Sprachlich ist die gesamte Bundesregierung prädestiniert für den Sandkasten, werden politische Maßnahmen dem betreuten Volke doch mit Worten wie „Wumms“ und „Piks“ verständlich gemacht. Die Sache ist ausbaufähig, Doppel-Schnulli, Pipi und Kaka sind nur eine Frage der Zeit.
Herbert Grönemeyers Wunsch „Kinder an die Macht“ ist in vielfacher Hinsicht in Erfüllung gegangen, der Text seines Liedes sah beispielsweise schon 1986 die künftige Strategie des Bundesverteidiguns-Ministeriums zuverlässig voraus: „Die Armeen aus Gummibärchen. Die Panzer aus Marzipan. Kriege werden aufgegessen. Einfacher Plan. Kindlich genial".
Rein sprachlich ist sogar die gesamte Bundesregierung prädestiniert für den Sandkasten, werden politische Maßnahmen dem gemeinen Volke doch seit einiger Zeit mit Worten wie „Wumms" und „Piks" verständlich gemacht. Der Bürger und seine Erziehungsberechtigten kommunizieren aktuell in einer Weise, die den kindlichen Lallphasen im ersten Lebensjahr vergleichbar ist.
In der ersten Lallphase bis zum 3. Monat gurrt und lautiert das Kind unbewusst, in der zweiten Lallphase bis zum 6. Monat beginnt es immer bewusster, Lautketten zu produzieren (ba-ba-ba, ma-ma...) Bis zum 9. Monat beginnt das Kind seine Bezugspersonen sprachlich nachzuahmen, ein Vorgang, der im späteren Leben etwa in der Bundespressekonferenz hilfreich sein kann. Gegen Ende des ersten Lebensjahres startet das Baby ein rudimentäres Gespräch, indem es auf etwas zeigt, dabei Blickkontakt aufnimmt und manchmal sogar eine lautliche Äußerung dazu produziert. Das Plappern in dieser Phase klingt variabel (be-wü, gi-di-da…), also in etwa so wie ein in Gendersprache verfasster Tagesschau-Kommentar.
Wenn der Minister zuerst anfängt zu lutschen
Wahrscheinlich haben Sie schon bemerkt, dass Sie und andere Personen im Umgang mit einem Baby fast automatisch in Babysprache, die sogenannte „Ammensprache“ verfallen. Keine Sorge, die Natur hat es genetisch verankert, dass wir mit Babys in diesem Singsang kommunizieren. Manche Merkmale des Baby-Talk werden übrigens auch gegenüber Haustieren oder bei Verliebten und Ausländern verwendet. Wir sprechen in höherer Tonlage, in vereinfachten Sätzen und mit längeren Pausen zwischen unseren Äußerungen. Freuen Sie sich also schon auf die kommende Weihnachtsansprache von Olaf Scholz.
Versuchen Sie, auch die subtilen nonverbalen Signale unserer Politiker zu verstehen. Auf diese Weise festigen wir das Vertrauen zueinander. Beispielsweise kann ein Kleinkind Hunger andeuten, indem es an seinem Handrücken lutscht. Sollten Sie einmal einer Ansprache von Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil beiwohnen, setzen Sie sich in die erste Reihe und fangen an zu lutschen. Angesichts der Haushaltslage besteht allerdings die Möglichkeit, dass der Minister Ihnen zuvorkommt und zuerst anfängt zu lutschen.
Damit die Kommunikation zwischen Erziehungsberechtigten und ihren Schutzbefohlenen draußen im Lande noch besser funktioniert, empfiehlt es sich, den politischen Wortschatz in kindgerechter Sprache zu erweitern, schwere Waffen oder Kampfpanzer beispielsweise mit dem Kosenamen Bumm-Bumm zu versehen. Im Folgenden eine spontane Auswahl von kindlichen Wörtern und Verballhornungen, die die Akzeptanz politischer Entscheidungen und die Kommunikation politischer Inhalte deutlich verbessern können.
Schnulli
Der Schnulli, korrekt Schnuller, ist ein sogenannter Beruhigungssauger. Umgangssprachlich wird er laut Wikipedia auch Nuckel, Nunni, Duddu oder Diddi, alemannisch und schweizerdeutsch Nuggi, österreichisch auch Duttel, Fopper, Luller, Nosi, oder Zuz(zi), in der Oberlausitz Huttl oder Hutti, in Sachsen Nubbel oder Nubbl, im rheinisch-bergischen Raum Bubu, und in Altbayern Duzl oder Dizi genannt. Er dient unter anderem der Beruhigung des Kleinkindes, ist also beispielsweise den Coronahilfen vergleichbar, die man sinnvollerweise Schnulli 1 hätte nennen sollen. Das 9-Euro-Ticket war dann Schnulli 2. Mit der Gaspreisbremse ist nun Schnulli 3 im Werden. Alle zusammen heißen Dreifachschnulli.
