Enno von Loewenstern (1928–1993) sagte im Sommer 1988 und 1989 das Ende der Mauer in der WELT ziemlich präzise voraus. Hier eine überfällige Würdigung.
Wer heute mehr erfahren und sich ein eigenes Bild machen möchte über den einstigen stellvertretenden Chefredakteur und verantwortlichen Redakteur für die Meinungsseite der WELT, müsste sich schon die Mühe machen, in das Zeitungsarchiv des Verlags hinabzusteigen und seine Kommentare, Analysen und Glossen lesen. Den wohl letzten Artikel – ich will es nicht beschwören, aber ein anderer ist mir weder erinnerlich noch habe ich ihn gefunden –, in dem die WELT Enno von Loewenstern Respekt zollte, wie er sich als fast einziger Journalist einem Mainstream in den Medien entgegenstellte, schrieb Peter Philipps am 4. November 1995, gut zweieinhalb Jahre nach Loewensterns Tod. Lang, ja lange ist es her.
In dem genannten Beitrag ging es um ein anderes Thema, doch Philipps gehörte wie Loewenstern und etliche WELT-Kollegen zur eher seltenen Spezies der westdeutschen Presselandschaft, welche die Brutalität der erzwungenen Teilung Deutschlands unverblümt zur Sprache brachten. In unzähligen Kommentaren stritten sie leidenschaftlich gegen Mauer und Stacheldraht und für Freiheit und Selbstbestimmung für die Deutschen in der „DDR“. Das erklärte Ziel der WELT, ein Zitat ihres Verlegers Axel Springer, setzte sie zeitweilig sogar in ihr Impressum: „Die Einheit des Vaterlandes in Freiheit – das ist unser Auftrag“.
Hoffen auf Freiheit durch Wiedervereinigung
Die WELT wurde nie müde, das Schicksal unsere Landsleute „drüben“ zu thematisieren; sie berichtete regelmäßig, welchen Repressionen und Schikanen die Menschen durch das SED-Regime ausgesetzt waren. Die „DDR“ setzte die WELT in Anführungsstriche, um darauf hinzuweisen, dass dieser Staat niemals eine demokratische, geschweige denn eine moralische Legitimation haben konnte. Auch als sie diese „Tüddelchen“ zur Unzeit abschaffte, blieb sie ihrer erklärten Linie treu.
Zur Einheit der Deutschen Nation und zur Wiedervereinigung hatte die WELT sich bis zuletzt bekannt und allen Versuchen widerstanden, welche die aufgezwungene Zweistaatlichkeit zementieren sollten. Kaum ein Anderer aber musste sich für dieses Engagement so massiv beschimpfen lassen wie Enno von Loewenstern.
Der 1928 in Riga (Lettland) geborene und 1993 in Bonn gestorbene deutschbaltische Journalist kam 1972 zur WELT, weil er Axel Springers Credo teilte und auch nach Springers Tod im September 1985 nicht nur weiterhin unbeirrt an die Wiedervereinigung glaubte, sondern sie zugleich – wie auch den Untergang des realen, also einzig existierenden Sozialismus – ziemlich exakt voraussagte, als sich dies sonst niemand mehr traute, in den Jahren 1988/89.
