China und Indien haben die im Westen grassierende Klimamanie allenfalls zum Kasse machen benutzt – und die USA verabschieden sich jetzt ebenfalls. Europa wird mit seiner Klimapolitik bald sehr einsam sein – und pleite.
Wie gut, dass es die eine durchgesetzte wissenschaftliche Wahrheit gibt: Der Rest der Welt erwärmt sich schneller als der Rest der Welt! Wenn Sie das jetzt nicht verstehen, macht das nix. Die Bemerkung fasst lediglich das Wesen der gegenwärtigen Klima-Erzählung und die Berichterstattung vieler Medien zusammen, die sich gerne aus Zirkelschlüssen und frommen Psalmen zur nahen Apokalypse nährt.
Von „Welt-online“ bis zur „Backnanger Kreiszeitung“ wurde beispielsweise der Juli als „weltweit heißester Monat“ durch die Gazetten und über die Bildschirme getrieben wie eine verirrte Wildsau durch Berlin-Spandau. Auch „Die Zeit“ berichtete pflichtschuldigst über den „weltweit drittwärmsten Juli der Geschichte“, ohne so recht zu erklären, welche „Geschichte“ sie denn meint. Die von Aladin und der Wunderlampe? Die seit dem ersten Lagerfeuer des Neandertalers vor 125.000 Jahren? Oder die seit dem Entstehen der Erdatmosphäre vor 4,6 Milliarden Jahren? Das ist alles ziemlich schwierig, weil es im Hadaikum noch keinen Juli gab.
„Welt“-online schrieb: „Ungeachtet kühler Temperaturen in Deutschland ist der vergangene Monat global betrachtet der drittwärmste Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen. Wie der EU-Klimadienst Copernicus mitteilte, lag die Temperatur im weltweiten Schnitt 0,45 Grad über dem Durchschnittswert von 1991 bis 2020 und 1,25 Grad über dem Referenzwert vor der Industrialisierung.“ Sehr schön auch der Satz: „Damit war der Juli erst der vierte Monat der vergangenen 25 Monate, in dem die Erderwärmung unter der 1,5-Grad-Marke blieb“. Ich finde das eine sehr schöne Frage für ein Kreuzworträtsel oder als Gedächtnisübung für die Altersteilzeit, zur Beschreibung des dräuenden Unheils aber nur bedingt hilfreich.
Überdosis an sinnfreier Statistik
Es muss in wachsendem Maße eine Überdosis an sinnfreier Statistik aufgeboten werden, inklusive zweifelhafter Referenzperioden und im Computer von ebenso zweifelhaften Modellen hochgerechneter Temperaturdaten, um Ignoranten wie mir klarzumachen, dass er sich im Juli nicht den Hintern abfror, sondern haarscharf am Hitzetod vorbeischrammte.
An meiner liebsten Badestelle am Augsburger Wertachkanal kühlte das Wasser im Juli auf frostige 15 Grad ab, und ich tauschte die Flip-Flops gegen wintersichere Wollsocken und festes Schuhwerk aus. Dank t-online weiß ich aber jetzt, dass es sich um eine Sinnestäuschung handelte: „Auch wenn es sich subjektiv aktuell nicht nach einem Hitzesommer anfühlt, sprechen die Messdaten eine andere Sprache. Zur Halbzeit des meteorologischen Sommers am 15. Juli lag die durchschnittliche Temperatur in Deutschland bereits um +0,9 Grad über dem langjährigen Mittel von 1991 bis 2020.“ Aha. Aber meine Sommerbräune ist trotzdem futsch.
Michael Klein schreibt in einem sehr amüsanten Aufsatz auf ScienceFiles (SciFi) dazu: „Und damit sind wir bei Leuten angekommen, die die Existenz des Hitzesommers behaupten, den wir alle NICHT erleben, der uns aber vorausgesagt wurde, von Klima- und Wettermodellen, die schon seit Jahrzehnten voraussagen, was nicht eintrifft. Das Problem, vor dem die Klima-Ideologen stehen, ist eines, vor dem Ideologen über kurz oder lang immer stehen, ein stetig tiefer und breiter werdender Graben zwischen den eigenen Verkündigungen und der Realität, die sich nicht daran hält“.
Zur Klärung der Frage wie man nun Normalität und Wahnsinn unterscheiden kann, bemüht SciFi den britischen Philosophen Bertrand Russell, von dem das Zitat überliefert ist: "Der Verrückte, der sich für ein Rührei hält, ist nur deshalb abzulehnen, weil er sich in der Minderheit befindet". Woraus Michael Klein den wunderbaren Gedanken entwickelt: „Russells Unbehagen darüber, dass man zwischen Wahnsinn und Normalität nur auf Grundlage von Mehrheitsverhältnissen entscheiden könne, der Verrückte, der sich für ein Rührei hält, also nur deshalb als verrückt ausgewiesen ist, weil er sich (noch) in der Minderheit befindet. Indes, wenn erst die ‚Wir sind alle Rührei‘-Bewegung Fahrt aufnimmt und die Selbstidentifikation als Rührei als RECHT ins Grundgesetz geschrieben ist, dann werden die humanoiden Rühreier zur Normalität und gelten nicht mehr als wahnsinnig.“
Willkommen, liebe Rühreier!
