
Sehr schöner Beitrag. Ich würde ihn gerne an meine Schwester weiterleiten, die mir gerade das neuste Buch von Ranga Yogeshwar zum Geburtstag hat zukommen lassen, weil es auf der Bestseller-Liste stehen soll. Das soll ich nun lesen, obgleich bei mir die Listung auf einer deutschen Bestsellerliste (womöglich noch die des Spiegel) eigentlich die sicherste Garantie dafür ist, ein solches Buch nicht zu lesen. Das mit der Weiterleitung lasse ich mal besser sein, da sich dieser Beitrag mit den klimareligiösen Thesen eines Yogeshwar sicher nicht verträgt.
“Franz Josef Strauß beispielsweise war eine klassische Wildsau, alles was danach kam, verdient diesen Begriff nicht mehr, ein Löwe als Bettvorleger ist keine Wildsau.” Ach, kann ich herzlich lachen, herrlich. Der Bettvorleger gefällt mir soooo gut. “...Wildsäue haben ganz eigene Vorstellungen von einer passenden Möblierung und tendieren dazu, die Einrichtung ein wenig neu anzuordnen. Sie orientieren sich dabei an der Lehre des Feng Shui. Das sind laut Schöner-Wohnen-Magazinen unterschiedliche Einrichtungsmethoden, welche den Fluss der Lebensenergie Chi anregen. Die Wildsau liebt es kleinteilig.” Mein Fluß der Lebensenergie Chi wird durch Ihren köstlichen Artikel angeregt. “Hier deshalb kurz mein aktueller Energiewende-Wildsau-Bericht: Erst subventioniert unser geschäftsführendes Fachpersonal per Energiewende gigantische Maisanplantagen. Daraufhin explodiert die Wildschwein-Bevölkerung. Nun korrigieren wir die erste Fehlentscheidung mit der nächsten Fehlentscheidung. Wir subventionieren jetzt den Abschuss von Wildsäuen. Woraufhin sie sich noch schneller vermehren. Ich fürchte, dieser Rüstungswettlauf spitzt sich zu und strebt einer Lösung a la Kim Jong-un zu. Final wird es auf eine Wildsau-Neutronenbombe zur Rettung der Energiewende hinauslaufen. Es wäre ja ohnehin am besten, das Land zur Erreichung der Klimaziele komplett stillzulegen. Vielleicht überlassen wir die Republik aber auch ganz einfach den Wildsäuen. Die sehen allerdings so aus, als ob sie rechts wählen würden.” ....als ob sie rechts wählen würden, Fachpersonal , die ganze Schminke ist weggelacht. Vielleicht sollten Sie, Herr Maxeiner, zusammen mit Herrn Broder einen kabarettistischen Abend veranstalten, der wird mit Sicherheit ein großer Erfolg aber bitte die Taschentücher am Eingang nicht vergessen.
Zumindest sorgt die gemeine Wildsau dafür, die geschmacklichen Präferenzen des Wolfes für Süßfleisch im Zaume zu halten. Sozusagen eine saugute Sicherheitspartnerschaft.
Mein Onkel Josef, der bereits die russische Gefangenschaft überlebt hatte und sich Zeugenberichten zufolge, mehr oder weniger zu Fuß bis zu seinem westfälischen Heimatdorf durchgeschlagen haben soll, hatte mit einem Keiler (männliches Wildschwein) folgendes Erlebnis. Er passierte während einer Treibjagd. Onkel Josef stand in einem tiefen Graben und sah diesen Keiler auf ihn zulaufen. Es blieben ihm zwei Handlungsoptionen. Entweder zu versuchen wegzulaufen, oder in aller Schnelle die Schrotpatrone seiner Flinte gegen eine großkalibrige Kugel zu tauschen. Er entschied sich für zweite Option. Der Schuss traf das Schwein zwischen die Augen und es kam vor seinen Füßen zum Liegen. Kein Jägerlatein.
Man darf es 3x lesen, um alle sa"tierische” Raffinesse zu erfassen. Aber einen besseren Lösungsvorschlag als Neutronenbomben gegen das lottersulige demografische Untierverhalten hätte ich schon. Man muss den 4-beinigen Untieren nur ihre Geschlechtervielfalt klarmachen. Das war doch schon bei den 2-Beinern erfolgreich! Ansonste ein toller MAXEINER-Danke!
Mit dieser herrlichen, aber auch sehr bissigen, Kolumne haben Sie meinen Sonntag gekonnt eingeläutet. Vielen Dank dafür, sofort werde ich die Patenschaft übernehmen:-).
Elvis, Matata und Miss Piggy retten mir gerade den verregneten Sonntag. Vielen Dank!
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