Am 16. Mai 2003 erließ L. Paul Bremer die Order No. 1 der Coalition Provisional Authority, die ungefähr 30.000 Mitglieder der Baath-Partei aus dem öffentlichen Dienst entfernte. Eine Woche später löste Order No. 2 das irakische Militär auf und setzte 400.000 bewaffnete Männer über Nacht außer Dienst. Das Licht ging aus, das Wasser hörte auf zu fließen, und die Krankenhäuser schlossen. Im Vakuum wurde ein Aufstand geboren, der sich bald Islamischer Staat nennen würde.
Präsident Trump, der die Durchführung dieses Krieges öffentlich und zu Recht kritisiert hat, hat die Gelegenheit, zu zeigen, dass die Vereinigten Staaten die teuerste Lehre ihrer jüngeren Militärgeschichte verinnerlicht haben.
Irans Staatsapparat beschäftigt ungefähr 2,5 Millionen Beamte. Die Artesh, Irans konventionelles Militär im Unterschied zur den Revolutionsgarden (IRGC), umfasst etwa 420.000 Angehörige, darunter Ingenieure und Logistikfachleute – die Techniker, die eine Nation von 88 Millionen Menschen am Leben halten. Die Tochtergesellschaft Tavanir des Energieministeriums verwaltet das nationale Stromnetz. Kommunale Wassersysteme, Telekommunikationsnetze, Krankenhäuser, Verkehrsnetze: All das hängt von technischen Fachkräften mittlerer Ebene ab, deren einzige Verbindung zum Regime eine obligatorische Basij-Mitgliedskarte sein könnte, die sie für die Universitätszulassung erwerben mussten, so wie ein ehrgeiziger junger Amerikaner vielleicht dem Rotary Club beitreten würde.
Eine umfassende ideologische Säuberung würde genau das erzeugen, was sie im Irak erzeugte: institutionellen Zusammenbruch, Massenarbeitslosigkeit und eine Bevölkerung ohne Strom, sauberes Wasser oder funktionierende Krankenhäuser – ein fertig vorbereitetes Rekrutierungsreservoir für Aufständische aus technisch versierten, verbitterten, neu arbeitslosen Männern, die wissen, wo sich die Infrastruktur befindet und wie man sie zerstört.
Die Alternative ist das, was als bedingte funktionale Immunität verstanden werden sollte: lokale operative Tribunale, die Manager mittlerer Ebene auf streng funktionaler Grundlage überprüfen. Der Wasserbauingenieur mit Basij-Ausweis behält seinen Job. Der Logistikoffizier der Artesh, der nie auf Demonstranten geschossen hat, erhält Amnestie – aber der IRGC-Geheimdienstoffizier, der das Januar-Massaker leitete, nicht.
Netzstabilität schlägt ideologische Reinheit – nicht, weil Ideologie unwichtig wäre, sondern weil eine tote Bevölkerung keine Demokratie aufbauen kann.
Das verlangt im Voraus entwickelte Kriterien, die jetzt erarbeitet werden, bevor das Regime fällt, und nicht improvisierte Entscheidungen im Chaos des Zusammenbruchs durch diejenigen, die zufällig gerade das lokale Gewaltmonopol innehaben.
Ein Imperium, das fälschlich für eine Armee gehalten wird
Hier gelangen wir zu dem vielleicht folgenreichsten analytischen Fehler im gesamten strategischen Diskurs: der anhaltenden Behandlung der Islamischen Revolutionsgarden als militärische Organisation. Das sind sie nicht. Sie sind ein Unternehmenskonglomerat, das zufällig über eine Armee, eine Marine, eine Raketenstreitmacht und ein Atomprogramm verfügt.
Der Bericht des Clingendael-Instituts vom Dezember 2025 dokumentierte das Phänomen mit klinischer Präzision und beschrieb, was er den „Militär-Bonyad-Komplex“ nannte (große staatsnahe wohltätige Stiftungen in Iran), und schätzte, dass die Revolutionsgarden und ihre verbundenen religiösen Stiftungen mehr als 50 Prozent des iranischen BIP ausmachen. Eine Analyse von CISES (Centre for International Security and Economic Strategy) bestätigte diese Zahlen. Fortune berichtete über die Reichweite des Imperiums: Öl, Bauwesen, Bankwesen, Telekommunikation, Landwirtschaft, Medizin, Immobilien. Das Free Iran Scholars Network dokumentierte, dass zwischen 2005 und 2013 über 120 Milliarden Dollar an vermeintlich „privatisierten“ öffentlichen Vermögenswerten über undurchsichtige Ausschreibungen mit nur einem Bieter an IRGC-nahe Einheiten übertragen wurden. Khatam al-Anbiya, das Bauhauptquartier des Korps, erhielt einen Pipeline-Vertrag ohne Ausschreibung im Wert von 1,3 Milliarden Dollar und kontrolliert den internationalen Flughafen Teherans. Setad, direkt dem Obersten Führer unterstellt, hält schätzungsweise 95 Milliarden Dollar an beschlagnahmten Vermögenswerten.
