Manfred Gotta, Gründer der gleichnamigen Firma „Gotta Brands“, entdeckte vor 37 Jahren eine echte Marktlücke: die Erfindung neuer Namen für Automobile und später auch andere Produkte. Als Gesellenstück machte er aus dem Opel „Ascona“ den Opel „Vectra“. In der Folge entstanden Kunstnamen wie Calibra, Twingo, Cayenne, Smart, oder auch Targobank und Megapearls. Die gegenwärtige Bundesregierung versucht sich in der gleichen Disziplin, allerdings mit bescheidenem Erfolg. Aus dem „Heizungsgesetz“ wird das „Gebäudemodernisierungsgesetz“, aus dem „Bürgergeld“ wird die „Grundsicherung“. Aus Faschismus wird Antifaschismus, „War is peace“, „freedom is slavery“, "Ignorance is strength" – oh pardon, das gehört jetzt nicht hierher.
Das Geniale am Neusprech anno 2025: Während der Wechsel vom „Opel Ascona“ zum „Opel Vectra“ über einen Modellwechsel erfolgte, bleibt die Bundesregierung beim ollen Opel , sprich dem alten Modell und nennt es nur anders. Kanzler Merz und die Seinen spendieren ein paar neue Zierleisten oder Schonbezüge, wie dereinst Ceausescu, der das Volk 35 Jahre lang mit dem den guten alten Dacia 1300 beglückte („Perfekt für die Idioten“). Gemeinsam ist den hier erwähnten Geistesgrößen, dass sie die Kombinationsfähigkeit des gemeinen Lohnsteuer-Bagage sträflich unterschätzen. Das geht eine Weile gut – und dann nachhaltig schief. Früher hieß ein bekanntes Bonmot: "Wenn der Deutsche umfällt, kippt er nach rechts". Friedrich Merz möchte ich davon ausdrücklich ausnehmen: Wenn der umfällt, kippt er nach links.
Ich empfehle den Berliner Strategen daher dringend Kontakt zum „Namenspapst“ Manfred Gotta zu suchen um das Volk solange fröhlich zu stimmen bis Merz seine DA 62 aufgetankt hat und die Koordinaten der Anchorage Airport erfragt hat, um dort Ananas zu züchten. „Megapearls“ klingt jedenfalls besser als „Grundsicherung“, auch wenn der gleiche alte Quark dahinter steckt. Auch im Rentenpaket wohnt weiterhin ein altersschwacher weißer Hase, nämlich die Illusion, dass die Renten unter den gegenwärtigen Bedingungen fortgeschrieben werden könnten. Ich empfehle, das verabschiedete Rentenpaket wenigstens nachträglich in „Targobank“ umzutaufen, von mir aus auch Lehman Brothers.
Herzschrittmacher bleiben aber erlaubt
Sehr hübsch ist auch die aktuelle Märchenerzählung, in der behauptet wird, das sogenannte „Verbrennerverbot“ sei dank des heldenhaften Einsatzes der Stahlhelme Friedrich Merz, Manfred Weber und Ursula von der Leyen nunmehr Geschichte. „Bei Neuzulassungen ab 2035 soll nun statt 100 Prozent eine 90-prozentige Reduktion des CO₂-Ausstoßes für die Flottenziele der Automobilhersteller verpflichtend werden“, sagte Weber der „Bild“-Zeitung. Dies ist vergleichbar einem Beschluss, die Kalorienverbrennung der Bevölkerung nicht um 100 Prozent zu senken, sondern lediglich um 90 Prozent. Sprich: Die Betroffenen also etwas langsamer verhungern zu lassen. Herzschrittmacher bleiben aber erlaubt, die funktionieren ja elektrisch und sind die Zukunft, besonders bei Repräsentanten der CDU/CSU. Überdies kann man sie billig in China herstellen. „Autobranche kann aufatmen“ vermeldet „Bild“, denn es wird ja nur das Ausatmen unter Strafe gestellt.
Den weiteren Weg zum klimaverträglichen Ableben umschreibt dann noch das Kleingedruckte, in dem sich mühelos weitere Kinderüberraschungen einbauen lassen, um beim ursprünglichen Ziel zu bleiben, es dem Stimmvieh in dieser Deutlichkeit aber vorzuenthalten, bis es zu spät ist. „Anders als öffentlich wahrgenommen“ umfasse die geplante Neuregelung „nicht nur Mietwagen und Firmenflotten“, sondern auch „die privat geleasten Fahrzeuge in den Flotten der Autobauer“, sagte beispielsweise der Europa-Abgeordnete Markus Ferber (CSU) dem FOCUS.
60 Prozent aller Neuwagen werden in der EU geleast, die meisten davon über die Banken der Hersteller. Nach den Vorstellungen der Kommission sollen Flottenbetreiber künftig ausschließlich E-Autos in ihre Bücher nehmen dürfen. Die entsprechende Regelung solle bereits ab Januar 2030 gelten. Privat-Haushalte könnten dann „am freien Markt einen Diesel kaufen, auf dem Leasing-Markt aber nur noch ein Auto mit Steckdose“. Auf diese Art und Weise gehen nicht nur die Hersteller pleite, sondern auch ihre Banken, die künftig auf Halden von rücklaufenden E-Mobilen sitzen werden, deren Restwerte sie bis auf das Niveau von zwei Pfund Tomaten und einem Sixpack Freiland-Eier nach unten korrigieren dürfen.
