Wie denkt es so in den Teilnehmenden des morgigen Autogipfels? Dank telepathischer Fähigkeiten lauschte der Sonntagsfahrer dem Abstimmungsgespräch von Oliver Blume (Volkswagen) und Ola Källenius (Mercedes-Benz).
„Vorstandsbüro Mercedes-Benz Group, wie kann ich Ihnen weiterhelfen?“
„Hier spricht Oliver Blume, können Sie mich zu Herrn Källenius durchstellen, er erwartet meinen Anruf“.
„Selbstverständlich, einen kleinen Moment bitte.“
„Ola Källenius.“
„Hallo alter Schwede, Oli hier, wat geht ab?“
Ola: „Musste mich nicht fragen, frag den Habeck.“
Oli: „Ach so, bevor wir anfangen, können wir auf Telegram wechseln?“
Ola: „Da hören doch die Russen mit.“
Oli: „Immer noch besser als der Habeck.“
Ola: „Muah.“
Oli: „Ja, was machen wir mit dem Habeck?“
Ola: „Wie immer: Der zahlt und wir machen Männchen. Ich sitz den doch auf einer Backe aus. Mein Vertrag geht bis 2029.“
Oli: „Wo wir gerade dabei sind: Hat es geklappt mit der Insel und dem Holzhäuschen in den Schären?“
Ola: „52.000 Quadratmeter, überlege noch, ob das vielleicht ein bisschen eng ist. Ansonsten Spitzenlage, da kommt höchstens mal ein U-Boot aus Kaliningrad vorbei, weil die Jungs keine Schilder lesen können. Übrigens: Fast nebenan ist noch ’ne Insel zu haben, dann könnten wir öfter mal zusammen angeln“.
Oli: „Bin eher nicht so der Angel-Typ, tendiere mehr zum Süden. Und beim Joggen bin ich in Nullkommanix um so ’ne Insel rum. Und für ’nen gescheiten Triathlon fehlt eine Fahrradspur.“
Ola: „Dann werd‘ doch Rinderbaron wie der Diess in Spanien.“
Oli: „Nee, dann lieber Zigeunerbaron in Ungarn.“
Ola: „Bist du doch schon, ihr habt doch dieses Verbrennermotorenwerk in Györ.“
Oli: „Muah. Muah. Verarschen kann ich mich selbst. Aber jetzt mal zum Montag. Wie fährst du vor?“
Ola: „Natürlich mit Deppenkennzeichen. Werde mich da doch nicht ohne E am Ende sehen lassen. Wie alle anderen auch.“
Oli: „Wer kommt eigentlich noch?“
Ola: „Auf jeden Fall dieser Besserwisser von BMW, ein Schlangenölverkäufer von Stellantis und die Müllerin vom VDA.“
Oli: „Und die Cavallo von unserem Betriebsrat, die den ganzen Bullshit mitgetragen hat und jetzt einen auf Klassenkampf macht.“
Ola: „Ach, was waren das noch für Zeiten als ihr euren Betriebsrat in den Puff nach Brasilien geschickt habt. Muah.“
Oli: „Was glaubst du, worauf das am Montag rausläuft?“
Ola: "Wenn du nicht mehr weiter weißt, dann bilde einen Arbeitskreis."
Oli: „Wir müssen aber doch wenigstens so tun, als ob wir ’ne Idee haben.“
Ola: „Erst mal müssen wir so tun, als ob die Elektromobilität nach wie vor das Ei des Kolumbus sei.“
Oli: „Eigentlich hatte Kolumbus ja zwei Eier, ein elektrisches und eins mit Verbrennermotor.“
Ola: „Weiß ich als Wikinger auch, aber sagen sollte man es nicht, es sei denn, du spekulierst auf deine Frühpension.“
Oli: „Ich spekuliere lieber auf Habecks Frühpension. Und auf die seines Vorturners. Aber bis es soweit ist, sollen die halt blechen. Und wir müssen dafür die richtigen Narrative finden.“
Ola: „Nara-was?“
Oli: „Narrative. Die Menschheit dürstet danach, etwas vom Pferd erzählt zu bekommen“.