Ein Bericht des Wall Street Journal vom 29. März stellte fest, dass die Loyalität der IRGC „durch ein System wirtschaftlicher Anreize untermauert wird, das den Zusammenbruch des Regimes zu einer direkten Bedrohung für den Lebensunterhalt seiner Anhänger macht“. Wie die World Tribune die Erkenntnis zusammenfasste: „Das Band, das Irans IRGC-Regime zusammenhält, ist Privileg, nicht Fanatismus.“
Nun beachten Sie die Schlussfolgerung.
Wenn das bindende Element eher wirtschaftlich als ideologisch ist, dann ist der Mechanismus eines beschleunigten Regimezusammenbruchs eher wirtschaftlich als kinetisch. Ein General, der ein Bauportfolio von 500 Millionen Dollar kontrolliert, kalkuliert grundlegend anders als ein Basij-Ideologe, der nichts zu verlieren hat. Der eine kann umgedreht werden; der andere kann nur neutralisiert werden. Die Vereinigten Staaten sollten diese Anreize auf der Ebene einzelner Kommandeure kartieren und abgestufte Angebote entwerfen: Schutz von Vermögenswerten im Gegenzug für institutionelle Kapitulation, Amnestie für Kooperation und gezielte finanzielle Strangulierung für Widerstand. Das kostet einen Bruchteil von dem, was anhaltende Bombardements kosten und trifft direkt das strukturelle Band, das das Regime zusammenhält.
Und wenn dieses Band reißt, wenn die Autorität des Obersten Führers vollständig verschwindet, verdampft mit ihr auch der rechtliche und religiöse Schutzschirm über den Bonyad-Imperien.
Was folgt, wird keine geordnete Prüfung sein. Es wird ein Wettlauf sein. Überlebende Kommandeure, organisierte Kriminalitätsnetzwerke und opportunistische Milizen werden darum ringen, Fabriken zu übernehmen und Unternehmensschätze in Offshore-Krypto-Wallets zu liquidieren, Eigentumsurkunden zu zerstören und Kupferkabel aus den Wänden staatlicher Unternehmen zu reißen – alles gleichzeitig in 31 Provinzen eines Landes von der Größe Alaskas. Das russische Privatisierungsdebakel der 1990er Jahre, in dem unkontrollierte Transfers staatlicher Vermögenswerte an vernetzte Insider eine Oligarchenklasse hervorbrachten, die die politische Ökonomie dauerhaft vereinnahmte, ist hier der mahnende Präzedenzfall.
Eine bewaffnete Economic Stabilization Task Force, die darauf vorbereitet ist, Bonyad-Hauptquartiere physisch zu besetzen und Vermögenswerte in dem Moment einzufrieren, in dem die Zentralgewalt zusammenbricht, macht den Unterschied zwischen einer iranischen Wirtschaft, die ihren eigenen Wiederaufbau finanzieren kann, und einem Kadaver, der von Geiern sauber ausgeweidet wird.
Die versicherungsmathematische Blockade
Wir gelangen nun zu einem Phänomen von so eleganter zerstörerischer Einfachheit, dass es eher von einem böswilligen Versicherungsmathematiker als von einem militärischen Gegner erdacht worden sein könnte.
Militärplaner scheinen zu glauben, dass die physische Neutralisierung der IRGC-Marineeinheiten und Küstenbatterien die sofortige Wiederaufnahme des Energiehandels durch die Straße von Hormus ermöglichen werde. Dieser Glaube spiegelt ein gefährliches Missverständnis darüber wider, wie globaler Handel tatsächlich funktioniert. Der letztendliche Schiedsrichter des Seehandels ist nicht die 5. Flotte der USA, sondern es sind die in London ansässigen Versicherungssyndikate, die die Kriegsrisikoprämien für jedes Handelsschiff zeichnen, das eine Konfliktzone durchquert. Selbst wenn alliierte Militärs die Wasserstraße für sicher erklären, werden versicherungsmathematische Risikomodelle die Prämien auf Niveaus anheben, die die Gewinnspannen der Fracht rechnerisch zunichtemachen. Das Joint War Committee hat die umliegenden Gewässer bereits als Hochrisikozone eingestuft.