Kretschmann, der Erfinder des Basta-Antriebes
Offensichtlich hat die EU-Kommission bei Henry Ford gelernt, der wählerische Kunden des T-Modells folgendermaßen beschied: „Sie können jedes Auto in jeder Farbe haben, solange es schwarz ist“. Die Weiterentwicklung dieser Methode heißt in Deutschland: „Sie können jede Partei in jeder Farbe wählen, bekommen aber immer eine dunkelgrüne Regierung“. Sehr exemplarisch sind die etwas wirren Einlassungen von Baden-Württembergs Noch-Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne), der nun auch als Erfinder des Basta-Antriebes gelten darf: Man müsse „endlich diese elende Antriebsdebatte beenden, die die Leute verunsichert und beim Autokauf zögern lässt“, mahnte er beim Parteitag der baden-württembergischen Grünen in Ludwigsburg die Konterrevolutionäre des Landes. „Die Elektromobilität ist die Hauptstraße, darin waren sich am Ende alle einig.“ Ja alle, außer „die Leute“, also das ungläubige Pack, das frech den Kauf von elektrischen 2,5 Tonnern verweigert.
Der ehemalige Oberministrant Kretschmann wollte eigentlich Priester werden, entschied sich dann aber für den kommunistischen Bund Westdeutschland und die Lehre des Überragenden Führers und Großen Steuermanns Mao Zedong. Vielleicht rührt ja daher die Begeisterung für die „große Transformation“ die dem Wesen des „großen Sprung nach vorn“ verdammt ähnlich sieht. Die verheerende Kampagne in China wurde 1961 nach ihrem offensichtlichen Scheitern abgebrochen.
Doch Deutschsein heißt Dinge um ihrer selbst Willen zu tun, wusste schon der alte Richard Wagner. So ist Durchhalten bis zum bitteren Ende auch auf anderen Politikfeldern in Berlin das Gebot der Stunde – und zum Erreichen dieses Ziels ist kein Löffelbieger-Trick zu peinlich. So wurde in der vergangenen Woche beim „Bürgergeld“ ruchbar, dass Bärbel Bas ebenfalls ein ideologisches Karnickel im Kleingedruckten untergebracht hat. Ursprünglich sollte einem permanent Arbeits-Unwilligen die komplette Leistung entzogen werden können, nun soll das Arbeitsamt den Betroffenen in Form eines persönlichen Hausbesuches erst einmal anhören müssen. Die Arbeitsagenturen sind aber personell überhaupt nicht in der Lage, solche achtsamen Tête-à-Têtes durchzuführen, was nichts anderes heißt, als dass es praktisch beim Selbstbedienungsladen bleibt. Klappe zu, Affe tot.
Ideologisch kreativ ist auch die Auslegung der sogenannte Strompreisbremse für die von den ruinösen Energiekosten gepeinigte Industrie. So soll der Strompreis für die Betroffenen angeblich um über die Hälfte gesenkt werden, was in Nachrichten schwer gut klingt. Und nun zu den erlesenen Gemeinheiten, die sich findige Bürokraten dazu ausgedacht haben: Erstens: Die Stromsteuer muss erst einmal bezahlt und kann dann erst in einem Bürokratiemarathon zurückgefordert werden. Zweitens: Der Nachlass von 50 Prozent auf den Strompreis wird nicht etwa für den gesamten Stromverbrauch, sondern nur für die Hälfte eingeräumt. Drittens: Die Hälfte dieses Rabatts muss zwingend in oft unwirtschaftliche Projekte, sprich ideologische Steckenpferde zur Dekarbonisierung gesteckt werden. Auf eine Privatperson übertragen müsste man sich das ungefähr so vorstellen:
- 1. Der große Friedrich und die Seinen kündigen an: Ab morgen müsst ihr nur noch die Hälfte für den Saft aus der Steckdose bezahlen. Sagen wir mal 500 statt 1.000 Euro im Jahr.
- 2. Dann stellt sich heraus, dass der Anteil der Stromsteuer an der Ersparnis mit Hilfe eines teuer zu bezahlenden Steuerberaters erst ein Jahr später wieder zurückgeholt werden kann. Bei 1.000 Euro Gesamtkosten wären das etwa 70 Euro. Der Stundensatz eines Steuerberaters für die Rückforderung beträgt grob zwischen 16,50 und 41 Euro pro angebrochener Viertelstunde.
- 3. Die Strompreisminderung gilt überdies nur für die Hälfte des Verbrauchs. Angenommen, die Jahreskosten betrügen 1.000 Euro, gäbe es nur für 500 Euro den Nachlass, also insgesamt 250 Euro.
