
Etwas “old school” für meinen Geschmack. Preußen, Pickelhaube, Stahlhelm, Nachttopf - erinnert mich zu sehr an linke Assoziationsketten der 80er Jahre.
Der Stahlhelm war doch zeitweise etwas mehr als ein Helm oder? Der Regierung ist zu danken, damit etwas Humor in die Krise gebracht zu haben. Olaf Scholz sollte seine Reise nach Moskau unbedingt mit Stahlhelm absolvieren. Ausgehuniformen aus der Wehrpflichtzeit sind doch bestimmt auch noch vorrätig? Originell fände ich Handys, mit denen man die im gegenüberliegenden Schützengraben anrufen kann. Wir bekamen damals als frisch eingezogene Wehrpflichtige unter anderem ein Kondom, warum ich das erzähle jetzt? - Weil ich es heute noch habe. Und es hat soviel symbolischen Antikriegs-Humor angehäuft und bestimmt einen halben Weltkrieg verhindert. Dabei bin ich noch nicht einmal Pazifist. Ich denke, der Westen muss sich nur genügend humorvoll anstellen, da pissen sich die Russen auf eigenem Territorium in die Hosen.
Zu meine Zeit beim Bund (1977/78) mussten wir im CH-53 während des Transportes immer auf unseren Helmen sitzen. War nicht sehr bequem, aber unser Zugführer meinte, wir sollten lernen wichtige Körperteile zu schützen. Bei ihm war das auch sicher der Fall, bei dem konnte oben nichts mehr kaputt gehen. Ich kann mir also gut vorstellen, dass sie bei der Bundeswehr jede Menge Helme übrig haben; bei den Mädels, die jetzt ja auch mitspielen dürfen, gibt es da unten keine nennenswerte Schutzzone und bei den Jungs: siehe Zugführer (oben).
Im Kampfeinsatz trägt nur Wachtmeister Dimpfelmoser die Pickelhaube. Die anderen nicht, weil sie Angst haben müssen, dass sie der Blitz beim Schießen trifft.
Also ich weis nicht so recht…. Beim Bund Anfang der 60’er Jahre haben wir immer den BGS beneidet: Ob seines Wehrmachtsstahlhelms. Bei dem tropfte wenigstens kein Regenwasser in den Kragen. Gilt noch heute. Und das NVA-Modell wurde um 1944 entwickelt und hatte wegen der Ausladung die gleiche Wirkung; allerdings der Splitterschutz beim Liegen war geringer.
Nicht nur in Südamerika. In Jordanien, in Petra, finden wir die Pickelhaube auch noch. Ansonsten ein feiner Artikel mit leisem Humor. Danke.
Sehr geehrter Herr Bonhorst, man könnte zusätzlich noch 5000 Wasserpistolen liefern, denn bei minus 30° gefriert der Strahl sofort zu einer scharfen Waffe.
Der “Osthelm” war der weiterentwickelte M45 / B II der Wehrmacht, dessen flache Form bei Beschuss besser schützt, ergänzt um einen an den Ohren gedoppelten Kinnriemen gegen das gefürchtete Verrutschen und einen besser dämpfenden Einsatz aus Kunststoff und Schaumgummi. Von diesen Helmen gibt es sicherlich noch einige Zehntausend. Aber auch deren Export müsste genehmigt werden. - Die Karikatur ist u.a. deshalb schlicht der Hammer.
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