Und damit sind wir Im Sommer 2025 in Deutschland angekommen. Willkommen, liebe Rühreier, willkommen liebe Klima-Gemeinde. Das Wunderbare an jedem Glauben ist ja, dass er grundsätzlich nicht falsifizierbar und gegen Widerspruch so abgedichtet ist wie ein U-Boot gegen den Wasserdruck in 600 Metern Tiefe. Egal was passiert, ob zu kalt, zu warm, zu extrem oder zu normal, alles beweist die Glaubenssätze der Klimasekte. Deshalb spricht man inzwischen ja auch ganz allgemein von „Klimakrise“, ohne diesen Terminus genau zu erklären, womit Kollisionen mit sachlichen Einwänden von vornherein vermieden werden.
Das erinnert an den mittelalterlichen Hexenbeweis, bei dem die Deliquentin mit einem Gewicht beschwert und gefesselt ins Wasser geworfen wurde. Ging sie nicht unter, handelte es sich gesichert um eine Hexe, und ihr letztes Stündlein auf dem Scheiterhaufen hatte geschlagen. Ging sie hingegen unter, war sie vielleicht keine Hexe, aber dennoch tot. Und so ähnlich läuft das auch mit der Deindustrialisierung Deutschlands, die sich „Große Transformation“ nennt.
Mit der Vernichtung der Autoindustrie zum Zwecke des sogenannten Klimaschutzes wird der Hexenbeweis zur offiziellen europäischen Industriepolitik. Will ein Autohersteller nicht untergehen und baut weiterhin Verbrennermotoren, wird sein Überleben in Europa schlicht unmöglich gemacht. Steigt er wie gefordert auf Elektroautos um, säuft er ab, weil kein Mensch die Dinger kaufen will. Tot ist er in jedem Fall. Die Optimisten, die von einem „Licht am Ende des Tunnels“ sprechen, möchte ich um Vorsicht bitten: Das Licht stammt höchstwahrscheinlich von einem verspäteten Intercity-Express, der euch gerade entgegenkommt.
Die Großbanken machen sich vom Acker
Man muss schon sehr tapfer sein, um nicht zu verzweifeln: Egal ob Verbrenner-Verbot, E-Autozwang, Wärmepumpen-Dogma, Dämm-Orgien, Windmühlenwahn, Atomausstieg, Gasnetz-Rückbau oder „Ernährungswende“ – die Ideologie des gegenwärtigen Wohlstands-Vernichtungsprogramms beruht auf ein paar nicht falsifizierbaren Glaubenssätzen, ähnlich dem Ablasshandel des Johann Tetzel. Die Rühreier haben bisher auf ganzer Linie gesiegt, Bertrand Russell sei mit uns.
Doch der Wind dreht sich. China und Indien haben die westliche Klimapolitik von Anfang an ohnehin nur als willkommene Methode, Kasse zu machen, benutzt, Subventionen abgegriffen, CO2-Luftgeschäfte betrieben, Windräder und Solarzellen zu Dumping-Preisen geliefert, mit denen Europa seine Landschaften zumüllt. Die USA sind inzwischen auf den Trichter gekommen, respektive auf die Realität gestoßen, die da heißt "Go woke, go broke". Und so verabschiedet sich das Kapital in Form der großen Investment-Fonds und Banken erdrutschartig aus dem Klimageschäft, das bisher wunderbare politische Renditen einfuhr und gigantische CO2-Luftgeschäfte erlaubte, aber allmählich unter den Einfluss der Schwerkraft gerät.
Das ist nicht nur ein Erkenntnis-Fortschritt, sondern auch ein Konkurrenz-Vorteil, weil es letztlich um preiswerte Energie geht – ohne die auf Dauer keine Industrienation existieren kann, wie Deutschland gerade schmerzhaft erfährt. Die führenden US-Finanzgiganten – darunter Blackrock, Goldman Sachs, Bank of America, Citigroup, JP Morgan Chase machten sich schon seit Ende des letzten Jahres vom Acker – indem sie die „Net Zero Banking Alliance" (NZBA) verließen, in der 146 Großbanken unter dem Dach einer UN-Institution die Welt zur "Green Transition" bewegen wollten. Sprich: Die mächtigste Klima-Institution der Welt zerfällt.
