In Deutschland sind gut tausend Brücken nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren und müssen ersetzt werden. Früher oder später. Also später. Aber halt: Das sind nur die Bahnbrücken. Weitere 40.000 Fernstraßenbrücken verleihen uns Flügel über Täler und Flüsse. Davon sind allerdings weitere 5.000 in einem desolaten Zustand, der dem Dahinschwebenden das Anlegen eines Fallschirms nahelegt.
Ganz besonders, wenn er einen schweren Dienstwagen fährt wie der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet. So eine gepanzerte S-Klasse kann schon mal 4,6 Tonnen wiegen. Darin ist man ziemlich sicher vor Querdenkern, aber nicht vor der Rheinbrücke bei Leverkusen. Denn mit mehr als 3,5 Tonnen Gewicht darf die nicht mehr benutzt werden. Jetzt weiß ich endlich, wie Lasche, ein Premiumdenker der Gegenwart, auf die euphemistische Wortschöpfung „Brücken-Lockdown“ gekommen ist.
Brücke klingt prinzipiell so schön und verbindend. Vorausgesetzt, der Stahlbeton rostet nicht, dann muss man vorsichtig sein. So wie bei unserer Kanzlerin. Angela Merkel findet gerade ihren Platz in der Geschichte als Brücken-Kanzlerin. Mühelos schlägt sie den Bogen von der DDR über die alte Bundesrepublik ins neue Reich der Mitte. Nächste Woche soll der letzte Pfeiler fertiggestellt werden. Mit einer Neufassung des Infektionsschutzgesetzes sollen die Bundesländer und damit die Verfassung erfolgreich überbrückt werden. So ähnlich, wie ein Wackelkontakt im Blinkerrelais meines alten Volvo. Bedauerlicherweise befinden wir uns aber nicht beim Sonntagsausflug, sondern im Fahrstuhl zur Hölle.
Nicht das erste Mal, dass jemand Gas und Bremse verwechselt
Und in den einzelnen Etagen warten der Bundestag und die Ministerpräsidenten mit hübschen Merkel-Fähnchen, um sie bei der Ermächtigungstour durchzuwinken. Es gilt, die Gunst der Stunde zu nutzen, solange sich die Inzidenzwerte noch hochjazzen lassen, damit das vor Angst gelähmte Volk samt unseren medialen Nachtwächtern kein Misstrauen schöpft. Und ungefähr so ist der Plan:
Am Dienstag Kabinettssitzung. Fähnchen schwenken! Kamelle werfen! Mittwoch Debatte im Bundestag. Noch mehr Kamelle! Konfetti! Donnerstag: Beschlussfassung im Bundestag und Bundesrat. Selbstentmachtung Teil 2. Grußadressen aus den Gauen! Freitag: Der Bundespräsident unterzeichnet das Gesetz. Von den Balkonen der Schrifttumskammern regnet es Blumensträußchen. Vier Impfungen in einer Woche, das macht uns keiner nach. Und für die Höllenfahrt gibt’s auch eine wunderbare Wortschöpfung: Corona-Bremse. Es ist ja nicht das erste Mal, dass jemand Gas und Bremse verwechselt.
Ab sofort dürfen dann die Grundrechte überbrückt werden. So ähnlich, wie in anderen schönen Weltgegenden auch, sagen wir mal, im romantischen Chinesisch-Turkestan bei den Uiguren. Da kann man nämlich noch was lernen. Die Menschen "genießen dort beispiellose wirtschaftliche und soziale Verbesserungen" und führen ein „glückliches Leben“, sagt der Chinesische Ministerpräsident Xi Jinping. Das ermöglichen „Bildungszentren“, die bei der Wegweisung für die örtlichen Querdenker vorbildliche Resultate erzielen. Die Gegend ist also ein prima Produktionsstandort. Kein Wunder, dass Volkswagen Fabriken in dem Musterländle unterhält. Viele Gemeinsamkeiten mit Wolfsburg, Ausgangssperre hier wie dort, einstweilen hier noch aus anderen Gründen als dort. Und hierzulande kann ein bisschen mehr Bildung auch nicht schaden. Und seid ihr nicht willig, so erhöhe ich den Inzidenzwert, spricht dann die große Vorsitzende, und verfügt, Land und Leute stillzulegen, wann und wo sie will. Es ist doch nur zu ihrem Wohl.
