Der “Justizminister” des Vatikans, Kardinal Renato Martino, hat Gaza als “großes KZ” bezeichnet. Damit legitimiert die Katholische Kirche antisemitische Propaganda. Antisemitisch ist nämlich Israelkritik laut EU-Definition, wenn sie den jüdischen Staat delegitimiert, dämonisiert und bei der Beurteilung Israels eine doppelte Moral an den Tag legt (die “drei Ds”). Dass Israel mit dieser Kritik dämonisiert wird, ist unbestreitbar. Das wird freilich nur jene verwundern, die vergessen haben, wie eng die Beziehungen des Vatikan zum Sponsor der Hamas, dem Teheraner Mullah-Regime, geworden sind; die jene deutschen Bischöfe vergessen haben, die ausgerechnet nach dem Besuch in Yad Vashem die israelische Anti-Terror-Mauer mit der Mauer um den Warschauer Ghetto verglichen; die vergessen haben, dass Benedikt XVI die Heiligsprechung Pius’ XII. mit aller Macht vorantreibt; die vergessen haben, wie schon Johannes Paul II. Israel vorgeworfen hat, in Palästina einen Vernichtungskrieg zu führen.