Der Terroranschlag in Straßburg war der Höhepunkt des gestrigen Tages, aber nicht unbedingt sein Ende. Dem Irrsinn der Tat folgte der Aberwitz der Worte. Der Präsident des Europaparlaments, Antonio Tajani, twitterte dem flüchtigen Täter hinterher: „Dieses Parlament wird sich von Anschlägen von Terroristen oder Kriminellen nicht einschüchtern lassen... Antworten wir auf terroristische Gewalt mit der Stärke der Freiheit und der Demokratie.“
Und weil sich dieses Parlament nicht einschüchtern lässt und auf terroristische Gewalt mit der Stärke der Freiheit und der Demokratie antwortet, wurde das Gebäude von der Polizei abgeriegelt, so dass keine Sau raus oder rein konnte. Vermutlich gegen den Willen der Parlamentarier, die sonst auf die Straße gerannt wären, um den Terroristen zu zeigen, dass sie sich nicht einschüchtern lassen.
Derweil wurden die Kontrollen an der deutsch-französischen Grenze bei Kehl verstärkt, ohne Rücksicht auf das Votum der Kanzlerin, dass sich Grenzen nicht kontrollieren lassen. Sie überließ es ihrem Sprecher, die unpassenden Worte zu finden: „Welches Motiv auch immer hinter den Schüssen steckt: Wir trauern um die Getöteten und sind mit unseren Gedanken und Wünschen bei den Verletzten..."
Ja, was für Motive könnten es gewesen sein? Wollte der Täter ein Zeichen gegen den Klimawandel setzen? Gegen die Vermüllung der Meere oder die Nöte der Eisbären? Wer macht denn so was? Und war da nicht schon mal was in der Art? In London, Paris, Brüssel, Berlin, Nizza, Kopenhagen und einigen anderen Orten? Schauen Sie doch mal in Ihrem Leitz-Ordner unter dem Stichwort "Gedanken und Wünsche" nach, Herr Seibert.
Dabei hatte der Tag so gut angefangen. Am Morgen wurde bekannt, dass sich ein als Top-Gefährder eingestufter Islamist – 19 Punkte auf der nach oben offenen Willkommens-Skala – in die Türkei abgesetzt hatte. Die Essener Polizei bestätigte die "Ausreise", konnte sie aber nicht verhindern.
Bamberg bleibt bunt und auf dem Berg
In der Nacht zuvor hatten Geflüchtete aus Eritrea in einem bayerischen Ankerzentrum randaliert, Feuer gelegt und Polizisten angegriffen. Dabei entstand ein Sachschaden von 100.000 Euro, den zu begleichen das Aktionsbündnis "Bamberg bleibt bunt und auf dem Berg" angeboten hat.
Und aus Bremen kam die frohe Kunde, dass aus Rücksicht auf muslimische Frauen eine männliche Kartoffel seine verdächtig blonde Tochter nicht zum Kinderschwimmen begleiten durfte. Er wäre besser, so wurde ihm mitgeteilt, wenn seine Frau mitkommen würde.
Die einzig betrübliche Nachricht des Tages kam aus Brüssel, wo an einer Richtlinie gearbeitet wird, die helfen soll, den Plastikmüll zu reduzieren. Konkret geht es darum, "die Deckel von Einwegkunststoffflaschen künftig fest mit dem Flaschenhals zu verbinden, so dass sie vom Verbraucher nicht mehr abgelöst werden können". Daran habe ich auch schon mal gedacht, hab mich aber nicht getraut, es laut zu sagen. Jetzt ist mir irgendein Dödel aus der EU-Kommission zuvorkommen. Welches Motiv auch immer hinter der Idee stecken mag, ich finde, wir sollten uns nicht einschüchtern lassen und die Kunststoffflaschen samt Deckel weiterhin in der Biotonne entsorgen.
So war der Tag gestern. Mal schauen, wie es heute weitergeht.

Halten Sie es nicht auch für " geschmacklos", daß die Leute in den nächsten Wochen wieder und wieder auf die Weihnachtsmärkte strömen, als sei nichts geschehen ? Der Leierkasten vor sich hindudelt, die vegane Seife um die Ecke duftet und das Ablasswürstchen schmeckt wie eh und je, die Kirchen für mehr Toleranz werben und die Politik den "Neuanfang " herbeischwatzt, als gäb's keine Bosheit auf dieser Welt. Kommt einem das nicht alles bekannt vor? Ist das nicht ein einziges, wie Chaim Noll es hier auf der Achse genannt hat, DEJA-VU ???
