Erstaunlicherweise sind Crashtests in der Politik immer noch Menschenversuche. Gegen Schimpansen sprechen ethische Gründe, gegen Dummys nichts, sie müssten nur ein bisschen sprechen können, so etwa auf dem Niveau von Annalena Baerbock.
John Paul Stapp war Colonel der US-Airforce und ein Kollege des Piloten Chuck Yeager, der sich als erster Mensch an die Schallmauer heranwagte. Mut und ein nonchalanter Umgang mit der eigenen Gesundheit kennzeichnete beide Charaktere. Stapp trieb es ziemlich wild, beispielsweise flog er mit einem Flugzeug bei offener Kanzel 917 km/h schnell, um auszuprobieren, ob man bei dieser Geschwindigkeit noch schadlos aussteigen könne.
Bemerkenswert war auch der folgende Versuchsaufbau: 1947 ließ sich Paul Stapp in der Mojave-Wüste auf einen schienengeführten Raketenschlitten schnallen, erst rückwärts zur Fahrtrichtung, dann nach vorne blickend. Das Geschoss wurde innerhalb weniger Meter in einem Wasserbecken abgebremst, um die Reaktion des menschlichen Körpers auf drastische Verzögerungen wie bei einem Aufprall auf ein Hindernis zu simulieren. Im Jahr 1954 beschleunigte er auf 1.017 km/h und ließ sich in 1,4 Sekunden vollständig abbremsen. Der freiwillige Proband Stapp zog sich bei den wiederholten Testläufen Handgelenks- und Rippenbrüche zu. Ein regelmäßiges Symptom nach den Testläufen war eine Blutung in den Augen, die sich deshalb dunkel färbten.
Ich beginne zu verstehen, warum Friedrich Merz, Olaf Scholz und Robert Habeck oft so dunkle Ringe um die Augen haben und vor der Wahl nicht mehr aussteigen wollen. Prinzipiell finde ich es erstaunlich, dass sich im Jahre 2025 noch Freiwillige finden, die sich fest vorgenommen haben, mit Schallgeschwindigkeit in eine Brandmauer zu crashen. Bei der Airforce wurden die Menschen bald durch Puppen und Schimpansen ersetzt. Auch in der Auto-Sicherheitsforschung tun heute sogenannte Dummys Dienst.
Erstaunlicherweise sind Crashtests in der Politik immer noch Menschenversuche. Gegen Schimpansen sprechen ethische Gründe, gegen Dummys eigentlich nichts, sie müssten nur ein bisschen sprechen können, auf dem Niveau von Annalena Baerbock sollte das doch möglich sein. Der erste Dummy der US-Luftwaffe hieß „Sierra Sam“. Den ersten Dummy der CDU könnte man beispielsweise „Sahara Friedrich“, den der SPD „Timbuktu-Olaf“, den der Grünen „Wärmepumpe“ nennen. Der Name wäre also zugleich Programm, was die Gestaltung der Wahlplakate erheblich erleichtern würde.
Die gebräuchlichen Dummys sind leider nicht sehr divers
Colonel Stapp, dem für seine Verdienste die Ehrendoktorwürde verliehen wurde, war übrigens auch kein unpolitischer Mensch und setzte sich philosopisch mit der Großartigkeit des menschlichen Geistes auseinander, der in der Politik ja eher selten zum Tragen kommt. Seine Erkenntnis wird in der Wissenschaft als „Stapp’s ironical Paradox“ bezeichnet. Und sie lautet: „Die generelle Befähigung zur Unfähigkeit macht jede menschliche Leistung zu einem unglaublichen Wunder“ („The universal aptitude for ineptitude makes any human accomplishment an incredible miracle“).
Die gebräuchlichen Dummys sind leider nicht sehr divers, vielleicht müsste die Familie für den Einsatz in Berlin noch ein wenig erweitert werden. Der am häufigsten verwendete „50-Prozent-Mann“ hat 175 cm Körpergröße und wiegt 78 Kilogramm. Er entspricht dem angenommenen durchschnittlichen männlichen Autofahrer. Sein „großer Bruder“, der 95-Prozent-Mann, ist 188 cm groß und wiegt 101 Kilogramm. Er ist damit größer als 95 Prozent der männlichen Autofahrer. Die „5-Prozent-Frau“ misst 152 cm und wiegt 54 Kilogramm. Nur fünf Prozent der weiblichen Autofahrer sind kleiner. Den durchschnittlichen weiblichen Körper bildet keiner der gängigen Dummys ab, hier liegt ein ganz klarer Fall von Diskriminierung vor. Auch der Rückgriff auf nur zwei Geschlechter ist zweifelhaft. Olaf Scholz beispielsweise scheint mir von Größe und Gewicht her zwischen 50-Prozent-Mann und 5-Prozent-Frau zu liegen und rethorisch eher einer Fledermaus verwandt zu sein, die im Schlaf nicht von der Decke fällt.