„Vormarsch des Selbstbestimmungsrechts“
Zum 27. Jahrestag des Mauerbaus überschrieb Loewenstern seinen Leitartikel mit prophetischer Weitsicht mit den Worten „Es geht mit ihr zu Ende“. Man muss sich in die damalige Zeit zurückversetzen, um zu verstehen, dass er damit geradezu eine Ungeheuerlichkeit aussprach. Die Zweistaatlichkeit war für viele längst zu einer unumstößlichen Realität geworden; an ihr rüttelte man nicht, wollte man nicht schief angesehen werden. Loewenstern prognostizierte stattdessen nüchtern das Ende der Teilung Deutschlands:
„Am 13. August 1988 sieht die Welt anders aus als einst. Hatte man bisher eher hilflos den Skandal der Mauer beklagt, muß man heute kühl die Indizien dafür registrieren, daß es mit ihr zu Ende geht. Die Sowjetunion fühlt sich aus wirtschaftlicher Bedrängnis genötigt, Außenposten abzubauen.“
Daraus folgerte Loewenstern messerscharf, was den vermeintlichen „Entspannungspolitkern“ ein Dorn im Auge war: „Immerhin, wenn so viele kriegerisch besetzte Gebiete geräumt werden, warum nicht der besetzte Teil Deutschlands? Verschärft wird diese Frage durch die ethnischen Spannungen im Sowjetreich. Das Menschenrecht, das Recht auf Selbstbestimmung sind ins ostinterne Gespräch geraten.“
Und weiter: „Wenn es also vorangeht mit der Perestrojka,“, so Loewenstern, „kann das nicht heißen, daß die Menschen brav härter arbeiten und Kritik nur im gewünschten Sinne üben, sondern das heißt Vormarsch des Selbstbestimmungsrechts, ohne Rücksicht auf Diktatur, Mauern und Grenzen.“
Dies schloss für Enno von Loewenstern das Recht der Deutschen auf eine Wiedervereinigung ihres Landes in Freiheit ganz selbstverständlich mit ein. Wenn die Mitteldeutschen mehrheitlich in freier Selbstbestimmung für einen eigenen Staat optieren sollten, müssten die Westdeutschen dies in der Tat achten, schrieb er am 7. Juli 1989, um sogleich hinzufügen, die Möglichkeit, dass es so käme, sei nicht einmal minimal.
Kluge Vorkehrungen treffen
Dabei war Loewenstern keinesfalls naiv, nein, er erkannte sehr wohl, dass die Machthaber das Rad der Geschichte auch zurückdrehen könnten. Dies, so schrieb er weiter, sei keineswegs auszuschließen. Doch die Diktatur sei weltweit aus der Mode gekommen, die Lage 1988 eine andere als 1961:
„Man kann nicht mehr lange den Leuten einzureden suchen, daß [im Gegensatz zu den Westdeutschen] Mitteldeutsche unfähig zur Selbstbestimmung seien […]. Wenn es denn zu einem Rückschlag käme, wäre er nicht lange aufrecht zu erhalten. Es herrscht ein Schwebezustand der gespannten Erwartung – ein Zustand, der nicht lange andauern kann. Es herrscht ein Gefühl, daß es so nicht weitergehe, daß etwas passieren muß. Die Bundesregierung spricht nicht gerne davon, und die Opposition bemüht sich nahezu hysterisch, dem Unvermeidlichen (und der Blamage ihrer Träume von Konvergenz und ‚Wandel durch Annäherung‘) entgegenzuwirken, indem sie nach Anerkennung der ‚DDR‘ und sogar nach ‚Friedensverträgen für die beiden deutschen Staaten‘ ruft. Das alles ist schlimmer als ein Verbrechen; es ist unrealistisch. Der Sturm wird abgemildert, wenn man rechtzeitig kluge Vorkehrungen trifft; er wird nicht dadurch abgewendet, daß man das Barometer zerbricht.“
Ein Jahr später, am Vorabend des 13. August 1989, lautete die Überschrift seines Leitartikels kurz und prägnant „Sie endlich zur Rede stellen“. Loewenstern begann dort seine Ausführungen mit einer Erinnerung an die Sinnlosigkeit eines Appeasements gegenüber Diktaturen:
„Denn die Mahnung, angesichts der heiklen Lage stillzuhalten, kennen wir nur zu gut. Kein Staatsmann, der nicht mit Jürgen Schmude warnte, ‚Ruhe und Augenmaß‘ zu bewahren, der nicht angstvoll an die ‚guten Beziehungen‘ erinnerte, der nicht mit Wolfgang Mischnick beteuerte, daß ‚Zurückhaltung‘ im ‚Interesse der Menschen‘ liege. Heute wissen wir, daß die Beschwichtigung 1939 das Unheil nicht verhindert, sondern gefördert hat. Heute lernen wir auch, daß die jahrelange Beschwichtigung der kommunistischen Diktatur bis zur Anbiederung, staatsmännisch kaschiert mit ‚Augenmaß‘ und ‚den Menschen‘ nichts erbracht hat. Was das SED-Regime an Erleichterungen gewährt hat, wurde niemals als Lohn für unser moralisches Kuschen gewährt, sondern nur, um westliche Devisen zu erlangen und dem Druck ein Ventil zu verschaffen.“
