Thomas Rietzschel / 19.07.2016 / 18:00 / 5 / Seite ausdrucken

Der Islam ist keine Religion

Religion und Islam sind zwei verschiedene Dinge. Das eine passt nicht zum anderen. Solange die Europäer das nicht zur Kenntnis nehmen wollen, bleibt ihr Kampf gegen die Terroristen ein aussichtsloses Unterfangen. Denn mit dem Koran tragen die „Gotteskrieger“ allesamt kein heiliges Buch, sondern die ideologische Grundlage einer politischen Strategie in der Tasche, die dezidiert weltliche Herrschaftssprüche untermauert und erhebt. Ihrem Charakter nach gleicht sie dem Kommunistischen Manifest viel mehr als der Bibel oder dem Talmud.

Zwar sind auch die Christen mit dem Bezug auf ihre „heilige Schrift“ übereinander und Andersgläubige hergefallen, um ihre jeweiligen Herrschaftsgebiete zu erweitern. Nur liegt das inzwischen Jahrhunderte zurück. In Europa endeten die Religionskriege 1648 mit dem Westfälischen Frieden, dem Abschluss des Dreißigjährigen Krieges zwischen Katholiken und Protestanten. Ein Jahrhundert später proklamierte die Aufklärung, ausgehend von Frankreich und Deutschland, das Recht des Einzelnen, nach den Maßgaben der Vernunft  über seine Gesinnung zu entscheiden. Der Glaube wurde zur Privatangelegenheit. Ungeachtet aller kirchlichen Gegenwehr brachte die Säkularisierung die Religionen um ihre Anspruch auf eine amtliche Teilhabe an der Regierung. Allein im Vatikan verfügen die Katholiken noch über das Recht der staatlichen Machtausübung. Überall sonst gilt in Europa die Trennung von Kirche und Staat. Obwohl das Versuche der Einflussnahme nicht immer ausschließt, hat die Utopie vom Gottesstaat auf dem europäischen Kontinent ausgedient.

Nicht so in den moslemisch geprägten Ländern der arabischen Welt. Dort ist der Islam geblieben, was er immer war: eine religiös verbrämte Ideologie, die politische Ziele verfolgt. Wer sich darüber hinwegtäuschen will, indem er zwischen Islam und Islamismus unterscheidet, stiftet einen faulen Frieden. Ebenso wie jene, die uns glauben machen wollten, der wahre Kommunismus habe nichts mit der Diktatur seiner kommunistischen Machthaber und ihrem Griff nach der Weltherrschaft zu tun. Von der Demagogie der Nationalsozialisten wollen wir erst gar nicht reden.

Selbst wenn es den gläubigen Moslems nicht immer bewusst sein mag, beten sie zu dem selben Gott, für den die Terroristen in den unerklärten Weltkrieg gegen die Ungläubigen ziehen, als Selbstmordattentäter und Mordbrenner, die vor keiner Barbarei zurückschrecken, wenn es darum geht, der freiheitlichen Existenz des Einzelnen den Garaus zu machen. Anders als die Amokläufer, die in Schulen und an anderen Orten wild um sich schießen, handeln sie nicht als Einzeltäter, sondern als „Kämpfer“ einer sich selbst formierenden Armee. Was sie dabei erstreben, ist nicht mehr und nicht weniger als die Errichtung totalitärer Herrschaftstrukturen. Sie bomben in der Überzeugung, das Vermächtnis ihres Propheten Mohammed (um 570-632), eines Soldaten und Feldherren, zu vollstrecken. Dafür schlagen sie mit der Axt auf wehrlose Menschen wie eben in einem Zug nahe Würzburg.

Anders als beim Juden- oder dem Christentum, handelt es sich beim Islam eben nicht um eine Religion, die die Privatangelegenheit eines jeden ist, sondern um ein politisches Konzept, das auch jene mittragen, die ihm im Vertrauen auf die religiöse Tarnung gutgläubig anhängen mögen. Die gebetsmühlenhaft wiederholte Behauptung, wie für jedes andere Glaubensbekenntnis so müsse die im Grundgesetz (Art. 4) festgeschriebene „Religionsfreiheit“ auch für den Islam gelten, lässt sich weder historisch noch aktuell rechtfertigen.

Dass der Staat unterdessen sogar dazu übergegangen ist, die islamische Ideologie an den Schulen unterrichten zu lassen, muss umso mehr entsetzen, als dieser Unterricht von DITIB überwacht wird. Leugnet der türkisch-islamischen Dachverband doch bis heute den Völkermord an den Armenien und sieht auch sonst keinen Anlaß, eindeutig von den Aktivität seiner terroristisch agierenden Glaubensbrüder abzurücken.

Wo der ideologischen Indoktrination derart Tür und Tor geöffnet wird, sollte man konsequenterweise genauso darüber nachdenken, wieder den marxistisch-leninistischen  „Staatsbürgerkunde-Unterricht“ der DDR an den Schulen einzuführen. Denn auch da ging es schließlich um die Verbreitung einer Lehre, die darauf abzielte, die bürgerliche Gesellschaft abzuschaffen, das Ideal der Freiheit über Bord zu werfen. Aber auf diesem Weg ist die geschichtsvergessene  Multikulti-Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland ja ohnehin schon ein gutes Stück vorangekommen. Gewöhnen wir uns also langsam an den erweiterten Religionsbegriff.

Allahu Akbar. 

