
Lieber Her Vaatz, ich glaube, den meisten Lesern hier sind merkwürdige Entwicklungen im Lande nicht verborgen geblieben. Hat die CDU/CSU damit eigentlich etwas zu tun?
Bemerkenswert, daß Werner Schulz in dem nicht enden wollenden Welt-Interview (an dessen Ende man sich fragt, was sollte uns dieses eigentlich sagen ?) Vera Lengsfeld als Irrlicht bezeichnet. An diesem Beispiel kann man Schülern erklären, was in der Psychoanalyse mit dem Begriff “Projektion” gemeint ist.
Auch wenn der Kommentar in vielen Teilen auf den Punkt ist, frage ich mich, warum sich denn so gut wie jeder, der mal was zu den Knalltüten des Mainstreams zu sagen hat und dazu noch eine treffende Überschrift findet, unbedingt irgend einen ‘Schlenker gegen Rechts’ einbauen muß. Ist denn die Angst, in diese Ecke gestellt zu werden, wenn man das nicht tut schon so beherrschend geworden? Oder verbietet AKK im Fall eines CDU Mitgliedes dann das Schreiben und Sprechen?
Also .... “Wenn jemand schon dann ausgegrenzt und verfemt wird, wenn er am Gelingen der Integration von mehreren Millionen Aussiedlern aus Afrika und Asien zweifelt oder an der Gefährlichkeit von Kohlendioxid oder Kernkraft zweifelt oder aber nicht glaubt, dass sich durch Gelddrucken auf die Dauer das Finanzgefüge stabilisieren lässt oder gar die Existenz von 50 Geschlechtern für ein Hirngespinst hält, muss man sich nicht wundern, wenn immer mehr Leute auf dem Absatz kehrt machen.” Und dann lese ich “Arnold Vaatz ist einer der stellvertretenden Vorsitzendem der CDU/CSU-Bundestagsfraktion” ... Ähm ... Ist da ein Druckfehler unterlaufen???
Lese ich recht, Herr Vaatz, Sie schreiben schon wieder einen so vernünftigen Artikel und sind immer noch in der Partei, die dies alles duldet, mitträgt, absegnet und es durch bekloppte, falsch verstandene Toleranz in Jahrzehnten ruhig hat wachsen und gedeihen sehen, ohne das Geringste dagegen zu unternehmen, bis sie heute schließlich als willfähriger Herr Biedermann täglich bereitwillig die Zündhölzer zur Verbrennung der demokratischen Errungenschaften dieses Landes hinhält? Sie werden mir mit jeder Ihrer Meldungen unbegreiflicher!
Arnold Vaatz habe ich durch viele seiner Äußerungen in der Nachwendezeit schätzen gelernt. Es ist wohltuend zu bemerken, daß er auch nach dem erfolgtem Linksschwenk von CDU/CSU seiner Haltung treu geblieben ist. Daß er mit dem übertriebenen Anti-Rechtsextrem-Passus seines Beitrages versucht, mit dem Rücken an die Wand der Anti-Rechts-Linie der Blockparteien zu kommen, sollte man ihm nachsehen, denn nur dadurch ist es möglich, daß eine solche Stimme überhaupt noch aus den Reihen der CDU zu hören ist. Besser wäre es allerdings, er würde begreifen, daß vieles, was er in diesem Passus anführt, auf Provokateure zurückzuführen ist, die als Nazi-Darsteller mit SS-Runen oder Chiffren wie „88“ tätowiert die Aufgabe haben, die patriotische Opposition zu verunglimpfen und vom eigenen Volk zu entfremden. Und das ganze Drumherum um die “NSU-Morde” läßt doch die Frage aufkommen, ob die nicht auch aus genau diesem Grund von irgendwem die in die Spur geschickt worden sind.
Entweder haben Sie bald einige Damen im Nacken,oder die Wende kommt endlich schleichend auf uns zu und Sie sind ein Versuchsballon.Nun befassen Sie sich bitte mit den “Nazis"und Sie werden dasselbe Prinzip wie im Mittelalter feststellen,man verbrannte Hexen.Ich möchte Sie keinesfalls belehren,aber mischen Sie sich öfter unters “zugewanderte”. Volk. Ich suche lieber das Weite,es ist kaum mehr auszuhalten.Oder stellen sich einfach einmal bei der AOK zur Sprechzeit an.Schätzen Sie einmal was da los sein könnte und wo es auf dieser Welt ähnliches gibt.Halb Wach sein funktioniert auf Dauer nicht,bitte gehen Sie den nächsten Schritt.
Herr VAATZ weiss doch, dass er auch die “Wolfs-Schanzer” mitverurteilen muss. Genauso würde ich’s bei meiner Botschaft machen. Das meinte ich bei der Bemerkung, dass man sich ins Gruppenbild mit hineindrängelt, um zur Deutungshoheit zu kommen. Das Weinen in der Aussenseiter-Rolle macht keinen Spaß. Allerdings, vor Axel C. SPRINGER hätten StaSi-Sympathisanten knien müssen, um , selbst nach 30 Jahren , doch nicht vorgelassen zu werden ! Frau F. Springer wird eben auch mal älter—und alte Berater sind längst weg.
Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.