Der zweite Streich: Die US-Umweltschutzbehörde EPA will jetzt in stiller Einsicht das pflanzenernährende Kohlendioxid, ohne das es kein Leben auf dem Planeten geben würde, aus der Liste der Luftschadstoffe entfernen. Die Tagesschau barmt: "US-Regierung sägt an Rechtsgrundlage für den Klimaschutz". Dies wäre "die größte Deregulierungsmaßnahme in der Geschichte der Vereinigten Staaten", meinte EPA-Chef Lee Zeldin – und das auch noch bei einer Veranstaltung in einem Autohaus (!) im US-Bundesstaat Indiana.
Das Klimaforschungs-Monopol bröckelt
Und damit zum dritten Streich: Der US-Energieminister Chris Wright hat die Wissenschaftler John Christy, Judith Curry, Steve Koonin, Ross McKitrick und Roy Spencer mit einem satanischen Klima-Gutachten beauftragt. Die fielen schon bislang durch den Grundsatz auf: Glauben ist einfach. Unglauben macht Arbeit. Und Ärger. Sie wurden mit ihrer fundierten Kritik an der herrschenden Klimakatastrophen-Erzählung über Jahrzehnte als Klimaleugner in die Besenkammer am Ende des Flurs gesteckt und erhalten nun endlich Gehör. Die Einbeziehung qualifizierter Skeptiker ist methodisch übrigens nicht das Ende der Klimawissenschaft, sondern eher ihr Beginn.
Das Gutachten wurde kürzlich vorgestellt und hat den beziehungsreichen Namen „A Critical Review of Impacts of Greenhouse Gas Emissions on the U.S. Climate“ („Eine kritische Überprüfung der Auswirkungen von Treibhausgasemissionen auf das Klima in den Vereinigten Staaten“). Der Inhalt bestreitet einen menschlichen Einfluss auf das Klima nicht, aber er thematisiert die Frage, wie groß er tatsächlich ist. Die bisherige "offzielle" Klimaforschung verfolgt die politisch gewünschte Tendenz, den menschlichen Einfluss möglichst hoch zu bewerten und natürlich Phänomene, etwa den Einfluss der Sonne und ihre Rolle für die Wolkenbildung, unterzubewerten oder am besten ganz zu leugnen.
Der neue Bericht ist im Gegensatz zu den Berichten des "Weltklimarates"-IPCC "nicht auf Konsens" angelegt, auch nicht im Kreise seiner Verfasser. Und er ist dazu angetan, die Päpste und Kardinäle der Klima-Religion auf die Palme zu bringen – wie einst Luther mit seinen 95 Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg. Der Bericht betont sowohl potenzielle Nutzen von CO2, Unsicherheiten in Modellen und Szenarien als auch die Risiken durch übertriebene Darstellungen. Viele Klimamodelle zeigen demnach eine zu starke Erwärmung, insbesondere in unteren Atmosphärenschichten – und verwenden oftmals überzogene Emissionsszenarien. Der Meeresspiegel stieg seit 1900 global etwa um 20 Zentimeter. Regionale Unterschiede aufgrund von Landabsenkungen existieren, es ist aber in den US-Daten keine Beschleunigung des Anstiegs erkennbar. Die wirtschaftlichen Schäden durch CO2-bedingte Erwärmung könnten geringer sein als angenommen – zu starke Minderungsstrategien hingegen mehr schaden als nützen.
This is the hard way to learn this world
"Ich kann eine Vorhersage mit Zuversicht treffen", sagt Mitautorin Judith Curry, "der Michael-Mann-Flügel [Der Schöpfer der berüchtigen Hockeyschläger Temperaturkurve, Anm. des Autors] der Klimadebatte wird diesen Bericht hassen. Weil die Autoren der CWG renommierte Wissenschaftler außerhalb seines „Stammes“ sind und weil der Bericht zeigt, dass Mann et al. die Kontrolle über die Klimadiskussion in den USA verlieren... Ihre übliche Strategie der persönlichen Angriffe wird gegen den Bericht der Climate Working Group, der evidenzbasiert, gründlich dokumentiert und logisch argumentiert ist, nicht verfangen."
In den großen Deutschen Medien konnte ich bislang nichts über den Klimabericht des US-Energieministeriums finden. Im Tal der Ahnungslosen wundert man sich lediglich darüber, dass Apologeten der Klima-Erzählung wirtschaftlich reihenweise aus der Kurve getragen werden.
