Um seine Freundin zu beschützen, kämpfte Robert K. beim Solinger Messer-Anschlag minutenlang mit Issa al-H. Die unerwartete Gegenwehr hinderte den Syrer offenbar daran, noch mehr Besucher des Stadtfestes zu töten. Dennoch hatte kein Politiker Interesse, sich mit dem Helden zu schmücken.
„Mir war auch eben wieder danach zumute, in Tränen auszubrechen. Aber vor dem Herrn da links wollte ich keine Schwäche zeigen", sagte Robert K. am Donnerstagvormittag im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts (OLG). Mit „dem Herrn da links" war Issa al-H. gemeint, der hinter einer Panzerglasscheibe auf der Anklagebank saß. Der 27-jährige Syrer, der 2022 über die Balkanroute als Flüchtling nach Deutschland gekommen ist, muss sich seit 27. Mai vor dem 5. Strafsenat des OLG verantworten. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm dreifachen Mord, zehnfachen Mordversuch sowie die Mitgliedschaft in der Terror-Organisation Islamischer Staat (IS) vor.
So soll der Syrer am Abend des 23. August 2024 auf dem „Festival der Vielfalt", mit dem die Stadt Solingen ihr 650-jähriges Jubiläum feiern wollte, „in schneller Abfolge" sowie „unter wiederholten Allahu-Akbar-Rufen" gezielt auf Hälse der Veranstaltungsbesucher eingestochen haben, um so eine möglichst hohe Zahl von „Ungläubigen" zu töten.
Beim Prozessauftakt hatte der syrische Flüchtling sofort zugegeben, die ihm zur Last gelegten Taten begangen zu haben. Zum Vorwurf der IS-Mitgliedschaft sowie dem der Mordabsicht äußerte er sich bislang jedoch nicht. Bei dem Anschlag auf dem Solinger Fronhof wurden die 56-jährige Apothekerin Ines W., der 67-jährige Stefan S. sowie der 56-jährige Florian H. getötet. Bei der 63-jährigen Bärbel V. sind seitdem ihre Stimmbänder sowie ihr rechter Arm gelähmt. Bei einer Reihe von Festival-Besuchern ist bis heute nicht klar, wann und ob überhaupt sie wieder in ihrem jeweiligen Beruf arbeiten können.
"Ich habe ihn einfach angegriffen und nicht groß nachgedacht"
Als erster Zeuge am Donnerstag war der in Solingen lebende Robert K. geladen. Der 49-jährige Werkzeugmacher hatte das „Festival der Vielfalt" zusammen mit seiner Partnerin besucht. Dabei fiel ihm plötzlich eine Frau auf, die zwei Meter entfernt auf dem Boden lag. Zuerst dachte der 49-Jährige, sie habe Kreislaufprobleme oder sei betrunken. „Dann ging der Tumult los", erzählte er. In diesem Moment sei er noch von „einer Schlägerei" ausgegangen. Dann aber sei aus dem Publikum „Messer, Messer" gerufen worden. „Und in dem Augenblick stand er auch schon vor mir", schilderte Robert K. Er habe schnell seine Freundin „zur Seite geschubst" und versucht, „ihn mit Tritten auf Distanz zu halten. Ich habe ihn einfach angegriffen und nicht groß nachgedacht."
Gleichzeitig habe er bemerkt, dass ein anderer Mann, der kurz zuvor „Hilfe, Hilfe" gerufen habe, wiederbelebt wurde. Aber als er wieder nach ihm schauen wollte, „wurde der Mann schon mit einem Tuch abgedeckt". Dass Robert K. selbst verletzt war, sei ihm erst bewusst geworden, als andere ihn darauf aufmerksam machten, dass sein T-Shirt zerschnitten und seine Schuhe voller Blut waren. Auf im Gerichtssaal gezeigten Bildern waren später ein mehrere Zentimeter breiter und fast zwei Zentimeter tiefer Schnitt in seinem Unterschenkel sowie Schnittwunden an seinem Oberkörper zu sehen.
Sein Kampf mit dem Messer-Angreifer aber ging weiter, schilderte der 49-Jährige dem Gericht. „Ich habe gesehen, wie er vor mir herumgeturnt ist. Das war gekonnt. So bewegen sich Profis, aber keine Amateure", sagte er und verwies dabei auf seine eigenen Erfahrungen im Kampfsport. Aber gegen das Messer habe er nichts machen können: „Wenn das nicht gewesen wäre, würde er heute anders aussehen." Aufgrund des Messers blieb ihm jedoch nichts anderes übrig, als den Angreifer mit Tritten vor sich „herzutreiben", damit er nicht „näher an uns heran kann". Den Angreifer hat die Gegenwehr offenbar überrascht und aus dem Konzept gebracht: „Er hat mich angeschaut. Er wusste nicht, was er machen soll."
