
Mein Gott, die werden doch nicht etwa dem klebrigen Klaus die Gage kürzen müssen.
Heute Vormittag hat der ARD Vorsitzende und WDR Fürst Tom Buhro in WDR5, wahrscheinlich eher aus Versehen oder Ungeschicklichkeit - für ca. 300000€ im Jahr - die Katze aus dem Sack gelassen. Er lamentierte über die vorerst nicht erhaltene Erhöhung, von wie immer das auch heißt. Schließlich führten die ÖR Sender doch nur den politischen Auftrag aus, ohne eigenes Zutun oder Intentionen. Damit ist ja wohl in nicht zu überbietender Offenheit gesagt, was mit den zur Zeit noch knapp 10 Milliarden gemacht wird: Regierungspropaganda, beim WDR allerdings eher rundum Propaganda für die kleinste Bundestagsfraktion der Grünen, ausgleichende Gerechtigkeit eben, wen schon die Wähler derart benachteiligen, den müssen Buhro und Kumpane wenigstens ‘promoten’, mit dem Geld der Gebührenzahler.
Wie sagte schon Herr Müller (SPD) in seiner Abschiedsrede vom Berliner Landesvorsitz? »Aber ich will hier eines ganz klar ankündigen: Auch wenn man so eine Auseinandersetzung verliert, dann lassen wir uns was anderes einfallen.« Tja, was ihnen bei dem Mietendeckel recht ist, wird ihnen bei der Rundfunkbeitragserhöhung billig sein. Egal, wie sie es anstellen: die Erhöhung kommt, und sie wird nach wie vor von unserem Geld bestritten. Solange das bestehende System nicht zusammenkracht, und im “System aufrechterhalten” sind die verteufelt einfallsreich, ist das eine unumstößliche Tatsache. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Mir sind die ÖRs 86 Cent im Monat wert!
Zur Wiederholung: Das ZDF wurde ins Leben gerufen, um der sehr linkslastigen ARD etwas mit dem Ziel der ausgewogenen Berichterstattung entgegenzusetzen. Leider hat das nicht funktioniert. Wozu wird das ZDF noch gebraucht? Um die Nachrichten der ARD zu wiederholen? Man sollte das ZDF schließen und das eingesparte Geld dem Gebührenzahler zurück überweisen.
Einfach genial geschrieben, Herr Schneider! Ich persönlich sehne mich schon lange nach der alten Steifheit deutscher Nachrichtensprecher- und Sendungen zurück, aus diesem Grund schaue ich mir manchmal aus Nostalgie die Tagesschau vor 20 Jahren an, und nicht die Gruselboys- und Girls der Gegenwart (á la Zamperoni und Atalay in den Tagesthemen). Freilich wird auch das Archiv irgendwann von der Gegenwart eingeholt, sodass man sich dann die Tagesschau von vor 30 bis 40 Jahren anschauen muss, usw… Bei dem gegenwärtigen Infotainment mit seinen Scherenschnitt-Animationen und Teletubbie-Diagrammen wird man ohnehin den Verdacht nicht los, das der ÖRR unterdessen vom Kinderkanal annektiert wurde.
Sehr geehrter Herr Schneider, Sie haben mir aus der Seele geschrieben. Es kann aber doch sein, dass die öffentlich-rechtlichen Anstalten schon mir diesem Ergebnis - der Ablehnung ihres Hilferufes nach mehr Geld - gerechnet hatten. Bei der Füllung von Sendezeiten sparen die doch schon wie die Teufel. Wenn ich meine Fernsehzeitung - in dieser werden nicht alle 3. Programme der ARD angezeigt - aufschlage, die Tatorte und Polizeirufe addiere, komme ich locker auf mindestens 20 dieser Sendungen in der Woche. Dabei sind die Wiederholungen von “Mord bei Nordost” o. s. ähnlich, der Zürich-Krimi, der Istanbul-Krimi, der Bozen-Krimi, Wilsberg, der Kommissar und die Alpen, der Kommissar und das Meer, Donna Leon, Kluftinger-Krimi und viele mehr nicht mitgezählt. Ein ganz persönlicher Tipp von mir ist das TV-Programm am Samstag, den 12. Dezember ´20, auf WDR: Hier werden am Abend 3 Tatorte und 2 Thriller aus der Zeit zwischen 1964 und 2018 wiederholt. Böse Zungen behaupten aber auch, dass das ZDF schon gewaltige Sparmaßnahmen eingeleitet hätte. Als Beispiel wird hier die Sendung mit dem Lanz angeführt. Der würde an Karl Lauterbach keine Reisekosten mehr auszahlen. Lauterbach könne - da er ja drei Mal wöchentlich in der Sendung zu Gast sei - bei Lanz nun kostenlos ein Feldbett im Keller benutzen. Da die Einsparmöglichkeiten damit aber schon nahezu ausgeschöpft sind, werden die öffentlich-rechtlichen Anstalten - wie bereits angekündigt - die erhoffte zusätzlich Summe von jährlich ca. 400 Mio. Euro vor Gericht einklagen. Und ich wette darauf: Irgendein Oberverwaltungsgericht in Deutschland wird die Klage auch annehmen und in deren Sinne ein Urteil - zu Ungunsten der Demokratie-Abgaben-Zahler - fällen.
Kleine Verbesserung: Nach Sendeschluss würde nicht die Nationalhymne sondern die Internationale gespielt werden. Ansonsten passts.
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