Von Ulrich Berger
Angeregt durch diesen Beitrag
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/satire_gipfel_ohne_hoehepunkt/
von Thobias Kaufmann, habe ich mal - sozusagen zur Selbstvergewisserung - eine amatuer-ökonomische Rechnung gemacht.
Die geht so:
Ich als DDR-Ingenieur hatte ca. 1000 Alu-Mark (“AM” :) Einkommen netto.
Meine Mutter, in einer der schlechtest bezahlten Branchen tätig, hatte 600 AM.
Vermutlich lag also das DDR-Mittel bei 700…800 AM.
Davon 60% sind maximal 480 AM. Ich gaube nicht, dass jemand, der voll beschäftigt war, so wenig Geld bekam.
Folglich gab es in der DDR - im Gegensatz zur “imperialistischen BRD” - nach heutiger Definition keine Armut, worauf die “Führenden Genossen” ja auch unermüdlich hinwiesen.
Die AM stand zur DM in meinen bewusst verbrachten DDR-Jahren real (also laut Schwarzmarkt!) im Kursverhältnis 1:4 ... 1:6 (tendenziell immer schlechter werdend).
Nun ist so ein Kursverhältnis doch wohl der Ausdruck dafür, was ich mir mit diesem Geld alles kaufen kann.
D.h., Meine Kaufkraft betrug maximal 250 DM = 125 Euro im Monat. Und das war für DDR-Verhältnisse noch relativ gut.
Das bedeutet: Verglichen mit bundesdeutschen Verhältnssen waren ALLE DDR-Bürger (bettel)arm.
Das sollte man den mathematischen Tieffliegern oder bewussten Ignoranten vom Schlage Wagenknecht und Lafo mal um die Ohren hauen.
Bloss gut, dass ich heute in der Marktwirtschaft leben kann!