Der Elefant im Raum scheint schon mehrere Personengruppen zu stören – nur der Umgang ist unterschiedlich.
Ok, der Zentralrat der Juden ist, wie man liest, besorgt über das starke Abschneiden der AfD bei der Europawahl. Das ist verständlich, aber von sehr flachem Erkenntniswert. Etwas weniger flach, und doch ganz einfach wird es, wenn man fragt, warum die AfD so stark geworden ist. Und das hat mit dem Elefanten im politischen Raum zu tun.
SPD-Chef Lars Klingbeil hat im Interview den Elefanten ins Gespräch gebracht. Allerdings nur als schemenhaftes Gebilde. Warum sein Geisterelefant? Weil Klingbeil wie seine Partei und der größte Teil der Regierungskoalition den echten Elefanten nicht sehen und von ihm ablenken will.
Also, hier ist er, der echte Elefant: Er tritt in Gestalt der viel zu hohen Zahl junger, männlicher Eingewanderter aus einem repressiven Kulturkreis auf, von denen zu viele in der großen deutschen Freiheit über die Stränge schlagen. Die meisten benehmen sich ordentlich, aber zu viele nicht. Ob sie nun gleich das Kalifat fordern oder in den Badeanstalten ihre Libido nicht kontrollieren und jungen Mädchen das Sonnenbaden vergrätzen.
Soweit das allgemein Elefantenproblem
Und dann kommt noch das ganz spezielle hinzu: Zu viele von ihnen lassen ihrem Hass auf Juden und auf Israel freien Lauf. So dass die altmodischen Neonazis biodeutscher Herkunft sich gar nicht groß bemühen müssen und den moslemischen Judenhassern die Drecksarbeit überlassen können. Das also ist der Elefant. Wie führt der Weg von ihm zur Erstarkung der AfD? Es braucht keinen IQ im Geniebereich, um diese Frage zu beantworten. Die linke und grüne Welt weigert sich seit Jahrzehnten das Problem, also den Elefanten zu sehen.
Man hält sich die Augen zu, im kindischen Glauben, dass damit das Problem von der Bildfläche verschwindet. Da wir in einem freien Land leben, dürfen die das. Niemand ist gezwungen, einen Problem ins Auge zu schauen. Ja, das darf man sogar als Regierungskoalition. Nur führt das dann in eine folgenschwere Wahrnehmungseinsamkeit. Man verabschiedet sich von den Menschen, die in einer real existierenden Welt leben. Und die den Elefanten jeden Tag sehen und sich daran stoßen. Hier nun der nächste Abschnitt des politischen Einmaleins: Ab und zu wird bei uns in Deutschland und Europa gewählt. Und die Leute, die den Elefanten sehen, fragen sich: Wenn schon die Regierung elefantenblind ist, gibt es vielleicht jemanden, der nicht elefantenblind ist?
Und siehe da: Da gibt es welche. Da sind einmal die Konservativen, die den Elefanten inzwischen zwar beim Namen nennen, ihn aber zu lange wie ein Kuscheltier behandelt haben. Bis er ihnen über den Kopf gewachsen ist. Und dann sind da noch die von der AfD, die den Elefanten nicht nur beim Namen nennen sondern schon immer gesagt haben: Der muss weg. Basta. Also: Wegschauer, Schläfer und knallharte Elefantenjäger. Kein Wunder, dass immer mehr Leute, die der Elefant im Zimmer stört, zu den Jägern laufen. Die sind nicht nett. Ziemlich rabiate Knarrenschwinger. Und gut besucht von Nazis. Aber wer treibt die Leute zu den rabiaten Knarrenschwingern? Wieder eine Bemerkung unterhalb des Genieniveaus: Es sind die Regierenden, die um ein Thema herum, das immer mehr Wählern unter den Nägeln brennt, blinde Kuh spielen. Die Regierenden, die sich in ihrer hübschen grün und rot blühenden Kindergartenwelt, nicht von hässlichen Realitäten stören lassen.
