


Das Kernkraftwerk Stade (KKS) wurde von Siemens, bzw. der Kraftwerk Union errichtet, der Bau kostete umgerechnet 150 Millionen Euro. Das Kraftwerk nahm am 19. Mai 1972 den kommerziellen Leistungsbetrieb auf, nachdem die erste Kritikalität am 8. Januar 1972 erfolgt war. Von März 1972 bis zum Ende des Leistungsbetriebs am 14. November 2003 erzeugte das Kernkraftwerk eine elektrische Bruttoleistung von 662 MW bzw. 630 MW elektrische Nettoleistung aus 1.892 MW thermischer Leistung.
Ich habe oft und gern im Kernkraftwerk Stade gearbeitet. Das Herz der Anlage war ein Druckwasserreaktor, die Leistung war 630 MW elektrisch. Das Kraftwerk lieferte auch Prozessdampf für die nahe gelegene Saline. Die Mannschaft war hervorragend ausgebildet und arbeitete mit hoher Motivation. Die Technik war gut gepflegt. Das Kraftwerk war bezahlt und konnte günstigsten Strom ans Netz und Dampf an die Saline liefern.
Am Freitag, dem 14. November 2003 um 8.31 Uhr, wurde das Kernkraftwerk Stade auf Antrag des Betreibers PreussenElektra offiziell stillgelegt. Der Betreiber führte wirtschaftliche Gründe für die Stilllegung an. Die elektrische Leistung von „nur“ 630 MW sei nicht wirtschaftlich. Ob das ein objektiver Grund war, sei dahingestellt. Ich erinnere mich noch gut an jene Zeit. Die Politik machte den Kernkraftwerksbetreibern das Leben schwer und war bemüht, die Betriebskosten in die Höhe zu treiben.
Der Spiegel zitierte die politischen Betreiber dieses Aktes damals so:
Die Regierungskoalition begrüßte die Abschaltung. "Das Ende einer nicht zukunftsfähigen Risikotechnologie wird heute sichtbar", erklärte SPD-Generalsekretär Olaf Scholz. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckhardt erklärte, mit der Stilllegung Stades beginne "der Ausstieg aus einem technologischen Irrweg". `Wenn etwa 2022 das letzte deutsche AKW vom Netz gehen wird, wächst in Stade wieder eine Wiese".
Der damalige EON-Aufsichtsrat (EON ist eine Tochtergesellschaft von Preußen-Elektra) Walter Hohlefelder bezeichnete eine Anzeige des Bundesumweltministerium, die mit dem Bild eines Liegestuhls vor dem Atomreaktor in zahlreichen Zeitungen erschien als „geschmacklos“.
Die Behörden betrieben Obstruktion hinter der Fassade der Gesetzlichkeit. Der Strommarkt wurde 1998 „liberalisiert“. Stromproduktion brachte in der Folge kein Geld mehr, die nicht liberalisierten Netze hingegen wurden zur Goldgrube. Es war sehr seltsam: Stromhandel brachte den Energieversorgern bessere Margen als Stromerzeugung. Das KKS war plötzlich „unwirtschaftlich“ geworden – ein Resultat undurchdachter Energiepolitik. Das KKW Borssele in den Niederlanden liefert das Gegenbeispiel. Es ist genauso alt wie Stade, hat allerdings nur 485 MW und läuft heute noch. Seine Laufzeit soll sogar über das Jahr 2033 hinaus verlängert werden, und zwei neue Kernkraftwerke sind in den Niederlanden in Vorbereitung.
Wenn ein Ingenieur diese Bilder sieht, blutet ihm das Herz
Das Kraftwerk Stade wird „rückgebaut“, wie es im Amtsschimmel-Deutsch heißt. Kernkraftwerksrückbau ist ein anspruchsvolles Projekt, das die Mannschaft in Stade offensichtlich bravourös meistert. Aber Kernkraftwerks-Rückbau ist auch ein Euphemismus für vollständige Zerstörung. Deutschland steigt aus der Kernenergie aus und danach aus der Kohleverstromung. Danach bleiben den Deutschen neben ein paar unwesentlichen Quellen wie Bioenergie, ein bisschen Wasserkraft und Geothermie nur Erneuerbare Energien. Kein anderes Land auf der Welt tut so etwas. Kein Land der Welt schüttet seine existierenden Brunnen zu, bevor die neu zu grabenden Brunnen Wasser geben.
