Der Sieg über den Islam wird weiblich sein

Es gibt im Internet einen Ort von so stiller, trauriger Schönheit, dass er für Momente die schrille, meinungsvernarrte Hässlichkeit überstrahlt, die zivilisierten Menschen nicht nur in den Kommentarspalten rechter Agitationsseiten, sondern auch in denen der Tagesschau oder der Bundesregierung zugemutet wird. Einen Ort, der zum Verweilen einlädt, wenn die „Bunt-statt-Braun“-Fraktion einmal mehr zu demonstrieren scheint, dass sie den Wettbewerb um die dümmsten Ansichten gegen die Anhängerschaft eines Björn Höcke um jeden Preis gewinnen will.

Die Rede ist von der Facebookgruppe „Before sharia spoiled everything“ (bevor die Scharia alles vermasselt hat), und die sich so vorstellt:

„Diese Gruppe ist dem Andenken säkularer Gesellschaften und Subkulturen des Zwanzigsten Jahrhunderts in Ländern mit muslimischen Bevölkerungsmehrheiten gewidmet, die seit dem Ende der Siebzigerjahre entweder zurückgedrängt oder vollständig verschwunden sind. Das Ziel der Gruppe ist damit, diese Menschen und ihren ganz gewöhnlichen Alltag insbesondere Europäern bekanntzumachen, die von der Existenz dieser Gesellschaften weitestgehend nichts wissen oder nur wenig Kenntnisse über sie haben. Die Mitglieder der Gruppe werden daher gebeten, in erster Linie Fotos aus dieser Zeit (ca. 1920-1980) von Menschen zu posten, die offenkundig ein modernes und säkulares Leben führen."

Der Seite wohnt eine Melancholie inne, die ihrem Potenzial entspricht, einen kritischen Blick auf die Gegenwart zu werfen. Und dieses Potenzial hat sie dann, wenn sie, die Melancholie, „als Reflexion der Verstelltheit richtigen Lebens“ und als „Triebkraft eines unreglementierten Blicks auf die Wirklichkeit“ (Magnus Klaue) begriffen und gelebt wird.

Melancholisch stimmt dort etwa das Bild der türkischen Sängerin Safiye Ayla, die im hohen Alter noch erwachsene türkische Männer zu Tränen rührte. Es erinnert an eine Türkei, die mit dem Land, in welchem der Erdogan-verrückte Mob sich den Tod für noch jugendliche Soldaten wünscht und bereits kapituliert habende Soldaten ausgepeitscht werden, so wenig zu tun hat, wie das Istanbul von 1969, von dem eine andere Fotografie erzählt.

Melancholische Fotos und iranischer Aufstand

Auf der sieht man junge Pärchen in sommerlicher, attraktiver Kleidung gedankenlos flanieren, während im Hintergrund, in Form zweier in den Himmel ragender Minarette, symbolisch schon die Regression droht.

In diesem Kontrast zwischen der Fragilität unbeschwerten Lebens und dem islamischen Herrschaftsanspruch kommt zum Ausdruck, was die multikulturelle Linke, die nicht die Freiheit des Individuums, sondern die der Kultur interessiert, nicht verstehen möchte: dass Freiheit ein zerbrechliches Gut ist und von Bedingungen abhängt, die stets bedroht werden. Eindrücklich zeigt sich dies in La Chapelle, wo die Straßen den Männern gehören, in London, wo die freiwillige Schariapolizei bereits patrouillierte, oder in Berlin, wo an Silvester Sicherheitszonen für Frauen eingerichtet wurden.

Diese Fotografien berichten von einer vergangenen Zeit, die, als Repräsentation säkularer Moderne und westlichen, unbeschwerten Lebensstils, bis in die Gegenwart hineinragt und dort mit dem Islamfaschismus ringt. In das Schwarzweiß veralteter Fototechnik getaucht, könnten sie doch aktueller nicht sein. Denn sie stehen in einer Tradition mit der schon ikonisch gewordenen Fotografie jener iranischen Frau, die Ende Dezember für den iranischen Aufstand ihren Hidschāb an einer Stange aufgespießt und damit sehr schön zum Ausdruck gebracht hat, wo dieses Herrschaftsinstrument zur Durchsetzung islamischer Geschlechterapartheid hingehört.