Da beißt sich die Katze in den Schwanz
Es reicht schon, dass man sich mit dem Krieg in der Ukraine herumplagen muss, wo man früher doch so viel vom lieben Putin gehalten hat. Und da soll man sich auch noch um die Islamisten kümmern, die sich daheim breit gemacht und zum Elefanten ausgewachsen haben? Abschied nehmen vom Traum einer idyllischen Multikulti-Welt? Zugeben, dass man sich da auch eine Menge hässlicher Leute eingeladen hat? Das tut doch alles zu weh. Dann lieber hochmütig und rechthaberisch zuschauen, wie die Wähler weglaufen. Auch zu Leuten, die man nicht ausstehen kann. Und dann? Ordentlich das Publikum beschimpfen. Das tut der reinen Seele gut. Hier also zusammenfassend der Schuldverlauf: Eine Regierung, die die Sorgen der Menschen ignoriert, weil sie alles besser weiß und sich moralisch überlegen fühlt, macht eine Partei stark, die zu Recht dem Zentralrat der Juden Sorgen macht.
Und da beißt sich die Katze in den Schwanz. Die besorgniserregende Partei ist auch so stark, weil man lauter Leute im Lande duldet, die zwar keine Neonazis sind, aber ganz ordinäre moslemische Judenhasser. Diese moslemischen Judenhasser, die durchaus als Volksverhetzer bestraft werden könnten, wenn man denn so gestimmt wäre, sind für die Juden in unserem Land inzwischen die größere Gefahr als die teutschen Neonazis, die sich auch in der AfD tummeln.
Die mit dem Antifa- oder Palästinensertuch um Kopf und Nacken sind es vor allem, die den Juden auf der Straße, auf dem Weg zur Uni und zur Synagoge, das Leben schwer machen. Wenn man die los würde, wäre man schon einen großen Teil des Judenhasses los. Und – das ist der Witz – auch die AfD wäre dann eine Nummer kleiner. Aber weil man die nicht los wird, wenden sich so viele Leute von der „Flasche-leer“-Regierung ab und denen zu, die dem Zentralrat Sorgen bereiten. Mindestens so viele Sorgen sollten dem Zentralrat die Judenhasser mit Palästinensertuch machen, deren hartnäckige Anwesenheit in Deutschland wiederum die AfD stark macht.
Rainer Bonhorst, geboren 1942 in Nürnberg, arbeitete als Korrespondent der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) in London und Washington. Von 1994 bis 2009 war er Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen Zeitung.

Welche Neonazis tummeln sich denn in der AfD? Erkannte Rechtsextremisten verlassen diese Partei im Flugmodus. Wenn sie nicht schon früher in rechtsextremen ‚Organisationen unterwegs waren, kommen sie zwar leicht in die AfD hinein, können ihre Ideologie und ihre kollektivistische Art von Gemeinschaft dort aber nicht ausbreiten, weil ihnen dann sehr schnell ein Riegel vorgeschoben wird. Ein paar Tage vor der EU-Wahl (die Grauslichen hatten soviel Stil, die Sache nicht bis nach der Wahl zu vertagen) flog ein Regionalpolitiker, der gesagt und vermutlich auch darauf bestanden hatte, Deutscher mit allen staatsbürgerlichen Rechten könne nur sein, wer auch „Abstammungsdeutscher“ sei oder so ähnlich. Die AfD als Rechtsstaatspartei stellte sich dagegen, der Mann kann zur NPD gehen oder auch nicht, aber jedenfalls nicht die AfD unterwandern. Nicht etwa alle Achgut-Autoren hetzen gegen die AfD, aber was Sie an einigen Stellen Ihre sonst realistischen und ernstzunehmenden Artikels äußern, ist reine Hetze. Mit Kritik, wie jede Partei sie braucht und gut vertragen können sollte, hat das nichts zu tun. Ist Ihnen nichts aufgefallen? Die unterbrechungslose Kampagne-gegen-Rächz seit dem 10.01.2024 belegt, dass die Politversager es nötig haben, gegen die Opposition zu hetzen, nicht aber, dass diese Opposition irgendeine Ähnlichkeit mit der grotesken Nazi-Karikatur hätte, als die sie gezeichnet wird.
