Warum bestehen die europäischen Regierungen darauf, einen weiteren Staat zu gründen, der aller Wahrscheinlichkeit nach ein Terrorstaat wäre, wie die Hamas-Herrschaft in Gaza?
Drei europäische Regierungen, Irland, Spanien und Norwegen, wollen einen nicht-existenten Palästinenser-Staat anerkennen. Wie es zuvor schon Dutzende andere, überwiegend muslimische oder andere „fragile Staaten“ getan haben, seit die UN 1988 den Status der PLO zu dem einer quasi-staatlichen Einrichtung erhoben haben, genannt „Palestine“ oder „Palästina“. Das Gebiet, das sie meinen, wird dadurch nicht zum Staat. Punkt drei der Montevideo-Konvention, einer der völkerrechtlich relevanten Aufstellungen von Kriterien der Staatlichkeit, betont: „The political existence of the state is independant of recognition by the the other states.“ (Die politische Existenz des Staates hängt nicht davon ab, ob andere Staaten ihn anerkennen.)
Auch sonst werden von den „Palästinensern“, einem in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erfundenen Volk, die Kriterien der Staatlichkeit nicht erfüllt. Die Bevölkerung der „Palästinenser-Gebiete“ besteht aus sehr verschiedenen, untereinander keineswegs einigen arabischen Stämmen, Clans und zugezogenen Gruppen, hervorgegangen aus den Trümmern des Osmanischen Reiches und in und um den entstehenden jüdischen Staat angesiedelt, teils in Städten und Dörfern schon länger ansässig, teils aus ökonomischen oder anderen pragmatischen Gründen später hinzugezogen, als die Nähe zu den jüdischen Unternehmungen lukrativ wurde. Seit Jahrzehnten bemüht man sich vergeblich, diese heterogene Bevölkerung zu einer Art Nation zu erklären, mit gemeinsamer Kultur und Geschichte, gemeinsamen Zielen, geeint durch das Narrativ der Naqba, ihrer Vertreibung und Verfolgung durch Israel.
Entscheidend aber ist: Die Mehrheit dieser Menschen will keinen „Palästinenserstaat“. Sie hätten ihn sonst, angesichts der weltweiten Unterstützung und der israelischen Kompromissbereitschaft, längst gründen können. Oder wenigstens die Grundlagen für einen solchen Staat geschaffen, die Wirtschaft, die Strukturen und Institutionen, die alltäglichen Einrichtungen des Zusammenlebens, auf denen Staatlichkeit basiert. Nichts davon ist geschehen. Die israelische Besatzung der Gebiete sei schuld, behauptet die weltweite Anhängerschaft dieses Phantasie-Staates, die „Okkupation“ und die jüdischen Siedler. Aber in Gaza haben „Palästinenser“ von 2005 bis 2023, achtzehn volle Jahre lang, ganz ohne israelische Truppen und Siedler gelebt, und dennoch keinerlei Anstalten zu einer Staatsgründung oder deren Vorbereitung getroffen.
Neben einem jüdischen Staat „in Frieden und Sicherheit“
Die Gründe dafür, warum die „Palästinenser“ keinen eigenen Staat wollen, sind so heterogen wie sie selbst. Dieser Staat war gedacht nach den Grundlinien der UN-Resolution 181(II) von 1947. Er sollte neben einem jüdischen Staat „in Frieden und Sicherheit“ bestehen und überdies, in einem meist vergessenen weiteren Paragraphen, einer jüdischen Minderheit auf seinem Staatsgebiet das Leben ermöglichen, auch dies „in Sicherheit“, eine Vorkehrung der UN zum Schutz der israelischen Siedler. Denn deren Anwesenheit in den betreffenden „Gebieten“ – reserviert für den gedachten arabischen Staat – ist keineswegs, wie in europäischen Medien behauptet, „völkerrechtswidrig“, sondern, ganz im Gegenteil, vom Völkerrecht geboten, da „close Jewish settlement“ im gesamten Britischen Mandatsgebiet Palestine der eigentliche Zweck des Mandats war – erteilt 1922 vom Völkerbund und 1947 von der UN-Gründungsversammlung als geltendes Völkerrecht übernommen.