Die Straße kann militärisch offen und kommerziell geschlossen sein. Mathematik, nicht Munition, wird sie so halten.
Der Ölmarktbericht der Internationalen Energieagentur vom März 2026 nannte sie die „größte Versorgungsunterbrechung in der Geschichte des globalen Ölmarktes“. Die Federal Reserve Bank von Dallas modellierte, dass eine ein Quartal andauernde Schließung den Preis für West Texas Intermediate auf 98 Dollar pro Barrel erhöhen und das globale BIP-Wachstum um 2,9 Prozentpunkte senken würde. Bloomberg Economics prognostizierte, dass ein Preis von 170 Dollar pro Barrel einen stagflationären Schock auslösen könnte, der „alles verändern könnte – vom weiteren Kurs der Zentralbanken bis zum Ausgang der Zwischenwahlen in den USA“. Scheich Nawaf al-Sabah, CEO der Kuwait Petroleum Corporation, nannte es „einen Angriff, der die Weltwirtschaft als Geisel hält“. Chevron-CEO Mike Wirth warnte vor „sehr realen, physischen Auswirkungen der Schließung, die sich auf der ganzen Welt ausbreiten“. Paul Sankey von Sankey Research beschrieb es als „das Schlimmste, was ich gesehen habe … möglicherweise seit 1973“, und der Congressional Research Service legte seine Bewertung des Engpasses vor. Die Schiffsverfolgungsanalyse von Kpler bestätigte, dass „der Rückzug kommerzieller Betreiber, großer Ölunternehmen und Versicherer eine de-facto-Schließung für den Großteil der globalen Schifffahrt geschaffen hat“.
Der Konsens der CERAWeek lautet: Wiedereröffnung bis Mitte April, oder die Störungen verdoppeln sich.
Präsident Trump hat die Möglichkeit, diese Blockade zu brechen. Das Instrument ist ein Allied Sovereign Underwriting Framework, in dem Regierungen die finanzielle Haftung für Verluste von Schiffsrumpf und Ladung übernehmen und als Versicherer letzter Instanz auftreten, bis das organische Marktvertrauen wiederhergestellt ist. Die War Shipping Administration übernahm genau diese Funktion im Zweiten Weltkrieg. Der Mechanismus existiert im institutionellen Gedächtnis; er muss nur durch präsidentielle Weisung aktiviert werden.
Die Kaskadeneffekte reichen weit über Erdöl hinaus. Bis zu 40 Prozent der globalen Stickstoffdüngerexporte passieren die Straße. Der Preis für Harnstoff ist um 50 Prozent gestiegen. Brasilien importiert 85 Prozent seines Düngers. Katar produziert ein Drittel des weltweiten Heliums. IEA-Chef Fatih Birol warnte, „kein Land wird gegen die Auswirkungen dieser Krise immun sein, wenn sie sich in diese Richtung weiterentwickelt“. Lutz Kilian, Direktor des Center for Energy and the Economy der Dallas Fed, fügte hinzu, dass ärmere Länder am stärksten getroffen würden, „weil sie beim Wettbewerb um das verbleibende Öl und Erdgas überboten werden“.
Die Wiederöffnung der Straße ist keine Energiepolitik: Sie ist eine Voraussetzung dafür, die internationale Koalition aufrechtzuerhalten, die den Kriegsaufwand selbst trägt.
Die Proliferationskrise innerhalb des konventionellen Krieges
Die Bombardierung von Natanz und Fordow traf Irans nukleare Hardware, aber nicht seine Software.
Irans Atomprogramm beschäftigt tausende spezialisierte Physiker, Zentrifugeningenieure, Metallurgen und Waffenentwicklungsforscher. Der Zusammenbruch des Staatsapparats hinterlässt diese Personen arbeitslos, ohne Pensionsansprüche und unbeaufsichtigt von einem inländischen Gegenspionagedienst, weil der nicht mehr funktioniert. Sie sind zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Zeilen die gefährlichsten freien Akteure auf der Erde: eine verstreute Konstellation proliferationsrelevanten Fachwissens, die keiner Autorität untersteht, von keiner Institution überwacht wird und dem Meistbietenden zur Verfügung steht.
