
In einem funktionierenden Gemeinwesen hätte man die geneigte wahlberechtigte Einwohnerschaft per Volksabstimmung gefragt, ohne Briefwahl, und hätte ein in jedem Fall verbindliches Votum bekommen. Nun hat man am Ende doch wieder nur Probleme, wenn die ganze deutsche Zukunft mal bis zum Ende durchdekliniert wird. Der Blick auf die Gegenwart öffnet dan Blick auf die Zukunft, der Blick in die Vergangenheit bringt da wenig. Auf Dauer werden sich Stückzahlen von kopftuchtragenden Frauen in öffentlichen Diensten nicht vermeiden lassen. Kann ich denen verbieten ein Kopftuch zu tragen, bspw. in Schulen und Kitas, während dort das Kreuz herumhängt, mit dem allerdings 80% der Insassen solcher Einrichtungen rein gar nichts anfangen können? Oder nehme ich dann nur zur Kenntnis, daß ebenjene Kopftuchträgerinnen im Angesicht des Kreuzes dann doch lieber sagen: nö, wenn ich mein Kopftuch nicht tragen darf, dann will ich hier auch nicht arbeiten; und stattdessen weiterhin im Bürgergeld verweilen ? Am Ende werden die Kreuze wohl abgehängt werden und die Frauen werden ihre Kopftücher ablegen müssen - und dann geht das Leben auch weiter. Nur Kreuze abhängen und Kopftuch weiter tragen - das geht nicht!
Aufgewachsen in einem atheistischem Umfeld begann ich erst spät, mich mit dem Christentum zu beschäftigen. Dank meines einst besten Freundes, einem Ungar, von den Kommunisten verfolgt, eingesperrt, in die USA emigriert und nach der Wende nach Ungarn zurückgekehrt, fühle ich mich heute dem christlichen Glaube verbunden, ohne jemals (zum Glück) Mitglied einer der antichristlichen Amtskirchen gewesen zu sein. Meine Bibelfestigkeit kann mit der einiger Achse-Kommentatoren leider nicht mithalten, ich konnte den Nachholebedarf bis heute nicht abarbeiten. Aber ich bin entsetzt, wie und in welchem Ton auch hier auf der Achse die Auseinandersetzung mit überzeugten Christen geführt wird. Es ist ein Ton, wie ihn ausschließlich die führenden Antichristen der beiden Amtskirchen verdient haben, die ihren Glauben nur heucheln, wie wir alle wissen. Dieser Ton gehört sich auf keinen Fall gegenüber ehrlichen, überzeugten Christen, wie z.B mein Freund einer war. Durch ihn (und natürlich auch durch andere) ist mir erst klar geworden, dass die Basis all unserer Kultur, unserer Traditionen, alldessen, was wir leben und lieben, aber auch verachten, das Christentum ist. Diese Kultur wissen auch die meisten Atheisten durchaus zu schätzen, wie man täglich mit Freude erleben kann. Abschließend schließe ich mich den Worten von Peter Hahne an, die heute auf JF zu lesen sind: “Daß wir heute, mitten im einst christlich-abendländischen Europa, oft von Idioten (Nicht-Fachleuten) regiert werden, hat auch darin seine Ursache: Wo Glaube und Kultur versiegen, verschwinden Verstand und Vernunft, Maß und Mitte.” Allen Christen und Atheisten ein Frohes Weihnachten.
6 Leserbriefe. 50% von… ? “... wenn an die Decke über jeder Schlafstätte ein Bild…” von wem? A….?
Zum Kreuz kann man stehen, wie man will. Aber mir fehlt hier die Position der sogenannnten Amtskirchen die sich bei der sog. “Seenotrettung” engagieren und Altenheime dicht machen, um islamische Wirtschaftsflüchtlinge unterzubringen. Immer wieder liest man von pädophilen Übergriffen auf Kinder, die regelmäßig ohne Konsequenzen bleiben. Die Kirchen stoßen in das Horn der ewigen deutschen Dauerschuld und fordern uns auf zur Islamisierung unseres Landes “Ja” und “Amen” zu sagen. Sie wollen der Schäfer ihrer Herde sein und lassen den islamistischen Wolf unter ihre Herde. Jetzt, zu Weihnachten, müssen die Kirchenbesucher sich wegen islamischer Terrorgefahr einer Leibesvisitation unterziehen und diese Kirchen wundern sich über Massenaustritte?! Bigottes Scheißpack!
“Erst wenn in jedem Dienstgebäude auch eine Kippa und ein Palästinensertuch angenagelt sind , werdet ihr merken , daß der Geßlerhut das Original ist , von den Schweizern erfunden ! ” ( Weissagung der Klar-Indianer)
Was ist daran nicht zu verstehen? “Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm- Halt Du sie dumm, ich halt sie arm.”, sang bereits Reinhard Mey, also die Spatzen von Dächern. Tiefergehende religionstheoretische Unterweisungen und Belehrungen gegen Aufpreis.
Daß ausgerechnet der „Bund für Geistesfreiheit“ hier geklagt hat, zeigt, daß seine geistige Freiheit offensichtlich auch seine Grenzen hat!
Eines der heute sehr wenigen Urteile eines Bundesgerichtes, das juristisch überzeugt. Und darauf kommt es nun in einem Rechtsstaat an. Letztlich geht es zum einen um die Abgrenzung zum Laizismus, zum anderen um den, inzwischen vom BVerfG vorsaetzlich rechtlich falsch behandelten, Aspekt der negativen und positiven Religionsfreiheit und der Religionsausuebung. Bekanntlich hat sich das Politgericht von der “Kerntheorie” verabschiedet, um die Ausuebung des Islam weit ueber dessen ( relig. kleinen) Kern unter staatlichen Schutz zu stellen. Als eine Art “logischer” Kehrseite wurde die Ausuebung des christlichen Glaubens bzw deren Schutz immer weiter reduziert. Das Gericht ist nicht fuer religiöse Fragen zuständig und hat entsprechend entschieden. Das aendert allerdings nichts den grundsaetzlich religiösen Fragen, die sich mit der Kreuzigung durchaus stellen, von der historischen Problematik abgesehen. Der Rabbi Jesus wurde relativ sicher nicht fuer seine urchristlichen “Umtriebe” verurteilt. Ob er sich fuer die Sünden der Welt, wenn dann wohl der “juedischen Welt” auf Geheiss Jahwes, einen anderen kannte er nicht, opfern wollte und geopfert hat, ist mehr als fraglich. Die roem. Besatzer, als Heiden religiös durchaus tolerant, toleranter als diverse Monotheismen, duerften andere, weltlichere Gruende gehabt haben. Generell ist es problematisch, sich auf Kernelemente zu stuetzen, die historisch bestenfalls nicht belegt, sehr wahrscheinlich sogar falsch sind. Mit der Heranziehung der Evangelien als historische Dokumente, mangels anderer, ist das so eine Sache. Der untaugliche Versuch einer rationalen, historisch faktenbasierten Verwissenschaftlichung von Religionen scheint mir generell wenig zielführend zu sein, fuer die Glaeubigen und auch fuer das Ziel, Glaeubige zu gewinnen bzw nicht zu verlieren. Als Agnostiker wuerde ich raten, sich auf den ( guten) Glauben zu beschränken. Da ist uns allen geholfen. Das Recht, um das es hier ging, natuerlich nicht zu vergessen.
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