Hierzulande wird streng auf die Umwelt und die Nachhaltigkeit geachtet, selbst wenn es zum Äußersten kommt. Jedenfalls wird bleifrei geschossen, zumindest von den Autochthonen unter den Schusswaffen-Besitzern. Vor allem die Waidmänner im grünen Loden erfreuen sich seit langem einer lückenlosen Überwachung, denn ihnen wird gleich nach dem Prepper-Milieu und der Wehrsportgruppe XIII Prinz Reuß jeder Umsturzversuch zugetraut.
So dürfen Wildente und Rebhuhn schon seit 2023 nur noch ökologisch sensibel in die ewigen Jagdgründe geschickt werden. „Seit dem 16. Februar 2023 ist Bleischrot an und in Feuchtgebieten verboten“, berichtet der Deutsche Jagdverband, damit die Tierchen nicht an einer Bleivergiftung verenden, sondern unmittelbar und nachhaltig niedergestreckt werden.
Im Behördendeutsch liest sich das so: „In Feuchtgebieten und im Umkreis von 100 m ist es verboten, Schrotmunition mit einem Bleigehalt ab ein Prozent zu verschießen oder solche Munition während des Schießens in Feuchtgebieten oder auf dem Weg zum Schießen in Feuchtgebieten mitzuführen. Es gilt eine Vermutung dahingehend, dass jemand auch in einem Feuchtgebiet oder der Pufferzone schießen wollte, wenn er Bleischrot bei der Jagd dort oder auf dem Weg dorthin mit sich führt.“
Nervensägen nur bleifrei meucheln
Sollten Sie sich mit dem Gedanken tragen, den kläffenden Dackel in der Wohnung nebenan mitsamt seiner verhaltensgestörten Besitzerin nachhaltig zum Schweigen zu bringen, stellen Sie sicher, dass keine Badewanne in der Nähe ist, dann handelt es sich um ein Feuchtgebiet, und dort dürfen Sie die Nervensägen nur bleifrei meucheln.
Im Übrigen ist mit deutscher Gründlichkeit geregelt, was ein Feuchtgebiet ist. Feuchtgebiete sind danach "Feuchtwiesen, Moor- und Sumpfgebiete oder Gewässer, die natürlich oder künstlich, dauernd oder zeitweilig, stehend oder fließend sind und aus Süß-, Brack- oder Salzwasser bestehen, einschließlich solcher Meeresgebiete, die eine Tiefe von sechs Metern bei Niedrigwasser nicht übersteigen". Doch der Teufel steckt im Detail, denn es erhebt sich das juristische Problem, ob – nach strenger Auslegung am Wortlaut – eine vorübergehende Pfütze nach einem Regenguss darunter fallen könnte.
Der Roman „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche, der 2008 im deutschen Feuilleton und nicht nur da Furore machte, gehört aber gesichert nicht dazu, er darf nach Lektüre bleihaltig durchlöchert werden. Dennoch rate ich davon ab, den Roman auf dem Weg zur Jagd mit sich zu führen, Ironie ist ja bekanntermaßen – wie Norbert Bolz gerade erfahren durfte – nicht die große Stärke unserer Ordnungskräfte.
Obwohl sie sich wirklich Mühe geben: „Die Verwendung des Schwermetalls Blei hat potenziell negative Auswirkungen auf die Umwelt. Die Minimierung des Bleieintrags durch Jagdmunition ist daher richtig“, schreibt der Deutsche Jagdverband, „die EU hat – nach einem umfangreichen Konsultationsverfahren, in dem sich auch der DJV und der europäische Interessenverband FACE intensiv eingebracht haben – die europäische Chemikalienverordnung (REACH-Verordnung) geändert und 2021 ein Verbot der Verwendung von Bleischrot in Feuchtgebieten (einschließlich einer Pufferzone) erlassen“.