Betrachten wir den Präzedenzfall. 1991 hinterließ der Zerfall der Sowjetunion zehntausende Nuklearwissenschaftler über elf Zeitzonen hinweg mit unsicherer Beschäftigung und schwindenden Gehältern. Die Furcht war nicht hypothetisch, denn wie das National Security Archive dokumentierte, lautete die Frage, ob der sowjetische Zusammenbruch „ein nukleares Jugoslawien über elf Zeitzonen hinweg“ hervorbringen würde.
Dank des Nunn-Lugar Cooperative Threat Reduction Program geschah das nicht.
Nunn-Lugar verschaffte über 22.000 ehemaligen WMD-Wissenschaftlern zivile Beschäftigung zu Kosten von 300 bis 475 Millionen Dollar pro Jahr. Die Arms Control Association bezeichnete überschüssige Waffenwissenschaftler als „eine wesentliche Grundursache der Proliferationsbedrohung“. Die eigene Bewertung der Defense Threat Reduction Agency bestätigte, dass das Programm „das Proliferationsrisiko reduzierte, als politische Verhandlungen und Inspektionen versagten“.
Die Kosten waren im Verhältnis zum Verteidigungshaushalt vernachlässigbar. Der Ertrag war die erfolgreichste Nichtverbreitungsinitiative in der Geschichte der Rüstungskontrolle.
Iran braucht ein Äquivalent. Präsident Trump sollte die Defense Threat Reduction Agency anweisen, einen Iran-spezifischen Cooperative Threat Reduction (CTR)-Rahmen für die sofortige Umsetzung nach bestätigtem Staatskollaps vorzubereiten.
Die Ziele: direkte finanzielle Abfindungen, gesicherte Pensionen und Beschäftigungsgarantien im zivilen Energiesektor oder in der Umweltsanierung.
Zentrifugen kann man zerstören, aber die Menschen, die sie gebaut haben, nicht. Jeder Nuklearphysiker, der Iran ohne Sicherheitsnetz verlässt, ist eine wandelnde Proliferationskrise, ein potenzieller Aktivposten für Pjöngjang, transnationale Syndikate oder jeden gut finanzierten nichtstaatlichen Akteur, der schlüsselfertige radiologische Fähigkeiten sucht.
Die Narko-Wende
Die „Achse des Widerstands“ ist ebenso sehr ein finanzieller wie ein militärischer Organismus. Allein die Hisbollah erhält schätzungsweise 700 Millionen bis 1 Milliarde Dollar jährlich von der Quds-Brigade der Revolutionsgarden (IRGC). Schiitische irakische Milizen unter dem Dach der Volksmobilisierungskräfte verfügen über etwa 3,5 Milliarden Dollar Jahresbudget und 230.000 Angehörige. Die Huthi kontrollieren jemenitische Häfen und maritime Engstellen, die durch Schmuggel und Besteuerung des Handels Einnahmen generieren.
Die Enthauptung der Teheraner Kommandostruktur wird diese Finanzierungsleitungen dauerhaft kappen oder schwer beschädigen.
Die Stellvertretergruppen werden sich nicht stillschweigend entwaffnen – das tun sie nie. Aber sie werden sich anpassen, und diese Anpassung ist bereits für jeden sichtbar, der weiß, wo er hinschauen muss.
Die Hisbollah ist seit Jahren tief im Captagon-Handel verankert; ihre Kämpfer, die zu Produzenten wurden, betreiben Tablettenpressen in denselben Grenztälern, in denen sie früher Katjuschas lagerten. Carnegie dokumentierte, dass „die Produktion auch in Regionen stattfand, in denen die Partei militärisch präsent war“. Das Combating Terrorism Center in West Point verfolgte die Zerstreuung der Captagon-Produktion nach dem Assad-Regime in neue Transitdrehkreuze im Libanon, Sudan, Sierra Leone und Jemen. Das Royal United Services Institute for Defence and Security Studies (RUSI) schätzte, dass regimenahe Akteure rund 7,3 Milliarden Dollar an Captagon-Einnahmen kontrollierten. Das US-Finanzministerium belegte Personen mit Sanktionen, die mit der Droge handelten, in einem, wie es hieß, „Milliarden-Dollar-Unternehmen der illegalen Wirtschaft“.
