Dirk Maxeiner / 19.03.2023 / 06:15 / Foto: Pixabay / 110 / Seite ausdrucken

Der Sonntagsfahrer: Hinterm Horizont fährts weiter

Die Zukunft bleibt offen und ist viel mehr als eine Energiesparvariante der Gegenwart. Und das Auto wird dabei weiter eine große Rolle spielen. Die damit verbundenen Gefühle lassen sich nicht von selbsternannten Pfeifen verscheuchen, nach denen wir tanzen sollen, weder technisch noch politisch. Da bin ich ganz optimistisch.

Das Auto soll weg, so viel ist inzwischen klar. Das lehren Verbrennerverbot, gesperrte Stadtviertel, prohibitive Spritpreise und blockierte Straßen (entweder von Klimaklebern oder von grünen Parkbänken wie in der Berliner Friedrichstraße, beide sind vom gleichen Holz). Und nicht zuletzt Autopreise, die sich auf dem Weg zum Mond befinden. Laut der Deutschen Automobil-Treuhand (DAT) kostete ein Neuwagen vergangenes Jahr im Durchschnitt 42.790 Euro, das durchschnittliche Jahresnettogehalt des deutschen Arbeitnehmers liegt aber nur bei 26.868 Euro. Ein kleiner nostalgischer Rückblick ins Jahr 1960: Ein neuer VW-Käfer kostete damals etwa 4.500 Deutsche Mark, das Durchschnittseinkommen lag bei etwa 6.100 DM im Jahr, das Verhältnis von Einkommen und Preis für einen Neuwagen fiel also deutlich hoffnungsvoller aus. Ein Opel Kadett kostete 6.500 DM – und wo wir gerade dabei sind – die monatliche Rundfunkgebühr betrug 7 DM. Branchenexperten der Deutschen Bank fürchten, dass der Durchschnittsbürger Gefahr laufe, "sich kein Auto mehr leisten zu können“. 

Die meisten von uns können sich inzwischen einen Neuwagen tatsächlich abschminken wie Häuptling Habeck die rote Farbe von seinem letzten Indianerbesuch. Und auch für einen guten Gebrauchten müssen sie sich jahrelang krummlegen, zumal sie auch anderweitig gemolken werden wie das Holsteiner Milchvieh. Die Altersversorgung geht ja schon für eine neue Heizung drauf, vielleicht muss man ja bald in der Garage einziehen, und das klein Häuschen vermieten, damit man den Einbau der Wärmepumpe bezahlen kann.

Um den gemeinen Automobilisten sanft einzuschläfern, wird ihm als Placebo das Elektroauto vor die Nase gebunden, so wie man einem Esel eine Möhre hinhält. Die neueste Frohmutsmelodie in diesem Konzert kam vergangene Woche von Volkswagen. Der staatstragende Konzern hat ein-E-Auto mit dem schönen deutschen Namen „ID2all“ angekündigt. „All“ steht dabei nicht für Mondpreise sondern kommt aus dem Denglischen und will sagen „für alle“, denn das Auto sei zu einem sensationellen Preis „unter 25.000 Euro“ zu haben. „Es wäre tatsächlich das erste erschwingliche und zugleich alltagstaugliche Elektroauto des Herstellers“ schreibt Die Welt, deren Autor mit seinen Maßstäben ein wenig aus der Kurve getragen wurde. Postboten und Polizisten, Verkäuferinnen und Krankenschwestern, Handwerksgesellen und Fernfahrer werden unisono entzückt sein: So billig war es noch nie, sich keinen Volkswagen leisten zu können. 

Der neue Chefdesigner von Volkswagen hat sogar Gregor Mendels Vererbungsregeln studiert, um das Jahrhundertereignis historisch einzuordnen. Der ID2all überführe „die DNA unserer Ikonen in die Zukunft“ sagt der Mann, und sieht das teure Stück als „Hommage an Käfer, Golf und Polo“. Nun gut, ein bisschen Tschingderassabumm muss sein, aber die Sache mit der Zukunft sollte er vielleicht noch ein wenig reifen lassen.