Von der Spielzeugmunition zu den richtigen Kalibern
Pufferzone? Was ist denn das schon wieder? Das nächste Buch von Charlotte Roche? Wie dem auch sei: Ich habe übrigens mal mit einer Bande Weißrussen in Lukaschenkos Jagdrevier übernachtet, das Wildbretbuffett war weder blei- noch alkoholfrei, ich habe es aber knapp überlebt, obwohl ich in einen künstlichen Bach stürzte, der aus Dekorationsgründen durch das Restaurant mäanderte.
Aber kommen wir nun von der Spielzeugmunition zu den richtigen Kalibern. Das in Fachkreisen renommierte Magazin „all4Shooters“ warnte schon vor einiger Zeit: „Aufgrund der derzeitigen Ereignisse in der Ukraine sind die EU-Mitgliedstaaten mit einem plötzlichen Anstieg der Nachfrage nach sogenannter kleinkalibriger militärischer Munition konfrontiert. Der Vorschlag der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) für ein fast vollständiges Verbot von Blei in Munition wird, wenn er in der derzeit vorgeschlagenen Form angenommen wird, den Sicherheits- und Verteidigungssektor der EU gefährden.“ Das Militär ist zwar vom Bleifrei-Diktum ausgenommen, die Hersteller haben aber keine Lust und wohl auch keine Kapazitäten, zweierlei Munition des gleichen Kalibers zu produzieren.
Zum Hintergrund ein kurzer Ausflug auf den Schießstand von Wikipedia: „Bleifreie Munition verwendet man aus Gründen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes. Herkömmliche Patronenmunition enthält Blei sowohl in den Projektilen als auch in den Anzündhütchen. Verallgemeinert wird von schadstoffarmer bzw. „grüner“ Munition gesprochen. Bei Grüne Munition muss ich mir unweigerlich Anton Hofreiter auf einem Schießstand beim Übungsschießen vorstellen. Oder, wie Wikipedia warnt: „Im Anzündhütchen ist Blei im Initialsprengstoff Bleitrinitroresorcinat enthalten. Bei der Schussabgabe gelangen die Verbrennungsrückstände in die Umgebung. Zusätzliche Belastung kommt vom Abrieb der Bleigeschosse im Lauf. Auch die meisten Mantelgeschosse sind nicht vollständig ummantelt, sondern haben am Heck eine freiliegende Stelle. Heiße Pulvergase lösen beim Abschuss Bleipartikel aus dem Heck des Geschosses heraus. So kann es vorkommen, dass die Luft an Schießständen gesundheitsschädliche Konzentration von Bleipartikeln enthält.“
Die Gefahr, von einem Querschläger getroffen oder von einem Scharfschützen füsiliert zu werden, kommt in der Welt der nachhaltigen und umweltgerechten Kriegsführung eher selten vor, stattdessen heißt es unter der Rubrik „Gefährdung des Menschen bei Wildbretverzehr“: „Bei durchschnittlichem Verzehr von Wildfleisch wird nicht vor einer Gefährdung gewarnt. Nur Vielverzehrer, z.B. in Jägerhaushalten oder als Teil einer Risikogruppe (Schwangerschaft und Kleinkind), wenn häufig mit Bleigeschossen erlegtes Wild verzehrt wird, unterliegen einer eventuellen Gefährdung.“ Ansonsten alles paletti – wenn der Feind auf bleifrei umstellt, besteht keinerlei Gefahr für Leib und Leben.
Ich kann beispielsweise die Produkte der Metallwerke Eisenhütte GmbH (MEN) empfehlen. Sie haben eine wunderbare Kollektion von korrekten bleifreien Projektilen im Angebot, die sogar in Clan-Feuchtgebieten wie Berlin-Neukölln gefahrlos eingesetzt werden können etwa „Ball/Weichkern DM41 A“ (Schadstoffarm), AP/Hartkern DM31 (Bleifrei und schadstoffarm) oder die AP/Hartkern DM131 („Durchschlägt Schusswesten der Klasse SK 4 über 500 Meter“), und dies bleifrei und schadstoffarm.