„Nicht wir brauchen die SED“
Zum Schluss gab Loewenstern auf die Frage, „Aber können wir überhaupt etwas tun?“, eine klare Antwort: „Ja, sehr viel sogar. Wir können einsehen, daß mit Beschwichtigung wirklich nichts mehr zu machen ist. Wir können nicht nur, wir müssen versuchen, das Schlimmste zu verhüten: ein erneutes Umsichschlagen des Systems wie damals am 17. Juni 1953, wie zuletzt auf dem Tienanmen. Wir müssen also Honecker zur Rede stellen: Mit welchem Recht verweigern Sie unseren Mitbürgen die Selbstbestimmung? Wieso darf ein Deutscher westlich der Elbe frei seine Meinung äußern, Parteien wählen, einen Regierungschef unterstützen oder bekämpfen, aber nicht östlich der Elbe?“ Woraus, so fragte Loewenstern weiter, leite Honecker sein Recht ab, Deutsche, die seine Politik missbilligen, ins Zuchthaus zu stecken?
Solche und ähnliche Fragen, so Loewenstern, müssten wir Honecker so oft stellen, bis er einer Antwort nicht mehr ausweichen könne. Recht und Moral seien fruchtbare Waffen; man müsse nur den Mut haben, sie einzusetzen, denn: „Wenn wir unsere Pflicht gegenüber unseren unterdrückten Mitbürgern versäumen, so werden wir den Tag der Abrechnung verzögern, aber nicht verhindern; doch laden wir dadurch Mitschuld auf uns für das, was ein sterbendes Regime unseren Mitbürgern noch an Leid zufügen kann.“
Genau eine Woche später beschrieb er in seinem Leitartikel „Sie sollten sich organisieren“ äußerst pointiert die Lage im Sommer 1989: „Derzeit befinden wir uns in einer Zwischenzeit, dem ‚Wer-hätte-das-gedacht‘-Stadium. Es liegt zwischen dem gestrigen ‚Aber natürlich ist es Unsinn, an den Untergang des Kommunismus zu glauben; Sie sehen doch, wie mächtig er ist!‘ und dem morgigen ‚Aber natürlich konnte jeder schon lange voraussehen, daß der Kommunismus dem Untergang geweiht war.‘ Man wird an den August/September 1944 erinnert, wo auch noch viele an Wunderwaffen glaubten.“
Er schlug vor, vom Westen aus unsere Landsleute darin zu unterstützen, eine „Freiheitspartei“ zu gründen: „Nicht per Kongreß von oben, sondern als ‚Basis‘ – es braucht ja nur jeder seine Nachbarn zu rufen und eine Ortsgruppe der Freiheits-Partei zu gründen. Wie wollte das Regime auf all diese Zellbildungen losschlagen? Vor allem: wie wollte es losschlagen, wenn wir und der ganze Westen warnten, daß die guten Beziehungen sich schnell in ungute verwandeln könnten? Wenn wir das in Chile bewirken konnten, warum nicht auf deutschem Boden? “
Am Ende seines Leitartikels bekräftige Loewenstern seinen Standpunkt von der Vorwoche noch einmal mit leidenschaftlichem Nachdruck: „Vergessen wir doch nicht: Nicht wir brauchen die SED, sondern die SED braucht uns. Gorbatschow braucht uns. Die straßenlangen Häuser-Einstürze in Leipzig und Görlitz sind Beispiele nicht nur für den inneren, sondern auch für den äußeren Zustand des Systems. Worauf warten wir noch – daß die Menschen drüben blindlings handeln, weil sie sich von uns im Stich gelassen fühlen? Wollen wir das verantworten?“
Er wurde nicht müde, seinen Lesern in diesen dramatischen Wochen wiederholt zu erläutern, warum der Un-Staat namens „DDR“ keine Zukunft haben konnte. In seinem Leitartikel „Von Leipzig bis Budapest“ am 6. September 1989 führte er aus: „Es lohnt einfach nicht mehr, immer noch ein paar Tage länger die Augen zu schließen, bis der Tag X da ist, und dann fassungslos zu sagen: Wer hätte das gedacht.“ Zum Schluss nahm er in kühner Voraussicht die kommenden Ereignisse vorweg: „Der Punkt ist nicht, ob die Wiedervereinigung morgen oder übermorgen kommt, sondern daß sie kommt, und zwar sehr bald. Und daß wir vorausblickend und helfend dazu beitragen müssen, statt zur Stabilisierung einer untergehenden Diktatur.“
Mal ganz ehrlich: Konnte man das, was in den nächsten Monaten tatsächlich eintraf, präziser voraussagen?
