In Siegburg ist zum ersten Mal in der deutschen Justizgeschichte eine Ehe nach deutschem, islamischem und iranischem Recht geschieden worden. Das war notwendig, da die Frau ohne rechtsgültige Scheidung nicht in ihr Heimatland Iran hätte einreisen dürfen, um dort ihre kranke Mutter zu besuchen. Das Amtsgericht hatte zur Scheidung extra einen Mullah zugelassen, der die Zeremonie nach islamisch-schiitischem Recht durchführte. Der Anwalt der geschiedenen Frau sprach angesichts von geschätzt 13.000 Zwangshochzeiten in Deutschland von einem Meilenstein für die Rechte islamischer Frauen.
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