Den klassichen Polit-Schnulli könnte man kurz so definieren: Tritt ein von der Politik verursachtes Problem auf, etwa durch einen sinnlosen Lockdown oder das Sprengen von Atomkraftwerken, wird der Bürger von oben mit Geld beworfen, auf dass er sich beim Absaugen des staatlichen Mannas beruhige und nicht anfange zu krakeelen. Der Nachteil jedes Schnullis: Je länger man ihn einsetzt, desto schlimmer werden die Entzugserscheinungen. Das Auslaufen des Dreifachschnulli könnte lautstarke Folgen haben, es ist daher damit zu rechnen, dass Papa Scholz und Onkel Lindner demnächst Schnulli 4 und 5 ankündigen, möglicherweise sogar einen Dauerschnulli.
Pipi und Kaka
Pipi und Kaka beschreiben in kindgerechter Form die Folgen ahnungslosen staatlichen Handelns. Pipi ist beispielsweise Arbeitslosigkeit und Inflation, Kaka sind Stromabschaltungen und massenhafte Konkurse. Die dafür verantwortlichen regierenden Kleinkinder werden übrigens mit Pampers, sprich hohen Gehältern und Pensionen gegen Pipi und Kaka abgedichtet. Am besten gepampert sind die Führungsfiguren der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, die dafür sorgen, dass Pipi und Kaka als etwas ganz Normales und Bereicherndes empfunden werden. Ihre Faktenfinder weisen darüber hinaus nach, dass Pipi und Kaka nicht stinken.
Heia
Heia gehen bedeutet in kindlicher Sprache, schlafen gelegt zu werden. In der politischen Auseinandersetzung ist der Begriff hervorragend geeignet, um das Verhalten der rheinlandpfälzischen Landesregierung und Behördenvertreter während der Ahr-Katastrophe zu beschreiben.
Wauwau
Kindliche Bezeichnung für den Golden Retriever der Familie. Politisch geeignet als Kosename für Innenministerin Nancy Faeser.
Krankenkatze
„Krankenkatze" steht eigentlich für „Krankenkasse" und wird in Familien im Umfeld des öffentlichen Dienstes relativ früh verwendet. Inzwischen auch ein Synonym für Gesundheitsminister Karl Lauterbach. In Verbindung mit Heia, also „Krankenkatze Heia", verbindet sich der Wunsch, Lauterbach möge uns endlich in Ruhe lassen.
Wiuwiu
Wiuwiu ist die kindliche Verballhornung von Feuerwehr. Unter dem Begriff Wiuwiu versteht man jenen Teil der arbeitenden Bevölkerung mit technischer Intelligenz, die dafür sorgt, dass der Laden noch irgendwie läuft, respektive der Blackout mal wieder ganz knapp verhindert werden konnte. Im Gegensatz zur schwätzenden Klasse (Dummi-Dummi) besteht im Wiuwiu-Bereich ein eklatanter Fachkräftemangel.
Schups-Nudel
Schubs-Nudel steht im Vorschulalter häufig für „Schupfnudeln“. Der Begriff bietet sich im Politgeschehen als liebenswerte Bezeichung für jene Menschen an, die in Instituten, Sachverständigenräten und sonstigen moralischen Besserungsanstalten wirken, um den kleinkindlich beschränkten Bürger in die richtige Richtung zu schubsen. Als führende Schubs-Nudel gilt Alena Michaela Buyx, die Vorsitzende des deutschen Ethikrates aus Osnabrück, die ihre Lallphase in der Coronazeit auslebte.
Erdnussspähre
Erdnussspähre ist ein von Kindern in Zeiten des Klimawandels mitunter gebrauchter Begriff, der für das schwierige Wort „Atmosphäre“ steht. In der Erdnussspähre lebt beispielsweise Luisa Neubauer, die gerade mit ihrer Oma Dagmar Reemtsma ein neues Kinderbuch herausgebracht hat. In „Gegen die Ohnmacht“ beschreiben die beiden, wie man die Erdnussspähre rettet.
Von Dirk Maxeiner ist in der Achgut-Edition erschienen: „Hilfe, mein Hund überholt mich rechts. Bekenntnisse eines Sonntagsfahrers.“ Ideal für Schwarze, Weiße, Rote, Grüne, Gelbe, Blaue, sämtliche Geschlechtsidentitäten sowie Hundebesitzer und Katzenliebhaber, als Zündkerze für jeden Anlass(er). Portofrei zu beziehen hier.