„Wissen, wann man sich der Masse entgegenstellen muss“
Auch nach der Wiedervereinigung wandte sich Loewenstern klar gegen jene, die das Ende der Teilung Deutschlands als eine persönliche Niederlage empfanden und deshalb versuchten, ihren Irrtum dadurch zu kaschieren, indem sie neue Mauern, diesmal in den Köpfen der Menschen, hochzuziehen versuchten.
Trotz der massiven Angriffe bis tief aus dem linksliberalen Lager, denen Enno von Loewenstern gerade als Mahner und Vorkämpfer eines in Freiheit wiedervereinigten Deutschlands, aber auch wegen seiner überaus deutlichen Worte zu den Verbrechen des Kommunismus, ausgesetzt war, persönlich wie im gedruckten Wort, ließ er sich nicht beirren. So viel Rückgrat haben zu allen Zeiten und in allen Generationen immer nur wenige.
Am Ende gab die Geschichte ihm schneidend recht, nicht der erdrückenden Mehrheit seiner Berufskollegen. The Wall Street Journal, damals noch Amerikas größte(!) Tageszeitung, brachte es am 30. Juli 1992 (veröffentlicht in der WELT am 1. August 1992) auf den Punkt: „Es gibt in den letzten Jahren eine seltsame Neigung unter angeblich konkurrierenden Journalisten, sich über die Wichtigkeit größerer Nachrichtenstoffe zu einigen. Wer anderer Meinung ist, verfällt oft dem Scherbengericht.“ Von bestechend zeitloser Gültigkeit und Eleganz ist und bleibt der Schlusssatz des Beitrags: „Enno von Loewensterns Geschichte ist ein Beleg dafür, wie wichtig es ist zu wissen, wann man sich der Masse entgegenstellen muß.“
Enno von Loewenstern. Martin Walser. Helmut Kohl. – Und der Philosoph Thomas Rentsch. Mehr fallen mir nicht ein. – In der konkret wurde die DDR als siebtstärkste Volkwirtschaft der Welt gefeiert.
Bei einer Vorhersage sollte man immer in Betracht ziehen
Wo und vom Wem wurde ein Mensch sozialisiert. Mögen
die Altnazis die ich als Kind erlebte und die „ Anderen“ auch ihre
Parteiausweise und FDJ Ausweise abgegeben haben . Man
kann aber leider nicht an die Kasse gehen und sagen „Bitte
wechseln Sie mal“ Aus meiner Erfahrung blieb da immer was zurück.!! Auch ein Herr von Leowenstern müsste
sich heute entscheiden ob er auf Knien weiterleben will oder
…… er muß es nicht mehr der Glückliche und so werden wir
leider nie erfahren was er uns voraus gesagt hätte. So wie
viele meiner Generation nicht mehr erfahren werden ob die
Deutschen, mit oder ohne Carona stehend oder kniend oder
was auch immer, in ihre Zukunft gegangen sind.
