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Erdogan ist sunnitischer Muslimbruder. Was in Syrien passieren würde, wenn dort sunnitische Muslimbrüder an die Macht kämen, hat der IS vorgemacht. Assad gehört einer religiösen Minderheit an (Alawiten? Aleviten?) und kann sich nur an der Macht halten, solange er *allen* Minderheiten, orthodoxen Christen ebenso wie Hisbollah-Schiiten, Schutz vor den Muslimbrüdern garantiert. Das macht ihn zum Verbündeten der Wahl sowohl für russisch-orthodoxe und griechisch-orthodoxe Patriarchen als auch für iranische Mullahs. Ägypten hat ebenfalls Erfahrungen mit der Muslimbruderschaft. Bündnisse sind am stabilsten, wenn wirtschaftliche (Gas) und politische Interessen (Muslimbrüder kleinhalten) zusammentreffen.
Erdogan hat sich eine recht sehenswerte Kollektion von Feinden und Gegnern zugelegt: Griechenland, Zypern, Armenien, Syrien, Irak, Ägypten, Israel, den Großteil Lybiens, Russland, USA. Von den Kurden ganz zu schweigen. Das erinnert an eine Bemerkung über die zunehmende Anzahl von Feinden der Österreich-Ungarischen Monarchie im Braven Soldaten Schweijk: Für die österreichischen Generäle galt “viel Feind, viel Ehr”. Als mit jedem Kriegsjahr (1914-1918) ein weiterer Feind hinzu kam, wurde es den Generälen zuviel der Ehre. Am Ende standen die Niederlage und der Untergang des Balkan-Imperiums.
Der kleine Satan ist in Wahrheit Gottes Liebling. Und mit Hass & Hetze gibt der Staatsfunk auch ein Selfie ab. Nur wann das alles wieder richtig rumgedreht wird - keine Ahnung.
Ach ihr Lieben Leute, klingt das nicht wunderbar, wenn die Regierungen über Frieden und historisch nahe Beziehungen reden? Wann gibt es das schon? In den MSM kaum. Aber es ist doch der richtige Weg. Kein Blutvergiessen, keine Bomben, Drohnen, U-Boote und was noch für ein Scheiß. Lieber gemeinsam Lösungen suchen, Konflikte abbauen, dabei menschlich sein und bleiben. So will ich die Zukunft! Und wer dagegen ist, soll es offen aussprechen. Lieber Präsident des türkischen Staates. Wollen Deine Einwohner Krieg? Frage sie doch einmal. Dann kann man sehen, wer die Mehrheiten hinter sich hat. Denn wir alle wollen gerne und gut leben. Mehr nicht. Die ganze Menschheitsfamilie (Ganser)! Mehr davon! Weitermachen! Unterstützen! Peace/Frieden! Herzliche Grüße, Ecki
Ständig wird von “westlichen Werten” fabuliert, die es gegen “böse” Autokraten wie Putin und Orban zu schützen gelte. Die Türkei als NATO-Mitglied bleibt von derlei Kritik weitgehend verschont, obwohl Erdogan eine neoosmanische Expansionspolitik betreibt. Auch die Beitrittsverhandlungen zur EU mit der Türkei sind offiziell noch im Gange. Es wäre hoch an der Zeit, diese zu beenden. Nach dem Ende des Kalten Krieges brauchen wir die Türken auch nicht mehr in der Nato. Westliche Basen können ebenso auf griechischen Inseln und Zypern errichtet werden. Gleichzeitig muß man die westlich orientierte Opposition in der Türkei unterstützen und die Türkei als Urlaubsland boykottieren.
Im derzeit letzten griechisch-türkischen Krieg 1919 bis 1922 wollten die Griechen ihre urgriechischen Gebiete in Kleinasien heim ins griechische Reich holen. Bis kurz vor Ankara kamen die Griechen. Ende dieses Liedes, die komplette Vertreibung und Ermordung der jeweils anderen Volksgruppe in Griechenland und der Türkei. Das moderne Zyperndilemma konnte mit Hilfe der UNO in den 1970er-Jahren mit einer Grenze quer durch Zypern auf Eis gelegt werden. Wenn zwei NATO-Staaten sich ganz lieb haben, ist Spannung garantiert.
Alles nur Blabla. Mich wundert nur eines: Warum lebt dieser Diktator Baschar al-Assad überhaupt noch? An dem Typ arbeitet sich die halbe arabische Welt, die Russen, die Türken und die meisten westlichen Länder seit Jahren ab, aber keiner beendet den Spuk. Worum geht es eigentlich in diesem Land wo es nichts zu holen gibt? Syrien ist doch nur noch das Schlachtfeld und inzwischen Schrotthaufen weltweiter Inkompetenz. Schande über alle die diesem Regime kein Ende bereiten und Syrien aus der Asche wieder neu aufleben lassen als neues freies Land. Bei Iraks Saddam war man da mutiger, hat am Ende aber auch nicht viel daraus gemacht. Weicheier!
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