Wenn sich das Corona-Regime lockert und die Innenstädte nicht mehr leer sind, weil nicht mehr alles zwangsweise geschlossen ist und Ausgangsbeschränkungen herrschen, dann wird es mancherorts problematisch. Nicht, weil plötzlich das Virus wieder zuschlägt, sondern weil auch wieder die alten, von Corona längere Zeit zugedeckten, aber ungelösten Probleme zum Vorschein kommen. Dazu gehören beispielsweise die Schattenseiten der von allerlei Fehlanreizen befeuerten ungesteuerten Zuwanderung. Eines davon ist die nach 2015 bemerkbare Konjunktur der Messerstechereien und Messerangriffe. Ein anderes sind – noch vergleichsweise seltene – islamistische Gewalttaten.
Von beidem hat man in den letzten Monaten wenig gehört oder gelesen. Von den meisten Messerangriffen nimmt die Öffentlichkeit nur lokal, höchstens regional, Notiz. Sie schaffen es nur selten in die überregionale Berichterstattung. Islamistische Gewalttaten genießen ein höheres Maß an öffentlichem Interesse, weshalb politisch Verantwortliche und etliche Medienwerktätige sich äußerst zaghaft und zögerlich dem islamistischen Hintergrund einer Mordtat nähern, denn das passt nicht in das schöne Bild von der eigenen Zuwanderungspolitik.
Der bis gestern Abend letzte Fall, der für überregionales Aufsehen sorgte, war der Mordanschlag eines 21-jähringen syrischen Asylbewerbers auf ein schwules Paar in Dresden am 4. Oktober des letzten Jahres, also vor der letzten Lockdown-Saison. Nur einer der beiden angegriffenen Männer überlebte diesen Messerangriff. Dass diese Bluttat islamistisch motiviert war, erfuhr die Öffentlichkeit seinerzeit auch mit etwas Verzögerung, obwohl es sich bei dem Täter um einen islamistischen Gefährder handelte. Am 21. Mai ist er zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Man kann nur hoffen, dass die Justizbehörden in der Lage sind, ihn daran zu hindern, in seiner langen Haftzeit an der Radikalisierung anderer muslimischer Häftlinge mitzuwirken.
Doch die vielen Monate des Corona-Ausnahmezustands und jetzt die Freude über die kleinen Lockerungen kleinlicher Gängeleien ließen die teilentmündigten Bürger viele Probleme vergessen, die vor der Angst vor dem Corona-Virus offenkundig waren. An die einst eskalierende Zuwanderungs-Debatte der Zeit nach 2015 erinnerten sich manche Deutsche allenfalls, als ihnen Grenzübertritte untersagt wurden, obwohl sie doch seinerzeit immer hörten, dass sich Landesgrenzen nicht schließen ließen.
Ein Fünftel seines Lebens
Jetzt, drei Monate vor der Bundestagswahl, während viele Politiker und Meinungsbildner um die wohlklingendste Bilanz der Merkel-Ära wetteifern, kommen plötzlich wieder die Folgen einer vielleicht wohlmeinenden, aber nicht wohldurchdachten Zuwanderungspolitik zum Vorschein.
Drei Menschen sind am Freitagnachmittag in der Würzburger Innenstadt getötet worden, weitere wurden schwer verletzt. Mutige Menschen, die sich dem Messerangreifer nach den vorliegenden Berichten wehrhaft entgegenstellten, haben womöglich weitere Bluttaten verhindert. Der Täter wird als 24-jähriger Somalier beschrieben, der – ausgerechnet – seit 2015 in Deutschland lebt. Damit hat er immerhin mehr als ein Fünftel seines Lebens hierzulande verbracht und ist in dieser Zeit der Polizei auch als Gewalttäter aufgefallen.
Warum konnte der Täter hier in Würzburg sein? Was hatte er hier zu suchen? Das sind diese bösen Fragen, die einst die AfD stark gemacht hatten, vom Corona-Ausnahmezustand gnädig zugedeckt wurden und nun wieder auftauchen, wie ein längst vergessener Schuldschein. Natürlich werden diese Fragen von den Verantwortungsträgern nicht beantwortet, denn dazu müssten sie sich sehr selbstkritisch und differenziert mit ihrem eigenen Handeln auseinandersetzen. Manche derer, die diese Fragen in klarer politischer Absicht stellen, glänzen dann mit eher unterkomplexen Antworten, und die schweigende Mehrheit wagt es nicht, solche Fragen auszusprechen, denn die gelten als höchst unanständig. Dabei sind sie nur logisch.
Die Antwortvermeider folgen, wenn eine Bluttat, wie jetzt in Würzburg, diese Fragen produziert, einem eingeübten Muster. Sie nähern sich langsam und zaudernd dem Motiv des Täters und seinem weltanschaulichen und kulturellen Hintergrund. Bekanntermaßen sind die gleichen Akteure ungleich urteilsschneller und urteilsstärker, wenn es um andere Tätergruppen geht.