Viele Journalisten, Publizisten und sogenannte „Intellektuelle“ im Westen haben die Unfähigkeit und die Verbrechen der SED-Diktatur negiert, sie haben dadurch auch den eigenen demokratischen Rechtsstaat geschwächt und wenn man die heutige Verhältnisse so betrachtet, dann haben sie entweder nichts gelernt oder nichts verlernt. Enno von Loewenstern, Matthias Walden und einige andere waren einsame Rufer in der Wüste und bei den „Schönfärbern und Helfershelfer“ der SED-Diktatur zutiefst verhasst. Jens Hacker hat sich in dem Buch „Deutsche Irrtümer“ ausführlich damit befasst und insbesondere Günter Gaus, der später wohl eher als Vertreter der DDR agierte, und Theo Sommer von der „Zeit“ hart kritisiert. Die haben aber auch einen Schwachsinn in Form von Kommentaren von sich gegeben. Aber wahrscheinlich war es gar kein Schwachsinn, sondern sehr viel schlimmer. Wenn man sich dieses absurde Szenario vorstellt, dass sich eine funktionierende Demokratie darüber Sorgen macht, dass es mit einer widerwärtigen, unfähigen und verbrecherischen Diktatur zu Ende gehen könnte und man unbedingt helfen müsse, damit das nicht passiert, dann kann man sich nur an den Kopf fassen. Und wenn diese Diktatur dann noch die
reichlich fließenden „Knete“ dafür verwenden will, um sich mit Waffengewalt Westberlin unter den Nagel zu reißen, da man das dortige Vermögen dringend benötigt, dann frage ich mich: Wozu brauchen wir überhaupt noch Politiker? Die richten doch sowieso nur Unheil an und kosten wahnsinnig viel Geld
Nach einem 14-tägigen Besuch im Arbeiter- und Bauernparadies Anno Domini 1975 war mir als damals 19jährigem schon klar, dass der Laden früher oder später zusammenbrechen musste, so wie dort alles auf Verschleiß gefahren worden war. Und tatsächlich hatte das Regime ja hauptsächlich durch künstliche Beatmung aus dem Westen und sowjetische Panzer bis 1989 überlebt. Alle, denen ich damals sagte, dass die DDR in max. 20 zusammenbrechen und Deutschland wiedervereinigt werden würde haben mich für verrückt erklärt.
1985 hatte ich mehreren Genossen ein Gorbatschowplakat gezeigt und gesagt: „Das ist euer Untergang“. Man hatte mich ein bisschen für verrückt gehalten. Ich hatte der DDR noch fünf Jahre gegeben. Mit dem Wegfall der sowjetischen Maschinenpistolen war der Untergang der DDR besiegelt. Das zu sehen, war nicht schwer, wenn man mit offenen Augen durch die Welt lief. Ich hatte noch andere Dinge vorausgesehen, wie das Nichtfunktionieren der EU, speziell mit den Südeuropastaaten und noch spezieller mit Griechenland. Im September 2015 hatte ich die sexuellen Übergriffe durch männliche, islamische Eindringlinge vorausgesagt. Leider bin ich nur ein kleines Licht. Wäre ich ein großer Politiker vom Schlage der uns heute Regierenden, dann hätte ich das alles nicht vorhersehen können. Wie lange der bröselnde Kitt der subtilen Verdummung dieses Deutschland noch zusammenhält, kann ich nicht vorhersehen, weil besonders der westliche Teil des Volkes vollverblindet ist, obwohl er das Fiasko tagtäglich vor Augen hat.
Enno von Loewenstern? Keine Ahnung. Aber sicher ist, dass auch ich damals seiner Meinung gewesen wäre. Genauso wie doch Einige von uns es als unerträglich empfanden, dass Kohl(!) Honecker zuvor (1987) mit allen protokollaren Ehren in Bonn empfangen hatte. Gott sei Dank wollten unsere Landsleute in der „DDR“ keinen eigenen Staat, sie wollten stur und nur „Deutschland einig Vaterland“, dafür nehme ich die Älteren heute noch bei Bedarf gerne in den Arm, der Albtraum ist vorüber.
Kann mir heute einer sagen, wenn dieser Staat auseinander bricht? Muss ja in deutschen Landen nicht immer so zugehen, wie in den letzten 150 „Preußenjahren“?
Liebe „Altbundesbürger“, es war nett mit einigen von Euch, aber wird es zu bunt.