Worin besteht der qualitative Unterschied zwischen der Sprengung der Northstream-Pipeline und der Sprengung des Kernkraftwerkes Grafenrheinfeld am vergangenen Freitag? Antwort: Es gibt keinen.
Nach einem Bericht des Wall Street Journal von vergangener Woche geht es hoch her. Haben die Ukrainer die Nordstream-Pipeline in der Ostsee gesprengt? Und wusste die Bundesregierung sogar vorher davon? Nun ja, die einen sagen so und die anderen sagen so. Ich kann das leider nicht weiter aufklären, schließlich ist die Ostsee an dieser Stelle 80 Meter tief und ich bin ein ganz schlechter Taucher, weil mir immer die Brille beschlägt.
Was ich aber beweisen kann ist, dass die Bundesregierung von der Sprengung der beiden 143 Meter hohen Kühltürme des stillgelegten Kernkraftwerkes „Grafenrheinfeld“ am vergangenen Freitag, den 16.08.2024 in Bayern vorher wusste. Oder noch krasser: Sie wusste nicht nur davon, sie hat die Sprengung selbst angeordnet. Genau wie vor vier Jahren, als die Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg dran glauben mussten. Die Zerstörung von Philippsburg wurde sogar mit Fanfaren und Trommelwirbel ins Bild gesetzt.
Da wollte man in Grafenrheinfeld am Main nicht nachstehen und organisierte eine Mischung zwischen Sonnenwendfeier und Teufelsaustreibung. „Kühlturmsprengung in Grafenrheinfeld: Hier ist die beste Sicht“ warb der Bayrische Rundfunk für „eine gute Sicht auf den 30-Sekunden-Wumms“ inklusive Karte und Tipps, wo man der Sprengung am nächsten kommen könne. Das Spektakel ließe sich aber auch aus der Ferne beobachten, denn die Kühltürme stehen im weitläufigen Maintal, hieß es weiter. Eine gute Aussicht böte sich zum Beispiel „vom Wartturm bei Kützberg aus, auf dem Höhenrücken von der Mainleite bei Schweinfurt, vom Schonunger Kreuzberg oder vom Zabelstein“.
Wer war am besoffensten?
Im Angesicht der sehr unterschiedlichen öffentlichen Wahrnehmung einerseits der Sprengung einer intakten Gas-Pipeline und anderertseits der Zerstörung intakter Kernkraftwerke drängt sich eine naheliegende, aber – soweit ich das sehe – von niemandem gestellte Frage auf: Worin liegt eigentlich der qualitative Unterschied zwischen den beiden Ereignissen? Selbst nach längerem Nachdenken komme ich zu dem Schluss: Es gibt keinen.
Sowohl die Sprengung der Pipeline als auch die der sichersten Kernkraftwerke der Welt gefährden die Energieversorgung dieses Landes und seinen Wohlstand nachhaltig. Letzteres wurde von der Bundesregierung selbst ins Werk gesetzt, von ersterem wusste sie womöglich. Der Amtseid unserer Regiereden lautet übrigens: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohl des Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, Verfassung und Recht wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegenüber allen üben werde.“ Es wird ja vielfach über Angriffe finsterer Mächte auf unsere Infrastruktur gerätselt, das wesentliche aber erledigen wir selbst.
Die Sprengung von Northstream II wurde angeblich im Kreise besoffener, aber einfussreicher Ukrainer aus vorgeblich vaterländischen Motiven geboren, die Destruktion der deutschen Kernkraftwerke wurde gesichert im Kreise selbstbesoffener, aber einflussreicher deutscher Politiker zum Zwecke der Weltrettung geboren.
Schlimmer noch: Die Reparatur einer Pipeline ist möglich, die Reaktivierung zerstörter Atomkraftwerke ist praktisch ausgeschlossen. Und außerdem: Die Zertrümmerung der deutschen Atomkraft-Infrastruktur führt zielsicher in eine noch größere Abhängigkeit von russischem Erdgas und anderen Energie-Importen, die die Sprengung der Pipeline – durch wen auch immer – zu einer noch besseren Idee von unserem Land nicht wohlgesonnener Personen machte. Das Bonmot des „Wall Street Journal“ von der „dümmsten Energiepolitik der Welt“ bekommt noch einmal eine ganz besondere Note.
Logenplatz bei der Demontage des eigenen Wohlstandes
In Grafenrheinfeld kletterte nur ein einsamer Demonstrant nahe am AKW auf einen Strommasten und bewies damit die Größenordnung der deutschen Restvernunft. „Das ist ein Protest gegen den Atomausstieg und die sinnlose Zerstörung der Kraftwerke. Das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld ist zwar schon weit im Rückbau, aber ich – und viele andere – sind der Meinung, dass man dieses wieder günstiger ans Netz bringen könnte, als neue Kraftwerke zu bauen“, sagte er „Nius“. Auf die Frage, warum er für Atomkraft sei, meinte er: „Günstiger Strom, CO-frei, läuft.“ Er konnte den Vandalismus der Regierenden aber nur um dreieinhalb Stunden verzögern. Übrigens: Allein dieses Kraftwerk sparte jährlich doppelt so viel CO2 ein wie ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen.
