Seit Samstagmorgen kommen die Berichte von Luftangriffen auf Ziele im Iran und Raketenangriffen aus dem Iran. Die israelischen Angriffe sollen sich auch gezielt gegen das Führungspersonal des Mullah-Regimes richten. Um die ganz aktuellen Meldungen zu verfolgen, sei hier auf die üblichen Liveticker (wie hier, hier und hier) verwiesen.
Über den Ausgang lässt sich ebenso vielfältig wie unzuverlässig spekulieren, wie auch darüber, ob dieser Angriff zu diesem Zeitpunkt richtig war oder nicht. Jetzt kann ein der westlichen Welt gewogener Beobachter nur hoffen, dass das Regime in Teheran schnell besiegt und vor allem gestürzt werden kann. Ob es in diesem Falle gelingt, zu verhindern, dass der Iran daraufhin in ein innenpolitisches Chaos taumelt, kann niemand sagen. Ebensowenig, ob sich die Verantwortungsträger in den USA diesmal hinreichend Gedanken über die Möglichkeiten einer stabilen Nachkriegsordnung gemacht haben. Aber selbst wenn, ist unsicher, ob sich die guten Ideen dann in der eintretenden Realität als umsetzbar erweisen.
Als Medienschaffender mag man diese Ungewissheiten beklagen oder sich lustvoll ins wilde Spekulieren stürzen. In jedem Fall sind fast alle kommentierenden Sätze in dieser Kriegsphase zwangsläufig von äußerst begrenzter Substanz und Haltbarkeit. Jeder Meinungsbildner weiß das und würde dennoch gern etwas anderes suggerieren.
Das ist bei politischen Amtsträgern, die nicht direkt involviert sind, ebenso. Sie möchten gern den Eindruck vermitteln, dass sie eine wichtige Rolle in diesem Geschehen spielten könnten und nicht nur die Zaungäste sind, die höchstens einen kleinen Informationsvorsprung vor ihren interessierten Bürgern haben. Gerade europäischen Spitzenpolitikern ist es in solchen Fällen wichtig, zu betonen, dass sie schon vorab von dem Angriff informiert worden seien. So weit, zu behaupten, man wäre auch gefragt worden, geht schon keiner mehr.
Erwartbare deutsche Sprechblasen
Letztlich können sie sich nur um eventuelle Folgen fürs eigene Land kümmern. Wobei „nur“ vielleicht ein falscher Zungenschlag ist, denn dank der staatlich geförderten unkontrollierten Zuwanderung vieler junger kampfstarker Männer aus allen brenzligen Krisenregionen, gibt es wahrscheinlich kaum noch einen größeren Konflikt auf der Welt, dessen Eskalation nicht möglicherweise auch auf deutschen bzw. europäischen Straßen seinen Niederschlag findet. Insofern kann es schon seine Bedeutung haben, wenn die Bundesregierung ein paar Stunden nach Beginn der aktuellen Angriffe zu einem Krisenstab ruft. Wenn allerdings so getan wird, als hätten die deutschen Stimmen derzeit auch eine signifikante außenpolitische Bedeutung, riecht das schon streng nach Etikettenschwindel.
Dennoch wollen viele politische Akteure ihre Bedeutung demonstrieren, indem sie jedes bedeutende Ereignis kommentieren und wohlformuliert eine Lage bewerten, die sie selbst noch gar nicht vollständig überblicken können. Wer das Spektrum der erwartbaren deutschen Sprechblasen in den ersten Stunden nach den neuen Angriffen genießen möchte, dem bietet beispielsweise der Euronews-Beitrag „Krieg im Iran: Das sind die Reaktionen aus Deutschland“ einen kurzen und prägnanten Überblick.
Ehrlicherweise müssten die meisten Kommentatoren zugeben, dass sie kaum mehr als die auf der Hand liegenden offenen Fragen und ihre hypothetischen Antworten liefern können. Beispielsweise danach, wie Russland reagieren wird. Hat das Trump-Team diesen Angriff mit Putins Männern insgeheim abgestimmt, um eine unkontrollierte weitere Eskalation zu vermeiden? Insgeheim hoffen wahrscheinlich auch diejenigen darauf, die das zugleich moralisch wortstark als verwerflich verurteilen würden.
Kann jemand verlässlich ermessen, ob die Angriffe tatsächlich die Regimegegner stärken können oder ob das Kriegsrecht dem Regime nützt? Noch gibt es nur wenige Gewissheiten. Eine ist immerhin, dass - wie schon gesagt - für die westliche Welt alles andere als ein baldiger und nachhaltiger Sieg über das Mullah-Regime fatale Folgen haben dürfte. Insofern lässt sich auch schwer in die Rolle eines neutralen Beobachters schlüpfen.