Ola: „Also ich hab da ’ne Idee. Wir müssen so etwas wie eine moralische Pflicht zum Elektroauto ausrufen. Das hat doch beim Impfen auch geklappt – außer bei uns in Schweden, wir sind halt kluge Kerlchen, muah. Aber erinnerst du dich daran, was der Habeck gesagt hat: ‚Die Geimpften werden mehr Rechte haben als die Ungeimpften‘. Da machen wir draus: ‚Die E-Autofahrer werden mehr Rechte haben als die E-Auto-Verweigerer‘. Das funzt bei dem Habeck, wenn er sein Köpfchen zur Seite legt und den Verstand in einer Ecke sammelt. Und falls der Merz Kanzler wird, dann passt es auch, sorgt also für Planungssicherheit. Der Merz hat gesagt, man sei an einem Punkt, ‚an dem unser Land in Geiselhaft genommen wird von den Corona-Leugnern und den Impfgegnern‘. Und jetzt sind wir halt an einem Punkt, ‚an dem unser Land in Geiselhaft genommen wird von Reichweiten-Leugnern und E-Auto-Gegnern‘. Ich stelle mir einen Werbeclip mit einem Kind mit Tränen in den Augen vor, das leise flüstert: ‚E-Auto-Verweigerer tragen ihre Kaufenthaltung auf dem Rücken künftiger Generationen aus‘“.
Oli: „Klaro, wenn der Habeck noch ein paar Mille pro Auto drauflegt, läuft die Chose noch ein bisschen länger. Wer künftig keinen elektrischen Dienstwagen fährt, der blockiert die Zukunft und gefährdet Millionen Arbeitsplätze! Wer sich der Elektromobilität verweigert, betreibt schändlichen Defätismus.“
Ola: „Defä-was?“
Oli: „Defätismus ist die Überzeugung, keine Aussicht auf Sieg, und Erfolg zu haben. Daraus resultiert eine starke Neigung zum Aufgeben und zur inneren Kündigung. Beim Militär steht das unter Strafe. Bei VW übrigens auch.“
Ola: „Ach ihr Komissköppe, euch fehlt nur der Piech mit seinem langen Ledermantel. Ihr könnt ja elektrische Kübelwagen bauen und dem Pistorius auf den Hof stellen. Wir müssen kriegstüchtig werden".
Oli: „Jetzt mal ohne Scheiß, das mit dem moralischen Druck leuchtet mir ein, wenn wir dann noch geschickt das IG-Metall Stichwort vom ‚Wir Antrieb‘ aufnehmen, dann bin ich dabei und die Cavallo gibt Ruh.“
Ola: „Ja und wir müssen sämtliche Fässer anzapfen wie auf dem Oktoberfest. Stell Dir doch nur mal vor, E-Autos gäbe es auf Krankenschein, wegen der saubereren Luft und so. Müsste man über die WHO einspeisen.“
Oli: „Ich fürchte trotzdem, das reicht nicht, das undankbare Volk ist schwer von Begriff. Aber leichte Schläge auf den Hinterkopf fördern das Denkvermögen. Hast du zum Beispiel die Zote mit dem Musk und dem Kadyrow mitbekommen? Der gute Ramsan hat sich angeblich einen Tesla-Cybertruck besorgt und hinten eine Kanone draufgebaut. Und dann hat der Musk in Los Angeles auf einen Knopf gedrückt und die Kiste 11.000 Kilometer entfernt in Grosny stillgelegt. Das ist doch ausbaufähig.“
Ola: „Du meinst wir sollten, ähm die AfD-Dienstwagenflotte – und die, ähm, wird ja jeden Tag größer – vor der Bundestags-Wahl einfach ausknipsen?“
Oli: „Ich sag dazu nix. Außer: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.“
Ola: „Stimmt. Als zweite tragende Säule des E-Automarktes könnte ich mir einen Beitrag zur Rückführung in Deutschland nicht aufenthaltsberechtigter Personen vorstellen. Also 1.000 Euro Prämie würde ich persönlich für ein schlechtes Geschäft halten, dafür würde ich noch nicht einmal nach Schweden remigrieren. Aber nach Afghanistan?
Oli: "Das ist inzwischen doch das Gleiche. Muah."
Ola: "Geschenkt. Aber für einen schlappen Tausender nach Afghanistan? Ich bitte dich, wo leben die denn in Berlin, das ist blanker Rassismus. Ich schlage deshalb die kostenlose Überlassung eines Mercedes EQA an Rückkehrwillige vor, vorausgesetzt, sie nutzen diesen für den Rücktransport ins Heimatland. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau soll die Bürgschaft übernehmen – und einen Führerschein gibts noch obendrauf. Kost ja nix und da kriegen wir auch die Faeser ins Boot. Wenn die Afghanen das E-Mobil ganz klemmen, ist es besonders prima. Das ist ein Win-Win-Ding und läuft bei uns unter der Chiffre 'King of Kabul'. Es trägt auch zur Markenbildung in einem kommenden Schlüsselmarkt bei. Ich sag’ dir, wir haben das alles durchgerechnet: Einen preiswerteren Weg zur Entsorgung von Altbatterien gibt es nicht.“
Oli: „Aber die kommen nicht weit und bleiben mit deiner Schüssel auf dem Weg zum Hindukusch spätestens in Österreich hängen, weil sie nicht wissen, dass man das Teil wie einen alten Karabiner ständig nachladen muss“.