Jedenfalls ist der durchschnittliche deutsche Autokäufer außerordentlich störrisch, wie die DAT in ihrem neuesten Report ebenfalls herausgefunden hat. Gefragt, welche Antriebsart sie bevorzugen würden, wenn es keinen Verbrenner mehr gäbe, antworteten 42 Prozent, sie würden sich dann für ein Wasserstoffauto mit Brennstoffzelle entscheiden, ein Batterie-Mobil wollen nur 19 Prozent haben. Zum Glück war keine Dampfmaschine als Alternative aufgeführt, dann wäre die Umfrage womöglich völlig außer Kontrolle geraten. Die Leute sind offenbar nicht so blöd, wie die durchschnittliche grüne Partei-Fachkraft sich das wünscht, sie beginnen das Manöver zu durchschauen. Ich bin zuversichtlich, dass sie demnächst ungehalten werden wie ein Kleinkind, dem man die Sandschaufel wegnehmen will. 

Das wagt noch nicht einmal Xi Jinping in China

Wie immer bei verordneten Revolutionen verlieren die führenden Knallchargen den Überblick darüber, wie der Mensch so tickt. Sie können ja vielleicht das Auto verbieten, aber nicht den Wunsch danach. In der Umfrage der DAT gaben 91 Prozent der Autobesitzer an, dass der eigene Wagen für sie „elementar“ sei und ihnen Freiheit und Unabhängigkeit garantiere. Fast genauso viele fühlen sich ohne Auto in ihrer Mobilität deutlich eingeschränkt. Das eigene Auto ist nämlich nicht nur ein technischer Gegenstand, sondern ein soziales System, das keine Macht der Welt so einfach auf den Schrott befördern kann, das wagt noch nicht einmal Xi Jinping in China. Eine kleine Weltreise täte überhaupt gut: Erklären sie mal den Fahrern der rauchenden Sammeltaxis in Lagos, sie müssten fortan mit Batterien fahren. Erklären Sie mal einem Goucho in Argentinien, dass er für den Weg in die Stadt fortan wieder sein Pferd benutzen muss. Apropos: Kaiser Wilhelm soll gesagt haben: „Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung“. Ich aber sage euch: Nicht das Auto, sondern der grüne Zeitgeist ist eine vorübergehende Erscheinung. Wenn der gegen die Wand fährt – und die Stunde wird kommen – sind die Brumm-Brumms so schnell wieder da wie die Zugvögel im Frühjahr. Sie kommen dann allerdings nicht mehr aus Deutschland. 

Die Liebesaffäre des Menschen mit dem Automobil ist ja eine internationale Angelegenheit, und wer durch die Welt reist, dem ist um das Auto nicht bange. Nirgendwo wird das symbiotische Verhältnis des Menschen zu seinem Automobil beispielsweise so deutlich wie in einem amerikanischen Motel. Man ruht gleichsam Seite an Seite mit seinem vertrauten Automobil, das vor der Tür knackend abkühlt. Es dient als Bar und Depot für Sixpacks, als Kleiderschrank und Musikanlage. Der Lebensmittelpunkt hat hier eindeutig vier Räder. Ein US-Motel ist ein wunderbarer Ort, um über das Auto und das Leben an und für sich nachzudenken.

„Wenn Du eine Stunde in der Kirche verbringst, wo bist Du?“, fragte einmal der amerikanische Autor P.J. O’Rourke. Statt einer Antwort schickte er eine zweite Frage hinterher: „Wenn Du eine Stunde im Auto verbringst, wo bist Du dann?“ Darauf fiel ihm sofort eine Antwort ein: „At the beach“. Treffender kann man das transzendente Wesen des Automobils nicht in Worte fassen. Das Auto transportiert nicht nur uns selbst, sondern auch unsere Sehnsüchte. In einem Motel am Ende der Welt liegt diese Einsicht besonders klar vor Augen. Und am Arsch der Welt, etwa auf einem Dorf in der hohen Rhön oder im tiefen Sachsen, kommt man auch ziemlich schnell auf den Trichter.