Nichts anderes ist das Kopftuch, das die Frau zum sündigen Gefäß erklärt, das verdeckt werden müsse, um den vermeintlich triebdeterminierten Mann vor ihrem Anblick zu schützen. Als „Misshandlung von Minderjährigen“ müsste die Verschleierung betrachtet werden, da sie „unauslöschbare Spuren in der Psyche, der Sexualität und der sozialen Identität“ (Chahdortt Djavann) hinterlässt.  

Wie schnell es gehen kann

Die Betrachtung eines kurzen Videos auf der iranischen, feministischen Seite „My stealthy freedom“, in welchem ein in schwarzer Weste und in ein weißes Hemd gekleideter Herr unter frühabendlichem Laternenschein mit einer stilvoll bemäntelten Dame Hand in Hand den Bürgersteig entlang läuft, ihr den Hidschāb abnimmt, hinter welchem ihr schönes langes, zu einem Zopf geflochtenes, schwarzes Haar zum Vorschein kommt, und ihn sich selbst um den Hals legt, lässt erahnen, dass ein islamisches Regime zu stürzen, also eine Gesellschaft zu kippen, um sie in einer besseren aufzuheben, eine melancholische Ernsthaftigkeit erfordert, von der die heutige Linke nicht den Hauch einer Ahnung hat.

Weil sie immer in Bewegung ist und nie zur Besinnung kommt, mit Argusaugen ihren Feind beobachtet und ständig den Rechtsruck beschwört, dabei gar nicht mehr bemerkt, wie konsensfähig ihre antirassistischen Ansichten bereits geworden sind, wie sträflich ihre Nachlässigkeit gegenüber dem politischen Islam.

Dabei müsste sie nur auf solche Fotografien reflektieren, um in geschichtlicher Erfahrung zu begreifen, wie immens wichtig die Kritik dieser Ideologie ist, zeigen sie eben die Existenz säkularer Gesellschaften und (Sub-)Kulturen dort, wo Muslime die Bevölkerungsmehrheit bilden. Dass diese seit dem Ende der Siebziger zurückgedrängt oder vollständig untergangen sind, sollte uns eine Mahnung sein, wie schnell es gehen kann. Während die Linke „Vielfalt“ und „Toleranz“ predigt, das Eigene zu verteidigen nicht gewillt ist, während sie das Fremde fetischisiert oder beides „dekonstruieren“ möchte, erinnern diese Bilder, auf denen getanzt und getrunken, geraucht und flaniert, gelacht und posiert wird, an das Gemeinsame, das auch die eigenen Familien-, Hochzeits-, Kinder- und Jugendfotos prägt. 

Die Bilder von Schulkindern in Afghanistan, Ballettschülerinnen in Bagdad, Chemiestudentinnen in Ankara und Frauen, die in den Achtzigern in Kabul eine Art „Women’s March“ organisierten, künden in der fast vollständigen Abwesenheit von Kopftüchern von dem Wissen, dass zur Freiheit die Freiheit vom Islam gehört. Genauso wie es jene Transparente tun, die von iranischen Frauen im Jahre 1979 getragen wurden und eine Wahrheit herausstellten – „Emanzipation ist nicht westlich oder östlich, sondern universal“ –, welche gerade auch im heutigen, kulturrelativistisch verdummten Feminismus abhanden gekommen ist.

Dies haben die feministisch bewegten Frauen des amerikanischen „Women’s March“ (und ihre hiesigen Unterstützer) leider nur allzu deutlich gemacht, als sie ihre Grenzdebilität und ideologische Verwahrlosung nicht nur durch die Synthese von Kopftuch und amerikanischer Flagge zur Schau stellten und damit zu verstehen gaben, keinen blassen Schimmer davon zu haben, für was diese Flagge steht, sondern auch dadurch, dass sie allen Ernstes der Scharia-Apologetin und Organisatorin Linda Sarsour folgten.

Diese wiederum wartete schon mit sadistischen Bestrafungsphantasien gegenüber der liberalen Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali auf und stellt auch sonst in wirklich allem, was sie tut, zur Schau, dass sie den Feminismus nur für ihre, vermutlich von der Muslimbruderschaft stammende, islamische Agenda instrumentalisiert.

