Dirk Maxeiner / 24.02.2019 / 06:11 / Foto: Eric Staller / 32 / Seite ausdrucken

Der Sonntagsfahrer: Diesel zu Notstromaggregaten!

„Was lernt Berlin aus dem Blackout?“ fragt der Tagesspiegel nach eineinhalb Tagen Stromausfall im Ortsteil Köpenick-Treptow. Ich vermute mal, Berlin lernt daraus das gleiche wie aus dem BER-Debakel: Also gar nichts. Oder das Falsche. Nachdem der Blackout sowohl die Schwachstellen der öffentlichen Infrastruktur als auch die suizidale Verlegungspraxis von lebenswichtigen Stromkabeln offenbarte, kam am Freitag prompt eine Schreckensmeldung oben drauf: Das Stromnetz, lange Jahre von Vattenfall betrieben, soll künftig an den Landesbetrieb Berlin Energie fallen. Berlin will sein Stromnetz selbst übernehmen. Pfhhhhh. 

Paul Watzlawick hat dieses Phänomen in seiner "Anleitung zum Unglücklichsein"  ausführlich beschrieben. Statt eine bei der Lösung eines Problems nicht erfolgreiche Strategie zu wechseln, neigt der Mensch dazu, seine Anstrengungen sogar noch zu verstärken, also mehr vom Falschen zu tun. Watzlawicks lustiges Beispiel: 

"Ein Betrunkener sucht unter einer Straßenlaterne seinen Schlüssel. Ein Polizist hilft ihm bei der Suche. Als der Polizist nach langem Suchen wissen will, ob der Mann sicher sei, den Schlüssel hier verloren zu haben, antwortet jener: „Nein, nicht hier, sondern dort hinten – aber dort ist es viel zu finster.“ 

Berlin, ick sehe schwarz für Dir.

Gelernt aus 31 Stunden ohne Saft haben wohl eher die betroffenen Bürger. Es gibt sie eben doch, die sogenannte kollektive Intelligenz. Und die sagt: Da diesem Land in vielfacher Hinsicht nicht zu helfen ist, helfe ich mir eben selbst. Im vorübergehend ampelbefreiten Verkehr in der Köpenicker Altstadt funktionierte das schon mal prima. Schön Blickkontakt aufnehmen, einer fährt nach dem anderen in die Kreuzung ein, das klappte wunderbar. Und ganz ohne den sonst üblichen Stau. Wir lernen: Ohne rote Welle ist die Luft gleich viel reiner. Im Rathaus müssen sie jetzt echt hoffen, dass sich das nicht rumspricht. Besonders gut gefallen hat mir aber folgender Leserkommentar im Tagesspiegel:

„In Berlin fahren allein 1,2 Mio. PKW's herum..... Jedes dieser Fahrzeuge ist mit einer Batterie und einem Generator ausgestattet. Was es braucht, ist also in jedem Auto nur ein preiswerter 230 V-Wechselrichter sowie eine Steckdose. Wenn nun jedes Haus nur einen einzigen Bedarfs-Stromkreis hätte, in den man per Kabel den Strom eines oder mehrerer Autos einspeisen könnte, wäre zumindest die Funktion von Zündelektroden und Heizungspumpen der Heizanlagen gewährleistet. Einen 400 Watt Wechselrichter (ca. 150 Euro) sowie eine 2000 Ampere Starthilfe Powerbank (knapp unter 200 Euro) habe ich immer im Auto. Diese Vorsicht kommt aus dem Hochsee-Segelsport, wo die Maschine auch bei leeren Batterien funktionstüchtig sein muss und 230 V-Kleingeräte an Bord benutzt werden. Die Heizung eines Mietshauses kann ich damit am Laufen halten.“