Die europäische Entsprechung zum Motel lieferten mit der ersten großen Reisewelle in den 1950er Jahren die Campingplätze auf dem Weg nach Italien. Eine ganze Armada von Käfern krabbelte über die Alpen. Im Radio dudelt der Evergreen „Capri Fischer“ („Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt...“), Italien wurde zum Sinnbild des süßen, leichten Lebens im Kontrast zum harten Malochen in der grauen, kalten Heimat. Wenn heute in unserem Lande weniger teutonische Strenge herrscht, dann ist es auch diesen Lockerungsübungen zu verdanken. Das Auto hat den Deutschen paradoxerweise sowohl das Wirtschaftswunder gebracht als auch die Einsicht, dass Kohlescheffeln nicht alles sein kann.

Helden der ewigen Wanderung auf klapprigen Wagen

Sein gewaltiger kultureller Einfluss unterscheidet das Auto von den meisten anderen technischen Gegenständen. Ein Kühlschrank oder eine Waschmaschine bringt Dich nicht ans Meer. Und auch nicht zur Disco in der nächsten Stadt. Ein Auto schon. Selbst ohne Benzin, im Reich deiner Träume. Das Auto ist eben nicht nur etwas, es MEINT etwas. Es meint Freiheit und Autonomie. Die westliche Kultur wurde vom automobilen Gedanken irreversibel geprägt. Die massenhafte Verbreitung des Autos, die sich in den USA zuerst vollzog, lieferte den Amerikanern das geeignete Transportmittel zur Unabhängigkeitserklärung nach. Die unveräußerlichen Rechte eines jeden Menschen auf „Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit“ („The Pursuit of Happiness“) sind in den USA untrennbar mit dem Auto verwoben. Dafür genügt ein Blick in die amerikanische Literatur. 

Der kalifornische Schriftsteller John Steinbeck beispielsweise machte ein altes Auto in „Die Früchte des Zorns“ zum rettenden Element einer heimatlosen Farmersfamilie, der man ihr Land weggenommen hat. „Der ehrwürdige Hudson mit seinem verbeulten Kühler, staubig und mit fett beschmiert, halb Lastkarre, halb Limousine, ist jetzt der neue heimische Herd der Joads“, schreibt der italienische Literaturkritiker Attilio Brilli, „in einer der eindruckvollsten Passagen der amerikanischen Literatur, die im Rhythmus dem Ton des Alten Testaments folgt, wird von der Metamorphose erzählt, die aus Pächtern wieder Pilger macht, Pioniere der Neuen Welt, welche auf ihren klapprigen Wagen zu Helden der ewigen Wanderung in das gelobte Land werden.“

Über ein halbes Jahrhundert später, im Jahre 1989, zog eine heimatlose Karawane durch Europa. Ausreisewillige DDR-Bürger auf dem Weg ins gelobte Land Bundesrepublik strandeten mit ihren klapprigen Trabis und Wartburgs auf ungarischen Campingplätzen. Die Ungarn zerschnitten dann gemeinsam mit den Österreichern den Stacheldraht des Eisernen Vorhangs. Ein ganzer Treck von rauchenden Trabis setzte sich in der Folge via Ungarn gen Westen in Bewegung, und der Geruch von bläulichen Zweitakter-Öl verband sich mit dem Duft der Freiheit. Der Sozialismus kam buchstäblich unter die Räder, was seine Anhänger ewig übelnehmen werden.

Der kleine Trabant wurde zu einem sympathischen Symbol der friedlichen deutschen Revolution. Ein berühmtes Graffito auf der Berliner Mauer zeigt einen Trabant, der durch die Wand bricht. Auf einem historischen Foto sieht man gar einen Trabi-Auflauf, der sich vor der Westberliner Coca-Cola-Niederlassung gebildet hat. „Go West“ wurde für einen kurzen, glücklichen Moment zu einer deutsch-amerikanischen Angelegenheit. Die erste Autoreise gen Westen führte dann nach Österreich oder Italien – die Caprifischer ließen grüßen.