Doch die von der UN verlangte Koexistenz mit einem jüdischen Staat ist einer der Gründe, aus dem heraus religiös-fundamentalistische „Palästinenser“ keinen eigenen Staat nach dem Muster der UN wollen: sie müssten dann mit einem Teil des Gebietes vorliebnehmen, das ihnen nach ihrer Ansicht ganz gehört: „From the river to the sea…“ Nach religiös-islamischem Gesetz ist einmal erobertes muslimisches Land, also auch das gesamte Gebiet des Osmanischen Reiches, für immer muslimisch, weshalb der Staat Israel (oder jeder andere nichtmuslimische Staat) in ihren Augen illegal sein muss. 1947, als die heute naiv anmutende Idee eines arabischen Staates in friedlicher Koexistenz mit Israel – eines Staates zudem nach westlichen Kriterien – Eingang in die UN-Resolution 181 fand, gab es noch keine weltweite Bewegung des islamischen Fundamentalismus. Inzwischen hat sich der Charakter der islamischen Staatengruppe dramatisch gewandelt: Ermutigt von der Schwäche des Westens, zudem an Menschen und Ländern gewachsen, zeigt er sich mehr und mehr militant, unversöhnlich und kriegsbereit.
Zahlreiche „Palästinenser“ lehnen einen „Palästinenserstaat“ aus einem anderen Grund ab: weil er korrupt und ineffizient wäre. Sie würden, wie mir „Palästinenser“ aller sozialen Gruppen und Schichten gesprächsweise versicherten, lieber als vollberechtigte Staatsbürger im Staat Israel leben, dessen Zahlungsfähigkeit, Humanität und Rechtsstaatlichkeit sie sicher sein könnten, als in der korrupten Vetternwirtschaft des „Präsidenten“ Mahmoud Abbas oder einer ähnlichen Marionette. Die von Abbas angeführte „Palästinensische Autorität“ – gedacht, um in Vorbereitung einer Staatsgründung die notwendige Bedingungen einer Staatlichkeit nach westlichem Muster vorzubereiten – erfüllt bei weitem nicht die Bedingung einer Staatsgewalt oder Staatsmacht, wie in der westlichem Staatsrecht zugrunde liegenden „Trias“ oder „Drei-Elementen-Lehre“ nach Georg Jellinek gefordert (eindeutiges „Staatsgebiet“, klar definiertes „Staatsvolk“, im Besitz eines Gewaltmonopols befindliche „Staatsgewalt“). Sie würde nach einem israelischen Truppenabzug in der Westbank das gleiche Schicksal erleiden wie zuvor in Gaza: sie würde alsbald gestürzt und eliminiert werden durch eine fundamentalistische Bewegung wie die Hamas.
Zusammenhalt besteht im gemeinsamen Hass gegen den Westen
Schon 2006, bei den bislang letzten Parlamentswahlen in den „Palästinensergebieten“, gewann die Hamas die meisten Stimmen. Daraufhin übernahm sie in Gaza, von wo sich die israelische Armee 2005 zurückgezogen hatte, in einem blutigen Bürgerkrieg die Macht und liquidierte auf grausame Weise (zu Tode foltern, von Hausdächern stoßen, Erschießen) alle PLO-Funktionäre, derer sie habhaft werden konnte. (Einige Hundert PLO-Funktionäre flohen über Israel ins Westjordanland, nachdem sie stundenlang um Gnade bettelnd an den Grenzübergängen gelagert hatten – ein Ereignis, über das in europäischen Medien kaum ein Wort verloren wurde). Im Westjordanland sicherte einzig die Anwesenheit israelischer Truppen bis dato die Macht der korrupten, in der Bevölkerung verhassten „Palästinenser- Behörde“, die nach Schätzungen dortiger Opponenten siebzig bis achtzig Prozent der Milliarden westlicher Hilfsgelder veruntreut. Eine Staatsgründung ist unter solchen Umständen schwerlich denkbar, es sei denn, der Westen wünschte sich einen weiteren Hamas-Staat (und die von diesem ausgehenden Kriege) oder israelische Truppen und Siedler blieben zum Schutz der vorgeblichen „Staatsgewalt“ weiterhin auf dem Staatsgebiet.