Der Leser entwirft hier mit leichter Hand ein geradezu geniales Konzept, wie einerseits die Diesel-Krise gelöst und andererseits der nächste Blackout überstanden werden kann. Erstens: Diesel-Fahrzeuge werden für ein paar hundert Euro zu mobilen Notstromaggregaten umgerüstet. Zweitens: Da die Bürger sich damit um den Katastrophenschutz und die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung verdient machen, wird ihnen die KFZ-Steuer erlassen. Im Notfall können Sie beispielsweise den Weiterbetrieb der Heizung im Wohnblock sicherstellen, aber auch per Fahrgemeinschaft Straßenbahnen oder Elektrobusse ersetzen. Drittens: Da die Rettung von konkreten Menschenleben durch einen Turbodiesel höher zu bewerten ist als die Rettung hypothetischer Menschenleben durch die Deutsche Umwelthilfe, werden die mobilen Notstromaggregate von sämtlichen Fahrverboten ausgenommen. Schließlich kann der Notfall aufgrund der fortschreitenden Energiewende jederzeit eintreten.

Ich kann nicht nur schwarz, sondern auch hellsehen

Aber jetzt kommen wir zum optimistischen Teil. Ich kann nämlich nicht nur schwarz, sondern auch hellsehen. So schrieb ich 1994, also vor 25 Jahren einen jugendbewegten Bericht über den damals hochaktuellen sogenannten „Funmog“ von Daimler Benz. Darin hieß es: 

„Es lassen sich für das Fahrzeug zahlreiche Einsatzmöglichkeiten finden, die der gesamten Menschheit nutzen. Ich habe meinem Lieblings-Grünen erklärt, der Funmog sei in Krisenzeiten das ideale Notstromaggregat für unser Wohnviertel (atomfreie Zone). Eine 230 Volt Steckdose hat er nämlich serienmäßig“. 

Der dem Funmog zugrundeliegende Unimog aus dem Hause Daimler ist ein Dienstfahrzeug für Waldarbeiter und Winzer, für Stadtwerke und Weltenbummler. Doch irgendein Desperado in Stuttgart Untertürkheim hatte die Idee, das schnöde Arbeitstier mit allerlei Chrom und Zubehör in ein gehobenes Fahrzeug für den urbanen Cowboy zu verwandeln. Das Ergebnis nannte sich Funmog und schien seinerzeit total überflüssig. Es konnte ja niemand ahnen, dass Deutschland den Weg zur weltweit dümmsten Energiepolitik einschlagen würde.

Auf jeden Fall durfte ich für eine Motorzeitschrift ein paar Tage mit dem Funmog rumfahren. Die grobstollige Entwicklungslinie des Automobils wurde konsequent auf die Spitze getrieben. Steigern kann man das nur nur mit einem gut erhaltenen russischen T24. Übrigens: Hat sich schon mal jemand gefragt, warum Putin seine Panzer-Battailone nicht auf Elektro-Mobilität umstellt? Ich vermute mal, damit sie in Berlin keine Straßenbeleuchtung brauchen. 

Aber zurück zum Funmog. Am meisten Spaß machte mir die Hupe. Vom Kabinendach hängt oben in der Mitte ein dicker Kuhstrick herunter. Daran muss der Fahrer mit dem rechten Arm fest ziehen. Wie früher am Abzug, als die Toiletten noch obenliegende Spülkästen hatten. Es ertönt dann ein Tuten wie vom Nebelhorn eines Passagierdampfers. Bei geschlossenen Augen könnte es auch eine Dampflokomotive auf dem Weg nach Carson-City sein. Dazu passt, dass der Auspuff wie ein Schornstein neben dem Führerhaus in lichte Höhen ragt. Heißer Diesel-Qualm bringt die Luft über dem Dach zum Flimmern. Der Fahrer freut sich eigentlich über jede Gelegenheit zu hupen. Diese Hupe sagt nicht „Platz da", sondern: „Hallo, hier bin ich, es freut mich, euch gesund zu sehen." Und: „Den Indianer-Überfall haben wir zurückgeschlagen. Greta Thunberg schaffen wir auch noch.“

„Klasse, jetzt machen wir die ganze Straße platt“

Im Kraftfahrzeugschein wird der Funmog schlicht unter „Ackerschlepper und Zugmaschine" geführt. Die Bodenfreiheit entspricht mit fast einem halben Meter der eines Maultieres. Das Gewicht kommt dem eines ausgewachsenen Elefantenbullen nahe, die Zugkraft ebenfalls. Im angelsächsischen Sprachraum nennen sie den „Funmog" auch „Urban Unimog". Das erinnert an den Film „Urban Cowboy". Der Urban-Unimog genießt jedenfalls die ungeteilte Sympathie des städtischen Publikums, außer vielleicht in Friedrichshain und Kreuzberg. Wenn ich bei der Antifa wäre, würde ich mich allerdings nicht mit einem Funmog anlegen. Damit kann man nämlich vorne zur Roten Flora rein – und hinten wieder rausfahren, ganz ohne vorher zu klingeln.  