Der wirklich gut verfasste Text erklärt gewollt UND ungewollt alles, weshalb wir da sind, wo wir sind. Richtig, das Problem ist der Elefant. Aber wenn der Problemlöser dem Zentralrat „mindestens so viele Sorgen“ bereiten sollte wie das eigentliche Problem (Elefant) ….. tja, da haben wir das Problem !! ---- Die Elefantenverdrängerei findet doch gerade ihre Fortsetzung, indem man die in Deutschland verbliebenen Altnazis, die sich meinetwegen bei der AfD zuhause fühlen, gleichsetzt und gleichgewichtet mit dem politischen Islam (der nun einmal in unserer Zeit DER Nährboden für Gewalt gegen Juden und andere Ungläubige darstellt…). Aber ich kann’s jaq verstehen: Gegen die AfD vorzugehen, tja, ähem, räusper, erfordert nicht gerade den größten Mut und Risikobereitschaft; gegen den Islam vorzugehen …. ist …. dagegen …… ist ……ähhh….. Islam bedeutet Frieden!!!
Ja, es wäre doch viel besser, wenn man sich um die Probleme im eigenen Land und nicht die in der Ukraine, die einen ohnehin nichts angehen, kümmerte. Dann hätte man sogar noch billiges Gas. Natürlich nur, wenn einem die „Freunde und Verbündeten“ nicht die Infrastruktur per Terrorakt zerstört hätten. Und dann wäre da natürlich noch die Frage, wer sich schon gerne um selbst geschaffene Probleme, die noch dazu zu einem ausgewachsenen Elefanten im Raum herangewachsen sind, kümmert. Das wäre defacto ja nichts anderes, als das Eingestehens des Scheiterns der eigenen Kindergartenpolitik.
Der „Islamisten Elefant“ ist nicht alleine, er hat seinen großen Bruder im Rücken. Wer hat uns denn die Flut der „Eingewanderter aus einem repressiven Kulturkreis“ beschert? Die USA und ihre willigen transatlantischen Speichellecker. Erstens durch die von den USA geführten Kriege und zweitens der woken Ideologien, die die Akzeptanz von „Wir schaffen das“ erst ermöglichte. Heute merken viele Menschen, dass die uns schaffen.
Ich hatte einen längeren Kommentar vorbereitet, den habe ich gelöscht. In aller Kürze:
„wes Brot ich ess, des Lied ich sing“. Vor der AfD müssen Juden zuallerletzt Angst haben, sie könnte im Gegenteil ihre Rettung sein, wenn man sieht, was auf den Straßen abgeht!
Guter Artikel, aber kleiner Schönheitsfehler: Keine Partei sortiert Neonazis und Antisemiten rigoroser aus als die vielgeschmähten „Blauen“. Schon de jure und Reputation wegen. Und auch wenn man sich dort hie und da sperriger, ruppiger oder altbackener Formulierungen bedient- wenn man alles in die Nazischublade stecken möchte, was je ein Nazi gesagt hat, so wird man auch die Tatsache dass 2 x 2 = 4 in die „Faschoecke“ rücken müssen, denn auch da wird sich ein Nazi finden lassen, der das mal behauptet hat. Man sollte insgesamt doch mal Forrest Gump beherzigen: Dumm ist der, der Dummes tut. Und da macht niemandem Rot – Grün etwas vor. Und noch was: Die französischen Juden plädieren angesichts immer heftigeren Angriffen durch „reingeschmeckte Franzosen“ offen für die Wahl von Le Pen. Aber unser feiner Zentralrat hängt finanziell am Tropf von… drei mal dürfen sie raten…. „Ach“ ( Loriot). Nachsatz: Mit dem 2x2 =4 bin ich vielleicht nicht mehr auf der Höhe der Zeit. In progressiven rot- grünen Kreisen der Erziehungswissenschaften wird tatsächlich über eine „alternative Mathematik“ nachgedacht. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Menschen später nicht Traglastberechnungen für Spannbetonbrücken anstellen. Aber vielleicht gehen sie ja auch vor Studienende in die Politik……
„Ok, der Zentralrat der Juden ist, wie man liest, besorgt über das starke Abschneiden der AfD bei der Europawahl.“ – Nun, das ist alles überhaupt nicht schlimm, denn damals bei der Beschneidungsdebatte, haben die Juden vom Zentralrat ganz famos mit den Mohammedanern kooperiert. Das lief alles wie geschmiert!