„Tigersprung ins Vergangene“

Gegen diesen zum Steigbügelhalter des politischen Islams heruntergekommenen und damit in sein Gegenteil verkehrten „Feminismus“ hätte jeder Einspruch zu erheben, der es mit ungeteilter Freiheit, zu welcher notwendig jene der Frau gehört, ernst meint. Zu den mutigsten Menschen dieser Tage gehören die folgenden iranischen Studenten, die wegen ihres Säkularismus und ihrer politischen Haltung zu den Aufständen allesamt verhaftet wurden, deren Verbleib teilweise ungeklärt ist und die es verdient haben, namentlich genannt zu werden:

Leila Hosseinzadeh, Yasaman Mahmoubi, Negin Aramesh, Pedram Pazireh, Majid Akbari, Aref Fathi, Soheil Aghazadeh, Amin Osanloo, Peyman Geravand, Soha Mortezaie, Sina Omran, Ehsan Mohammadi, Faezeh Abdipour, Mohammad Sharifi, Kasra Nour, Mohsen Haghshenas und Amir Jamshidi.

Ein Mitglied des Mainzer AStAs veröffentlichte Fotos von ihnen und schrieb: „Dies sind ihre Gesichter. Merkt sie euch, merkt euch ihre Namen. Sie sind wie wir, doch ihr Mut überstrahlt unsere Hilflosigkeit, und sollte uns mahnen, uns nicht der eigenen Ohnmacht hinzugeben.“

Und das trifft zu. Denn diese Menschen wagen jenen „Tigersprung ins Vergangene“, über den Walter Benjamin in seinen Thesen über den „Begriff der Geschichte“ schrieb:

„Die Geschichte ist Gegenstand einer Konstruktion, deren Ort nicht die homogene und leere Zeit sondern die von Jetztzeit erfüllte bildet. So war für Robespierre das antike Rom eine mit Jetztzeit geladene Vergangenheit, die er aus dem Kontinuum der Geschichte heraussprengte. Die französische Revolution verstand sich als ein wiedergekehrtes Rom. Sie zitierte das alte Rom genau so, wie die Mode eine vergangene Tracht zitiert. Die Mode hat die Witterung für das Aktuelle, wo immer es sich im Dickicht des Einst bewegt. Sie ist der Tigersprung ins Vergangene."

Wenn Iranerinnen ihre Kopftücher ablegen und gegen dieses Mörderregime kämpfen, dann setzen sie zum Sprung in eine Zeit an, von deren Notwendigkeit, sie wiederherzustellen, die Bilder in jener Facebook-Gruppe künden. Was für Robespierre das antike Rom war, diese mit „Jetztzeit geladene Vergangenheit, die er aus dem Kontinuum der Geschichte heraussprengte“, das ist für die mutigen Studenten der Iran, before Sharia spoiled everything. Heute können wir uns kaum vorstellen, „dass es vor einhundert Jahren im Iran Frauenrechtlerinnen gab. Wie wir uns ohnehin nicht vorstellen können, dass es in einem Land, in dem sich 1979 eine islamische Revolution ereignete, 1905 bis 1911 eine demokratisch-liberale stattgefunden haben soll.“ (Sama Maani in seinem Buch „Respektverweigerung“.)

Feminismus versus Islam

Weil der politische Islam von den Frauen abhängig ist, muss er scheitern, wenn sie sich von ihm abwenden und ein eigenständiges Leben führen. Wenn sie Kinder für sich und nicht für die Umma bekommen, ihr eigenes Geld verdienen und schlafen, mit wem sie möchten. Wenn sie anziehen, was ihnen gefällt, feiern, wie sie dies wollen, und lieben, wie es ihren Vorlieben entspricht. Wegen dieser Abhängigkeit ist der Kampf gegen ihn nur als feministischer zu gewinnen.

Erst wenn jene Frauen – die bislang im Herrschaftsbereich des Islam aufwachsen und psychisch und physisch gefährdet sind, insofern sie sich für diese eigentlich selbstverständlichen Freiheiten entscheiden, Freiheiten, für die sie im schlimmsten Fall wie Hatun Sürücü umgebracht werden – aus den islamischen Zwängen durch Maßnahmen wie zum Beispiel ein Kopftuchverbot für Schülerinnen befreit werden, wird sich das Blatt nicht nur für sie, sondern für alle säkular orientierten Menschen wenden. Weder hat dies mit Paternalismus noch mit Instrumentalisierung zu tun.