Draußen hatten sich indes zehntausende Schaulustige mit Klappstuhl und gekühlten Bierkisten eingefunden und warteten ungeduldig auf die Zerstörung ihrer Energieinfrastruktur. Es stimmt schon ein wenig nachdenklich, wenn die Bewohner eines Landes angesichts der Beerdigung des eigenen Wohlstandes zuerst von der Sorge befallen werden, den besten Aussichtsplatz zu ergattern.
Dirk Maxeiner ist einer der Herausgeber von Achgut.com. Von ihm ist in der Achgut-Edition erschienen: „Hilfe, mein Hund überholt mich rechts. Bekenntnisse eines Sonntagsfahrers.“ Ideal für Schwarze, Weiße, Rote, Grüne, Gelbe, Blaue, sämtliche Geschlechtsidentitäten sowie Hundebesitzer und Katzenliebhaber, als Zündkerze für jeden Anlass(er). Zu beziehen hier.

Der letzte Führerbefehl, der #Nerobefehl#, d. i. die Zerstörung der Infrastruktur, wird zeitlich etwas verzögert von den Enkeln ausgeführt. Bei gleichzeitigem Kampf an allen Orten gegen rechts. Es ist eine Farce sondergleichen. Übrigens heute die Meldung, daß im Libanon der Strom komplett abgeschaltet wurde.
Korruption hat immer einen Preis. Bei uns kommen Hybris und Dummheit noch dazu. Mir klingelt es noch in den Ohren: „..und ich freu mich drauf“.
Dekadenz in Reinkultur? Irreversibel?
Schön, dass wir Nachbarn haben ,die gern an Dummland teuren Strom liefern, damit das Netz nicht zusammenbricht.
Die Viehtötung der Xhosa war ein selbstmörderischer Krisenkult im Südafrika des 19 Jhd. 1854 starben an einer VIiehseuche zahlreiche Tiere und die Xhosa erklärten dies mit Hexerei. Im Mai 1856 holte ein Mädchen namens Nongqawuse Wasser und erzählte, sie hätte drei Geister am Teich gesehen, die ihr auftrugen, dem Dorf zu erzählen, die Xhosa sollten ihr gesamtes Vieh töten. Die gesamte Ernte sollte auch vernichtet werden. Am Tag nach der Zerstörung würden die Toten wiederauferstehen, Unmengen von viel schönerem Vieh aus der Erde auftauchen und große Felder mit Getreide, reif und bereit zur Ernte, plötzlich erscheinen. Probleme und Krankheiten würden verschwinden und allen würde Jugend und Schönheit zuteil.
Nach einigem hin und her schlachteten die Xhsosa etwa 400.000 Tiere.
Doch die Toten erschienen nicht und damit auch keine gesunden Tiere. Zehntausende Xhosa verhungerten. Alleine im Jahre 1857 sank die Bevölkerung der Xhosa von 105.000 auf 37.500 und die Überlebenden verloren ihr Land. Unsere Xhosa heißen übrigens Robert, Annalena und Riccarda und auch wir werden lernen müssen, dass nachdem wir alle Kraftwerke zerstört haben, weder Licht noch Wärme vom Himmel fällt noch das sozialistische Paradies anbricht, sondern Kalifat, Bürgerkrieg, Verarmung und Elend auf uns zukommen. Wahnhafter Selbstmord einer Endzeitsekte im Jonestown 2.0.
Mediale Hinrichtungen sind häufig, tatsächliche aber (außerhalb moslemischer Kreise) selten geworden. Da freut der Deutsche sich, wenigstens bei der Energieversorgung einen guten Blick aufs Schafott zu ergattern… Und vielleicht (statt wie einst in Frankreich ein wenig Königsblut) wenigstens einen Original-Kühlturm-Trümmerbrocken für die Wohnzimmerschrankvitrine zu ergattern!
Auch wenn es die Alt Genossen nicht gerne lesen oder hören wollen. Die Sprengung von Northstream II haben zumindestens die Dänen & Schweden genaustens aufgezeichnet. Die WISSEN ganz genau wer, was, wann, wo gemacht hat. In der Ostsee macht niemand irgend etwas ohne das die Militärs es mit bekommen. Ich denke auch das D eine solche Überwachung hat und alleine die öffentliche Behauptung das die ReGIERung nix davon weiss, ist schon sehr dreist.
Die Reparatur besagter Pipeline ist eben nicht ohne weiteres möglich, weil das eindringende Salzwasser die empfindliche Innenbeschichtung zerstört. Auch das werden die verantwortlichen Terroristen – offenbar in staatlichem Auftrage – gewusst haben. Und die Sprengung der Kernkraftwerke ist nur noch mit der Strategie der „verbrannten Erde“ vergleichbar – eine weitere Gemeinsamkeit heutiger und früherer Machthaber in Deutschland.