Absolut unschlagbar ist der Funmog auch als Kindergarten. In der kurzen Zeit, in der ich ihn ausprobieren durfte, habe ich mehrere Dutzend Schneeflöckchen spazieren gefahren und die elterliche Erziehung um Jahre zurückgeworfen. Selbst die netten Pfarrerskinder von nebenan vergaßen hoch oben im Führerhaus die gute Kinderstube und vor allem die zehn Gebote. Originalton: „Klasse, jetzt machen wir die ganze Straße platt". Einparken stellt überhaupt kein Problem dar, prinzipiell sogar, wenn der anvisierte Parkplatz besetzt ist. Ansonsten wirkt das Ding so übersichtlich wie der Eiffelturm von der Besucher-Plattform.  

Er ist zwar nicht ganz so hoch wie ein Windrad, dafür aber zuverlässiger. Der Funmog hat einen Sechszylinder-Dieselmotor mit 136 PS, er leistet also rund 100 Kilowatt. Gebraucht gibts ähnliche Unimogs heute für rund 30.000 Euro. Das sind nur  300 Euro pro Kilowatt. Zum Vergleich: Ein modernes Windrad kostet etwa 900 Euro pro Kilowatt. Und man kann nicht damit fahren. Schon gar nicht durch die Rote Flora. Die Kombination von Spaß und Stromerzeugung scheint mir beim Unimog deutlich besser gelungen.

Bei der Anschaffung sollte der sensible Käufer auf die Farbe achten. Empfehlenswert ist beispielsweise ein freundliches Dunkelrot. Nicht empfehlenswert sind folgende Farben: Weiß – denkt jeder an einen versprengten UN-Konvoi. Blau – Technisches Hilfswerk. Gelb – Gebirgspost (Eilzustellung für Herrn Messner). Besonders abzuraten ist von olivgrün: Es wird spätestens an der Grenze zum Elsass zurückgeschossen.

Folgerichtig unterliegt der Unimog beim Export dem Kriegswaffen-Kontrollgesetz. Als Dienstwagen für Diktatoren drängt sich das Mobil ja geradezu auf: Die beiden serienmäßigen Aluminiumkisten auf der Ladefläche fassen 50 Millionen Dollar Fluchtgeld in kleinen Scheinen. In Venezuela ist er übrigens gerade ausverkauft. Zeitweiliges Untertauchen ist mit dem Funmog technisch kein Problem (er hat einen Schnorchel). Auch die Klimakatastrophe kann kommen. 

Nachtrag: Der Achse-Kollege Roger Letsch schickte mir zum Thema folgende kleine Episode: "Ich war neulich bei einem meiner Kunden, der eine Rohrreinigungsfirma betreibt. Die Autos, mit denen seine Techniker unterwegs sind, riesige LKW und kleinere, umgebaute Mercedes Transporter, erzeugen den Strom, den sie für ihre Arbeit brauchen, immer selbst – mit Dieselgeneratoren. Als ich ankam warf er gerade ein neues Modell in der Halle für eine Demonstration an. Es stank und qualmte und ich sagte im Scherz, er solle sich damit bloß nie in die Nähe von Innenstädten wagen. Er meinte darauf, dass dies kein Problem sei, weil es für Aggregate wie diese keine Grenzwerte gäbe. Mit anderen Worten: baut man solch ein Teil auf einen Anhänger und lässt es von einen Tesla ziehen, darf man damit durch jede Dieselverbotszone knattern".