Hier ein paar Beispiele aus dem Unfallbericht der letzten Tage: Erstmals ist bei einer Auktion für einen Windpark in der Nordsee kein einziges Gebot abgegeben worden. Dem Kapital mangelt es zusehends an Fantasie, damit dauerhaft Geld verdienen zu können. Pläne der Automobilindustrie, mit „grünem“ Wasserstoff weiterzufahren, entpuppen sich als teure Illusion. Die vegane Bürgerkette „Swing Kittchen“ ist pleite. Der Chef von Jaguar, der künftig irgendwas Diverses und Elektrisches aber keine echten Jaguars mehr verkaufen wollte, wurde in die Wüste geschickt. Der Leasinganbieter Allane hat die Restwerte gebrauchter E-Autos zu hoch eingeschätzt und muss außerplanmäßig 53 Millionen Euro abschreiben. Auf den Halden der Händler rottet der unverkäufliche Sondermüll von morgen. Porsche verabschiedet sich von seiner Elektro-Irrfahrt und will wieder neue Verbrenner entwickeln – und wenn nicht für Europa, dann für den Rest der Welt. Die Porsche-Aktie stieg daraufhin.
Ich darf dazu einen Amerikaner zitieren, der mich dabei beobachtete, wie ich vergaß einen Becher unter den Kaffeeautomaten zu stellen: „This ist the hard way to learn this world“.
Dirk Maxeiner ist einer der Herausgeber von Achgut.com. Von ihm ist in der Achgut-Edition erschienen: „Hilfe, mein Hund überholt mich rechts. Bekenntnisse eines Sonntagsfahrers.“ Ideal für Schwarze, Weiße, Rote, Grüne, Gelbe, Blaue, sämtliche Geschlechtsidentitäten sowie Hundebesitzer und Katzenliebhaber, als Zündkerze für jeden Anlass(er). Zu beziehen hier.

(Kopie): „Ein Volk kurz vor der Massenpsychose…“ Ich mache mir jetzt Königsberger Klopse und gut ist. Morgen eh der gleiche Schwachsinn wieder… Irre!
@Ralf Leistner: meines Wissens ist nur eine Krankheit jemals aus der WHO-Liste der Geisteskrankheiten gestrichen worden (2022, meine ich), aber viel lustiger ist doch, daß sie in der DSM-Liste hier in den USA (ca 340 Krankheiten) immer noch drin ist, aber diese Krankheit immer noch von den Linken als Tugend verkauft wird.
Die Klimanummer war damals gut gedacht. Das hat aber am Ende nicht funktioniert. Ein Pferd sollte man niemals totreiten. An sich sind alternative Energien eine gute Sache. Aber geopolitische Extremlagen löst man nicht von hinten durch die Brust ins Auge, sondern frontal. Und dafür braucht es ein anderen Setup.
Nachfrage: was mach eigentlich die Buyx und der Merkel-Philosoph heute so ? Frage für einen FreundInnenIn…
Aktuell ist ALLES sogar noch schlimmer !: --> 99,94 % der Wissenschaftler … Klimawandel durch Menschen.„ “… Antwort [der EX-Umweltministerin Svenja Schulze SPD] ….. 21.8.19 …. stellte … kurz und knapp die folgende Behauptungen auf (Schreibfehler im Original):
„ ---Die in der Anfrage zitierte Untersuchung von Cook et al aus dem Jahr 2013, aus der die Zahl von 97 Prozent der Wissenschaftler stammt, wird mittlerweile durch aktuellere Studien ergänzt. So analysiert James Powel in einer Metastudie aus dem Jahr 20161 insgesamt 54.195 durch Fachkollegen geprüfte (peer reviewed) wissenschaftliche Artikel aus dem Zeitraum von 1991 bis 2015.Davon bejahen im Durchschnitt 99,94 Prozent den menschengemachten Klimawandel. Eine frühere Untersuchung von Powell zu geprüften Fachaufsätzen für den Veröffentlichungszeitraum 2013 bis 20142 zeigt dieselbe Tendenz zu einem weitgehenden Konsens in derWissenschaftswelt: Hier stehen 4 von 69.406 Verfassern (0,0058 Prozent) dem menschengemachten Klimawandel kritisch gegenüber.
Vor dem Hintergrund dieser neueren Erkenntnisse vertritt die Bundesregierung nunmehr die Auffassung, dass rund 99 Prozent der Wissenschaftler, die Fachaufsätze zum Klimaschutz veröffentlichen, der Überzeugung sind, dass der Klimawandel durch den Menschen verursacht ist….“
An alle Fatalisten … Trotz allem hat es ein Trump oder ein Orban doch in die Regierung geschaffft – und die setzen Ihre Wahlversprechen auch um ! DAS lässt mich doch hoffen
@M.Müller, ja Herr Müller, leben Die ihren Klimawandel, so lange es ihn noch gibt und zahlen sie bitte kräftigst Ablass an von Graichen Habsucht und Co. Die brauchen jeden Taler um sie von ihren Sünden zu befreien. Sie dürfen gerne alles geben, stört mich nicht.