Ein guter Freund schickte mir kürzlich ein erschütterndes Bild. So sieht das Kernkraftwerk Stade heute aus. Man sieht die Stahlkugel des Sicherheitseinschlussbehälters mit den Öffnungen für die Materialschleuse – das ist die große Öffnung, vor der einst der Portalkran stand – und die Personalschleuse, das ist die kleine Öffnung. Diese „Löcher“ im Sicherheitsbehälter waren dereinst mit tonnenschweren, 30 cm dicken Türen druckdicht verschlossen.
Weitgehend zerstört ist die äußere Stahl-Betonhülle, die sich im Abstand von etwa einem Meter über die Stahlkugel wölbte und den Reaktor vor Flugzeugabstürzen sicherte. Zwischen der Stahlhülle und der Spannbetonkuppel herrschte Unterdruck, der sicherstellte, dass auch nicht die geringste Menge an radioaktivem Gas austreten konnte. Wenn ein Ingenieur diese Bilder sieht, blutet ihm das Herz. Wie konnte es so weit kommen? Eine Industrienation, das Land der Dichter und Denker, zerstört freiwillig die Basis ihres Wohlergehens.
Die beiden Bilder zeigen als Vorher-nachher Kombination, was von Deutschlands einst so stolzer Infrastruktur übrigbleibt, nachdem eine wildgewordene Vandalensekte, die sich für klüger als alle anderen hält, das Ruder im Land übernommen hat und eine Energiewende vorantreibt, die das Land an einen industriellen Abgrund führt.
Giovanni Trappatoni hätte gesagt: Deutschland hat endgültig fertig.

Eine Bekannte meinte neulich ganz trocken daß dem Land nicht nur Jürgen T. sondern die ganze grüne Kanaille erspart geblieben wäre, wenn man nach 1945 zumindest die übelsten Preussenreichs-Chargen, allen voran sämtliche SS-Sippschaften, einmal reell ausgerottet hätte. Hat was. Ich für meinen Teil frage mich gelegentlich, ob die Restitution alter Gutsbesitzflächen in den vormaligen DDR-Ländern nach dem Anschluß 1990 ein Faktor der zunehmenden Radikalisierung deutscher Energiewenderei nach 1990 war, trotz der anfänglichen Tendenz zur Fragmentierung des Bodens. Es ist erstaunlich, dass es dazu null Diskussion gibt, trotz dem eklatanten Widerspruch zwischen dem überproportionalen Anzahl etwa von Windrädern im Osten und der größeren Ablehnung derselben dort, mit all den bekannten politischen Konsequenzen.
@Dr. Thomas Dörfler : >>Im Übrigen ergibt wird man in den kommenden Jahren immer mehr Windmühlen zurück bauen müssen. Wo all der Sondermüll landet, weiß keiner.<<
## Es gibt Leute, die behaupten, die werden zu Nanopartikeln zermahlen, dann mit Wasserstoff gekühlt und dann verwendet man den Schlamm, um die Lücken und Ritzen in den nuklearen Endlagern damit abzudichten, gegen das Grundwasser, bzw. manchmal sogar gegen die Grundwässer.. Aber Genaues weiß keiner. Vielleicht machen sie es heimlich. Stuttgart21 ist ja auch noch nicht fertig. Da werden nachts intensive Strahlungen auf der Wasserstofflinie registriert. Müon-Teflon und so. PFAS … ich muss schweigen …
@Boris Kotchoubey : Die KI sagt mir gerade zu unserem Kommunikationsproblem, dem Unterschied zwischen der Stadt Jerusalem und dem Himmlischen Jerusalem:
>>Sobald die direkte Erfahrung fehlt, verlagert sich das Problem von der reinen Sprachwissenschaft (Semantik) hin zur Erkenntnistheorie und zu konkurrierenden Glaubens- und Repräsentationssystemen. In diesem Fall ist das Wort „Jerusalem“ für beide Sprecher kein Verweis auf ein real existierendes Objekt, sondern ein reines Konzept im Kopf. Daraus ergeben sich drei entscheidende Dimensionen:
1. Das semiotische Dreieck bricht zusammen
In der Semantik nutzt man oft das „Semiotische Dreieck“, um Bedeutung zu erklären. Es besteht aus:
Dem Wort (Symbol: „Jerusalem“)
Dem Begriff (Gedanke/Konzept im Kopf)
Dem Referenten (Das echte Ding in der Welt)
Wenn beide den Referenten (die Stadt oder das Paradies) nie gesehen haben, existiert für sie der dritte Punkt nicht durch Erfahrung. Sie vergleichen nicht die Realität, sondern nur ihre inneren Konzepte. Sie unterhalten sich über Modelle, die sie aus Texten, Erzählungen oder Dogmen gelernt haben.