Auch die anderen Kriterien einer Staatlichkeit nach westlicher Vorstellung werden von den „Palästinensern“ nicht erfüllt. Es besteht weder Einigkeit über die Grenzen des Staatsgebiets noch das Minimum an innerer Solidarität eines zwar lauthals erklärten, aber nicht wirklich konsistenten „Staatsvolks“. Der einzige Zusammenhalt dieser Gruppen und Clans besteht im gemeinsamen Hass gegen den Westen und der gemeinsamen Absicht, so viele Milliarden Hilfsgelder von den verachteten und verschreckten westlichen Staaten zu erpressen wie nur möglich. Auch die in diese Staaten eingewanderten arabischen Glaubenskämpfer und Terroristen aller Couleur sorgen durch blutige Aktionen für das nötige Level an Angst, um Regierungen und Wählervolk zur weiteren Finanzierung des korrupten Betriebs zu bewegen. In allen darüber hinausführenden Fragen gehen die Standpunkte bis zur Unvereinbarkeit auseinander.
Einen Staat mit Anwesenheit israelischer Truppen oder anderer ausländischer Ordnungsmächte wollen die radikalen „Palästinenser“, die lautstark einen eigenen Staat fordern, nicht dulden. Auch keine Demilitarisierung und Entwaffnung ihrer eigenen Milizen. Und, falls sie dennoch als Bedingung ihrer Eigenstaatlichkeit erfolgte, alles tun (durch Schmuggel, geheime Waffenproduktion etc.), um den eigentlichen Zweck eines Staates nach ihrer Vorstellung herzustellen, der im Glaubenskrieg besteht – siehe Gaza. Deshalb betonen sie – wie erst vor einigen Tagen die Hamas in ihrem lobenden Statement zur Anerkennung des nicht-existenten Staates durch die Regierungen Irlands, Norwegens und Spaniens – stets dessen „Unabhängigkeit“.
Davon ist jedoch keine Rede, wenn es um die westlichen Hilfszahlungen in Milliardenhöhe geht – von deren weiterem Zufluss bliebe dieser Staat selbstverständlich abhängig. Es wäre ohnehin ein Gebilde, wie es das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unter dem beschönigenden Begriff „fragiler Staat“ erfasst:
„Mehr als 1,6 Milliarden Menschen leben in Ländern, die von Gewalt, Konflikten und unsicheren politischen Verhältnissen geprägt sind. Konflikte und eine sogenannte fragile Staatlichkeit führen dort häufig zu weiteren Entwicklungsproblemen wie Armut, Hunger und Menschenrechtsverletzungen. Selbst wenn ein Konflikt beendet werden kann, kommt es häufig innerhalb weniger Jahre erneut zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Aus eigener Kraft können die fragilen Staaten die Spirale von Armut und Gewalt nicht mehr durchbrechen.“
Die Frage ist, warum die europäischen Regierungen darauf bestehen, einen weiteren Staat dieser Art zu gründen. In diesem Fall aller Wahrscheinlichkeit nach einen Terrorstaat wie die Hamas-Herrschaft in Gaza, der nicht nur seine eigene Bevölkerung in Armut und Unwissenheit hält und die internationalen Hilfsgelder in häuslichen Raketenbau und weltweite Terror-Aktivitäten investiert, sondern außerdem zu irgendeinem Zeitpunkt einen neuen regionalen Krieg auslöst. Wozu braucht der Westen einen solchen Staat?
Chaim Noll wurde 1954 unter dem Namen Hans Noll in Ostberlin geboren. Seit 1995 lebt er in Israel, in der Wüste Negev. Chaim Noll unterrichtet neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit an der Universität Be’er Sheva und reist regelmäßig zu Lesungen und Vorträgen nach Deutschland. In der Achgut-Edition ist von ihm erschienen „Der Rufer aus der Wüste – Wie 16 Merkel-Jahre Deutschland ramponiert haben. Eine Ansage aus dem Exil in Israel“.
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„Die Frage ist, warum die europäischen Regierungen darauf bestehen, einen weiteren Staat dieser Art zu gründen.“ Das frage ich mich auch. Eine Antwort: Europa projiziert die eigenen (Wunsch-)Vorstellungen auf fremde Bevölkerungen und merkt nicht, dass diese Menschen anders ticken als Europäer – wenn vielleicht nicht als einzelne, dann jedenfalls in ihrem kollektiven Handeln. Europas Vorstellungen ähneln einem Wahn. Dieser wiederum ist m.E. getrieben von falschem Moralismus und Selbsthass. Falscher Moralismus und Selbsthass überziehen z.Zt. Europa wie im späten Mittelalter die Pest.