Friedrich Merz wiederum befindet sich irgendwo zwischen 50- und 95-Prozent-Mann und hat eine spezielle Gangart entwickelt, die er sich bei der Echternacher Springprozession abgeschaut haben muss. Die Pilger machen nach mehreren Schritten vorwärts danach wieder ein oder zwei Schritte zurück. Das sollte ursprünglich vor Krankheiten wie Veitstanz und Epilepsie bewahren und schwankt zwischen Obskurantismus und Flagellantentum. In dieser Sphäre bewegt sich auch Friedrich Merz: Einmal schließt er „Zufallsmehrheiten“ mit der AfD aus, ein paar Tage später will er Anträge einbringen, „unabhängig davon wer zustimmt“, Stand Samstag, 25.1.2025, gegen 17 Uhr. Merz hat sich inzwischen in die Causa so verknotet, dass er vor der interessanten Alternative steht, entweder sich selbst oder die CDU abzuschaffen – und das in einem Raketenschlitten, der ohne Bremsen auf die Brandmauer zudonnert. Nach dem versetzten Frontalaufprall am 23. Februar, werden die Aufräumarbeiten wohl umfangreich ausfallen, und es dürfte nach neuen Freiwilligen gefahndet werden.
Ich ahne still, dass ein gewisser Markus Söder alternativlos durch den Rauch an der Aufprallstelle stapfen und sich den Staub von der Trachtenjacke wischen wird, um dem Volke jovial die Ausweglosigkeit der Lage und die Konsequenzen daraus zu verkünden: „Ja mei, wenn‘s mit dem Aiwanger ganga ist, dann wird’s auch mit der Alice ganga – mei des is schdaadspolidische Verandwordung“. Es gibt keinen Politiker, den sein Geschwätz von gestern so kompromisslos nicht interessiert wie den amtierenden bayerischen Ministerpräsidenten. Der „Maggus“ mit den elastischen Beinen, neuerdings auch mit „Henriquatre“-Bart, ist unbestritten der Harry Houdini der Union. So nannte sich der berühmteste Entfesselungs-Artist der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Der Spiegel beschreibt eine Houdini- Nummer unter der prophetischen Überschrift „Der Magier, der durch Wände ging“:
„Es ist exakt High Noon, als Harry Houdini sich öffentlich aufknüpfen lässt. Zwei Mitarbeiter der Psychiatrie fixieren ihn mit einer Zwangsjacke und binden seine Fußknöchel an ein dickes Seil. Dann wird er per Kran kopfüber in die Höhe gezogen. Scheinbar hilflos, in sich verpuppt, baumelt der gefesselte Körper in der Luft, über den Köpfen Tausender Schaulustiger. Doch da, ein Raunen geht durch die Menge: Houdini windet sich, zuckt und zerrt, wie durch ein Wunder schafft er es, den rechten Arm zu befreien. Scheinbar mit den Zähnen löst er die Schnallen, Gurte, Riemen und zappelt wie ein Fisch, bis auch der linke Arm zum Vorschein kommt. Ein Trommelwirbel - und Houdini ist frei. Triumphierend schwenkt der Mann mit den stechend blauen Augen die Zwangsjacke, frenetischer Applaus brandet auf.“
Dirk Maxeiner ist einer der Herausgeber von Achgut.com. Von ihm ist in der Achgut-Edition erschienen: „Hilfe, mein Hund überholt mich rechts. Bekenntnisse eines Sonntagsfahrers.“ Ideal für Schwarze, Weiße, Rote, Grüne, Gelbe, Blaue, sämtliche Geschlechtsidentitäten sowie Hundebesitzer und Katzenliebhaber, als Zündkerze für jeden Anlass(er). Zu beziehen hier.