Es liegt schlichtweg im Begriff ungeteilter Freiheit begründet, von dem heutige linke Identitätspolitik keine Ahnung mehr hat, dass diejenigen, deren Politik auf diese eine, gemeinsame und universalistisch zu sichernde Freiheit zielt, ganz automatisch gemeinsame Interessen verfolgen.

Dass bedeutende Teile der Linken und Grünen dies nicht begreifen wollen, verwundert nicht, hofiert doch beispielsweise Claudia Roth lieber das iranische Mullahregime, anstatt ihren Geschlechtsgenossinnen zur Seite zu stehen. Dass sie demütig und unterwürfig das Kopftuch aufsetzt und sich trotzdem für feministisch hält, ist in Anbetracht der Tatsache, dass im Iran nach Durchsetzung der Kopftuchpflicht in den Achtzigern junge, politisch gefangen genommene Frauen vor ihrer Exekution vergewaltigt wurden und dies deshalb, weil gemäß der islamischen Lehre der Mullahs Jungfrauen ins Paradies kämen, nur ein bisschen weniger grotesk und verkommen als jene schwedischen, für eine „feministische Außenpolitik“ stehenden Politikerinnen, die ihrer Aufwartung des iranischen Regimes durch die Verhöhnung iranischer, islamkritischer Feministinnen noch die Krone aufsetzten.

Ihnen allen wären jene Fotografien zu zeigen, die gerade in ihrer Stille und Unaufdringlichkeit deutlicher nicht machen könnten, dass die Freiheit zerbrechlich ist und der Islam sie bedroht.  

Felix Perrefort lebt und arbeitet in Berlin, er hat einen Bachelor in Filmwissenschaft und einen Master in Kulturwissenschaft.

Foto: Before sharia spoiled everything

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Karl Eduard / 25.01.2018

Da ist der Wunsch der Vater des Gedanken. Noch nie in der Geschichte der Menschheit ging irgendeine revolutionäre Bewegung von Frauen aus, wurde von Frauen getragen und von Frauen bis zu Ende geführt. Selbst die Suffragetten wären ohne Männerhilfe aus dem Parlament nichts weiter als randalierende Weiberhorden gewesen. Islamische Frauen als Mütter vermitteln dem Nachwuchs die Kopftuchträgerwerte. Den Söhnen und Töchtern. Wo soll die Revolution also herkommen? Kemal Atatürk, ein Mann, hat die westlichen “Werte” in der Türkei per Gewalt durchgesetzt, was ihm auf dem Land nicht immer geglückt ist. Frauen hatten damit gar nichts zu tun.

Ilse Polifka / 25.01.2018

Ein sehr, sehr guter Artikel. Jedes Wort, jeder Gedanke ist richtig. Hier sei auch noch eine sehr gescheite und mutige Frau erwähnt: Oriana Fallaci.

Klaus Reichert / 25.01.2018

Sehr schön geschrieben und sehr wichtige Facebook - Seite, die verlinkt wurde. Mir fällt zum Mullah - Regime nicht nur Claudia Roth ein. Sigmar Gabriel hat ebenso die Beziehung zu Israel beschädigt (Treffen mit NGOs vor dem dann geplatzten Gespräch mit Netanjahu), sondern auch und ganz massiv diejenige zu Saudi Arabien (Zitat “politische Abenteurer” beim Gespräch mit dem libanesichen, Hizbulla - nahen Außenminister). Laut FAZ ist die Krise substanziell und Saudi Arabien entzieht deutschen Firmen mittlerweile gezielt Aufträge. Saudi Arabien, das als erstes muslimisches, im Griff der Scharia befindliches Land die Chance hat, sich durch eine harte weltliche (und westliche) Machtpolitik der neuen Führung nach innen und außen aus den Klauen der Religion zu befreien und den ganzen nahen Osten gesellschaftlich zu modernisieren. Deutschland setzt stattdessen auf die Mullahs in Teheran. Ein “Verdienst” der deutschen Linken und der “mir doch egal” - Kanzlerin. Bevor sie untergehen, richten Sie noch einmal großen Schaden an.

Burkhart Berthold / 25.01.2018

Warum beginnen Sie einen interessanten Artikel mit einer Breitseite gegen Rechts? Glauben Sie, dass die Linken Ihnen eigenständiges Denken durchgehen lassen, wenn Sie es hinter einem Angriff auf den durchaus irrelevanten Herrn Höcke verstecken?

