Im Mai gingen im Vergleich zum Vormonat April 2025 die Exporte um 1,4 Prozent zurück, die Importe sogar um 3,8 Prozent. Besonders auffällig war der Rückgang der Ausfuhren in die USA (-7,7 zum Vormonat), wo die Zölle nun ihre Wirkung zeigen.
Allerdings bleibt das Saldo der Außenhandelsbilanz im Mai 2025 mit einem Überschuss von 18,4 Milliarden Euro hoch, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt.
In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Mai 2025 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 71,3 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 57,7 Milliarden Euro von dort importiert, ein Rückgang von -2,2 Prozent bei den Exporten und von -3,6 Prozent bei den Importen gegenüber April 2025.
Die meisten deutschen Exporte gingen im Mai 2025 in die Vereinigten Staaten, allerdings gab es hier eine deutliche Abnahme von 7,7 Prozent gegenüber April 2025, also in nur einem Monat. Hier zeigt sich die Auswirkung der erhöhten Zölle, obwohl dies noch nicht für alle Waren gilt. Damit sanken die Exporte in die Vereinigten Staaten auf 12,1 Milliarden Euro, das war der niedrigste Wert seit März 2022. Noch stärker gingen die Importe aus den Vereinigten Staaten im gleichen Zeitraum zurück, nämlich um 10,7 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro.
Auch die Exporte in die Volksrepublik China sanken im Vergleich zum April 2025 um 2,9 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Die meisten Importe kamen im Mai 2025 weiterhin aus China, nämlich Waren im Wert von 13,8 Milliarden Euro. Damit führt Deutschland doppelt so viel aus China ein wie es dorthin ausführt, auch wenn die Importe ebenfalls zurückgingen, allerdings nur um 1 Prozent im Vergleich zum Vormonat.
Einziger Lichtblick ist Großbritannien, hier stiegen die deutschen Exporte im Vergleich zum Vormonat um 15,1 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Die Importe von dort nahmen im gleichen Zeitraum um 4 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro zu. Es scheint, dass der Brexit den deutsch-britischen Handelsbeziehungen nicht geschadet hat.
