel eine so hohe Impfquote erzielen können, wenngleich sie nun vor amtlichen Zahlen steht, die sie nicht erklären kann. Ein Scherbenhaufen. 

Auch Achgut.com wurde Opfer der Zensur. So hatte YouTube mehrere Indubio-Folgen gesperrt, darunter Folge 84, bei der vier Ärzte zu Gast waren, und die Durchsicht „Aachener Impf-Monolog“. Schließlich wurde unser Kanal Achgut.pogo rechtswidrig gesperrt, wogegen RA Steinhöfel erfolgreich vorging. YouTube musste den Kanal wiederherstellen. Meedia schrieb seinerzeit: „Es wirft abermals die Frage auf, inwieweit YouTube mit seiner Löschpraxis von Videos und Kanälen entgegen der deutschen Rechtsprechung arbeitet und wie Tech-Riesen dazu zu bringen sind, diese zu respektieren.“ 

BKK ProVita in Musks Twitter-Files

Unter anderem weil diese Zensurpraxis politisch gewollt ist, steht es so schlecht um die Meinungsfreiheit. Und auch Big Pharma mischt ordentlich mit, wie dank der Veröffentlichung interner Twitter-Dokumente durch Elon Musk bewiesen ist.

Für Deutschland besonders brisant ist, dass Twitter offenbar Berichte über den Fall BKK ProVita unterdrückte, auf Anregung von BioNTech/Pfizer. Deren Lobby-Gruppe BIO wandte sich wöchentlich mit einem „Desinformationsbericht“ an Twitter: „Die von Moderna/Pfizer finanzierte Kampagne umfasste regelmäßige direkte E-Mails mit Listen von Tweets, die zu entfernen und überprüfen waren. Hier ist ein Beispiel für diese Art von E-Mails, die direkt an die Lobbyisten und Inhaltsmoderatoren von Twitter gingen“, schreibt Lee Fang im Zuge der Kampagne „#TwitterFiles“. 

Die Pharma-Zensoren schreiben: „In einem anderen Artikel, der sehr viel Aufmerksamkeit erregt, wird ein deutscher Krankenkassenvertreter zitiert, der sagt, dass seine Berichte über Arztbesuche wegen Impfstoffnebenwirkungen nicht mit den offiziellen Berichten über unerwünschte Ereignisse übereinstimmen und dass die offiziellen Berichte möglicherweise stark untertrieben sind. Ein Faktencheck fällt hier schwierig, weil gesagt wird, dass diese Daten alle Nebenwirkungen umfassen, nicht nur schwere Nebenwirkungen.“

Der Zensur sollte demnach nicht einmal ein „Faktencheck“ zugrunde liegen.

Andreas Schöfbeck hatte BKK-ProVita-Daten auf die Bevölkerung hochgerechnet und kam dabei auf 2,5 bis 3 Millionen Patienten mit ernsten Impfnebenwirkungen, die einen Arztbesuch erforderten, was er als „heftiges Warnsignal“ deutete. Seine Hochrechnung bestätigte sich später anhand der Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigungen, die auf fast 2,5 Millionen abgerechnete Impfnebenwirkungen kamen, zu denen noch die Impfnebenwirkungen der privat Versicherten kommen. 

Man sieht: Vieles, was ins Reich wilder Verschwörungstheorien verbannt wurde, ist nachweislich wahr – Pharmaindustrie, Tech-Konzerne und Regierungen koordinierten sich beim Einschränken der Meinungsfreiheit zwecks Durchimpfung Millionen gesunder Menschen, von denen viele es nun nicht mehr sind.

Felix Perrefort ist Redakteur und Autor bei Achgut.com.  

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Peter Hans / 27.01.2023

Zu erwähnen wäre noch, dass 3 Tage nachdem die ersten Veröffentlichungen über das Schreiben von Andreas Schöfbeck, an das PEI in Umlauf waren, SPON die BKK-ProVita als “Schwurbler-Krankenkasse” betitelte, und Andreas Schöfbeck von der BKK-ProVita kurze Zeit später entlassen wurde. Schlimmer geht immer.

Andreas Bitz / 27.01.2023

Es gibt nicht nur unmittelbare Zensur durch die großen Betreiber der social media. Millionenschwere Medienkampagnen zugunsten BioNTech/Pfizer hatten und haben eine zensurartige Wirkung bei den Mainstreammedien, von den ÖR bis zum kleinsten Anzeigenblatt vor Ort. Die hunderte Milliarden umfassenden Corona-Maßnahmen wurden durch ein mafiöses Netz von Profiteuren abgegriffen - nicht nur bei Maskendeals, bei der Spritzenbeschaffung, bei Tests, Wissenschaftsjournalisten, Apotheken und Ärzten, bei Pharmafirmen und deren Aktionären. Wie da gearbeitet wird dokumentiert gerade “project veritas” mit einem ominösen Pfizer-Direktor Jordan Trishton Walker - das Video wird nun durch google zensiert. Die Profis von Pfizer werden sich abgesichert haben, letztendlich wird es den Spritzenentwickler BioNTech erwischen…

Wilfried Cremer / 27.01.2023

hi, Herrn Seibert fand ich mal sympathisch. Er ist einer von so vielen, denen Merkel einen rätselhaften Keim versetzt hat. Dass sie das so oft geschafft hat, finde ich schon fast dämonisch.

Ludwig Luhmann / 27.01.2023

Das wird alles noch viel, viel schlimmer werden! Auf die Nazis von UNO/WHO/WEF und EUdSSR kann man sich verlassen!

Michael Neus / 27.01.2023

Seibert ist das Paradebeispiel fuer eine asoziale Journalisten Kaste , die jedem rot grün woke n Politiker in alle Öffnungen kriecht.. Unwürdig….aber wer aus dem Stall des öffentlichen rechtlichen kriecht, hat nicht mehr alle Latten am Zaun..

S. Andersson / 27.01.2023

Einschränkung von Freiheitsrechten ... die gelten immer noch! Das das ganze Fake gewesen ist, konnte man daran erkennen das MSM & Polit Genossen Panik und Angst erzeugen wollten. Hat zumTeil gewirkt. Aber was muss noch kommen damit die Täter zur Rechenschaft gezogen werden? Den gesamten Haufen von solchen Menschen darf man gerne asap entfernen. Ampel müsste am WE den Rücktritt verkünden, die haben dem Volk geschadet…

Jörg Haerter / 27.01.2023

Verschwörungstheorie wird zu Verschwörungspraxis. Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten. Zensur findet nicht statt.

Silas Loy / 27.01.2023

Mit der sogenannten Coronapandemie ist viel kenntlich geworden, sehr viel. Ausser für die Blinden.

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