Jürgen Fleischer / 25.01.2018

Danke für diesen Artikel, lieber Felix Perrefort, der auch für mich, obwohl politisch und am Tagesgeschehen interessiert, einige völlig neue Gesichtspunkte enthält. Meine Ansicht, dass das Kopftuch ein Instrument der Unterdrückung sein kann, wenn es zum Zwang wird, hat ein deutlich stärkeres Fundament bekommen. Schande über jede Politikerin, die sich beim Besuch dieser Länder soweit anpasst, dass sie ihre eigene Kultur missachten. Wird eigentlich bei uns in Deutschland den Besucherinnen und Besuchern politischer Veranstaltungen oder bei Staatsbesuchen das Tragen Ihrer Landestracht verboten oder ihnen im Vorfeld auf diplomatischem Weg vermittelt, dass sie mit dieser Tracht unerwünscht sind? Warum dann diese Mimikry unserer Politikerinnen, ich denke besonders an Claudia Roth, als Reaktion auf Intoleranz? Herzlich, Jürgen Fleischer

Hermann Neuburg / 25.01.2018

Die Geschichte des Islam ist seit 1400 Jahren ein Kampf Freiheit versus Islam. Freiheit im Islam, also als Muslima, ist ein Widerspruch in sich, denn Allah mit seinem letzten Gesandten Mohammed und mit Seinem Buch “Der Koran” sind die ultimativen Freiheitsbekämpfer für alle Zeiten. Solange es den Islam gibt, solange wird die Freiheit bekämpft werden. Und gerade dieser Artikel belegt, dass immer und immer wieder aufkommende Freiheit, wie in der Periode von ca. 1900 bis 1979, schlussendlich verliert. Und warum hat sie verloren? Weil sie das Problem nicht an der Wurzel gepackt hat: bei der Religion Islam. Feministisch-freiheitlich (und schwül) und Anhänger des Islams zu sein, schließt sich aus. Ein bisschen schwanger zu sein, geht auch nicht. Ziel muss es daher sein, den Islam zu überwinden, denn er ist nicht reformierbar, weil Mohammed und Allah ein unlösbares Problem darstellen. Sie haben eine Religion der Männer erschaffen mit einem irreversiblen Geburtsfehler, sozusagen mit einem massiven Gendefekt.

Martin Landvoigt / 25.01.2018

Es gab eine Zeit, in der die das höchste Ideal der Linken der Freiheitskampf war. Spät-68er, Spontis ... heute ist der Begriff Freiheit verdächtig geworden, denn er wird nun von den Rechten geführt. Freiheit und sexuelle Selbstbestimmung gelten zwar immer noch als positive Werte, aber haben mittlerweile einen anderen Zungenschlag. Die religiöse Freiheit der Restriktiven, andere (vor allem Frauen)  unter ihr Regime zu knechten, gilt heute als wichtig. Der heutige Linke schaut bei Vielem lieber weg und ist dabei sehr stolz auf seine interkulturelle Toleranz.

Jochen Lindt / 25.01.2018

Wenn es denn so einfach wäre. In der Realität gibt es ungefähr ebenso viele Islamistinnen wie Islamisten.  Der Zwang zum Kopftuch geht von den Frauen selbst aus.  Die islamischen Hierarchien sind da sehr wirksam. Iran kenne ich natürlich nicht, der Iran könnte also eine Ausnahme darstellen, das glaube ich aber nicht. Die Mullahs sind immerhin integraler Bestandteil der iranischen Kultur.  Ihre fast 40 Jahre währende Herrschaft ist kein Zufall.

B.Rilling / 25.01.2018

Dieser Beitrag hat mich zu Tränen gerührt und wütend gemacht. Auf Frauen, die hier leben und ihre Scheuklappen nicht absetzen. Die sich in der unseligen #Metoo-Bewegung über die alten sexistischen weißen Männer aufregen aber ihren Leidensgenossinnen im Iran, Pakistan, der Türkei und hier, mitten unter uns nicht einen Gedanken gönnen. Und es gibt in unserem Land diese Unterdrückung von Frauen und jungen Mädchen schon lange. Zeigen wir Frauen also endlich Solidarität mit denen, die es wirklich verdient haben und dringend brauchen! Zum Beispiel, den oben erwähnten Studenten im Iran!

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