Warum bestehen westliche Regierungen darauf, einen Terrorstaat zu gründen? Aus dem gleichen Grund, weshalb einige ihre eigene Wirtschaft ruinieren oder die innere Sicherheit gefährden. Weil sie ideologiegetrieben und in der Sache ahnungslos sind. Genau wie ihre Wähler.
„From the river to the sea…“ Nach religiös-islamischem Gesetz ist einmal erobertes muslimisches Land, also auch das gesamte Gebiet des Osmanischen Reiches, für immer muslimisch, weshalb der Staat Israel (oder jeder andere nichtmuslimische Staat) in ihren Augen illegal sein muss.„ – Ich denke, dass es ausreicht, wenn ein imam an einer Stelle betet, die bisher den sog. “Ungläubigen„ gehörte, um diese “Stelle„ in ewiges Eigentum der einzigen echten Menschen auf Erden zu bringen – also den Halalen. Außerdem ist alles Gerede nur Geschwätz, weil die wahre Macht aus den Gewehrläufen kommt. Und den Weg des Dodos wird der gehen, der “si vis pacem, para bellum„ nicht beherzigt und umsetzt. Und wir waffenlosen Dehostilisierten werden den Weg des Dodos gehen …
Im Westen gibt es Ideologen, die an eine „wertebasierte Weltordnung jenseits der Zuordnungen“ glauben, der, wie sie meinen, die Staaten als Feinde gegenüberstehen. Diese Ideologen haben seit den 1960-er Jahren eine zuerst mediale, dann auch politische und N„GO- Machtstellung für sich aufgebaut. Sie unterstützen ALLES, was gegen (funktionierende) Staaten und deren Institutionen, gegen funktionsfähige, wirtschaftliche Strukturen, gegen kulturelle Traditionen und gegen ein zivilisiertes Zusammenleben gerichtet ist. Unter dem Vorwand, das Klima zu retten, zertrümmern sie die deutsche Wirtschaft, und unter dem Vorwand, ein friedensfähiger, palästinensischer Staat sei möglich, unterstützen sie, soweit sie können, die Bildung eines korrupten, terroristischen, “palästinensischen Staates„. Der Krieg in der Region ist ihnen als Mittel zum transformativen Zweck willkommen. Er wird sich gleich als 1. gegen Israel richten, und wenn Israel/das Judentum nicht mehr existiert, sollen offene und verdeckte Kriege (auch die Masseneinschleusung von Migranten in Deutschland gehört zur Kriegführung der woken Eliten) die europäischen und, wenn möglich, überhaupt alle Staaten schrotten. Von Anfang an dysfunktionale, korrupte, aggressive (Schein)staaten sind eins der Mittel, die sie einsetzen, um die Große Transformation durchzuprügeln. Für Staaten, Kulturen und Ethnien ist in der schönen, neuen Welt kein Platz vorgesehen und Israel scheint aufgrund des (diesmal woken) Antisemitismus dazu vorgesehen zu sein, möglichst bald zerstört zu werden. Was in Deutschland innere Faktoren (Hinnahme der islam. Landnahme, Klima“kampf„) verrichten, kann in Israel nur als Angriff von außen erfolgreich sein, Ein islamistischer Palästinenser(schein)staat soll mit einem 2. Holocaust den transformativen Weltbrand einläuten, der dann zur Welt jenseits der Zugehörigkeiten überleitet. Das Vorgehen ist sehr wahrscheinlich nur halbbewusst und eben damit fällt auch die letzte Hemmung weg, es umzusetzen.
