Der Zentralrat der Juden hat am Montag ein Statement zu der Asche-Aktion des Zentrums für politische Schönheit abgegeben und darin erklärt, es wäre "zu begrüßen" gewesen, wenn "der Rat eines Rabbiners hinzugezogen würde, um wenigstens dann noch einen möglichst respektvollen und halachisch richtigen Umgang mit der Asche zu gewährleisten". Zu diesem Zeitpunkt war dem ZRdJ möglicherweise die pathologische Dimension der ruchlosen Aktion nicht bewusst gewessen.
Deswegen legte der ZR gestern eine weitere Erklärung nach. Darin hieß es:
Die Mitglieder der Initiative „Zentrum für politische Schönheit“ verbreiten gegenüber den Medien die Behauptung, das weitere Vorgehen der Aktion der Gedenksäule finde in enger Abstimmung mit dem Zentralrat der Juden statt. Das entspricht nicht der Wahrheit. Das Künstlerkollektiv hatte um ein Gespräch gebeten, was aber noch nicht stattgefunden hat. In diesem Gespräch wollten sie ihre Aktion näher erläutern. Der Zentralrat der Juden hatte bereits deutlich gemacht, dass die Aktion nicht mit den jüdischen Religionsgesetzen vereinbar ist, wenn es sich tatsächlich um menschliche Asche handelt, wie es die Aktivisten zunächst selbst behauptet hatten. Die Vorgehensweise des „Zentrums für politische Schönheit“ ist mehr als unseriös und dient offensichtlich ausschließlich dazu, Aufmerksamkeit zu erregen. Das geplante Telefonat wurde daher von unserer Seite abgesagt.
Das war schon einen Zacken klarer, wenn auch die Bezeichnung "unseriös" für eine an Nekrophilie grenzende Aktion etwas unterkühlt klang. Jetzt können die Kostümnazis um Gruppenführer Ruch zusehen, wo sie den Koscher-Stempel herbekommen. Vielleicht erklärt sich die "Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost" dazu bereit. Professor Verleger, übernehmen Sie!
Von Henryk M. Broder erschien am 8. November 2019 das Buch „Wer, wenn nicht ich – Henryk M. Broder“. Der Autor befasst sich darin mit „Deutschen, Deppen, Dichtern und Denkern auf dem Egotrip“. Das Buch kann im Achgut.com-Shop bestellt werden.

Ich glaube, die Initiatoren dieses "ZPS" sind im klinischen Sinne empathiegestört. Das paßt auch zu der notorischen Übergriffigkeit ihrer sonstigen Aktionen. Auch ohne den Rat eines Rabbiners hätte jeder normal veranlagte Mensch von einer solchen Aktion abstehen müssen. Es sind im Grunde Psychopathen, die so lange toleriert werden, wie sie thematisch nicht aus dem Rahmen fallen. Und das ist jetzt passiert. Und jetzt interessiert uns die Liste der Förderer!
"Der Zentralrat der Juden verweigert die Zusammenarbeit" Auch das Internationale Auschwitz Komitee und das American Jewish Council haben zwischenzeitig ihr Entsetzen bekundet. Laut Haaretz Weitere dürften folgen. Unfasslich vor dem Hintergrund des wohl ähnlich gelagerten Falls einer L. Rosh auf den Herr Sommer in seinem Kommentar hier hinwies. Unfasslich vor dem Hintergrund des Aufschreis angesichts eines ähnlichen "Kunstwerkes" das der Künstler Carl Michael von Hausswolff 2012 vorstellte und das die Schwedische wie die polnische Staatsanwaltschaft auf den Plan rief. Weil es gegen das Recht der Totenruhe verstößt die leider nicht nur religiöse "Minderheiten" pflegen, wie ein DPA Artikel suggeriert sondern der Westen schlechthin. Aber dem in der DDR aufgewachsenen Künstler scheint jene, dem westlichen Recht zu Grunde liegende Empathie völlig abzugehen. Der Zweck des eigenen Selfies im Dienste von AGITPROP heiligt jedes Mittel.....
Schlage eine Namensänderung vor, "Zentrum für geschmacklose Aktionen".