2. Kohärenztheorie statt Korrespondenztheorie
Wenn wir prüfen, ob eine Aussage „wahr“ ist, nutzen wir meist zwei Ansätze:
Korrespondenz (Abgleich mit der Welt): Ich war in Jerusalem, es gibt dort Mauern. Das fällt für beide weg.
Kohärenz (Logischer Zusammenhalt im System): Das Wort „Jerusalem“ ist für beide nur wahr, weil es perfekt in ihr jeweiliges Glaubenssystem passt. Für den einen fügt es sich in ein geografisch-historisches System ein (gelernt aus Atlanten und Nachrichten), für den anderen in ein theologisches System 〈gelernt aus der Bibel〉.
Es prallen also zwei in sich geschlossene Erzählungen (Narrative) aufeinander.
3. Der sprachliche „Kredit“ (Semantic Deferral)
Der Sprachphilosoph Hilary Putnam prägte den Begriff der linguistischen Arbeitsteilung. Wir benutzen täglich Wörter für Dinge, die wir nie gesehen haben (z. B. „Quantencomputer“ oder „Diphtherie“). … <<
@A.Ostrovsky, „Die ägyptischen Pyramiden stehen nur deshalb noch am Nil, weil sie keiner weggeräumt hat.“ – Das sollten Sie sich patentieren lassen. Wird ein Zitat für die Ewigkeit.
Deutschland interpretiert Zukunftsfähigkeit anders als die Mehrheit der Weltbevölkerung. In hunderten von Jahren wird Deutschland sagen können „sehr Ihr, wir hatten recht.“. Bis dahin üben wir uns in selbstgerechter Armut.
@Boris Kotchoubey : >>@ A.Ostrovsky: „Kein technologisches System in einer sich schnell entwickelnden Technologie läuft heute noch, wenn es 1972 in Betrieb ging. “ In unserer sehr schnell an die Wand fahrenden Technologie läuft u.a. die Windenergie heute noch, die vor Tausenden Jahren in Betrieb ging.<<
## Wir benutzen fast die selben Worte, aber ich meine konkrete Objekte und Sie das Himmlische Prinzip. Ich denke mal, wir werden uns beide niemals verständigen können. Dafür bin ich viel zu sehr auf Normalnull und Sie in den Höhen des Elfenbeinturmes. Abstraktionsfähigkeit ist ein Hauptelement menschlichen Lernens, aber eben auch eine der größten Hürden. Man braucht immer die Überprüfung des eigenen Denkens, die PROBE, das ist das Sicherheitsventil am Schnellkochtopf und wenn das einmal rausgepfiffen ist, ist es eh zu spät.
Es gibt aber auch noch die Abbild-Theorie. Es gibt Menschen, die sehen die konkreten Dinge Andere sehen nur die Schatten an der Wand. Beide halten das, was sie sehen für die Realität. Daher kommen die Missverständnisse. Manchmal ist es gar keine böse Absicht.
@Hansd Arpke „E.On North america inc.“ Irgendwas kann da nicht stimmen. Eon entstand aus der Fusion Veba + Viag. Das EU Kartellamt hat genaue Infos.
>> 10.7.2001 L188/1 AmtsblattderEuropäischen Gemeinschaft L 188/1 (Nichtveröffentlichungsbedürftige Rechtsakte) ENTSCHEIDUNGDERKOMMISSION vom 13.Juni 2000 zur Vereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt und mit dem EWR-Abkommen (Sache COMP/M.1673 -- Veba/Viag) (Bekannt gegeben unter dem Aktenzeichen K(2000) 1597) (Nur der deutsche Text ist verbindlich) (Text von Bedeutung für den EWR)(2001/519/EG).<<
Nichtveröffentlichungsbedürftige Rechtsakte und nur in Deutsch ist so typisch für die EU.
Nebenbei, das EU Kartellamt kann nicht mal 5 Zahlen richtig addieren!