Das Auto dient dem Menschen eben nicht nur zum Transport, sondern ist auch ein Ort der Geselligkeit und Intimität. Lange vor seinen europäischen Altergenossen empfinden junge Menschen in Amerika das Auto als ein Niemandsland, das den Beschränkungen und Tabus von Gesellschaft und Familie entzogen war. „Man müsste mal eine Abhandlung über den sittlichen, physischen und ästhetischen Einfluss des Ford-T-Modells auf das amerikanische Volk herausgeben“, schrieb John Steinbeck. „Die meisten Babys jener dahingegangenen Epoche wurden im Modell-T-Ford gezeugt und nicht wenige in ihm geboren“. 

Alle, die sich Gedanken über die Zukunft des Automobils machen, tun gut daran, den Platz zu berücksichtigen, auf dem das Auto im kollektiven Gedächtnis der Menschen parkt. Tom Wolfe schrieb in seinem wunderbaren Essay „Das bonbonfarbene tangerinrot-gespritzte Stromlinienbaby“: „Autos sind Freiheit, Stil, Sex, Kraft, Bewegung, Farbe – alles findet sich hier“. Und die damit verbundenen Gefühle lassen sich nicht von selbsternannten Pfeifen verscheuchen, nach denen wir tanzen sollen, weder technisch noch politisch.

Selbst ein trockener technischer Terminus wie die „Reichweite“ wohnt bei näherer Betrachtung in archaischen Abschnitten unserer Hirnmasse. Der Hinweis, dass der durchschnittliche Autonutzer pro Tag nicht mehr als 40 Kilometer zurücklegt, ist ein hübsches und rationales Argument für das Elektroauto, aber es wird bei vielen seine Wirkung verfehlen. Wer so argumentiert, ignoriert die Stand-by-Funktion, die ein Auto im Unterbewusstsein hat. Und das flüstert in etwa so: „Vielleicht muss ich plötzlich vor etwas fliehen oder der 500 Kilometer entfernt wohnenden Tochter zur Hilfe eilen. Vielleicht muss ich das auch niemals. Ich hoffe sogar, dass ich es niemals muss. Ich will aber für den Fall gewappnet sein.“ Eine Risiko-Lebensversicherung wird vermutlich in 99,9 Prozent der Fälle nicht in Anspruch genommen. Und doch schließen Menschen eine ab. Das ist die Psychologie der Assekuranz. Und die eines vollen Tanks.

Die alten Griechen hatten noch keinen blassen Schimmer vom Auto, aber von Autonomie verstanden sie etwas: Diese umfasste das Recht, „die eigenen inneren Angelegenheiten unabhängig von einer anderen Macht bestimmen zu können“. Autonomie heißt nichts anderes als: Ich mache meinen eigenen Fahrplan. Und hier liegt auch der Grund, warum das Automobil von den Freunden der Freiheit so geschätzt und von ihren Feinden so verabscheut wird. Das Auto ist eben eine verdammt gute Idee. Und Ideen, die einmal in der Welt sind, können nicht zurückgeholt werden. Diese Zahnpasta bringt kein Schlangenbeschwörer zurück in die Tube. Die Zukunft bleibt offen und ist viel mehr als eine Energiesparvariante der Gegenwart. Und das Auto wird dabei weiter eine große Rolle spielen. Da bin ich ganz optimistisch.

 

Von Dirk Maxeiner ist in der Achgut-Edition erschienen: „Hilfe, mein Hund überholt mich rechts. Bekenntnisse eines Sonntagsfahrers.“ Ideal für Schwarze, Weiße, Rote, Grüne, Gelbe, Blaue, sämtliche Geschlechtsidentitäten sowie Hundebesitzer und Katzenliebhaber, als Zündkerze für jeden Anlass(er). Zu beziehen hier.