Der Schritt von Uschi von der Leyens „Green Deal“ zur Grünen Armee ist vorgegeben und die Bundeswehr voller Tatendrang: „In dieser Green-Army-Debatte wird der Verteidigungssektor als Teil der Klimapolitik begriffen. Auch die Bundeswehr hat sich verpflichtet, an den Klimaschutz-Anstrengungen der Bundesregierung teilzunehmen. Ziel ist eine schlagkräftige, aber dennoch nachhaltige Armee.“
Die jagt dem Feind dank „Photovoltaik in Kasernen“, „synthetischer Kraftstoffe“, „Wärmeversorgung durch Geothermie“ gerade Angst und Schrecken ein. Als Geheimwaffe gilt überdies das autonome Fahren: „Das unbemannte Fahren, im Zivilen schon ein Megatrend, gehört künftig auch zum Repertoire der Bundeswehr“, besonders rückwärts.
Sehr gefreut habe ich mich auch über die Firma „Heckler & Koch“ die „als führender Hersteller von Handfeuerwaffen für die Staaten der NATO und der EU“ stolz darauf ist, „dass unsere Sturmgewehre zur Standard-Ausrüstung vieler europäischer Streit- und Sicherheitskräfte gehören“. Zugleich versteht sich Heckler & Koch „als Teil eines demokratischen Gemeinwesens in Deutschland, „das über seine gewählten Vertreter entscheidet“ (sofern diese nicht verboten werden), wer „Verfügungsgewalt über unsere Produkte erhält“, also ein Haufen Wahnsinniger, die offenbar auch bei Heckler & Koch die Mehrheit errungen haben:
„An unserem Standort in Oberndorf am Neckar beziehen wir seit Anfang des Jahres 2022 ‚Grünstrom‘, das heißt der Strom wird aus regenerativen Energiequellen erzeugt (z.B. Wasserkraft). Heckler & Koch vermeidet so jährlich rund 4.200 Tonnen CO2-Emissionen – ein wichtiger Schritt auf unserem Weg zu "Netto-Null-Emissionen" bis 2030 (Treibhausgasemissionen THG scope 1 und 2).“
Zur Not lässt sich mit den Produkten des Hauses aber auch die Bevölkerung auf Netto-Null reduzieren, ein feuchter Traum der Ökologisten, und ein überaus romantischer Zustand des Planeten, sehr schön ausgemalt in dem Buch „Die Welt ohne uns“ – was wäre, wenn wir Menschen von einem auf den anderen Tag verschwinden würden?“
Ich finde, das wäre sehr schade, zumindest für diejenigen die sich vor drei Jahren eine Aktie des „führenden Systemhauses der Verteidigungsindustrie“ Rheinmetall zugelegt haben, denn das denkt „künftige Anpassungen an den Klimawandel“ stets mit. 2022 kostete eine Rheinmetall-Aktie 100 Euro, derzeit sind über 1.700 Euro angezeigt. Sollten die Rheinmetall-Aktionäre künftige Generationen ins Leben gesetzt haben, werden diese ihnen nach Testamentseröffnung ewig dankbar sein. Nachhaltiger geht’s nun wirklich nicht.
Dirk Maxeiner ist einer der Herausgeber von Achgut.com. Von ihm ist in der Achgut-Edition erschienen: „Hilfe, mein Hund überholt mich rechts. Bekenntnisse eines Sonntagsfahrers.“ Ideal für Schwarze, Weiße, Rote, Grüne, Gelbe, Blaue, sämtliche Geschlechtsidentitäten sowie Hundebesitzer und Katzenliebhaber, als Zündkerze für jeden Anlass(er). Zu beziehen hier.

