Henryk M. Broder / 29.09.2013 / 00:13 / 8 / Seite ausdrucken

Der Hauch der Geschichte

Wenn der “Chefreporter” der taz auf seiner eigenen Schleimspur ausrutscht, dann hört sich das so an:

Es war ein bewegender Moment, als Jürgen Trittin sich in dieser Woche in einem Saal des Reichstags vom Fraktionsvorsitz verabschiedet hat. Das sagen auch Zuhörer, die nicht dick mit ihm sind. Einer der wichtigsten deutschen Politiker nach 1968 zieht sich zurück. Da spürten vor allem die jüngeren Kollegen für einen Augenblick den Hauch der Geschichte, auf die dieser Mann tatsächlich Einfluss genommen hat. Im Parlament und außerhalb. http://www.taz.de/Kolumne-Die-eine-Frage/!124533/

Man kann das aber auch als eine vorgezogene Bewerbung für das Amt des Sprechers oder Persönlichen Referenten verstehen für den Fall, dass Trittin es doch noch schaffen sollte, Minister in einem Kabinett Merkel zu werden, was Allah, Jesus und Moses verhindern mögen. So kommt zusammen, was zusammen gehört: Der Möchtegern-Minister und sein Grüßaugust in spe.

 

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Leserpost

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Alexander Bertram / 30.09.2013

Auch von anderer Seite wird gehaucht und (sich) beworben “Springer-Chef Döpfner fordert Kreativministerium” ;-)  (s. TS von heute)

Andreas Rochow / 29.09.2013

Es ist schon ein Drama: Der Jubler von der TAZ meint, Geschichte zu schreiben und merkt offenkundig nicht, dass es höchstens ein weiteres Beispiel für die Krise des Journalismus im Deutschland des 21. Jahrhunderts ist.

Claus Meyer / 29.09.2013

Ich kann nicht glauben, dass dieser Text tatsächlich in der TAZ veröffentlicht wurde. Meines Wissens ist Satire diesem Blatt doch fremd. Und nur um Satire, nichts anderes, kann es sich bei den zitierten Zeilen handeln. Hoffen wir, dass Trittin eine einmalige Verirrung des bundesdeutschen Politikgeschehens bleibt.

Michae Geier / 29.09.2013

Die Chancen, dass Jesus, dem Liebhaber u. Hüter des “gesunden” Lebens,  dies tatsächlich verhindern möge, stehen gut, da ihm, z.B. auch die Achtung und Unversehrtheit der Kinder,  gewaltig am Herzen lagen und er (lt. des Autors Matthäus) hierfür ungeheuer deutliche Worte fand : (“Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, Anlass zur Sünde gibt, für den wäre es besser, dass ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde”) .  Ob sich das bei Mohammed, dem sich (angebl.) “Allah” geoffenbart hat, ähnlich verhält, wage ich zu bezweifeln, womit sich ein gewisser grün-islamischer Kreis ja mal wieder eindrucksvoll schließen dürfte.  Soviel zum Thema eines großen und vom Winde der Geschichte umwehenden 68’iger-Politikers.

Elisabeth Lahusen / 29.09.2013

Trittin hat sich qualifiziert für “Die europäische Union”, das “Größenwahnprojekt”, das “seit dem Untergang der Sowjetunion das größte politische Betrugsunternehmen der Neuzeit ist.” ( Broder bei Lanz 26.9.2013)

Martina Maier / 29.09.2013

“Einer der wichtigsten deutschen Politiker nach 1968 zieht sich zurück. Da spürten vor allem die jüngeren Kollegen für einen Augenblick den Hauch der Geschichte, auf die dieser Mann tatsächlich Einfluss genommen hat.” Sorry, aber das beleidigt alle Politiker, die Deutschland zu einem demokratischen Land gemacht haben und es bis heute auch so erhalten haben. Soviel Überheblichkeit und Arroganz muss irgendwie an der Ideologie und an dem immer mehr steigenden Realitätsverlust liegen. Anders lässt sich das ja nun nicht mehr erklären. Wenn dieser Mann die Geschichte ab den 68er wirklich beeinflusst hat, dann aber sicherlich nicht im positiven Sinne. Die haben genug die Gesellschaft zerstört und tief gespalten. Gottseidank ist er weg und kommt “hoffentlich” nie mehr wieder zurück in die politische Landschaft.

Thomas Schlosser / 29.09.2013

Wer die taz noch ernst nimmt, ist selbst schuld….. ‘Journalismus’ als Kampfauftrag im Namen der (grünen) Partei….

Alexander Bertram / 29.09.2013

Historischer und dialektischer Materialismus eben ;-)

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