Wie gut, dass Deutschland kein Atomprogramm mehr hat!
Wilfried Cremer: ob der „Feine Sahne Fischfilet“ Präsident traurig ist, ist mir Sch….egal. Der darf inzwischen alles oder nichts sagen. Man weiß ja von wem es kommt und was es Wert ist. Ok. Das ist das eine, das andere jedoch ist dieses furchtbare Mullah Regime, eine korrupte Mörderbande im religiösen Gewand. Niemand in diesem Forum wird denen eine Träne nachweinen, da bin ich sicher. Für alle Iraner, die diese „Höllenhunde“ aufrichtig hassen, ja es gibt aufrichtigen, legitimen Hass, schlägt jetzt die Stunde der Wahrheit, der Befreiung. Eine zweite Chance wird es für lange Zeit wohl nicht mehr geben. Es wird viele Opfer geben. Manchmal muss man durch die „Hölle gehen, um ins Paradies“ zu gelangen. Ich bete für die Menschen im Iran und hoffe dass der Umsturz dieses Mal gelingt. Niemand weiß, schon gar nicht unsere politischen „Schlauschwätzer“, was die Zukunft den Menschen im Iran bringen wird. Aber Angesicht der unmenschlichen Verhältnisse im Iran, muss dieses „Risiko“ in Kauf genommen werden. Es gibt ein Sprichwort: „in Zeiten der Not bringt der Mittelweg den Tod. Deshalb keine Verhandlung mit diesen Verbrechern, weg mit ihnen und keine Gnade, denn es sind verblendete Teufel im religiösen Gewand, ähnlich übrigens wie die NSDAP u. der SA Mopp im “Hitler Reich„. Die waren zwar keinem religiösen Wahn verfallen, handelten aber mindestens genauso verbrecherisch und menschenverachtend, wenn sie ihre Macht durch Kritiker bedroht sahen.
Nix gwies woaß ma net, wie man im Bayrischen sagt, aber Teile des hiesigen Kommentariats kümmert das natürlich nicht.
Als Leser dieses ausgezeichneten Blogs von der ersten Stunde an wünsche ich mir die Zeiten ohne Leserkommentare sehnlichst zurück, die Ergüsse all der intellektuellen Bruchpiloten verursachen schon leichtes Sodbrennen. Aber richtig, man muss es sich eigentlich nicht durchlesen.
Und in ihrem ganzen Antiamerikanismus und Israelhass sind sie genau das, was sie allen Anderen beständig vorwerfen – gnadenlos deutsch.
Man darf gespannt sein, ob dieses Abenteuer Israels und der Amerikaner nun zu einer Befriedung des Nahen Ostens führt. Nach Arabischer Frühling, Besetzung des Iraks und Bombardierung Afghanistans habe ich hier berechtigte Zweifel, ob dies zu einer dauerhaften Lösung führt.
Andererseits hätte das Gewährenlassen des Mullahregimes auch keinen Frieden gebracht.
Meiner Meinung nach eine aussichtslose Situation.
Heute sind eine ganze Reihe der übelsten Terrorfürsten der Achse des Bösen, allen voran der Ayatollah Khamenei, nur noch ein Häufchen Asche im Zentrum Teherans. Und am Vorabend dieses historischen Tages muß ausgerechnet die Achse des Guten die abstrusen Antitrump-Tiraden eines frustrierten Boomer-Sozen mit TDS im Endstadium publizieren? Shame on you. Aber was für ein Tag! Danke Amerika, Danke Israel und vor allem ein riesiges Dankeschön an den Chef der Freien Welt, an Donald J. Trump.
Das Saddam -Regime wurde auch nachhaltig besiegt.
dann wurde bekanntlich alles besser.
@ W. Renner – „Wer jetzt um das Mullah Regime trauert, möge die Hand für den Schutz der Menschenschlächter durch das “Völkerrecht„ heben.“ – Und wer bestimmt demnächst, wer als Nächstes weg kann oder muß ? Was dabei herauskommt, siehe zB Syrien, wo die jetzt wieder „Aktiven“ den „bösen Assad“ gestürzt und ihren Interessen derzeit willige Al-Kaidas installiert haben, die die vormals eingesetzten willigen Kurden aufgegeben und ausgeliefert haben, welche nun schon mal den Kopf verlieren oder vom Haus „geschubst“ werden. Und wenn die derzeit selbst ernannten Guten „Weg vom Fenster“ sind und die „neuen Herren“ erkennen, daß „Wir“ nicht deren „Werte“ befolgen, dann bitte nur nicht jammern.