David Daoud von der Foundation for Defense of Democracies sagte der New York Sun: „Die Hisbollah ist knapp bei Kasse. Sie braucht Geld, um zu überleben. Wo immer sie es bekommen kann, wird sie zugreifen.“ Caroline Rose vom New Lines Institute warnte, dass „Hisbollah-nahe Netzwerke versuchen, illegale Operationen auszuweiten, um ihre Abhängigkeit von Iran zu verringern und alternative Einnahmequellen zu erschließen“. Das Foreign Policy Research Institute stellte fest, dass der „hybride Status“ der Volksmobilisierungskräfte – sowohl staatsnah als auch extern ausgerichtet – es ihnen erlaube, „mit Legitimität und Autonomie zu operieren, oft jenseits staatlicher Kontrolle“.
Dieser Organisationen ihrer staatlichen Förderung zu berauben, wird sie dazu treiben, den Drogenschmuggel hyperbeschleunigt auszubauen und gleichzeitig aggressive Schutzgelderpressung und Erpressung gegenüber libanesischen und irakischen Zivilisten zu steigern. Die Fenetyllin-und-Kalaschnikow-Ökonomie wird sich vom Bekaa-Tal bis zum Persischen Golf ausbreiten und einst ideologische Stellvertreterkräfte in transnationale kriminelle Unternehmen verwandeln, die in ihrer Funktion vom Sinaloa-Kartell oder der ’Ndrangheta nicht mehr zu unterscheiden sind, mit der zusätzlichen Komplikation, dass sie militärische Bewaffnung und die Infrastruktur eines Staates im Staat behalten.
Das Risiko ist präzise: Die Vereinigten Staaten demontieren die theokratische Bedrohung, nur um eine kriminelle zu düngen. Das kolumbianische Modell der verhandelten Demobilisierung zeigt – trotz aller Unvollkommenheiten –, dass bewaffnete Gruppen in ziviles Leben integriert werden können, wenn wirtschaftliche Anreize richtig strukturiert werden. Der Präsident sollte die Entwicklung eines Rahmens für Stellvertreter-Demobilisierung und alternative Lebensgrundlagen anordnen, der in den breiteren Übergangsplan integriert ist und diese Entwicklung adressiert, bevor sie irreversibel wird.
(Teil 3 folgt)
Dieser Text erschien zuerst beim Middle East Forum.
Teil 1 lesen Sie hier: Kein Plan für den Iran
Teil 2 lesen sie hier: Der ungeschriebene Krieg: Neue Jobs für Mitläufer
Teil 3 lesen Sie hier: Der ungeschriebene Krieg: Die Alternativen der Schattenkämpfer
Teil 4 lesen Sie hier: Der ungeschriebene Krieg: Wie muss ein Sieg aussehen?
Gregg Roman ist geschäftsführender Direktor des Middle East Forum und leitete zuvor den Community Relations Council der Jewish Federation of Greater Pittsburgh. 2014 ernannte ihn die Jewish Telegraphic Agency zu einem der „zehn inspirierendsten globalen jüdischen Führungspersönlichkeiten“, und zuvor war er politischer Berater des stellvertretenden Außenministers Israels und arbeitete für das israelische Verteidigungsministerium. Als häufiger Redner zu Angelegenheiten des Nahen Ostens tritt Herr Roman in internationalen Nachrichtensendern wie Fox News, i24NEWS, Al-Jazeera, BBC World News sowie Israels Kanälen 12 und 13 auf. Er studierte nationale Sicherheit und politische Kommunikation an der American University und dem Interdisciplinary Center in Herzliya und hat Beiträge für The Hill, Newsweek, die Los Angeles Times, den Miami Herald und die Jerusalem Post verfasst.
Putin hat es gerade recht aufgeräumt auf den Punkt gebracht, indem er sagte: „Die USA verlangen, daß sich der Iran an ein Abkommen hält, das von ihnen selbst (unter Trump) gekündigt wurde. Wie zur Hölle sollte er das tun?“
Merkel hat unterdessen erneuert, daß sie Minsk nur abgeschlossen hätte, um der Ukraine Zeit zu verschaffen. Putins Entourage denkt deshalb in großen Teilen, daß er viel zu spät auf diesen Bluff und anderes reagiert hätte.
Das sind nur zwei Beispiele zur „regelbasierten internationalen Ordnung“, wie sie der „Westen“ sieht. Für Israel und die USA gilt sie im übrigen schon lange nicht mehr.
Der USA Hass und Fanatismus der putinliebenden AfD Fraktion hier im Forum ist nur noch ermüdend. Und hinter diesem USA Hass lässt sich unschwer die immer gleiche Fratze der angeblichen „jüdischen Weltverschwörung“ erkennen. Erschreckend.