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Hans Meier / 19.03.2023

Ich empfinde diese Grenzwertbetrachtungen sind zu differenzieren. Die Autogegner halte ich für kränkelnde Exemplare mit höchsten Minderwertigkeits-Neurosen. Die haben in ihrem praktischen Leben noch nie Getriebe repariert, Kurbelgehäuse neu gelagert, Holme autogen mit Blechstreifen verschweißt, oder ein Fahrwerk Kurvenfest optimiert und sind neurotische Nix-Könner, ohne Werkzeuge in den Händen, oder Logik im Laberköpfchen. Sensibler betrachtet sind es absolute Idioten, sie haßen uns Macher. Die Elektrofritzen haben auch nicht alle Latten am Designer-Zaun, die Batterie-Schleicher werden niemals Oldtimer, sondern eine zukünftige Recykel-Halde. Und wer in die Politik geht, um sich schwadronieren zu höhren hat eine narzisstische Variante, von Impotenz ohne Mut Familie zu gründen. Zum Wasserstoff-Antrieb amüsieren mich die Hochdrucktanks mit 700 bar Abenteuer, da bin ich doch eher mehr für einen Benziner mit Gasanlage. Hatte ich mal, fuhr sich gut und sehr wirtschaftlich. Gestartet wurde auf Benzin, gleichdrauf umgeschaltet auf Gas und anschließend angekommen wieder auf Sprit umstellen. Heute schätze ich den Diesel, der hat als Langhuber mehr Drehmoment, also Schub, sieht man ja an den Sprintern und LKW`s. Die Automobilität teilt auf, in Menschen mit Werkzeugen, mit Logik zur Souveränität und eben die Gruppe, denen ständig das Kleinhirn, dazwischen funkt, obwohl das nur für die Atmung, die Verdauung usw. verantwortlich ist. Einen schönen Sonntag, trotz Bewölkung.

Wilhelm Lohmar / 19.03.2023

Herr Maxeiner, Ihr Wort in Gottes Ohr.

Gerd Heinzelmann / 19.03.2023

Die Klugheit von Frauen und Männern ist eine komplett andere. Trotzdem kann sie sich treffen. Was ihr Hund damit zu tun hat? Keine Ahnung, sagen Sie es mir. Deswegen lese ich Ihre Kolumne. Stimmentechnisch liegen wir gleich, ansonsten habe ich das Gefühl, dass Sie um einiges schwerer wiegen. Das hat mit Ihrem Hund nichts zu tun.

Heiko Stadler / 19.03.2023

Man kann die Bedeutung des Autos nicht besser beschreiben, Herr Maxeiner! Vor einem Jahr bin ich aus der Großstadt mit Vollversorgung durch Bummelbusse mit ihren maskierten und duchgeboosterten Insassen geflohen. Meine neue Wahlheimat ist ein Linienbussfreies 600-Seelendorf, das über 100 km vom nächsten Großstadtsumpf entfernt ist. Der Umzug war ein gefühlter Zeitsprung von 1933 in die Zeit des Wirtschaftswunders. Jedes Haus im Dorf hat Garagen für zwei bis vier Fahrzeuge. Für die 7 km in die nächste Kleinstadt benötigt man 7 Minuten. Im grünschimmeligen Großstadtsumpf brauchte ich für die 5 km ins Zentrum 15 Minuten + 15 Minuten für die Parkplatzsuche. Das wichtigste an meinem Auto ist aber, dass ich dort der Hausherr bin. Niemand muss einen Impfausweis oder ein Zertifikat über seinen CO2-Fußabdruck oder seine Gesinnung vorzeigen.

A.Schröder / 19.03.2023

“Die Zukunft bleibt offen ...”. Deutschland, nur ein Furz in der Welt, hat die Zukunft hinter sich.

Ludeloff Klaus / 19.03.2023

Die Sehnsucht nach Freiheit findet im Auto eher seine Entsprechung als die sozialistischen Versprechungen grüner und linker Rattenfänger in Politik und Medien. Diese Sehnsucht zu brechen wird nur gelingen, wenn man den Menschen und seine Würde bricht. Das ist aber selbst auf Cuba nicht gelungen oder im sozialistischen Paradies DDR. Die Wartezeit auf einen Trabbi verkürzte den Verfall des Regimes, dem heute nicht nur alte SED-Kader nachtrauern, erfahrbar nicht, sie entlarvte nur die Wahrnehmungsstörung derer, die Gleichheit mit Gleichmacherei und Glauben mit Denken mit Ideologie verwechselten. Aus den grünen und sozialistischen Ruinen wird der Wunsch nach individueller Mobilität und Freiheit sich eher erheben als das Versprechen immerwährender,  erneuerbarer Energie oder der kulinarische Hochgenuss mit Hafermilch und Mehlwürmern.

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