Ola: „Hauptsache, die Typen sind erst mal vom Hof. Wir finden in Sindelfingen keinen einzige freie Garage mehr".
Oli: „Meinst für die Afghanen oder für die E-Autos?“
Ola: „Für Beide.“
Oli: „Erzähl’ die Idee bloß nicht der Hildegard Müller, die kann nix für sich behalten und sticht es womöglich schon vorher durch".
Ola: „Apropos Müllerin: Wie sollen wir die Werksschließungen und Massen-Entlassungen erklären?“
Oli: „Von Habeck lernen, heißt siegen lernen: Wir entlassen niemanden, sondern die hören nur auf zu arbeiten. Wir bringen in der Bundesrepublik dringend benötigte und gut erholte Fachkräfte auf den danach dürstenden Arbeitsmarkt, wo sie stante pede ein neues Wirtschaftswunder auslösen.“
Ola: „Höre ich da leichten Zynismus raus?“
Oli: „Nichts liegt mir ferner als das“.
Ola: „Na dann, bis Montag, hau rein!“
Dirk Maxeiner ist einer der Herausgeber von Achgut.com. Von ihm ist in der Achgut-Edition erschienen: „Hilfe, mein Hund überholt mich rechts. Bekenntnisse eines Sonntagsfahrers.“ Ideal für Schwarze, Weiße, Rote, Grüne, Gelbe, Blaue, sämtliche Geschlechtsidentitäten sowie Hundebesitzer und Katzenliebhaber, als Zündkerze für jeden Anlass(er). Zu beziehen hier.
Beitragsbild: Creative Commons CC0 Pixabay

Wer „Narra-was“ sagt, sollt nicht von „Teilnehmenden“ sprechen, oder?
Danke Herr Maxeiner, vermutlich habe ich heute für eine Weile zum letzten Mal gelacht.
„Teilnehmenden“ ? Ist es schon soweit ? Ein freundliches MUAAAHHH…….
Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ola noch Oli auf.
Ich glaube nicht an Telepathie – ich glaube eher, dass da zwei Leute von Correctiv jeweils neben dem Schreibtisch gesessen haben. Ganz zufällig! Und die können das beneiden – wenn sie dabei ihre Kapuzen, ihre Antifa- Masken und ihre Sonnenbrillen nicht abnehmen müssen! Und überhaupt: besser eine gut erfundene Story als schlecht recherchiert. Wenn’s eng wird, kann man das Ganze ja noch zur Meinungsäußerung umrubeln. Da ist ja in Deutschland ziemlich viel erlaubt – wenn es von den „Richtigen“ kommt!
Halte ich für sehr wahrscheinlich, dass es solche Gespräche auf Hotelklo-Niveau gibt. Zusammenfassend: Es kommt nix raus außer heißer Luft, cooler Sprüche und neues Sondervermögen für die E-Gurken. Plus Riesenpressekonferenz mit dem Dreckschwätzer und 7-Tage Bart Habeck. Alles schön inszeniert von den Claqueuren des Staatsfernsehens. Schön, dass wir mal wieder drüber geredet haben und das Volk verar…. haben. Also weiter auf dem Weg ins Morgenthau-Land.
In guten Zeiten hat VW an einem Tag allein in allen europäischen Werken zusammen mehrere tausend Fahrzeuge der Golf-Plattform gebaut. Ich habe es selbst erlebt, und es findet sic im Netz: „ Es gab Zeiten, da wurden hier 3000 Stück am Tag gebaut, es gab fünf Montagelinien und drei Schichten. Heute sind es vier Linien und nur noch zwei Schichten und gebaut werden 1200 Golf-Autos pro Tag.“ Wenn Harbek nur an VW auf Basis von 220 Arbeitstagen und 1200 „Golf“ /Tag Abwrackprämien zahlen will, dann wären es 1.600.000.000 Euro Steuergeld-Subventionen. Nur dieser Anteil.
30.000 Arbeitsplätze per Arbeitslosengeld oder weiter voll zu bezahlen ist deutlich billiger, und entspräche geringeren Kosten als der Aufnahme von ca. 14 Tagen weiterer Asylsuchender.
Endstation Deutschland. Bald ist das Geld weg. Und der Rest auch!