Das wäre dann endlich der Dritte Weg. Oder auch auf Neudeutsch: "The Great Reset". Mancher würde sagen: Ein die Systeme verbindender Brücken-Faschismus. Das, was kommende Woche im Bundestag abläuft, erinnert derweil an das Gleichnis vom Frosch und dem Skorpion, die sich am Ufer eines Flusses treffen. „Lieber Frosch, nimmst du mich mit auf deinem Rücken ans andere Ufer?“, fragt der Skorpion. „Ich bin doch nicht lebensmüde. Wenn wir auf dem Wasser sind, dann stichst du mich und dann sterbe ich“, antwortet der Frosch. „Nein, wenn ich dich steche, dann gehe ich doch mit unter und sterbe“, sagt der Skorpion. „Das leuchtet mir ein. Steig auf meinen Rücken“, sagt der Frosch. Kaum sind sie ein paar Meter geschwommen, verspürt der Frosch einen stechenden Schmerz. „Verdammt, jetzt hast du mich doch gestochen. Jetzt sterben wir beide“, sagt der Frosch. „Ich weiß. Tut mir leid, aber ich bin ein Skorpion und Skorpione stechen nun mal“, antwortet der Skorpion.
Von Dirk Maxeiner ist in der Achgut-Edition erschienen: „Hilfe, mein Hund überholt mich rechts. Bekenntnisse eines Sonntagsfahrers.“ Ideal für Schwarze, Weiße, Rote, Grüne, Gelbe, Blaue, sämtliche Geschlechtsidentitäten sowie Hundebesitzer und Katzenliebhaber, als Zündkerze für jeden Anlass(er). Portofrei zu beziehen hier.

Als hätte Merkel in 16 Jahren irgendetwas, in dem sie ihre Finger hatte, nicht versaut. Sie kann es einfach nicht.
Für all diese umfassenden und nachhaltigen Zerstörungen gibt es einen Grund und einen Begriff: Nihilismus. Der Nihilismus ist kein Zustand; er ist ein Vorgang. In dem Artikel gut beschrieben, wie durch dieses „Brücken-Gesetz“ irreparabler Schaden am Föderalismus und dem Subsidarialprinzip vorsätzlich angerichtet wird. Der Verfall der Infrastruktur, der stabilen Energieversorgung, des Schulwesens, der Bundeswehr, der Währungsstabilität, der inneren Sicherheit, all das sind schleichende Prozesse, die wir seit Jahren beobachten können. Auch die Gleichschaltung der Medien, die immer dreisteren Lügen und Fälschungen in Dokumentarfilmen (‚Lovemobil’), in manipulierenden Krimis und Spielfilmen gehören genannt. Als Gipfel die Psychotisierung ganzer bereits infantilisierter Völker mithilfe einer Plandemie zur Abschaffung/Zerstörung von Grundrechten. Der Nihilismus ist überall dort zu finden, wo es noch etwas zu zerstören gibt. Gleichzeitig offenbart er mehr die Willkür der Mächtigen als deren Arroganz und Unfähigkeit. Seine Maske heute – keinefalls neu – vollmundige Versprechungen in Richtung der Düpierten und Überrumpelten, es sei ja nur zu ihrem eigenen Schutz und Wohlergehen und überhaupt für eine bessere, gerechtere, gleichere und deshalb gegenderte Welt. Eben das Versprechen des Skorpions. Wir sind Frosch.
Herr Maxeiner, ich war schon mal froheren Gemütes nach der Lektüre des Sonntagsfahrers. Nun wurde heute hier schon wieder einiges geschrieben und kommentiert dem ich meistens zustimmen kann. Konzentrieren wir uns also darauf was nun kommen wird. Die Alte dreht ja demnächst wohl wieder an den Schrauben der längst weit überspannten Federn……
Irgendwann, irgendwo wird mit Sicherheit etwas die Überspanntheit nicht mehr aushalten…….. und dann……….. Gnade uns Gott, aber diesmal hoffentlich ohne sein destruktives Bodenpersonal! Gut zu wissen, dass wir erst mal überleben müssen bevor es ums Abrechnen geht, so wissen wir mindestens was zuerst kommen muss. Der Rest wird früher oder später schon noch geschleift. b.schaller
Vilfredo Pareto hat uns nicht nur die Pareto-Verteilung und die 80-20-Regel hinterlassen. 1922 soll er Mussolini folgendes geraten haben: „Massen, die demokratische Gefühlen zuneigen, seien am besten durch ein Organ neutralisierbar, das ihnen die Illusion einer Beteiligung an der staatlichen Macht vermittelt. Nicht die gänzliche Abschaffung des Parlaments mache den neuen Staat stark, sondern die Verlegung der Entscheidungsbefugnisse vom Parlament in den engeren Kreis nicht öffentlich tagender Eliten.“ Funktioniert offensichtlich noch heute….