… „der aller Wahrscheinlichkeit nach ein Terrorstaat wäre“. Alles, was Chaim Noll hier an Argumenten anführt ist richtig – nur das ‚wäre‘ ist falsch. Dieses zweigeteilte Gebilde, einerseits in den Fängen der Hamas, andererseits in denen des Terrorfinanziers Abbas (z.B. München 1972) ist bereits Terrorstaat. Seit 2005 hat kein Israeli mehr einen Fuß in den Gazastreifen gesetzt. Dafür ist unser Steuergeld in großen Strömen kontinuierlich dorthin geflossen und wurde verwendet um für die Propaganda ÖR-Hauptnachrichten angeblich Schulen und Krankenhäuser zu bauen; in Wahrheit waren das aber nur Feigenblätter um die Öffentlichkeit darüber zu belügen, dass man mit Hilfe der KFW und der Schäfer-Gümpels et.al. in Wahrheit dort Raketenabschussrampen errichtet hatte und ein gigantisches Tunnelsystem, in das sich der Terror verschanzte und in dem nun nach islamischem Brauch Geiseln versteckt wurden. (Schon die Barbareskenkriege gegen die Mohammedaner wurden zur Beendigung der Praxis dieser Geiselnahme geführt) Selbst gedruckte und von der EU finanzierte Schulbücher dienten der Terrorinfiltration der dortigen arabischen Bevölkerung. Wirkliche Bildung nämlich wäre doch nun wirklich zu westlich. Es ist eine große Aufgabe, diesen Augiasstall des Terrorismus auszumisten und es war klar, dass der westliche grassierende Antisemitismus linker und grün-feministischer Gesinnung versucht diese Bemühungen zu hintertreiben. Dabei gelte es auch bei uns auszumisten, denn diese Brut gehört z.B. aus den Universitäten unserer Hemisphäre vertrieben (mitsamt ihrer verpeilten Lehrkörpergenossen). Dass sie sich mit ihren unappetitlichen Zusammenrottungen obendrein mit den Kalifatisten zusammenrotten ist unbegreiflich, denn niemand wäre nach einer Machtübernahme der Friedensreligiösen mehr gefährdet als diese woken, traumtanzenden Gestalten, deren grün-woke Religion zuerst eliminiert würde.
Ich nehme an das die Führung der Hamas auch dafür wäre das es nur einen palästinensischen Staat geben würde. Eine 3-Staaten-Lösung sorgt für größeres Konfliktpotential. Ich habe gehört das auch israelische Politiker palästinensische Interessenvertreter gerne auseinanderdividieren. Vgl Verhandlungen mit der PLO und den Friedensnobelpreise für die Verhandlungsführer.
Hier ging es aber wohl eher darum sich mit der PLO unter der Umgehung von Teheran zu einigen
weil man den Iran als das größere Problem betrachtet hatte). +++ Ob die Region in der Zeit des osmanischen Reiches (1 Staatenlösung für Alle) friedlicher war kann ich nicht sagen. Fest steht m.E. aber schon das eines der größten Probleme der islamischen Welt ihre Uneinigkeit ist. So weit ich es beurteilen sich aber die jüdische und die christlichen Welten auch ziemlich uneinig. PS Ich habe meine proisraelische Grundhaltung (seit dem Olympiaattentat 1972) nach den überzogenen Reaktionen der israelischen Regierung ausgesetzt und nehme nun eine eher neutrale Haltung ein.
Mich erinnert das Vorgehen von Herrn Netanjahu sehr an die Reaktionen der USA nach 9/11.
Alles goldrichtig, Herr Noll! Das Fatale ist aber, dass es in diesem ganz speziellen Fall GAR KEINE Lösung gibt, beziehungsweise die am wenigsten schlechte Lösung das Weiterwursteln im Status Quo ist. Warum eine Zweistaaten-„Lösung“ sowohl für Juden wie Araber extrem gefährlich und schlimm wäre, haben Sie ausführlich dargestellt. Die Einstaaten-Lösung, also die Annexion der Gebiete durch Israel, die ich früher mal für eine gute Idee hielt, wollen besonders die israelischen Juden nicht (mehr). Denn diese würde natürlich bedeuten, dass alle Araber israelische Staatsbürger (mit gleichen Rechten inklusive politischen Rechten und Eigentumsrechten) werden müssten. Da wäre es in ein paar Jahrzehnten vorbei mit dem Judenstaat. Der günstigste Augenblick wurde im Jahre 2000 verpasst. Aber schon damals war es im Grunde weder Ehud Barak noch Yassir Arafat möglich, auf ihre Kernforderungen zu verzichten (Jerusalem-Frage, Status der Siedler, Rückkehrrecht für Araber nach Kern-Israel).