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Leserpost

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H.-P.M.Tassilo Wenzl-Sylvester / 20.07.2016

Ich kann mit Ihrem Artikel nur Eines: einverstanden sein. Der Islam ist eine, auf unterdrückende, weltweite Expansion ausgelegte Politsystematik, die sich das Deckmäntelchen der “Religion”, erdacht durch den pädophilen Warlord Mohammed (ein Existenznachweis steht meines Wissens noch aus) umgehängt hat. Mir ist auch vollumfänglich unverständlich, weshalb die bundesdeutsche Politik nun geradezu danach “giert”, auf den Schulen “Islamunterricht” einzuführen. Was, um “Himmels” Willen, will man denn dort unterrichten? Dass Mohammed auf einem geflügelten Pferd in den Himmel ritt um dort von Erzengel Gabriel - Allah war wohl unpässlich - den Wortlaut des Koran entgegen zu nehmen? Oder wie man, ohne mit den bundesdeutschen Gesetzen in Konflikt zu kommen, seine Frau züchtigen kann? Bzw. warum der Koran mit seiner untrennbar mit ihm verbundenen Sharia über dem GG steht? Es wird an der Zeit, dass sich unsere Politiker dessen besinnen, wozu sie gewählt wurden: das Volk zu beschützen und nicht, es an eine archaische, unbrauchbare Berserkermethodik auszuliefern.

A. Wilsdorf / 20.07.2016

In der Analyse und Konsequenz ist das nicht zu leugnen was hier ausgeführt wird. Ein Denkfehler ist trotzdem drinne. Es ist eine Religion, es hat nichts mit Glauben zu tun. Religion ist Organisation, sind Dogmen und ebenso wie die Bibel erhebt der Koran den Anspruch allein seeligmachender Wahrheit und das mit jedem mittel, der zweck heiligt das Mittel Entscheidend ist tatsächlich den Unterschied zu verstehen was Glaube ist und was Religion. Der Islam ist Religion, das Christentum ist Religion, Glaube? das ist nicht notwendig. Bei beiden nicht Es gibt gläubige Muslime, da wett ich drauf, Es gibt gläubige Christen, das kenne ich sogar welche, aber mehr noch kenne ich Anhänger dieser beiden Religionen Was ist Glaube? Glaube ist deine persönliche Beziehung zu dem was du Gott, Götter, göttlich heisst. Und da Glaube gelebt eine beziehung ist ist es automatisch privat und nicht Ideologie. Religion aber ist statt nur die organisation glaubenskompatibler Menschen zur gemeinsamen Anrufung zu sein längst reine ideologische Weltansacuung mit elitärem Auserwähltsein-Denken darum ist es egal ob es religion ist oder irgend ein polit Ismus. Das das Christentum heute friedlicher und scheinbar toleranter ist in Europa liegt aussschliesslich daran das ihre machtposition eben nicht so ist wie es A L L E Kirchenfürsten gerne hätten. Im US-amerikanischen Bibelgürtel sieht das schon wieder ganz anders aus. Erst wenn das die leute inne köppe kriegen dann, erst dann hört die anbiderung auf und der Stand der “Religionisten” verliert seinen Halt

John Farson / 19.07.2016

Vielen Dank für diesen Artikel! Klare Worte! Endlich sagt es mal jemand. Auch ich sehe im Islam keine Religion. Und wer glaubt, der IS sei unislamisch, der soll sich mal das Leben und Wirken des gepriesenen Mohammed ansehen. Wie Abdel Samad schon sagte: Der IS macht nichts anderes, als der Prophet und seine Schergen. Damals waren es genau solche Banden, die mordend und brandschatzend andere Länder überfielen und Gräueltaten verübten.

Hans-Peter Klein / 19.07.2016

Man muss den Unterschied zwischen dem Christentum und dem Islam eigentlich gar nicht mit der schwer erkämpften Säkularisierung erklären. Der Unterschied liegt schlicht in der Tatsache, dass sich im Christentum kein Kreuzritter oder sonstiger religiöser Eiferer auf den Religionsstifter Christus berufen kann, während im Islam zu nahezu allen IS-Taten Mohamed selbst Vorbild ist.

Marcel Seiler / 19.07.2016

Korrekt. Der Islam hat die Zeit nicht überwunden, in der Religion und Recht (das GANZE Recht: Verfassungsrecht, Zivilrecht, Strafrecht, Familienrecht, Sozialrecht) ein und dasselbe waren. (Im mosaischen Recht des Alten Testaments findet man das übrigens ganz ähnlich.) Unter den Islam fällt also erheblich MEHR, als durch den Religionsbegriff des Grundgesetzes abgedeckt ist. Wenn wir es zulassen, dass der Islam grundgesetzwidrigerweise Religionsfreiheit für diesen GANZEN Islam erhält, haben wir schon durch dieses Zugeständnis unser Grundgesetz abgeschafft. Es wird Zeit, dass Frau Merkel oder Herr Maas klarstellen, dass dem Islam Religionsfreiheit nur für den relativ kleinen Teil des Islam zusteht, der unter UNSEREN Rechtsbegriff der Religion fällt und dass der Religionsbegriff des Islam dafür unerheblich ist. Wer den vollen Islam leben möchte, muss in ein anderes Land gehen, wo dies möglich ist. Hier ist es das nicht. Wer dies aber dem Islam ermöglichen möchte oder es gar für den Islam verlangt, ist ein klarer Verfassungsfeind.—Man könnte das auch etwas freundlicher sagen, gewiss, aber ich bin der Überzeugung, dass nur eine absolut klare Grenzziehung den Frieden in Deutschland wieder herstellen kann, einen Frieden, der auch und gerade im Sinne der vielen friedlichen Muslime in Deutschland ist.

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