Über diese Brücke musst Du gehn, sieben (15) dunkle Jahre überstehn ….! Vielleicht trifft der adipöse, nägelkauende Hosenanzug auf eine der desolaten Brücken. Macht nochmal die Raute und endet als Fettfleck unterhalb derselben. Nach J. Beuys womöglich ein neues aktionskünstlerisches Highlight. Analog dem unverschämten Beutetürken Yüc-sonstwas, der sich als Journalist satirisch versucht: „Ableben in seiner schönsten Form.“ Man wird ja noch träumen dürfen, oder war das schon zu böse? So what?
Wir als Familie haben innerlich bereits mit diesem Land abgeschlossen. Hier wird sich mittelfristig nichts mehr ändern. Der Deckel ist drauf. Der Drops ist gelutscht. Wir haben uns als Familie samt Verwandtschaft und den engsten Freunden unsere eigene Blase geschaffen, wo wir soweit wie möglich diesen ganzen Wahnsinn nicht mehr an uns heran lassen. Und sollte es eines Tages zu gefährlich werden, wird schnell das Wohnmobil gepackt und ab geht es über die grüne Grenze. Wohin auch immer. Und ja, auch dieser neuerliche Diktaturversuch wird wieder in die Hose gehen. Nur wird dann niemand mehr da sein, der den ganzen Mist wieder aufbaut. Die verhasste Boomer-Generation wird vom Arbeitsmarkt verschwunden, die meisten Unternehmen längst abgewandert oder pleite sein. Die Kassen werden von Jahr zu Jahr leerer und die Brüsseler Gelddruckmaschine wird nicht ewig laufen können. Wenn dann alles in merkelsche Schutt und Asche gelegt wurde, liegt es am bildungsfernen Smartphone-Nachwuchs, den zu Millionen herangezüchteten Soziologen, Politologen, Geisteswissenschaftlern, Klimahüpfern, Feministinnen, Diversitätshäschen und restlichen Berufsopfern, was aus dem Land werden soll. Und nein, Mitleid werde ich nicht haben. Wer zu doof ist zum Selbstdenken, muss eben auf die heiße Herdplatte fassen. Eines ist definitiv Fakt: Wer mit einer frühen Geburt gesegnet wurde, darf sich heute zu den Glücklichen zählen. Das schöne Leben, was wir hatten, werden die nächsten Generationen nur noch durch Erzählungen erfahren.
Ja dann hätte man die Fahrradkette 1989 anders ölen müssen: Dann hätte man die Mauer oben lassen müssen, eine Entbroilerisierung durchführen müssen, einen Dresdner Prozess über die Ostverbrecher veranstalten müssen, und vor allen hätte man Wolf in die Aufklärung West einbinden müssen und zwar mit einem Deal: Straffreiheit gegen Enttarnung. Dann klare Demokratieprogramme und eine Ächtung jeder Ostalgie. Screening und Testfragen und eine Sperre für Ostpolitiker mit SED – Vergangenheit oder einen Schabowski als Reformer hofieren, um dem Rest den Rest zu geben. Man hätte einiges anders machen müssen, wozu nicht die Stasi zu verschlagen, sondern der Westen zu dumm war. Ich verorte das Problem hier fast ausschließlich beim Westen, dessen Dienste 1990 Ökobauern wurden und seither Kürbisse auf den Augen trugen und nach den Möglichkeiten der Staatsicherheit heimlich neideten. Thatcher hatte Paranoia vor Großdeutschland und den Salat haben wir jetzt. ;Und Merkel: Die kann einen mit ihrer infantilen Art auf die Palme bringen, ABER sie regt mich praktisch nur deshalb auf, weil sie eine Subsumme des Volksnaturells ist. Sie ist Deutschland, mit ihr impft Deutschland, mit ihr geht Deutschland unter: Mutti als Papst aller Form des Deutschseins. Sie ist damit ein Repräsentant, aber als Mensch kann man ihr nicht mehr nachsagen als jedem beliebigen gehorsamen Dummbürger, der sich in der AfD nur neue Überväter sucht, aber kein anderes Prinzip. Auch wenn das wenige verstehen: Ohne Migration und fremde kulturelle Kontraste sitzen die Deutschen in einer sozial-psychologischen Ausweglosigkeit mit sich selbst. Wir brauchen keine fremden Ideologien, aber eine Öffnung der Denksätze, einen Zwang zur Adaption an das Mehr jenseits der Einfalt, die immer eine Apartheid von Glück ist.