Von Dirk Maxeiner ist soeben in der Achgut-Edition erschienen: „Hilfe, mein Hund überholt mich rechts. Bekenntnisse eines Sonntagsfahrers.“ Ideal für Schwarze, Weiße, Rote, Grüne, Gelbe, Blaue, sämtliche Geschlechtsidentitäten sowie Hundebesitzer und Katzenliebhaber, als Zündkerze für jeden Anlass(er) Portofrei zu beziehen hier.

Foto: Eric Staller GFDL via Wikimedia Commons

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Karla Kuhn / 24.02.2019

“Ich vermute mal, Berlin lernt daraus das gleiche wie aus dem BER-Debakel: Also gar nichts. Oder das Falsche.” Wir sollten eine Wette abschließen, ich glaube würde es 0:100 stehen. ” Ohne rote Welle ist die Luft gleich viel reiner. ”  Herrlich ! “Der Leser entwirft hier mit leichter Hand ein geradezu geniales Konzept, wie einerseits die Diesel-Krise gelöst und andererseits der nächste Blackout überstanden werden kann.”  Sie sind ein Optimist, “ein geniales Konzept,” WAS erwarten Sie denn ?? Diesel Fahrzeuge umrüsten, scheint ja gar nicht zugehen, wo viele geniale Politiker sich einvernehmlich gegen den Diesel verschworen haben. Da stören wahrscheinlich Fachkenntnisse. “... darf man damit durch jede Dieselverbotszone knattern“.  Das ist der Witz des Tages. Aber warten Sie, damit haben Sie der rotgrünroten Regierung eine neues “Betätigiungsfeld” geliefert.

Karsten Dörre / 24.02.2019

Man darf nur einmal raten (weil nicht kompliziert), mit welcher Energiequelle Kliniken ihre Notstromaggregate betreiben, wenn der überlebenswichtige Strom für z.B. Intensivstationen und OP-Säle fehlt, weil gerade Windstille und bedeckter Himmel ist. Panzer, U-Boote oder Kampfflieger mit Elektroantrieb sind große Herausforderungen, an die sich die Retter der Menschheit und des Planeten wagen. Ich bleibe gespannt, was sie für technologische Innovationen hervorbringen.

Thomas Taterka / 24.02.2019

Es ist schwer, Ihrem Humor auszuweichen und ich vermute, Linksrotgrün liest Sie heimlich, im Keller, zur Entspannung.

Andre Griessmann / 24.02.2019

Sehr schön geschrieben! Übrigens hat der RBB in der Mediathek einen gut recherchierten und für heutige Verhältnisse mit klaren Aussagen gespickten Bericht abrufbar, Titel “Die Wahrheit über Stromausfall. Plötzlich dunkel”.

Gert Köppe / 24.02.2019

Ihre Gedanken sind einfach genial. Nur, da gibt es ein paar kleine “Häckchen”. Was hat Berlin aus dem Blackout gelernt? Richtig, nichts! Warum sollten sie es dann jetzt? Der “heilige Weg” in die Katastrophe ist vorgeschrieben und wird gefälligst, ohne Widerrede, weiter beschritten. Abweichler sind “voll Nazi”. Weiter, die KFZ-Steuer erlassen????? Das geht gar nicht. Wie sollen denn dann Merkels “Fachkräfte” und ihre “Rundumvollversorgung” finanziert werden? Da wird jeder “Nickel” gebraucht. Also bitte, keine Sonderwünsche und Privilegien für’s “gemeine Volk”. Die schutzsuchenden “Herrschaften” brauchen schließlich auch gelegentlich mal ein neues “Taschenmesser”. Gut anfreunden kann ich mich mit dem Gedanken eines unangemeldeten “Besuches” bei der Roten Flora. Wenn möglich, bei der “Durchfahrt”, zwischen Vorder- und Hinterseite einmal kräftig am Kuhstrick der Hupe ziehen. Vielleicht bröckelt da, bei so mancher linksverkrusteten Hirnwindung, glatt der “Putz” ab. Der richtige Ton kann manchmal wahre Wunder vollbringen. Tut-Tuuuut!