Beitragsbild: Montage Achgut.com/ MGA Research Corporation, NHTSA/ via Wikimedia Commons

SAY THEIR NAMES! Er hieß Kai-Uwe D., der Ehrenmann, der fremden Kindern in höchster Not beisprang, der ihnen in im alles entscheidenden Moment ihre arglosen Väter und Mütter vertrat, und der sein Leben für sie opferte. Für ihn gilt: Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben gibt für seine Freunde (Joh 15,13).
Die Familie dieser zutiefst menschlichen Vaterfigur, dieses wahrhaft guten Mannes ist jetzt verwaist.
Und was erleben wir auf unseren Straßen für ein Echo? Da demonstrieren selbsternannte „Eltern gegen Rechts“. Und grüne Grinser (siehe Selfies). Seit an Seit mit anderen einschlägigen Kreisen und dieser Popanz wird ausgerechnet im Namen von Anstand und Haltung zelebriert. Was muss die Familie von Herrn D. denken, was müssen die Familien des kleinen Yannis denken, was die Familie des verletzten syrischen Mädelchens, was die Familien derjenigen Kinder, denen Vater D durch sein Opfer ihre körperliche Unversehrtheit, ihre Rettung geschenkt hat? Diese Familien brauchen jetzt Ruhe, und wir können nicht für sie sprechen. Aber ich finde, wir sollten diese Demonstranten, deren Priorität offensichtlich gerade nicht die Wiederherstellung der inneren Sicherheit durch Abkehr von der bisherigen Einwanderungspolitik zu sein scheint, diese Leute sollten wir mit Fragen grillen, sie sollen Farbe bekennen, und zwar sofort: was ist los mit euch, dass euch diese Schicksale unschuldiger. wehrloser Menschen offensichtlich nicht die Augen öffnen, dass ihr gerade auf Abwegen wandelt? Dass man eine Politik, die solche Folgewirkungen wie in Aschaffenburg gerade in Serie produziert, ändern muss, weil sonst unschuldige Bürger, unschuldige Gäste und wieder einmal völlig wehr- und arglose Kinder (jeglicher Herkunft!) getötet werden, weil im der Praxis illegale Migranten, darunter auch verhaltensauffällige und kriminelle, bisher nicht konsequent ausgeschafft werden? Verwechselt ihr Haltung nicht mit Borniertheit und Anstand nicht mit abgehobener Hypermoral?
Der Fiederich macht einen fünf Punke Plan – den sagt er Freitags großartig an – doch bevor Montags der Hahn noch gekräht – hat sich die Meinung von Friederich – wieder dreimal gedreht !
Sie hätten es „Dummies“ schreiben sollen. Oder gäbe es dann Hausdurchsuchung?? Ansonsten wieder nur Treffer. Danke!
„Stand Samstag, 25.1.2025, gegen 17 Uhr.“ Gut, dass hier kurz vor Ende des Beitrages das Datum zum Stand der Dinge angeführt ist. Es ist davon auszugehen, dass jetzt nach dem Fertiglesen dieser Stand überholt ist.
Herr Maxeiner, nettes Photo von einem total ausgemerzten Merz .Seit seiner letzten Aussage steht Er jetzt ausserhalb des Spielfeldes ! Der hat jetzt aber echt endgültig fertig ! Who the F*ck soll Den zum Mr. Chancellor küren ? Wir wollen klare Aussagen vor der Wahl, JETZT.
@Sam Lowry: „schlimmer als unsere Politiker“…ja, vielleicht, auf jeden Fall schlimm genug, dass es keine Demonstrationen gegen die Regierungspolitik, sondern viele (orchestrierte?) Demos gegen die Partei gibt, die diese Politik und deren Folgen schon immer kritisiert hat. Ich habe auch noch nie einen so müden und gleichzeitig verlogenen Wahlkampf erlebt. Habeck teilt uns seine Zuversicht mit (dass es mit ihm weiter bergab geht?), Frau Faeser meint „Wir kämpfen für Deine Freiheit“, vergißt aber den Zusatz, dass dies nicht für diejenigen gilt, die anderer Meinung sind als sie, deren Freiheit sie dann nämlich BEkämpft. Merz schließlich schafft den Spagat, einen Slogan (Für ein Land, auf das wir wieder stolz sein können) bei der Partei zu klauen, gegen die er eine Brandmauer für notwendig hält. Man kommt kaum um die Vermutung herum, dass das bißchen Wahlkampf nur eine Show darstellt, weil im Prinzip schon alles entschieden ist.
Der Riedefrisch hängt an grünroten Sicherheits-Seilen dran ! als H a m p e l m a n n !