I. Schüler
/ 03.04.2026
Markus Viktor
/ 03.04.2026
Danke für diese Zusammenfassungen des hier grassierenden neo-faschistischen Gedankenguts des „liberal-konservativen“ bundesdeutschen Shit-Bürgertums (Ulf Porschardt), das seine unausgelebten Rachegedanken durch fremd-nationalistische Projektionen endlich auszuleben können hofft. Wie üblich kapieren diese deutschen Provinzsassen aber wiedereinmal gar nichts.
Im Gegensatz zum Irak Saddam Husseins hatten die Mullahs 47 Jahre Zeit sich auf das heutige Szenario vorzubereiten. Was wohl bedeutet, dass die Strasse von Hormuz für alle Zeiten minenverseucht ist, wenn die Mullahs weg sind, und mit ihnen der Minenplan. Die intelligenteste Massnahme der U.S. Politik wäre also gewesen, Netanjahu die Streichhölzer wegzunehmen, anstatt nach seiner Pfeife zu tanzen. In den Analysen der einschlägigen (jüdischen) Institute findet sich das naturgemäß nicht.
@Chris Kuhn … Es ist völlig sinnlos, Ihren Israel-Lobbyisten anzukacken, denn Israel bekommt einen Großteil seines Sprits vom Genossen Sheinbaum, also aus Mexiko. Auf diesen Nachschubweg wird der Iran schwierig Einfluß nehmen können. Dieser Krieg zeigt vor allem den Europäern, was für ein armseliges Lumpenpack sie sind. Im Größenwahn glaubte man sich mit Rußland anlegen zu können, obwohl die meisten Kabinettsmitglieder in Europäischen Regierungen nicht mal den Job bei Aldi an der Kasse bewältigt kriegen würden. Und weil Trump den Europäern gerade so richtig in die Eier tritt, reagieren alle wie der Kindergarten mit ihren Überflugrechten. Als ob die Amis Überflugrechte der Spanier interessieren würden. Und genauso schlägt hier das Europäische Gejammere bei der Achse auf. Man hat über Jahrzehnte linke Versager & Deutschenhasser in Regierungen gewählt, die jetzt langsam verstehen, daß die Russen uns am Sack haben. Wie blöd kann man sein? Da hilft auch keine wöchentliche Predigt vom Genossen Osthold weiter.
@Michael Anton … „Der Iran braucht die Straße von Hormus viel dringender, als der Rest der Welt.“ … Kann sein & kann nicht sein, wer will das schon wissen? Wohnen Sie etwa in Isfahan oder in Dubai? Der Iran ist 3x so groß, wie die Ukraine, Saudi-Arabien übrigens 4x so groß. Das wird schwierig da irgendwas teuer mit Bodentruppen zu erobern. Und die Russen werden da schon ein Paar Offiziere in Rente hingeschickt haben, die den Iranern erklären, wie man einen Stellungskrieg führt. Das, was der Saudi-Prinz in der Presse mit der Ukraine angekündigt hat, ist im Iran mit Rußland schon längst passiert. Rußland kann den Iran mit links nebenher ernähren, Nachschub & Sprit liefern. Die Israelische Luftwaffe kann zwar Iranische (Kriegs-) Schiffe im Kaspischen Meer versenken, aber keine Russischen Transportschiffe, sonst kriegt Bibi auf die Fresse. So läuft das im Stellvertreter-Krieg. Jetzt rächt es sich bitter, daß die Amis Satelliten-Bilder mit Zielkoordinaten an die Ukraine geliefert hatten. Was machen denn die Amis mit ihren großen Schiffseinheiten, wenn die Russen dem Iran ein paar Oniks oder Kalibrs liefern? Am besten großen Abstand einnehmen. Ach Rechenzentren, US-Basen etc. können keinen Abstand einnehmen… ja dumm gelaufen halt. Aber Deutschland exportiert Diesel & sonstigen Sprit. Kommt ja bei uns bereits raffiniert aus dem Boden.
@Arnd Stricker
/ 03.04.2026 -DAs ist sehr richtig. Allerdings bin ich überzeugt, dass man gewisse Köpfe auch abschlagen muss. Und das sind nicht nur Köpfe, die für Massaker und Terror direkt verantwortlich waren. Man kann Menschen sehr wohl zerstören, so wie man die Nazigrößen nach dem 2. Weltkrieg aus der Welt geschafft hat. – sie haben da was nicht mitbekommen – die wurden nicht abgeschlagen sondern recycled