Beitragsbild: Illustration Rudolf Wildermann

In einem Land in dem wir gut und gerne leben und ein Recht auf eine geistige zweite Kindheit haben, geht die „Politik“> natürlich wieder einmal mit erbärmlich gutem Beispiel voran. Vorsicht beim Gendern, gestern ist mir dabei beinahe der Schnulli abgefallen. Da hätte es sich aber ausgewummst und nur noch Kaki Kaki und Pipi wären möglich.
Die Anfänge der Infantilisierung der Politiker-Sprache liegen aber schon weiter zurück. Ich erinnere mich an ein „Gute-Kita“-Gesetz, „Starke-Familien“-Gesetz (Giffey) und Respekt-Rente. Die einfache Sprache liegt einfach im Trend der Zeit und orientiert sich am Bildungsniveau des Durchschnittsdeutschen (vermehrt mit Mihigru).
Liebe Omma,
heute haben wir Pieks bekommen, Mama ist schon putt, Papa hat aua und deshalb duerfen wir Glotze gucken, wir wuenschen uns ganz doll so ein Tierwumms von der Tante Annalena, und Onkel Robert Basic hat uns eiapopeia versprochen zu Weihnachten , wenn Onkel Olaf den Doppelwumms in die Windel gelegt hat. Und wer nicht brav ist, den besucht der Nancylaus und der bekommt den Po geboostert, dass der Nucki rausfliegt. Also, nicht mit den Wauwis Gassi am Montag, nur auf der linken Strassenseite. Sonst seid ihr alle Doofies. Und der Onkel Karl liest Euch zur Strafe aus Studien vor..
Mit Soundtrack von Queen, Ja, aber noch besser passt „ Princes of the Universe ;o)) Olaf rennt Nachts mit einem Katana im Kanzleramt herum….Für eine Bazooka ist er nicht gross genug, dies kann nur Arnie Schwarzenegger ! Der kann den “ Wumms „. So sind Sie halt, die Schrumpfgermanen (Reinrassiger Aesir kann Er wegen mangelder Körpergrösse sowieso nicht sein) !
Im angelsächsischen Raum bezeichnet man solche Möchtegerne / Gernegrosse als “ Little „ ! Trifft genau…..
War es im deutschen Sprachraum nicht schon immer so, daß die Kindersprache der Zweijährigen in den offiziellen Sprachgebrauch übernommen wurde? Was dem einen (CH) sein Töff (Moped), ist dem anderen (D) sein Brummi (LKW). Stimmt doch; oder?
Nachtrag: Die im politisch-publizistischen Komplex übliche ständige Nutzung von Facebook, Twitter sowie Emojis, all diesem Scheiß eben, führt natürlich geradezu zwangsläufig zu einer sprchlichen Reduzierung.
Das englische Wort „pacifier“ für Schnulli trifft es ebenfalls, bildet aber halt auch auf die BRD-Wählermehrheit ab. Eine Parteiengründung durch Sahra Wagenknecht würde über den Verarmungswinter zweistellig werden, ist aber beliebig unrealistisch. Schließlich sind Deutsche keine Italiener, also nicht in der Lage die linksliberalen Versagerparteien der Ampel oder eine Democrazia Cristiana namens CDU aus den Parlamenten zu verjagen, was nebenbei auch durch die Selbstbedienung all dieser Parteien schon ab der kommunalen Ebene verhindert wird. Im Osten gibt es dennoch schon länger Mehrheiten aus CDU und AfD. Auch daß es noch nirgends zu einer solchen gekommen ist, während die SED-Nachfolgepartei von Merkel in Bundesländern sogar präsidiabel gemacht wurde, ist ein urdeutsches Phänomen. Es ist schon lange nicht mehr durch den rotgrünen Medienzirkus allein erklärbar, in welchem AfD-Politiker ja nun außer zur verbalen Hinrichtung nirgends mehr vorgelassen werden. (Selbst Servus-TV gibt nur noch einer sich bereichert habenden, abgehalfterten Frauke Petry eine Plattform.) Vielmehr muß man auf angebliche V-Theorien zurückgreifen, wonach der AfD nur deshalb eine Regierungsbeteiligung abstrittig gemacht wird, weil sie in Teilen Fragen stellt, die ex- oder implizit per „Kanzlerakte“ verboten sind, nämlich u.a. die nach einer Grenzregelung und Währung eigenen Interesses, nach der gerade erneut widerlegten Souveränität, Wirtschafts- und Bündnisfreiheit der BRD, nach einer Kündigung der US-Truppenstationierung, nach atomarer Bewaffnung, nach dem Verbleib des Bundesbankgoldes usw.