"Wir lassen uns nicht einschüchtern" heißt übersetzt "wir haben uns damit für die Zukunft abgefunden".
„Dieses Parlament wird sich von Anschlägen von Terroristen oder Kriminellen nicht einschüchtern lassen ...": Für mich war ein Aha-Erlebnis der Anschlag auf den Bus des Dortmunder Fußballvereins BVB und die Reaktionen darauf. Da stellten sich kurz nach dem Anschlag Trainer und Management vor die Kameras und sagten sinngemäß: "Wir im Pott lassen und von solchen Dingen nicht einschüchtern." Am nächsten Tag standen die gleichen Leute wieder vor den Kameras, diesmal viel kleinlauter, und sagten sinngemäß: "Es macht scheinbar einen Unterschied, ob man bei so einem Anschlag dabei war oder nicht." Naja. Empathisches Gutmenschengetue ("Wirte gegen Nazis") macht halt nur Spaß, wenn es Umsatz und Ansehen bringt. Sonst macht es keinen Spaß. Da ist mir ein Rapper mit "Ich töte alle ..." (gewünschtes bitte ergänzen) fast noch lieber, da nicht so elendig verlogen. Und auch bei einem ehrlichen IS-Kämpfer weiß man woran man ist. Selbst die Antifa ("Deutschland, Du mieses Stück Scheiße, verrecke") ist dagegen erfreulich ehrlich.
Die schlimmste Nachricht ist die aus Straßburg, gleich danach kommt die aus Bayern." Schutzsuchende", die "randalieren", sind eben keine Flüchtlinge, sondern Invasoren. Auch die erschröcklichen "Hetzjagden von Chemnitz" bestanden ja darin, dass 2 Heilige aus dem Morgenland den Befehl "Verpisst euch!" geschnarrt und die sicherlich total "rechten" Eingeborenen einfach nicht gehorcht hatten. Mehr noch, sie beantworteten die unvermeidbare Gegenwehr der Herren Eroberer mit GEWALT! Diese Antwort auf einen Angriff wurde dann ohne jegliche Vorgeschichte durch die Qualitätsmedien und die qualitätspolitische Klasse posaunt. In den 1990-er Jahren haben die Mainstreamparteien den "Republikanern", die sich in etwa an die klassische italienisch-faschistische Rezeptur hielten, das Wasser abgegraben, indem sie die Massenzuwanderung vorläufig stark einschränkten. Heute wissen sie nicht mehr, wie das geht, und wollen es nicht mehr wissen, obwohl die meisten AfD-Politiker und -Wähler durchaus den demokratischen Rechtsstaat bejahen, was für die "Republikaner" weniger zu vermuten war, Das politische Problem ist trotz eines rechten AfD-Randes weniger schlimm als damals, aber die Reaktionen sind teils wahnhaft, teils nur schwachsinnig. Manchmal wäre ich gern so doof wie die Politiker!
Ich glaube nach der Nummer vergeht mir die Lust mit meinen 2 Kindern und Frau auf den Weihnachtsmarkt ( größere Stadt) zu gehen. Ironisch und traurig , sowas passiert ausgerechnet 2 Tage nach der Unterzeichnung des Migrationspaktes.
Und die die SPD-Politikerin Aydan Özoğuz war wieder die erste, die entsprechend pietätlos und perfide mit der Leichenfledderei begann. - So schrieb sie auf Twitter:: „Es ist so schrecklich, was in Straßburg geschieht. Und so unglaublich, dass die AfD sich an dem Leid der Menschen weidet. Ohne Worte. Den Verletzten und Angehörigen gilt unsere Solidarität. Ich wünsche Ihnen so viel Kraft für die nächsten Stunden, Tage…… Tja, die AfD ist Schuld - auch an Straßburg, London, Nizza, Paris, Djerba, Mumbai, Jerusalem, Berlin, ect. eigentlich an allen Alluha Akbar Terroranschlägen.
Also echt mal, Herr Broder, ... hat ja lange gedauert bis Sie das wirklich wichtige Thema, Plastikdeckel, angesprochen haben! Alles andere ist doch Peanuts! Gelbwesten, Terroristen, Islamisten trinken schliesslich auch aus Kunststofflaschen!