Eigentlich typisch für den Zentralrat in seiner jetzigen Zusammensetzung als Club der "achtbeinigen Hasen" (ich meine, Tucho hätte diesen schönen Terminus mal bei Gelegenheit zur Anwendung gebracht): Erst ein vorsichtiges Gesäusel, dann etwas deutlichere Töne, die aber noch immer ängstlich darum bemüht sind, nur ja nicht bei den Inhabern der großen Portokasse an der Spree anzuecken: Heinz Galinski und Ignatz Bubis hätten angesichts dieser wahrhaft ekelerregenden, ehrwürdige jüdische Traditionen gezielt oder aus purer Dummheit/Ignoranz mit Füßen tretenden "Kunst-Aktion" ganz andere Worte gefunden - ganz abgesehen davon, dass sich beide angesichts der Zustände im Land ohnehin längst im Grabe umdrehen müssten... Und dass sich ausgerechnet Monsieur Beck nun hoffentlich erfolgreich in die Bresche werfen muss, macht die Sache ja keineswegs besser: Wo sind denn eigentlich all die - Zeitungsseiten mit ihren verlogenen Unterschriften füllenden - Kämpfer gegen Antisemitismus? Ich bekomme vor ohnmächtiger Wut eine veritable Schreibblockade! W. Rommel
Wer nichts im Kopf hat, aber groß rauskommen will, lässt sich eben eine besonders abstoßende Geschmacklosigkeit einfallen. Erinnert an das Ziegenfickergedicht des unwitzigen Komikers Böhmermann. Es geht dabei nicht um irgendeine politische Botschaft, sondern lediglich um das Geltungsbedürfnis der Protagonisten.
@Rühl. Bravo, das wäre der dritte Coup in einer gewieften Agitprop Strategie. Das Ganze, bei nicht gelingen anschließend zu nutzen, als Vorwand, die Kunst, Meinungs und natürlich auch die Redefreiheit einzuschränken
Das ZPS ist das eiternde Furunkel am Arsch der Kunstfreiheit. Es handelt sich beim ZPS um linksradikale Politaktivisten, die sich unter dem Deckmantel vorgebl. Kunst auf die Suche nach Aufmerksamkeit und Spenden begeben. Bei dem vorgschobenen Kampf gegen "Nazis" offenbart das ZPS den eigenen Linksfaschismus. Der Kampf gegen "Nazis" rechtfertigt aus Sicht des ZPS jedes Mittel, als indolente Ideologen wähnt man sich über dem Recht. Dabei wird "Nazi" ganz im Sinne der Stasi interpretiert: „Wer Nazi ist, das bestimmen wir“. In diesen Topf werden neben tatsächlich rechtsextremen und rechtradikalen Elementen eben auch Rechte innerhalb des demokratischen Spektrums geworfen und letztlich jeder, der von der eigenen, linksradikalen Ideologie abweicht. Der Begriff "Nazi" wird dadurch zu einer semantisch gesättigten Alltagsbeschimpfung trivialisiert. Politische Gegner im obigen Sinne sollen moralisch diskreditiert werden. Mit allen Mitteln. Und dabei schreckt man auch vor einer Instrumentalisierung des Holocaust und seiner Opfer nicht zurück. Das ZPS schwingt sich umgefragt zum Anwalt der Opfer auf, "damit die Nachfahren der Täter mal wieder moralische Selbstbesoffenheit feiern können." (Ramona Ambs) Es geht um den Nachweis strammer ideologischer Linientreue zum Zwecke der Darstellung der eigenen moralischen Überlegenheit. Bei tatsächlich bedeutungsloser Existenz. Damit biedert man sich zugleich bei Gesinnungsgenoss*innen an, von denen man sich eine Förderung dieses künstlerischen Bodensatzes erhofft. Wenn P. Ruch mit solch menschenverachtenden Aktionen die "Demokratie" zu verteidigen vorgibt, wird der Begriff entwertet, inhaltslos und beschmutzt wie in "Deutsche Demokratischer Republik." Faschismus existiert sowohl am rechten wie am linken Rand des Spektrums. "Nationalsozialismus" und "Sozialismus" sind beide im Kern freiheitsfeindlich, undemokratisch und - ja - faschistisch. Der Unterschied liegt vor allem in einem "nationalistischen" vs. "internationalistischen" Ansatz.