Auf Nachfrage des Vorsitzenden Richters Winfried van der Grinten identifizierte er Issa al-H. als die Person, mit der er gekämpft hatte. Dann aber sei er gestürzt und Issa al-H. habe mit dem Messer über ihm gestanden. „In dem Moment dachte ich: Das war's jetzt. Aber ich konnte ihn mit mehreren Tritten abwehren. Und dann konnte ich wieder aufstehen", schilderte Robert K. die Situation. „Und dann war er weg." Dass er ihm noch „Du Arschloch, komm her, ich mach' dich fertig" nachgerufen habe, bestätigte der 49-Jährige erst auf Nachfrage des Richters.
Nur von dem Gedanken getrieben, seine Freundin zu beschützen
Seine mit rund 130 Minuten ungewöhnlich lange Vernehmung ließ keinen Zweifel daran, dass Robert K. anfänglich nur von dem Gedanken getrieben war, seine Freundin zu beschützen. Damit unterschied sich der 49-Jährige deutlich von mehreren jüngeren Männern, darunter auch ein für die Polizei tätiger Islamwissenschaftler, die als Zeugen geschildert hatten, zuerst geflüchtet zu sein und erst dann nach ihren Frauen geschaut zu haben, als sie selbst in Sicherheit waren.
Im weiteren Verlauf des minutenlangen Kampfes sei es aber auch darum gegangen, Issa al-H. von weiteren möglichen Opfern fernzuhalten: „Der hat ja noch nach Leuten gesucht, die er angreifen konnte", sagte der Werkzeugmacher. Erst nachdem Issa al-H. in seiner unmittelbaren Umgebung außer Robert K. keine weiteren Personen mehr gesehen habe, sei der Syrer über den Treppenabgang des Fronhofs geflüchtet.
Ausnahmslos alle nach ihm vernommenen Festival-Besucher bestätigten den Eindruck, dass Robert K. derjenige war, der Issa al-H. daran gehindert hatte, weitere Menschen zu töten: „Ansonsten war der Platz sehr leer. Da war niemand mehr. Robert war mit ihm allein", sagte seine Freundin. „Der Angreifer hat mit jemandem gekämpft. Das sah aus, als habe sich die Person dem Täter bewusst gegenübergestellt", schilderte ein 33-jähriger Mann. „Und der Täter hatte reichlich Probleme damit."
„Ein anderer Mann hat ihn von den Leuten weggetrieben. Die sind in einen Zweikampf gegangen", schilderte eine 33-jährige Sängerin, die wegen eines für den nächsten Tag geplanten Auftritts auf dem Fronhof war, die Situation. „Der Angreifer hat immer wieder versucht, ihn mit dem Messer anzugreifen, aber er hat versucht, ihn mit Tritten davon abzuhalten." Auch eine 30-jährige Frau bestätigte den Zweikampf: „Ich fand das so verrückt, dass er sich getraut hat, sich zu wehren."
Lediglich Polizisten hätten sich immer wieder nach seinem Befinden erkundigt
Lob oder Anerkennung blieb Robert K. bis zu seiner Vernehmung am Donnerstag jedoch versagt: So berichtete der 49-Jährige dem Gericht, dass sich die Stadt Solingen nach dem Anschlag nicht für ihn interessiert habe. Lediglich Polizisten hätten sich immer wieder nach seinem Befinden erkundigt. Später sei er auch von Landesinnenminister Herbert Reul in Düsseldorf zu einem Gespräch empfangen worden, sagte der Werkzeugmacher. Bei einzelnen Journalisten rief dies Überraschung hervor, denn der CDU-Politiker steht in dem Ruf, keine Gelegenheit auszulassen, um sich den Medien zu präsentieren. Darüber, warum Reul das aber bei dem Gespräch mit Robert K. nicht gemacht hat, kann nur spekuliert werden.
Damit dürfte Robert K. ein stiller Held bleiben, mit dem sich kein Politiker schmücken will, der aber genauso dauerhaft unter den Folgen des Anschlags zu leiden hat wie andere Festival-Besucher auch. So spielte der Werkzeugmacher die seelischen Folgen zu Beginn seiner Vernehmung noch herunter: „Ich kenne Gewalt und Schmerz. Ich kann da relativ gut mit umgehen", sagte er auf Nachfrage von Winfried van der Grinten. „Da muss ich halt mit leben", sagte er lapidar zu seiner Narbe am Bein. Später aber räumte er ein: „Jeden Abend kommen die Bilder wieder." Dann stellte sich heraus, dass Ärzte bei ihm eine posttraumatische Belastungsstörung festgestellt haben, auf die er „mit sozialem Rückzug reagiere".