Anders Dairie / 24.02.2019

Tut mir leid das sagen zu müssen:  Bei einem richtigen Blackout wird die Frage nach Schuldigen gestellt werden.  Es kommt wie bei der Wende in der DDR 1990. Die war keineswegs unblutig.  Funktionäre und Staatsnahe haben Hand an sich gelegt, weil sie mit Rachemaßnahmen des Volkes gerechnet haben.  Bei einem Blackout von längerer Dauer möchte ich nicht schuld sein.  Die Pleite des BER-Abenteuers hat nicht an Straßenlaternen geendet. Erfolghaben ist Pflicht !

Rolf Lindner / 24.02.2019

Anlässlich der Heizungsabschaltung in einer Schule habe ich das als Energieblackouttraining für alle Schulen empfohlen. Offenbar hat die real dahinvegetierende Regierung von Berlin meinen Vorschlag aufgenommen und den Blackout schon mal für einen ganzen Stadtteil geprobt. Es ist nur ein Beispiel dafür, wie sich diejenigen, von denen sich die meisten widerspruchslos regieren lassen, vorausschauend für unser Wohl sorgen.

Sabine Schönfeld / 24.02.2019

Dieser Blackoutwahn der Achse ist für mich genauso absurd, wie manches Thema der MSM. Als ob man hier nicht rechtzeitig gegensteuern könnte, dann kommt eben ein Kohlekraftwerk doch nicht vom Netz, wenn es eben nicht geht. Das Gejammere hier hat ebenso quasireligiöse Züge wie die Vorstellung, die Erde verglühe, wenn der Mensch weiterhin CO2 produziert. Hier im Redaktionsteam sieht man den Balken im eigenen Auge aus meiner Sicht einfach nicht.  Die Forscher (!) sind längst am Thema dran, es wurden beispielsweise in letzter Zeit neue hocheffiziente Batterien entwickelt, auch Wasserstoff als Zwischenspeicher wird diskutiert. Ich empfehle jedem, diese Themen auf keinen Fall auf der Achse und in jedem Fall auf einer Seite wie wissenschaft.de, Schlagwort “neue Stromspeicher” zu lesen. Natürlich müsste die Politik endlich das Thema in Angriff nehmen, das ist völlig klar. Aber man sollte hier nicht immer so tun, als wäre das Problem grundsätzlich nicht lösbar, das ist letztlich auch wieder nur Irreführung der Leser.

H.Milde / 24.02.2019

Das Beispiel Berlinstambuls TeilBlackout zeigt doch offensichtlich, daß die Falschen behandelt werden, und Kasimir Blaumilch & Company längst in diesem LaLaLand das sagen haben. Übrigens, hat mW Mitsubihi seinen Outlander- SUV mit StromGenerator im Portfolio, weil die Japaner nämlich mit Blackouts infolge Erdebeben ,Stürmen etc. rechnen, und leben gelernt haben. Aber gegen eine GröKaZ wie bei uns, wirken sich Naturkatstrophen eher wie Fingerübungen einer allmächtigen göttlich, sozialistischen Gottheit aus, da fehlt denen auch ein Konzept?

Andreas Rochow / 24.02.2019

Ich erlaube mir, als Überlebensstrategie für den Blackout auf die DDR-Erfahrung mit dem “Katastrophenwinter” 1978/79 zurückzugreifen: Millionen von stinkenden, dezentralen Kohleöfen, ließen die vom DDR-Blackout Betroffen überleben! Vorsprung durch Rückständigkeit! Einheimische fossile Festbrennstoffe! Der Anblick gebündelter Braunkohlebriketts in meinem Baumarkt hat dieser Tage bewirkt, dass ich die Aufstellung eines Kohleofens plane. Den Gedanken an ein kleines Blockheizkraftwerk (Wärme und Strom aus Diesel) im Keller hatte ich wegen des Problems der Infraschallbelastung verworfen. Und den frierend schleichenden Teslafahrer lade ich zu mir ins Auto ein. Dort arbeitet ein mobiles Blockheitzkraftwerk unter der Motorhaube, dem kein Winter etwas anhaben kann.

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