Irgendwie scheinen die Verantwortungsträger darauf zu hoffen, dass das öffentliche Interesse nicht übermäßig wächst und ansonsten schnell wieder schwindet. Nur erledigen sich die offenen Fragen damit nicht.
Die leicht zu beseitigende Ursache will niemand sehen
Natürlich wird in solchen Fällen auch gern gefragt, ob man einen Mann, der schon als Gewalttäter aufgefallen ist, nicht längst hätte abschieben müssen? So legitim die Frage in etlichen Fällen sein mag, gerade bei dem Würzburger Täter hätte das kaum geholfen. Wohin sollte man einen Somalier abschieben? Nach Somalia? In ein Land, in dem es nicht einmal ein hinreichend funktionierendes Staatswesen gibt, das seinen Bürger zurücknehmen könnte? Letztlich ist die Frage, die jede solcher Taten aufwirft, die nach den Ursachen, die zu dieser Migration führen. Zwar arbeiten auch die politischen Verantwortungsträger gern mit dem Textbaustein „Fluchtursachen beseitigen“, doch über eine wichtige Ursache wollen sie dennoch nie reden. Dabei könnten sie diese vergleichsweise schnell beseitigen. Es sind die Anreize.
Wer jedem illegalen Einwanderer Kost, Logis, Taschengeld und kostenfreie Gesundheitsversorgung verspricht, wer verheißt, dass man nur im Ausnahmefall diese Versorgungsquelle wieder verlassen muss, wer zeigt, dass er kaum kulturelle Anpassung verlangt – der lädt jeden ein, in dessen Land die Lebensbedingungen spürbar schlechter sind als hierzulande. Und es ist niemandem zu verdenken, dass er diese Chance nutzt. Leider sorgen solche Fehlanreize zum Teil auch für eine Negativauslese. Denn Glücksritter mit kriminellen Neigungen werden geradezu angezogen durch den Umstand, dass sich die eigene Identität zumindest zeitweise gut verschleiern lässt und dass – im Falle eines Falles – die Justiz human ist.
Lassen sich alle diese Anreize beseitigen? Mit Sicherheit nicht. Wer würde auf eine humane Justiz verzichten wollen? Aber ein Anreiz lässt sich schnell beseitigen: Die Vollversorgung sofort nach Abgabe eines Asylantrags. Hier könnte man sehr schnell beschließen, dass Sozialleistungen des Staates erst nach einem positiven Asylbescheid fließen und auch dann nur bei Bedürftigkeit. Das wäre keine Ungleichbehandlung zu Deutschen, denn auch die bekommen nur Leistungen vom Staat, nachdem ein Antrag bewilligt wurde. Und da liegt es auch in der die Verantwortung des Antragstellers, seine Berechtigung nachzuweisen. Die weit verbreitete Grundannahme, jeder Asylbewerber wäre arm und könne kein eigenes Geld auftreiben, stimmt nun einmal nicht in jedem Fall. Und natürlich muss man sich endlich konsequent von denen trennen, die hier kein Bleiberecht aber ein existierendes Heimatland haben.
Es sind diese Debatten, die geführt werden müssten, aber nicht geführt werden. Aufsehenerregende Bluttaten sind ja nur die Spitze eines Problemeisberges, den uns Wohlmeinende und solche, die so tun, gern schönreden möchten.
Die jüngsten Morde von Würzburg könnten eine überfällige Debatte wieder hervorholen. Den Satz würde ich mit mehr Hoffnung schreiben können, wenn er zu solchen Anlässen nicht schon so oft geschrieben worden wäre. Aber man soll und möchte die Hoffnung nie aufgeben. Das mutmaßliche Ende der Merkel-Kanzlerschaft wäre schließlich ein geeigneter Zeitpunkt für einen Kassensturz, auch in Sachen Zuwanderungspolitik. Daran haben die Morde von Würzburg wieder erinnert.
Zum Schluss zur Vermeidung von Missverständnissen, falls manche Leser unter dem pawlowschen Reflex leiden, hinter jedem Kritiker der gegenwärtigen Zuwanderungspolitik einen Apostel völkischer Reinheit zu vermuten: Ich weiß, dass dieses Land – wie fast alle westlichen Gesellschaften – Zuwanderung braucht. In Gesellschaften mit Geburtenraten von einskommairgendwas Kindern ist das folgerichtig. Ich finde auch, dass Verfolgten Schutz gewährt werden muss. Allerdings sollte man vermeiden, dass ihnen ihre Verfolger hierher folgen. Ansonsten sollte Zuwanderung vor allem den Interessen der Aufnahmegesellschaft folgen, denn nur so bietet sie auch den Zuwanderern die meisten Chancen, in eine Gesellschaft aufgenommen zu werden.
Doch bevor dieser Text vollends zu einem Exkurs über Zuwanderungspolitik wird: Über alldem sollten die Opfer der Bluttat von Würzburg nicht vergessen werden.