- 4. Von diesen 250 Euro müsstet ihr wiederum die Hälfte, also 125 Euro, beispielsweise in die Anschaffung einer (teuren) Wärmepumpe stecken, die ihr aber gar nicht braucht und die sich erst nach ewigen Zeiten amortisiert, wenn überhaupt. Bleiben also maximal noch 125 Euro. Abzüglich der Kosten für den Steuerberater und Bürokratieaufwand. Und wenn der Empfänger dieser staatlichen Wohltat bis dahin nicht gestorben ist, läuft die Sache mit etwas Glück auf ein Nullsummenspiel hinaus.
Für die Unternehmen lautet die Moral aus dieser Geschichte jedenfalls: Nix wie weg, oder wie die Animals es 1965 besangen: „We Gotta Get Out of This Place“.
Es wird viel Staub aufgewirbelt, und nichts bewegt sich
Der sogenannte „Herbst der Reformen“ entpuppt sich bei näherem Hinsehen als so ein Art Guerillakrieg der herrschenden Blase gegeneinander aber vor allem gegen das Volk, das sie gewählt hat. Großmäulige Reformversprechungen werden von den über Jahrzehnte gezüchteten ideologischen Tupamaros in den Ministerien und Institutionen zu Kleinholz gemacht, bis nichts mehr übrig bleibt, was sich positiv auf das Leben der Menschen und ihre Arbeitsplätze auswirken könnte.
Friedrich Merz wirkt wie ein Formel-1-Rennfahrer der mit 300 km/h auf die Parabolica in Monza zufliegt, dann aus der Kurve getragen wird und von den Fangzäunen bis zum Stillstand abgebremst wird, ohne sich weh zu tun. Möglicherweise ist die ganze Show aber auch abgesprochen, um mutiges Regierungshandeln zu simulieren. Fest steht jedenfalls: Es wird viel Staub aufgewirbelt, und nichts bewegt sich.
Wobei ich eigentlich nichts gegen Prozentregelungen habe. Ich möchte hier ja nicht kompromisslos erscheinen. So wäre ich damit einverstanden, wenn statt 100 Prozent unserer Regierenden lediglich 90 Prozent in die Wüste geschickt würden, um den Ausstoß von schädlichen Gesetzen, Verboten und Regulierungen zu verringern. Vielleicht könnte man die EU-Kommission auch bis zum Jahr 2030 stilllegen wie ein altes Auto über den Winter.

Warum handeln die so? Das ist die Frage. Doch Schwab und Co oder was? Sollten wir doch mal eroetern hier oder?
Lieber Herr LINDT, die Bauwirtschaft kann nicht kaputt sein, denn es werden und sollen noch
massenhaft Windräder gebaut werden…………
Genauso ist es Winston Smith, der Iran hat eine Silbernitrat Bombe in die Wolken geschossen, doch der gewünschte Regen kam im Gaza Streifen runter und um diese hirnrissigen künstlichen Eingriffe in die Naturgesetze zu vertuschen, darf der deutsche Steuer Esel für den Klima Wandel Ablasshandel blechen. Diesen geopolitischen Krieg der eigenen Politiker und Kleriker, gibt es nicht erst seit gestern, spätestens seit Schröder und Rothschild IM Erika, nebst Brüssel, dem Martin Schulz und dem Röschen.
„Ursprünglich sollte einem permanent Arbeits-Unwilligen die komplette Leistung entzogen werden können, nun soll das Arbeitsamt den Betroffenen in Form eines persönlichen Hausbesuches erst einmal anhören müssen.“ – An sich ist der Hausbesuch richtig, da der neue sozialistische Staat seine Bürger in allen Lebenslagen betreuen will.
@G. Doering: Hausbesuche vom Jobcenter ab 2026 aber bitte nur mit Polizeischutz.
Dr. G.Giesemann: Doch die Politik merkt Alles. Sie will es bloß so. Warum auch immer. Da müssen wir die wirklichen „Machthaber“ fragen. Politiker im Land sind nur ausführende Organe. Das ist wie in einem Körper der von Krebs befallen ist.
Es wird sich alles ganz einfach auflösen. Der Bürger wird sich mangels Masse und Bonität weder auf dem privaten Markt einen Diesel kaufen noch ein Elektrogerät leasen können. Ausserdem wird gerade jetzt verhungert und nicht in ein paar Jahren. Was China angeht: Ich bin der Ansicht, sie sehen Europa auch nicht als Absatzmarkt, weder aktuell noch zukünftig. Zur Zeit drängen sie hierher, um Ihre aktuellen Überkapazitäten im Bau von Fertigungseinrichtungen, Zulieferteilen und fertigen Fahrzeugen, die für die USA vorgesehen waren, dort aber nicht mehr abgenommen werden, jetzt hochsubventioniert in Europa zu entsorgen. Dass sie damit helfen, dem europäischen Markt den Todesstoss zu versetzen (sozusagen Mithilfe beim Suizid), ist ihnen bewusst und wird in Kauf genommen. Die Zukunft spielt sich für sie woanders ab.