«Fast ein Jahrzehnt nach der US-geführten Militärintervention ist wenig getan worden, den widersinnigen Anreizen zur Fortsetzung des Konflikts den Kampf anzusagen», heisst es in dem Bericht. Vielmehr hätten die Gewalt und die Milliarden internationaler Hilfsgelder wohlhabende Funktionäre und Aufständische zusammengeführt. «Im Ergebnis wird die Wirtschaft zunehmend beherrscht von einer kriminellen Oligarchie politisch vernetzter Geschäftsleute.»
Eine ernüchternde Analyse einer Kultur der Korruption. Der weitverbreitete Machtmissbrauch von der simplen Erpressung bis zur gemeinsamen Sache mit den Taliban wird auch den Abzug der US-Kampftruppen überleben. Präsident Barack Obama räumte ein, dass der Rückzug bis 2015 das Land vor Probleme stellen werde. «Wir werden nicht versuchen, Afghanistan zu einem perfekten Ort zu machen», sagte er.
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