„Ich merke das. Das ist sehr unangenehm", sagte seine Freundin auf die Frage des Gerichts, wie sie die persönliche Konfrontation mit Issa al-H. wahrnehme. Und die Sängerin, die den Zweikampf von Robert K. und Issa al-H. beobachtet hatte, berichtete von Problemen, wieder in ihr gewohntes Leben zurückzukehren: „Die Situation von Bühne und Publikum gehört zu meinem Leben dazu", erläuterte die 33-Jährige dem Gericht. „Und wenn man so was erlebt hat, dann wird einem bewusst, dass man nicht so in Sicherheit ist, wie man eigentlich dachte."
Peter Hemmelrath, Jahrgang 1963, arbeitet seit 2013 als Journalist und Gerichtsreporter. Seine Schwerpunkte dabei sind Islamismus, Antisemitismus sowie die Berichterstattung über staatsschutzrelevante Gerichtsverfahren.

So sieht das Aushandeln des täglichen Miteinanders seit 2015 also aus.
Deutschland ist zum Land der rassistischen Polit-Heuchler und deren Wähler verkommen. Wäre der Held ein LGTBQ-irgendwas, schwarz, Muslim oder sonst irgendwas mit Sonderbonus, dann wäre er landauf, landab, tagelang auf Seite 1 und mit Sondersendungen als Retter und mutiger Held verkauft worden. So wird der Mantel des Schweigens darüber gelegt. Einen wie ihn darf es gar nicht geben. Er ist weiss, alt und noch Mann. Die dürfen in der heutigen Zeit kein Held mehr sein, das wäre ja „voll Nazi“. Was sind wir blöd geworden. Wie lassen wir uns verarschen.
Die Zivilcourage war, ist und bleibt immer ein Ritt auf Messers Schneide. Man denke an den Tod des Polizisten Rouven Laur, der u.a. sterben musste, weil ein Zivilcouragierter die Situation falsch deutete und einen anderen Zivilcouragierten beim Fixieren des Täters wegriss, der sich dadurch befreien und die tödlichen Verletzungen dem Polizisten zufügen konnte. Waren all die anderen Zeugen in Solingen Gaffer?
Helden wir Robert K. tauchen nun mal nicht im Portefolio der Politiker, auf und wenn, dann heimlich, still und leise. Man will ja nicht in Verruf geraten, denn Robert K. ist viel zu „deutsch“ vom Namen und der Herkunft her. Und unsere Medien? Die berichten ungern über Heldentaten deutscher Bürger. Da muss es schopn ein Syr …, oh, geht in diesem Fall schlecht. Bei dem Messerangriff der Frau in Hamburg war’s ganz anders. Da wurde landauf und landab in sämtlichen Blättern ein syrischer Asylbewerber als Held des Tages gelobt. Die Journos haben leider den Tschetschenen vergessen zu erwähnen, der die Frau durch sein Eingreifen – ein kräftiger Tritt – zu Fall brachte!
Bernhard Freiling / 27.06.2025 – „So sind es nur 80 Einzelfälle täglich.“ --- Man könnte Wetten darüber abschließen, wann es täglich mehr als 100 Einzelfälle werden. Ich schätze ab 06.2026 bis 0.01.2027! Wer wettet dagegen? Dass es jemals so massiv zurückgeht, dass man völlig ohne Angst in unserer Heimat herumspazieren kann, werden wir sehr wahrscheinlich nicht mehr erleben, denn der Islam ist auch ein Todes- und Tötungskult! – Ich erinnere an Enoch Powells „Rivers of Blood“…
Dass er ihm noch „Du Arschloch, komm her, ich mach‚ dich fertig„ nachgerufen habe, bestätigte der 49-Jährige erst auf Nachfrage des Richters.
War der Richter vor Ort, oder wer hat es ihm gesteckt? Es würde mich nicht wundern, wenn Robert K. deswegen noch Probleme bekäme. Und hätte sich ein Ausländer dem Täter so mutig in den Weg gestellt, hätten sich die Medien und alle Woken überschlagen. So habe ich erst durch diesen Bericht davon erfahren.
Andreas Rochow / 27.06.2025 – „Das blutige Regierungsversagen seit Merkels fahrlässiger Aufgabe der inneren Sicherheit zugunsten der paneuropäischen Kindergartenidee geht Legislatur für Legislatur weiter! “ --- Seien Sie nicht naiv.. Das ist kein „Regierungsversagen“, sondern eine inoffizielle Agenda zur Unterwerfung, Zersetzung und Islamisierung Deutschlands und der Deutschen. Die Musels wurden uns als Invasoren geschickt.