Wie Sie vermutlich wissen, hat der HR in der Sendung "Titel, Thesen, Temperamente" über die "Gemeinsame Erklärung 2018" berichtet. Vom Moderator Max Dieter Mohr sensibel anmoderiert, kamen vier Experten zu Wort, ein Frauenschwarm und Experte für bewusstseinserweiternde Naturheilmittel, ein Sozialpsychologe, eine Schriftstellerin und eine Radikalismusforscherin, die ihren Temperamenten entsprechend schräge Thesen verbreiteten. Eine ebenfalls angekündigte Feministin und Verlegerin kam in dem Beitrag nicht vor. Wir recherchieren derzeit, ob sie ihre Teilnahme zurückgezogen hat oder herausgekegelt wurde, nachdem sie etwas gesagt hatte, was die Redaktion nicht hören wollte.
Wie dem auch sei. Wenn dieser Beitrag den Richtlinien der ARD für eine sachliche Berichterstattung entspricht, die mehr wiedergeben sollte als nur die Meinung des Autors, dann werden demnächst auch Pferdeäpfel als Bio-Buletten bei EDEKA verkauft werden. Mit diesem Beitrag könnte sich der HR beim nordkoreanischen Fernsehen um den alljährlichen Karl-Eduard-von-Schnitzler-Preis bewerben. Gute Kontakte zu Nordkorea gibt es ja bereits.
Es war nicht der erste Fall einer bewusst einseitigen, manipulativen und verlogenen Berichterstattung. Ziemlich genau vor einem Jahr, am 2. April 2017, lief ebenfalls bei ttt ein Beitrag über einen Film, der sich mit dem britischen Antisemiten und Holocaustleugner David Irving beschäftigte. Für ttt ein willkommen Anlass, bei dieser Gelegenheit auch mit dem „Antisemiten" und „Klimaleugner" Steven Bannon abzurechnen.
Nach einem etwas zähflüssigen Notenwechsel mit dem HR endete der Fall damit, dass der HR „den Beitrag und die begleitenden Texte aus dem Internet" entfernte und sich für die „unhaltbaren Behauptungen" entschuldigte.
Mal sehen, wie sich der HR diesmal aus der Affäre ziehen wird. Mit einem Bembel Äppelwoi wird es nicht getan sein.

Hallo lieber Herr Broder - mich verwundert und befremdet der HR schon seit geraumer Zeit mit seinem unangenehm sozialistisch geprägten Grundtenor quer durch alle dortigen - von der Allgemeinheit alimentierten - Reportagen, Magazine und Nachrichtensendungen - angefangen bei dem MEX Marktmagazin (mit der konsequent in Rot gewandeten Claudia Schick) bis zu "De Facto" - dem Magazin, das bei dem unbefangenen Zuschauer mit der Parole "Jetzt reicht´s"! das Wutbürgerpotenzial zu wecken versucht und dann wiederum auf Kosten der Beitragszahler engagiert Fälle begleitet und unter medialem Druck "löst", für die der Anwalt zuständig wäre. Dazu wird der in allen medizinischen und medizinpolitischen Fragen omnipotente Prof. Glaeske konsultiert, der sich dort dann u,.a. für eine Auflösung der privaten Krankenkassen als rein "kapitalistisches Relikt" stark machten kann. Identisch verhält es sich mit den im HR ständig präsenten Meinungsmachern, wie dem gerade geschassten Jens Stellpflug von Öko-Test und dem Finanztipmann Hermann-Josef Tenhagen. Man hat die Volkserziehung unter einer bestimmten Couleur dort über die Jahrzehnte hinweg offenbar recht erfolgreich zum "Grundsatzprogramm" erkoren.
Der Frauenschwarm ist in Deckung gegangen. Vielleicht hat er ja nur einen bad hair day, bzw. eine Serie von solchen.
Die eigentliche Frage ist doch, warum die Medien wegen dieser Erklärung so am Rad drehen. Mittlerweile sogar mehr als bei einer Pegida Kundgebung und einem AFD-Parteitag zusammen. Bei den o.g. Kundgebungen konnte man so gut einen weißen alten Mann, meistens mit Bierflasche, ohne Zähne und sehr kruden Ansicht interviewen und dann sagen: "Schaut her! Wer eine solche Meinung vertritt gehört in die gleiche Sparte Mensch!" Wirkte schon abschreckend. Aber jetzt sind es nicht mehr diese "Abgehängten". Sondern Leute mit Studium, Karriere, manche mit Dr. Titel. Gar nicht abschreckend für das gemeine Volk. Da könnte jetzt jeder auf die Idee kommen den Mund zu öffnen! Schrecklich. Also wird der Versuch gestartet, auch diese Leute wie o.g. darzustellen. Herr Broder, Sie haben viel Schrecken verbreitet. Ich amüsiere mich darüber. Ob allerdings wirklich der Großteil der Gesellschaft hinter der Erklärung 2018 stehen würde....da bin ich skeptisch. Auch wenn ich es mir wünschen würde. Wir werden sehen! Die Posse geht weiter.
Ha helfen keine Worte mehr. Herr Mohr und Gleichgesinnte werden jegliche Probleme abstreiten, selbst wenn schon eine Horde mit Krummsäbeln vor ihnen stünde. Man müsste ja zugeben, dass man über Jahre falsch gelegen hat. Das will keiner, das tut dem Ego weh.
Dieter "Max" Moor, der Ex-Schweizer und Ex-Ökobauer ist ein salbadernder Schwafler, ein klassisches Mietmaul. Paßt doch gut zur Roten Laterne von der Betramswiese.