Beitragsbild: Pixabay

„Wer würde auf eine humane Justiz verzichten wollen?“ Eine „humane“ Justiz? Was ist denn human daran, immer und immer wieder migrantische Gewalttäter mit Bewährungsstrafen oder auch ganz ohne wieder auf die deutsche Bevölkerung loszulassen? Sorry, ich kann darin keinerlei Humanität erkennen, sondern nur ideologieverstrahlte und sich der Macht anbiedernde Willkürjustiz.
Den Deutschen gegenüber ist es ausgesprochen inhuman, sie unnötig Gefahren für Leib und Leben auszusetzen, die von diesen Gewalttätern ausgehen. Gibt es Humanität nur noch für Migranten?
Im Übrigen wird bei dieser Art von „Humanität“ eine wichtige Tatsache vergessen (?): Wer Gewalt duldet, beschönigt oder straflos zulässt, fördert sie, fordert geradezu dazu auf. Die Gewaltspirale wird sich auf diese Weise immer schneller drehen. Jeder kann dieses Prinzip im Umgang mit Kindern beobachten: Kommt ein Kind mit einer Grenzüberschreitung durch, wird es die nächste Grenze überschreiten, usw. usw.
Lieber Herr Grimm, es gibt keine „ Islamistische Gewalttaten“, ebensowenig gibt es Islamismus! Es gibt – Gott sei’s geklagt – den Islam. Dieser Somalier und alle anderen Messermänner davor, die illegal eingewandert sind und von uns frech freie Kost & Logis incl. medizinischer Vollversorgung fordern, sind islamische Mörder, keine „islamistischen“! Wann endlich werden Sie – und andere Achse-Autoren – sich weigern, diesem links-grün-sozen-katholen-geprägten Framing zu folgen, das uns auch die MSM bei jeder Gelegenheit um die Ohren hauen? Eine Unterscheidung zwischen Islam und „Islamismus“ ist Unsinn, denn es gibt keinen. Die Behauptung, es gäbe einen friedlichen Islam und einen zu Gewalt neigenden „Islamismus“ entlarvt sich als Appeasement-Propaganda und Verkleisterung der wahren Grundsätze des Islam – dazu muss man nur die entsprechenden Suren des Koran lesen und nicht den Lügen der Imame auf den Leim kriechen, die uns etwas vom friedliebenden Islam erzählen. Wer Christen und Juden mit Tieren gleichsetzt und sie zusammen mit Apostaten zur Ermordung freigibt, der verbreitet eine faschistische, rassistische Ideologie – das hat nichts mit Religion zu tun. Ebenso schwachsinnig wäre eine Unterscheidung zwischen Nazis und Nazisten, denn bekanntermaßen haben nicht alle NSDAP-Mitglieder Juden ermordet.
Die Opfer werden wieder namenlos bleiben, genauso wie am Breitscheidplatz. Jede Wette. Das betrachte ich als moralisch-ideologische Verkommenheit im Endstadium.
gerade ist wieder Fußballpause und ein von unseren Zwangsgebühren existenter „Spezialist“ (natürlich gut genährt von den abgepressten Zwangsgebühren als ZDF-Experte) Felix Zimmermann schwafelt im ZDF, ich glaub‚ das Ding heißt „Heute Journal“, von psychischen Erkrankungen des Einzeltäters . . . harhar um es mit dem gepflegten Panzerknacker auszudrücken.
man kann es niemandem verdenken, der sich wünscht, dass das Politikerpack Opfer solcher Taten wird.
„Der Somali ist ein Killer“ stellte einst (Spiegel 51/1992) der US-Botschafter in Kenia fest und warnte vor Überraschungen bei einer amerikanischen Friedensstiftenden Militäraktion im somalischen Bürgerkrieg. Welche Ausbildung haben deutsche Außenpolitiker eigentlich genossen? Welchen Rat hat Angela Merkel von erfahrenen Außenpolitikern 2015 erhalten, besser welchen hat sie angenommen? Welche Weltkenntnisse har die Provinzpflanze AM mitgebracht?
All diese Fragen kann sich ein aufmerksamer Beobachter leicht selbst beantworten. Wie lange muß Deutschland noch ihre selbstherrliche Ignoranz erdulden?Welche Schuld haben diejenigen, die sie gewähren lassen und stützen, auf sich geladen? Sehr einfach zu beantwortende fragen.
Ziemlich watteweicher Artikel, der brav über diverse Mainstreamstöckchen springt. Wir brauchen also Einwanderung? Bei gezielter Familienpolitk, nicht etwa Gebärprämien, sondern Steuerfreiheit ab dem 3. Kind , wäre die Demographie bald ausgeglichen, selbst die klamme DDR hat das hingekriegt. Geld ist ja offensichtlich vorhanden , wenn in Jahresfrist eine Billion wg. Corinna und Carola rausgehauen werden kann.
Und was die Opfer betrifft , wäre ganz pietätlos und unsentimental zu fragen, wen sie so in den letzten Jahrzehnten gewählt haben. Wenn die erwartbare Antwort kommt, kann man nur konstatieren: geliefert wie bestellt.