Ich kann über die Buntenwehr, die sich das selbstständige Denken abgewöhnt hat, nicht mehr lachen, sie verhalten sich wie die drei Affen, nichts sehen, nichts hören und nichts sprechen. Sind die Warnungen von Kujat, Krone-Schmalz, Schulze Ronhoff nicht eindeutig genug, dann fliegen sie auch noch eifrig Afghanen ein, ohne zu wissen das auch Terroristen an Bord sein könnten. Der Sonnenblumenpanzer für Schwangere, das macht von der Leyen glücklich, Babys kaum geboren an der Front und die Rollator Gang von Omis und Opis erst, werden die gleich an die Front geflogen? Die Gender Tussis, verkleidete Männer als Frauen, wo leisten diese Sensibelchen ihren Wehrdienst ab, als Unterhaltung Club für die Soldaten an der Front , Da fällt mir ein, bei diesen über schminkten Schreckschrauben, das Soldaten hin und wieder Tarnkleidung brauchen, wie wäre es mit Body Painting, damit niemand die Soldat*innen mehr erkennt. Und unsere verblödeten Faulenzer, was könnten die wohl an der Front vollbringen, vielleicht auf die Jagd nach Futter gehen? .
Die Strategien der Ideologen und Volksverhetzer, dass sie einfach eine quiekende Sau durch Dorf treiben, und dann alle durcheinanderschreien, während uns im Hintergrund das Haus ausgerämt wird, würde komplett versagen, wenn wir das gar nicht zur Kenntnis nehmen würden. Dass die Woken schreien, ist logisch, die sind darauf dressiert. Aber warum müssen wir da mitschreien? Ich verstehe es nicht. Wir könnten doch einfach bei den Themen bleiben, die uns wirklich interessieren. Es ist doch ein NACHTEIL, wenn man von einem Domteur am Nasenring geführt wird. Und wer gar keinen Nesenring hat, ist doch im Vorteil. Warum nutzen wir den Vorteil nicht?
@L. Luhmann : >>da Leichen keine nachhaltig dauerhafte CO2-Senke darstellen. Wer stirbt, muss vorher blechen!<< ## Das stimmt so nicht! Der gute Katholik wird begraben, wenn er seinen Nachkommen die Grabpflege zumuten will. Wenn er gar keine Kinder hat, ist ihm das auch recht. Also begraben, nur leider nicht tief genug. Das ist der Fehler. Und das, abwohl sie in den Städten und Dörfern schon auf dem Friedhof die Löcher mit dem Bagger machen, weil der Leichenbestatter sich die Gamaschen nicht dreckig machen will. Das ist wirklich so. die fahren mit dem Bagger zwischen den Gräbern herum. Völlig pietätlos. Alles nur Schaumschläger und Scheinheilige. Aber sie dürfen ja die Löcher nicht mit Nuklearsprengsätzen herstellen, deshalb sind die Löcher gar nicht tief genug. Wird halt Zeit für moderne Technologien. Entweder Silent Green, oder Nuklear. Wir müssen das nur endlich fordern. Die falschen Fesseln müssen weg!
baut nicht Renk gerade an einem Klimafreundlcihen Elektroantrieb. für Panzer ?
Dann könnte man Krieg führen und was fürs Klima tun.
„Jedenfalls wird bleifrei geschossen, zumindest von den Autochthonen unter den Schusswaffen-Besitzern.“ – Dafür militärisch im Ernstfall mit nuklear alles verseuchender Uran gehärteter Munition. Aber das ist ja dann für die ideologisch verklärte „Gute Sache“.
Da feministische Außenpolitik so unbeschreiblich erfolgreich war, wären Schulungen in feministischer Kriegsführung vielleicht etwas, womit wir sie alle kalt erwischen.Als Einstieg könnten gepanzerte Lastenräder als Innovation potenzielle Gegner einschüchtern.
„Bleifreie Munition verwendet man aus Gründen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes.“ Gibts auch schon Fortschritte bei der Uran-freien Atombombe? Arbeiten die Henker in Indien, Ägypten und Singapur jetzt auch mit Stricken aus Fairtrade Biohanf?